Natürliche Gewässer nutzen fast immer Sand als Filtermaterial: Das liegt vor allem an seiner exzellenten Eigenschaft, Giftstoffe zu binden. Auch im heimischen Teich oder Swimmingpool ist es möglich, dies auszunutzen.
Dafür brauchst Du lediglich eine Sandfilteranlage. Im Folgenden findest Du einen Vergleich der besten 2023 erhältlichen Modelle.
Unser Testsieger
Die besten Sandfilteranlagen in unserem Vergleich sind die “Steinbach Speed Clean” Modelle. Sie sind sowohl in kleineren als auch sehr großen Varianten erhältlich und überzeugen durch hohe Qualität, umfangreiche Ausstattung und einen ziemlich leisen Betrieb.
Da das Preis-Leistungs-Verhältnis ebenfalls exzellent ist, eignen sich diese Filteranlagen auch für budgetbewusste Teichfreunde.
Die besten Sandfilteranlagen in 2023
Es gibt viele Sandfilteranlagen, die sich für die verschiedensten Anwendungsgebiete eignen. Damit Du einen guten Überblick über den Markt bekommst, stelle ich dir jetzt die 5 besten 2023 erhältlichen Modelle genauer vor.
1. Steinbach Speed Clean
Einer der Marktführer auf dem hiesigen Gebiet starker Pool-Pumpen ist die österreichische Firma Steinbach. Erfreulicherweise enthält der Katalog des Unternehmens auch sehr viele Sandfilteranlagen der “Speed Clean” Reihe: Gleich zehn verschiedene Modelle stehen zur Auswahl – die meisten mit integrierter Zeitschaltuhr.
Qualität mit exzellentem Preis-Leistungs-Verhältnis
Von ganz klein bis sehr groß ist hier praktisch jede Leistungsklasse vertreten. Besonders interessant für viele Gartenteich-Inhaber dürften dabei die stromsparenden Einstiegsmodelle mit 3800 bis 6600 Litern Förderleistung pro Stunde sein. Neben dem reinen Sandbetrieb bietet Steinbach dabei auch Modelle mit mitgelieferten Filterbällen an.
Je nach Modell sind die Pumpen entweder herkömmlicher Bauart oder selbstansaugend. Der Betrieb an sich ist sehr zuverlässig, hier merkt man, dass Steinbach viel Erfahrung auf dem Gebiet hat. Auch die gute Arbeit der Filter sowie die je nach Variante sechs bis sieben verschiedene Ventilmodi sind wirklich hervorzuheben.
Etwas schwierig gestaltet sich allerdings der Zusammenbau: Man muss die Bedienungsanleitung schon mehrmals studieren, bevor die Anlage fertig montiert ist und in Betrieb genommen werden kann.
Dann sind die Steinbach Speed Clean Sandfilteranlagen aber auch wirklich sehr leise – Lärmbelästigung und unnötiger Streit mit den Nachbarn wird so wohl nicht auftreten – ein großer Pluspunkt!
Der Kessel besteht aus Kunststoff: Er macht keinen minderwertigen Eindruck, wirkt jetzt aber auch nicht wie ein Premium-Produkt. Es ist also gut möglich, dass er nach einiger Zeit ausgetauscht werden muss.
Trotzdem sind die Steinbach Speed Clean Anlagen wirklich empfehlenswert: Sie bieten nicht nur starke Teichreinigung und gute Leistungswerte, sondern sind im Vergleich auch noch relativ günstig: Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist so wirklich exzellent!
Positiv
- riesige Auswahl, auch für kleinere Teiche/Pools interessant
- sehr zuverlässiger Betrieb
- mit und ohne selbstansaugende Pumpe erhältlich
- vergleichsweise leise
- starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
Negativ
- schwieriger Zusammenbau
- Kunststoff-Kessel nicht ganz so hochwertig
2. Intex Krystal Clear
Wenn Du einen Aufstellpool hast oder dich für einen interessierst, hast Du bestimmt schon einmal von der Marke Intex gehört: Auf diesem Gebiet ist die US-amerikanische Firma nämlich wirklich absoluter Marktführer und hat dementsprechend auch einige Sandfilteranlagen der “Krystal Clear” Reihe im Angebot.
