Paprika düngen

Um ihre farbenfrohen Schoten auszubilden, benötigen Paprika- und Chilipflanzen reichlich Nährstoffe. Hier erfährst Du, welche Düngemittel sich für die Starkzehrer eignet und was es bei der Düngung von Paprika im Beet und im Topf zu berücksichtigen gilt.

Nährstoffversorgung für Paprikapflanzen

Paprika sind Starkzehrer

Paprika und Chili gehören zu jenen Gemüsesorten, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Während sie verschiedene Entwicklungsphasen vom Keimling zur ausgewachsenen, fruchttragenden Pflanzen benötigen die Nachtschattengewächse nicht nur unterschiedliche Mengen an Dünger, sondern auch unterschiedliche Hauptnährstoffe und Spurennährstoffe.

Während Stickstoff das Wachstum ankurbelt und das Wurzelsystem kräftigt, fördert Phosphor die Bildung von Blüten und Früchten. Kalium unterstützt die Entwicklung der Schoten.

Hier erfährst Du mehr über Pflanzennährstoffe.

Beet richtig aufbereiten

Damit Paprika gut gedeihen, sollte der Boden locker und tiefgründig sein. Ein sonniger, geschützter Standort sorgt dafür, dass sich die Exoten auch in unseren breiten im Freiland wohlfühlen. Bereite das Beet am besten bereits im Herbst vor. Arbeite strohigen Mist oder Kompost vermischt mit Hornspänen ein.

Wenn Du den Boden erst im Frühjahr aufbereitest, müssen Kompost und Stallmist gut verrottet sein. Anstelle von Hornspänen empfiehlt es sich, Hornmehl zu verwenden.

Paprika in nährstoffarmem Substrat vorziehen

Damit die Früchte der aus Südamerika stammenden Pflanzen in unserem deutlich kühleren Klima ausreifen, müssen Paprika rechtzeitig auf der Fensterbank vorgezogen werden. Verwende gute Anzuchterde, die locker, keimfrei und deutlich nährstoffärmer als normale Blumenerde oder Gartenerde ist. 

Dieses magere Substrat regt die Wurzelbildung an. Von diesem gut entwickelten Wurzelsystem profitieren die Pflanzen später im Beet. Sie sind in der Lage, die Nährstoffe im Boden besser aufzunehmen und entwickeln sich dadurch schneller. 

Wer die Jungpflanzen im Gartenmarkt kauft, sollte mit dem Auspflanzen ins vorgedüngte Beet unbedingt bis nach den Eisheiligen Mitte Mai warten.

Wann düngen?

Sobald die Pflänzchen nach den Keimblättern das erste richtige Blattpaar gebildet haben, werden sie pikiert und in einzelne Töpfe verpflanzt. Nun ist es Zeit für die erste – maßvolle Düngergabe. Ein wenig Kompost oder organischer Tomatendünger reicht für die nächsten Wochen aus.

Ab dem 15. Mai dürfen die Jungpflanzen dann ins Beet übersiedeln. Wurde die Erde gut aufbereitet und mit Kompost, Hornspänen oder verrottetem Stallmist angereichert, brauchen sie erst mal keinen zusätzlichen Dünger. Das Gießen mit stark verdünnter Brennnesseljauche stärkt die heranwachsenden Paprika und erhöht ihre Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schädlingen.

Spätestens wenn die Pflanzen erste Blütenknospen ansetzen, solltest Du nachdüngen. Nun benötigen sie nicht nur Stickstoff, sondern auch Phosphor und Kalium. Versorge Deine Paprika mit reifem Kompost oder mit organischem Gemüsedünger. Auch während der Fruchtentwicklung kannst Du weiterhin mit Brennnesseljauche gießen. 

Regelmäßig gießen

Paprika brauchen zum Wachsen nicht nur Nährstoffe, sondern auch viel Flüssigkeit. Bei Wassermangel bleiben die Früchte klein. Vernachlässige daher das Gießen nicht.

Womit düngen?

Optimal zur Nährstoffversorgung von Paprika ist ein organischer Langzeitdünger. Dabei kann es sich um eine fertige Mixtur wie Tomatendünger aus dem Fachmarkt handeln. Aber auch eine selbst zusammengestellte Mischung aus Kompost und Hornmehl oder Stallmist ist sehr wirkungsvoll.

Darüber hinaus eignen sich Kaffeesatz, abgelagerter Kleintiermist, Guano und verschiedenste Pflanzenjauchen. Natürliche Düngemittel haben den Vorteil, dass sie nicht nur Deine Pflanzen nähren, sondern zugleich auch das Bodenleben fördern. Sie sorgen für eine feinkrümelige Bodenstruktur und verbessern das Wasserhaltevermögen.

Geeignete Düngemittel für Paprika

Gießen & Düngen in einem

Gieße Deine Paprikapflanzen mit verdünnter Brennnesseljauche. So kombinierst Du die Wasserversorgung auf optimale Weise mit einer moderaten Nährstoffzufuhr. Gleichzeitig stärkst Du die Pflanzen und machst sie widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge. Das Mischverhältnis von Wasser und Jauche sollte etwa 1:10 betragen.

Paprika im Topf düngen

Im Topf steht der Pflanze weit weniger Substrat als im Beet zur Verfügung. Die Erde trocknet nicht nur schneller aus, die Nährstoffe sind auch rascher aufgebraucht. Daher ist es wichtig, den Paprika regelmäßig kleinere Mengen Dünger zu verabreichen. Ideal ist ein organischer Bio-Dünger für Tomaten, aber auch normaler Gemüsedünger tut seine Wirkung. 

Da im Kübel nicht die Gefahr der Auswaschung ins Grundwasser besteht, kann Mineraldünger hier keine Umweltschäden anrichten. Dennoch ist ein organischer Langzeitdünger besser verträglich. Natürliche Düngemittel können nicht so leicht überdosiert werden. Mit mehreren kleinen Nährstoffgaben, statt einer allzu üppigen bist Du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Falls Du ein Granulat verwendest, ist es wichtig, die Erde feucht zu halten, damit sich der Dünger auflösen kann. Spätestens, wenn die Paprika blühen, wird es Zeit für eine weitere Düngergabe.

Paprika mulchen

Der Wasserbedarf von Paprikapflanzen ist recht hoch. Wenn Du während der heißen Sommermonate nicht täglich gießen möchtest, kannst Du den Boden mit einer Mulchschicht bedecken. 

Rasenschnitt fällt in jedem Garten regelmäßig an und eignet sich gut zum Mulchen. Auch Brennnesseln sind, solange sie noch keine Blüten gebildet haben, ein tolles Mulchmaterial. Mulchen reduziert die Verdunstung, fördert das Bodenleben und wirkt zugleich als sanfter Dünger.

Hier findest Du weitere Informationen über das Mulchen im Gemüsegarten.

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