Besonders für Aufstellpools eine starke Lösung
Und diese Sets zeigen durchaus Qualität: So besteht der Kessel nicht etwa aus Kunststoff, sondern aus sehr robustem und langlebigen Stahl. Sowohl Pumpe als auch Filter können im Alltag überzeugen: Sie arbeiten zuverlässig und ohne spürbaren Leistungsverlust und halten das Becken wirklich schön sauber. Eine integrierte Zeitschaltuhr sorgt für zusätzlichen Komfort.
Auch die Montage ist ziemlich einfach: Die Bedienungsanleitung ist sehr deutlich und außerdem schön bebildert. So dürfte es nicht lange dauern, bis die Anlage befüllt und in Betrieb genommen werden kann.
Wenn Du mit den Kystal Clear Anlagen einen Pool eines anderen Herstellers oder einen Gartenteich betreiben willst, sieht es aber etwas anders aus: Die Sandfilter-Anschlüsse sind nämlich auf einen Intex-internen Standard ausgerichtet, an herkömmlichen Becken lassen sie sich meistens nur mit Adaptern betreiben.
Vier verschiedene Leistungsklassen
Die Intex Krystal Clear Sandfilteranlage ist in vier verschiedenen Stärken erhältlich.
In den meisten Fällen werden sich bei Gartenteichen wahrscheinlich am besten die kleineren Modelle mit 4500 bzw. 7900 Litern Fördermenge pro Stunde eignen – diese sind im Betrieb auch erfreulich leise und verbrauchen nicht sonderlich viel Strom. Die Varianten mit 10.500 und 12.000 Litern Förderstärke sind eher für riesige Becken eine Option und im Alltag leider auch deutlich lauter.
Wenn Du einen Intex-Pool mit Sand filtern willst, sind die Krystal Clear Anlagen somit bestimmt die erste Wahl. Bei anderen Anwendungsgebieten ist ein wenig Mehrarbeit nötig – dann bieten sie aber auch starke und robuste Leistung.
Positiv
- robuster Stahlkessel
- einfache Installation
- starke Filter- und Pumpleistungen auch für kleine Projekte
- kleine Leistungsklassen vergleichsweise stromsparend und leise
- mit Zeitschaltuhr
Negativ
- größere Modelle vergleichsweise laut
- Anschlüsse für Intex-Pools ausgelegt, Verbindung mit Gartenteich etwas schwierig
3. Well 2 Wellness TOP Sandfilteranlage
Auch für anspruchsvolle Projekte geeignet
Diese Zusammenstellung eignet sich erfreulicherweise auch für anspruchsvolle Pool- und Teich-Projekte. Die Pumpe ist selbstansaugend, was nicht nur das Filtern erleichtert: Auch größere Höhenunterschiede werden so spielend überwältigt – die 12.000 Liter Variante hat beispielsweise bei 4 Metern Höhe immer noch die Hälfte seiner Förderkapazität.
Für zusätzlichen Komfort sorgt ein 6-Wege-Ventil. Die Pump- und Filterleistung ist ziemlich stark, manchmal hat sie sogar zu viel Power: Einige Kunden berichten so, dass die Schläuche im Alltagsbetrieb nur bedingt halten – ratsam ist es daher, sie zusätzlich abzudichten.
Eine Zeitschaltuhr ist leider nicht im Lieferumfang enthalten – für diesen Komfort musst Du also noch einmal nachrüsten.
3 verschiedene Leistungsklassen erhältlich
Die Well2wellness TOP Geräte sind in drei verschiedenen Größenausführungen erhältlich: Mit 10.000, 12.000 und 14.500 Litern pro Stunde Fördermenge eignen sie sich ausschließlich für große oder sehr filterintensive Teiche.
Preislich liegen diese Anlagen eher im gehobenen Segment. Das ist es aber auch wert, da Du mit diesen Sandfiltern hohe Leistung mit viel Qualität bekommst.
Positiv
- Pumpe selbstansaugend
- drei verschiedenen Größen auswählbar
- 6-Wege-Ventil
- große Höhenunterschiede überwindbar
Negativ
- Schläuche sollten zusätzlich abgedichtet werden
- kein Modell für kleinere Teiche/Pools erhältlich
- keine Zeitschaltuhr
- vergleichsweise teuer
4. Hecht Sandfilteranlagen "H"
Eine sehr günstige Möglichkeit, Teich oder Pool mit einem Sandfilter zu betreiben sind die Anlagen der “H”-Serie des bekannten Anbieters Hecht. Sie sind sowohl in kleinen Ausführungen als auch sehr großen Varianten erhältlich: Das Spektrum der Fördermengen reicht dabei zwischen 4540 und 14.400 Litern pro Stunde.
Günstige Lösung für handwerklich begabte Gärtner
Ist die Anlage einmal befüllt und in Betrieb genommen, überzeugt sie durch einen zuverlässigen Betrieb: Die Pumpe arbeitet ohne spürbaren Leistungsverlust, der Sand – benötigt werden je nach Modell zwischen 13,6 und 45 Kilogramm – filtert Fremd- und Schadstoffe ohne Probleme aus dem Wasser.
Die Bedienung ist trotz fehlender Zeitschaltuhr – diese müsste nachgerüstet werden – ebenfalls sehr einfach: Die kleineren Varianten arbeiten mit etwas kargen, aber zufriedenstellenden vier Ventileinstellungen, das größte Modell kann davon sogar sieben aufweisen.
Bevor es dazu kommt, muss das Gerät aber erst einmal ausgepackt und montiert werden. Und das kann leider sehr dauern: Geliefert werden die Hecht Sandfilter nämlich in unzähligen Einzelteilen, die zusammengeschraubt werden müssen. Dafür ist sehr viel Zeit, Konzentration und auch Geschick notwendig – leider ist die Bedienungsanleitung auch nicht immer schlüssig genug, um eine große Hilfe zu sein.
Das trübt den eigentlich guten Gesamteindruck leider ziemlich und führt dazu, dass ich diese Anlage wirklich nur für Gärtner mit handwerklichem Talent empfehlen kann. Wenn Du dir das zutraust, kannst Du allerdings ein ziemliches Schnäppchen machen: Preislich sind die Hecht Sandfilter nämlich wirklich verführerisch günstig!
Positiv
- für kleine und große Becken erhältlich
- einfach zu bedienen
- zuverlässige Pump- und Filterleistung
- günstiger Preis
Negativ
- sehr schwieriger Aufbau
- Einsteiger-Modelle lediglich mit Basisfunktionen
5. Kesser Sandfilteranlage
Praktischer Filterkomplex für größere Becken
Wenn Du viel Wasser zu filtern hast, wird dir dieses Modell aber bestimmt weiterhelfen: Die Pumpleistung ist sehr zuverlässig, das Wasser macht auch nach längerer Zeit einen sehr gepflegten Eindruck. Dank Rückspülfunktion lässt sich der Sand sehr einfach reinigen und muss nur sehr selten ausgetauscht werden.
Insgesamt verfügt die Anlage über vier Ventileinstellungen: Neben dem bereits erwähnten Rückspülen gibt es auch noch Nachspül- und Wintermodi sowie das obligatorische Filterprogramm. Das ist etwas spartanisch – andere Modelle haben einen deutlich höheren Funktionsumfang – reicht für die Grundbedürfnisse aber völlig aus.
Die Bedienungsanleitung ist zwar manchmal etwas unverständlich, im Grunde aber auch nicht unbedingt nötig, denn sowohl Montage als auch Betrieb sind sehr intuitiv und daher auch von Technik-Laien gut zu beherrschen. Leider fehlt eine Zeitschaltuhr, diese kannst Du aber nachträglich nachrüsten.
Etwas negativ ist die Lautstärke: Von vielen Besitzern wird der Schallpegel als unangenehm hoch empfunden – um Stress mit den Nachbarn zu vermeiden, ist es daher ratsam, die Anlage nicht während der Ruhezeiten zu nutzen.
Preislich befindet sich die Kesser Sandfilteranlage eher im gehobenen Spektrum. Da der Metallkessel einen sehr stabilen Eindruck macht, stehen aber die Chancen gut, dass Du an dieser Anschaffung lange deine Freude haben wirst.
Positiv
- robuste Verarbeitung, starker Metallkessel
- zuverlässige Pumpleistung
- einfache Montage
- problemlose Wartung & Reinigung
Negativ
- vergleichsweise laut
- Ventileinstellungen etwas spartanisch, keine Zeitschaltuhr
- nur für sehr große Becken geeignet
- eher hochpreisig
Sandfilteranlagen Kaufkriterien
Leistung, Beckengröße und Fördermenge
Die Leistung wird in Watt angegeben und ist zunächst einmal ein guter Indikator dafür, wie viel eine Filteranlage drauf hat. Um einiges aussagekräftiger ist allerdings die Fördermenge, die in Litern pro Stunde angegeben wird.
Hierbei muss zwischen der theoretischen Fördermenge der Pumpe und der Filterleistung unterschieden werden. Generell brauchen größere Becken mehr Power als kleinere. Manchmal ist ein hoher Filterdurchsatz aber auch in Mini-Teichen angebracht, z.B. bei starkem Algenbefall oder vielen pflanzlichen und tierischen Beckenbewohnern.
Dabei kannst Du auch die Angaben der Hersteller berücksichtigen: Jedes Modell hat eine empfohlene Mindest- und Maximalgröße, an denen Du dich orientieren kannst.
Filteranlagen für Fischteiche
Sandfilteranlagen stehen bei vielen Gärtnern mit Fischteichen hoch im Kurs. Das liegt besonders an ihren oft hohen Fördermengen. Allgemein sollte ein normaler Fischteich mindestens doppelt so viel filtern wie ein Becken ohne Fischbesatz. Noch arbeitsintensiver sind Koi-Teiche: Hier ist mindestens die vierfache Leistung notwendig – schon kleinere Becken brauchen dann Filtergrößen eines mittelgroßen Swimmingpools.
Stromverbrauch
Sandfilteranlagen gibt es ausschließlich mit Elektromotor. Für dich als Teichinhaber bedeutet das in jedem Fall eine höhere Stromrechnung. Ein möglichst niedriger Verbrauch ist eine Möglichkeit, dem ein wenig entgegenzuwirken.
Hier solltest Du besonders auf die Watt-Zahl achten: Je niedriger dieser Wert ist, desto weniger Strom verbraucht die Anlage generell.
Nutzungszeit berücksichtigen
Allgemein sollte ein Teich mindestens zweimal täglich komplett gefiltert werden. Beim Stromverbrauch ist es deshalb ratsam, zu berücksichtigen, wie lange der Filter täglich im Betrieb ist. Starke Modelle verbrauchen vielleicht manchmal etwas mehr, sind dafür aber auch schneller fertig, wodurch im Endeffekt keine Mehrkosten entstehen.
Mögliche Filtermittel
Jeder Sandfilter ist dazu in der Lage, Filtersand zu nutzen. Dieser hat Vor- und Nachteile, weshalb es sinnvoll ist, ein Modell zu wählen, das auch andere Mittel unterstützt.
Für einen Gartenteich sind das vor allem Filterglas und Filterkugeln. Solltest Du die Anlage für ein Schwimmbecken verwenden, kann aber auch Poolsalz ein interessantes Medium sein. Hierfür muss der Filter salzwasserkompatibel sein.
Kesselmaterial und -größe
Eines der Herzstücke einer jeden Sandfilteranlage ist der Kessel: In ihm spielt sich der Reinigungsprozess ab.
Sandfilter-Kessel sind sowohl aus Kunststoff als auch aus Metall erhältlich.
- Kunststoff hat den Vorteil, dass er leicht und günstig ist und außerdem nicht rosten kann. Wenn Du dich für so ein Modell entscheidest, solltest Du dir aber sicher sein, dass das Material wirklich robust ist – ansonsten drohen Ermüdungsschäden und Risse durch UV-Strahlung.
- Metall wiederum ist sehr massiv und generell langlebiger als Kunststoff. Bei Nässe droht bei manchen Modellen allerdings Rost. Weiterhin spricht das hohe Gewicht und der häufig etwas teurere Anschaffungspreis gegen einen Metall Kessel.
Der Durchmesser des Kessels wiederum ist ein guter Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Filters: Je dicker er ist, desto höher ist gewöhnlicherweise Fördermenge und -qualität. Allerdings solltest Du auch darauf achten, dass die Maße des Filters in deinen Garten passen.
Ventileinstellungen
Jeder Sandfilter Kessel ist mit einem Ventil versehen, das sozusagen das Verbindungsstück zwischen dir und dem Filter ist. Praktisch jeder Modell verfügt über die folgenden vier Grundeinstellungen:
- Filter-Modus
- Nachspülen
- Rückspülen und
- Winter-Modus.
Einige Modelle sind aber noch komfortabler und verfügen über sechs oder sogar sieben Ventileinstellungen. Dann kannst Du auch Modi wie
- Zirkulieren
- Entleeren und
- Ein/Ausschalten per Knopfdruck
auswählen.
Montage & Verarbeitung
Bei der Verarbeitung solltest Du darauf achten, dass sowohl Pumpe als auch Kessel aus hochwertigem, wetterfesten Material bestehen. So kannst Du sicherstellen, dass die Anlage auch mehrere kältere Winter und häufige Filterdurchläufe problemlos übersteht. Hier helfen häufig auch Erfahrungsberichte von anderen Teich- und Poolinhabern.
Auf keinen Fall unterschätzen solltest Du die Montage der Anlage: Manche Modelle sind vergleichsweise schnell zusammengebaut, andere sind um einiges anspruchsvoller und bestehen bei der Lieferung fast ausschließlich aus Einzelteilen. Wenn Du handwerklich nicht hochbegabt bist, macht es auf jeden Fall Sinn, auf einfachen Zusammenbau und eine gut verständliche Anleitung zu achten.
Zeitschaltuhr
Sehr hilfreich ist eine Zeitschaltuhr: Mit ihr kannst Du den Filter-Rhythmus automatisieren – selbst, wenn Du unterwegs bist, wird dein Becken dann zuverlässig gereinigt.
Viele Anlagen sind bereits ab Werk mit so einer Vorrichtung ausgestattet. Andere haben keine installiert, lassen sich aber später nachrüsten.
Die Vorteile
Natürliche, umweltfreundliche Beckenreinigung
Ein großer Vorteil von Sandfilteranlagen ist die sehr umweltfreundliche Reinigungsmethode: Sand ist frei von schädlicher Chemie und übernimmt in der Natur die Aufgabe von Teichfiltern: Giftstoffe werden gebündelt, Flüsse, Bäche, Seen und Meere geklärt.
Im heimischen Garten hilft diese Art und Weise insbesondere in naturbelassenen Teichen und Pools. Bei letzteren sorgen Sandfilter zudem dafür, dass die Chlor- und sonstige Chemikalien-Zugabe oft deutlich reduziert werden kann.
Das freut die Umwelt und auch die Gesundheit – viele allergische Reaktionen, besonders der Haut und der Augen, treten in einem möglichst schonend gereinigten Becken gar nicht erst auf.
Auch für sehr große und/oder anspruchsvolle Gewässer geeignet
Sandfilteranlagen sind häufig um einiges kraftvoller als herkömmliche Teichpumpen: Da sie vor allem für Swimmingpools konzipiert sind, sind sie in vielen Fällen für Wassermengen von mehreren zehntausend Litern ausgelegt.
Im Fall von sehr großen Teichanlagen sind sie deshalb eine gute Alternative zu sehr teuren Lösungen wie Modul- oder Multikammer-Teichfiltern.
Aber auch bei kleineren Teichen können sie sich lohnen: Unter anspruchsvollen Voraussetzungen – z.B. ein Standort in der Sonne oder Fischbesatz – liefern sie häufig eine optimale große Fördermenge, um das Wasser rein zu halten.
Einfach zu reinigen
Aufgrund der natürlichen Materialien sind Sandfilter außerdem sehr einfach zu reinigen: Häufig reicht schon ein Rückspül-Durchgang, um die Filtermittel ausreichend durchzuspülen.
Im Gegensatz zu Durchlauf-, herkömmlichen Druck- oder Kartuschenfiltern ist das Filtermaterial außerdem sehr ausdauernd: Im Regelfall muss es erst nach einigen Jahren gewechselt werden – Du musst also nicht ständig neue Schwämme oder andere Substanzen kaufen.
Für Teich und Pool geeignet
Das alles macht Sandfilteranlagen zu einem guten Tausendsassa: Sie können sowohl Gartenteichen als auch Swimmingpools gute Dienste erweisen – für Flexibilität ist also gesorgt.
Die Nachteile
Für viele kleine Teiche überdimensioniert
Allerdings sind Sandfilteranlagen wohl nicht für jeden Garten etwas:
So sind sie für viele kleine Teiche ohne sehr hohe Reinigungsansprüche einfach überdimensioniert: Ein Fertigbecken mit wenig Wasservolumen braucht im Regelfall keinen Filter mit mehreren tausend Litern Fördermenge pro Stunde – hier ist eine einfache kleine Filterpumpe meistens die bessere Wahl.
Nimmt viel Platz weg und nur schwierig bewegbar
Besonders bei Gartenteichen sind Sandfilteranlagen außerdem um einiges größer als herkömmliche Durchlauf- oder Druckfilter. Sie nehmen viel Platz weg und sind aufgrund ihres sperrigen Äußeren nicht gerade ein Blickfang: Bei sehr natürlichen Teichlandschaften sind sie dann eine ähnliche optische Belästigung wie eine Fabrik in einem malerischen Dorf.
Aufgrund ihres hohen Gewichts – ein mit Sand gefüllter Kessel kann schon einmal weit über 100 Kilogramm wiegen – sind sie außerdem ziemlich unflexibel. Bei einer Neugestaltung der Teichumgebung ist es so nicht ganz so einfach, den Filter zu bewegen.
Etwas komplizierte Installation
Im Vergleich zu normalen Teichfiltern ist eine Sandanlage außerdem in der Installation um einiges komplizierter. Für Aufbau und Montage braucht man doch um einiges mehr Geschick als bei anderen Modellen.
Da man einen Fehlaufbau im laufenden Betrieb kaum noch korrigieren kann, ist hier um einiges mehr an Konzentration und handwerklichem Können notwendig – solltest Du Bedenken haben, ist es also ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen.
Sandfilter im Winter
Sandfilteranlagen sind darauf ausgelegt, ganzjährig draußen zu stehen – Du musst sie also im Winter nicht abbauen. Trotzdem ist es notwendig, sie frostfest zu machen. Früh übt sich dabei: Schon deutlich vor den ersten Minusgraden musst Du das Wasser ablassen – passiert dies zu spät, bestünde die Gefahr, dass der Sand vor dem Frost nicht trocknet. Das wiederum könnte spätestens im Frühling zu Schäden führen.
So funktioniert ein Sandfilter
Eine Sandfilteranlage wirkt mit seinem Kessel vielleicht zunächst einmal etwas bedrohlich. Aber keine Sorge: Die Wasserreinigung findet nicht nur unter sicheren, sondern auch unter bewährten Bedingungen statt.
Druckfilter mit Sandkörnern
Im Grunde handelt es sich dabei nämlich um nichts anderes als einen speziellen Druckfilter: Eine Filterpumpe zieht das Wasser mit Unterdruck durch einen Schlauch an. Von dort gerät es in den Kessel, wo sich der Filterapparat befindet.
Biologische Filtermedien
Dort wird das Wasser durch das biologische Filtermaterial – einen Überblick findest Du im folgenden Teil – gespült. Dabei bleiben Gift-und Schwebstoffe hängen, das Becken wird geklärt und erscheint sauber und klar.
Spezialsand verwenden
Wenn Du deinen Filter mit Sand betreibst, musst Du auf jeden Fall ein Spezialprodukt verwenden. Varianten wie Bausand sind für die Beckenreinigung ungeeignet.
Sandfilter Medien im Überblick
Anders als der Name vermuten lässt ist es möglich, Sandfilter mit ganz unterschiedlichen Filtermedien zu betreiben. Alle Methoden sind dabei hundertprozentig biologisch und haben verschiedene Vor- und Nachteile.
Filtersand
Filtersand ist sozusagen die “klassische” Variante, eine derartige Anlage zu betreiben. Er ist vergleichsweise günstig in der Anschaffung und hält im Regelfall ungefähr drei Jahre, ohne dass es ausgewechselt werden muss. Die Schadstoffbindung ist sehr effizient.
Viele Teichinhaber scheuen reinen Sand allerdings, weil er sehr schwer ist – häufig braucht man mehrere Zentner, um den Filter betreiben zu können. Weiterhin ist er etwas schwierig zu lagern, beim Befüllen des Filterkessels muss man außerdem höllisch aufpassen, dass kein Sand in ein Rohr gerät.
Filtersand muss regelmäßig überprüft werden: Nach einiger Zeit kann es passieren, dass die Körner durch Abreibung zu fein geworden sind und ins Becken geraten – dann ist ein Austausch die einzige Option.
Auf die Konsistenz kommt es an
Achte beim Filtersand auf jeden Fall auf die Konsistenz achten: Er muss grobkörnig sein, ansonsten kann er mit dem Wasser ins Becken gespült werden. Deshalb ist es wichtig, vor dem Kauf zu schauen, welcher Sand von der jeweiligen Filteranlage unterstützt wird. Für die turnusmäße Reinigung des Filtermediums musst Du außerdem regelmäßig rück- und dann wieder nachspülen.
Filterglas
Bei Filterglas handelt es sich um sehr kleine, feinkörnige Glassplitter. Sie sind weder spitz noch scharf und haben sehr schadstoffbindende Eigenschaften.
Filterglas wiegt etwa 15 Prozent weniger als Filtersand: Bei einem Sandbedarf von 50 Kilogramm bräuchtest Du so nur etwa 42,5 Kilogramm Glas. Der Reinigungsprozess ist sogar noch etwas feiner als bei klassischem Sand, ausgetauscht werden muss das Material häufig erst nach etwa 10 Jahren.
Ein Nachteil von Glas als Filtermedium hingegen ist, dass es in der Anschaffung vergleichsweise hochpreisig ist.
Filterkugeln
Ein sehr smartes Mittel sind Filterkugeln, auch als Filterbälle oder “Filter Balls” bekannt. Sie bestehen aus Kunststoff und haben wirklich enorme Bindungseigenschaften, was die Reinigung sehr vereinfacht.
Kügelchen wiegen deutlich weniger als Sand oder Glas: Gewöhnlicherweise braucht man für einen Kilo Sand nur etwa 30 Gramm Filter Balls. Sie sind waschbar und halten bei guter Pflege praktisch unendlich – trotz des eher unnatürlichen Herstellprozesses sorgen sie so für langfristige Nachhaltigkeit.
Kugeln mögen keine Pause
Filterkugeln sind sehr reinigungsbedürftig: Sie müssen mindestens einmal wöchentlich gewaschen werden. Pausen dulden sie keine – selbst, wenn das Wasser sauber und rein wirkt, musst Du ihnen einen Waschgang gönnen.
Aktivkohle
Aktivkohle ist ein sehr potentes Material, das nicht nur für Indoor Pflanzenzucht verwendet wird, sondern auch bei Sandfiltern gute Dienste leisten kann. Dabei handelt es sich um Kohlenstoff, dessen Partikel so erweitert wurden, dass er eine extrem hohe Porendichte aufweist.
So werden Giftstoffe schnell vom Wasser getrennt und das Becken bleibt angenehm klar. Allerdings sind wohl nicht alle Sandfilteranlagen für den Kohlebetrieb geeignet.
Zeolith-Gestein
Zeolithe sind Minerale vulkanischen Ursprungs. Sie haben eine sehr bindende Wirkung und werden deshalb nicht nur für einige Teichfilter verwendet, sondern können häufig auch in Sandanlagen eingesetzt werden.
Besonders interessant sind Zeolithe auch deshalb, weil die Phosphate aus dem Wasser ziehen und so natürliche Algenvorbeugung betreiben.
Vergleichbare Filterarten
Neben Sandfiltern gibt es auch noch andere Anlagen, die besonders beim Poolbau wichtig sind, aber auch für viele Gartenteiche interessant sind. In dem einen oder anderen Fall können sie ebenfalls eine Alternative darstellen.
Kartuschenfilter
Ein Kartuschenfilter ist ein eher kleines Gerät, das vor allem bei Schwimmbädern zu Einsatz kommt. Die namensgebende Kartusche besteht dabei meistens aus Papierlamellen. Das Wasser wird hindurchgespült, wie ein Kaffeefilter hält die Kartusche Gift- und Fremdstoffe auf. Im Garten wirken sie um einiges unauffälliger als ein großer Sandfilter-Kessel.
Oft sind Kartuschenfilter in der Anschaffung auch um einiges günstiger als Sandanlagen. Geeignet sind sie allerdings vor allem für kleinere Pools und Teichbecken. Etwas aufwändig ist allerdings der sehr häufig notwendige Austausch des Filtermaterials: Etwa wöchentlich muss eine neue Kartusche her, was auf Dauer auch ins Geld gehen kann.
Mehrschichtfilter
Mehrschichtfilter sind Sandfiltern sehr ähnlich. Allerdings geht das Wasser in ihnen nicht nur durch einen, sondern durch mehrere Filterprozesse. Das Wasser wird so hervorragend geklärt – häufig braucht man daher eine deutlich geringere Förderleistung für vergleichbar saubere Ergebnisse.
Bei Gartenteichen lohnen sie sich besonders bei anspruchsvollen Koi-Becken. Gegen Mehrschichtfilter spricht neben der sehr sperrigen Größe und dem vielen benötigten Filtermaterial mit entsprechendem Wartungsaufwand auch der vergleichsweise hohe Preis dieser Geräte.
FAQs
Eine Sandfilteranlage für ein Becken mit 20 Kubikmetern Volumen braucht mindestens ein Modell mit einer stündlichen Filterleistung von 4000 bis 5000 Litern. In unserem Vergleich konnte in diesem Spektrum die vergleichsweise günstige, aber dennoch robuste und zuverlässige “Steinbach Speed Clean Classic 310” Sandfilteranlage überzeugen.
Ein großes 20 m3 Becken, das als Fischteich genutzt wird, kann aber um einiges stärkere Sandfilter benötigen. Für normalen Fischbesatz ist dann z.B. die “Steinbach Speed Clean Comfort 75” sehr empfehlenswert, Koi-Teiche sollten noch stärkere Modelle bekommen, beispielsweise die “Steinbach SM 16 Sandfilteranlage”.
Für ein 9000 Liter Becken, das als Pool oder Zier-Gartenteich genutzt wird, reichen oft schon kleine Sandfilteranlagen mit vergleichsweise niedrigen Filtermengen aus. In unserem Vergleich konnten in diesem Spektrum besonders die Modelle “Steinbach Speed Clean Classic 310” und “Intex Krystal Clear 4500” überzeugen.
Bei starken Verschmutzungen oder Fischbesatz ist allerdings eine deutlich stärkere Anlage angebracht: Besonders bei Koi-Haltung sind dann eher Geräte wie die “Steinbach Speed Clean Comfort 75” eine gute Wahl.
Unter den Poolpumpen mit Sandfiltertechnik konnten besonders die Anlagen der “Steinbach Speed Clean” Reihe überzeugen. Sie bestechen durch hohe Qualität, leise Betriebslautstärke und ein wirklich exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wenn Du einen Aufstellpool des Marktführers Intex hast, könnte aber auch die “Krystal Clear” Sandfilter-Reihe des Herstellers die beste Wahl sein.