Rasentrimmer: So löst ihr Probleme mit dem Faden

Euer Rasentrimmer funktioniert nicht so, wie ihr euch das vorstellt? Dann kann es gut sein, dass euer Faden die Probleme verursacht. Doch keine Sorge: Zwar brauchen Fadentrimmer ein wenig mehr Pflege, wenn ihr die Zeit aber investiert, dann dürftet ihr auch um einiges weniger Ärger haben.

Und damit auch ihr das beste aus eurem kleinen Helfer herausholen könnt, habe ich für euch 5 Tipps zusammengestellt, die euch die Arbeit erleichtern und viel Ärger ersparen können.

Fadentrimmer pflegen im Überblick

  • Jeder Rasentrimmer unterstützt eine bestimmte Fadenstärke und Fadenlänge, die ihr beim Kauf eines Ersatzfadens unbedingt berücksichtigen müsst
  • Trockene Nylonfäden werden schnell spröde und reißen dann leicht – es empfiehlt sich also, sie vor der Arbeit ordentlich zu befeuchten
  • Ersatzfäden sollten an einem kühlen und schattigen Ort aufbewahrt werden
  • Hindernisse wie Steine oder Äste sollten vor dem Trimmen aus dem Weg geräumt werden, um den Faden zu schonen
  • Ihr müsst regelmäßig den Mähkopf überprüfen, um Beschädigungen zu vermeiden
  • Für sehr schwierige Fälle kann sich auch der Kauf eines zwar nicht ganz so präzisen, dafür aber sehr robusten Messertrimmers lohnen

1. Den richtigen Faden auswählen

Wenn ihr euch einen neuen Rasentrimmer kauft, ist ein Mähkopf mit aufgewickelter Spule eigentlich immer im Lieferumfang enthalten. Aber irgendwann gilt es, diesen auszutauschen, schließlich handelt es sich beim Faden um ein Verschleißteil.

Doch beim Kauf eines Ersatzfadens solltet ihr aufpassen: Zwar gibt es für fast jeden Trimmer auch gute und günstige Lösungen von Drittanbietern, doch dabei müssen auch die Ausmaße stimmen. Ist der Faden nämlich zu kurz oder zu dünn, dann sind Probleme eigentlich vorprogrammiert. Er kann dann nicht nur schnell reißen, auch verschwindet er dann oft in der Spule, so dass ihr ihn mit der Hand wieder herauspulen müsst.

Die Lösung heißt dann: Vor dem Kauf nachgucken, welcher Fadentyp optimal für euer Gerät ist! In der Bedienungsleitung ist nämlich vermerkt, wie dick (Fadenstärke) und wie lang (Fadenvorrat) das Schnittutensil sein sollte. Wenn ihr diese Infos beherzigt, dürftet ihr viele Probleme schon im Vorfeld verhindert haben.

2. Den Faden immer schön feucht halten

Ein weiterer Punkt, der immer wieder für Probleme sorgt und meist unterschätzt wird, ist die Beschaffenheit des Fadens. Denn Nylon, aus dem die meisten Modelle gefertigt sind, mag Trockenheit überhaupt nicht. Dann werden die Fäden schnell spröde und reißen dementsprechend leicht.

Bevor ihr einen Faden aufspannt, ist es deshalb immer sinnvoll, ihn anzufeuchten. Dazu solltet ihr die Spule öffnen, den Faden vorsichtig rausnehmen und dann etwa 24 Stunden lang in ein Wasserbad geben. Danach könnt ihr ihn wieder vorsichtig aufwickeln und in den Mähkopf setzen. Erfahrungsgemäß halten derartig präparierte Fäden um einiges länger als unbehandelte.

Diese Vorgehensweise empfiehlt sich aber nicht nur bei neuen Fäden. Auch nach langer Untätigkeit (z.B. nach der Winterpause) macht es Sinn, ihnen etwas Feuchtigkeit zu spenden.

3. Ersatzfäden richtig lagern

Ihr gehört zu den Gärtnern, die immer auf alles vorbereitet sein wollen? Dann habt ihr euch wahrscheinlich schon vorher über die Fadenbeschaffenheit schlau gemacht und euch vielleicht schon beim Kauf mit einer ordentlichen Menge Ersatzfäden ausgestattet. Doch auch hier gilt: Ein unsachgemäß gelagerter Faden kann schnell spröde werden und dann im Betrieb schnell kaputt gehen. Grund genug also, auch hier vorzusorgen.

Um zu vermeiden, dass der Faden bereits vor der ersten Nutzung strapaziert wird, solltet ihr ihn deshalb ordentlich lagern: Parkt nicht benötigte Ersatzspulen also am besten an einem möglichst kühlen, schattigen Ort. Idealerweise sollte dieser auch ein wenig Luftfeuchtigkeit bieten. Vor dem ersten Einsatz macht es dann auch wieder Sinn, den Trimmfaden etwa 24 Stunden vor der ersten Nutzung in ein Wasserbad zu geben.

4. Den Trimmer nur unter optimalen Bedingungen einsetzen

Manchmal haben Rasentrimmer Probleme aber auch einen anderen Hintergrund: Es kann nämlich passieren, dass ihr dem Gerät einfach zu viel zumutet. Schließlich ist ein Fadentrimmer ein äußerst sensibles Gerät, das zwar einen sehr akkuraten Schnitt bietet, ganz große Hindernisse aber eher scheut.

Je einfacher die Trimmmission, desto länger ist deshalb auch die durchschnittliche Lebenserwartung eures Fadens. Dafür solltet ihr es z.B. vermeiden, nasses Gras zu bearbeiten – wartet für die Feinarbeit lieber auf einen trockenen Tag. Auch richtig hohes Gestrüpp wird von den meisten Fadentrimmern nur schwierig weggeschnitten. Wenn ihr es also ein wenig habt wuchern lassen, solltet ihr nicht radikal heruntertrimmen, sondern lieber Schritt für Schritt vorgehen, bis die gewünschte Grashöhe erreicht ist.

Auch kleine Äste und Steine sind Problemfälle, die das Leben eines Fadenkopfes verkürzen können. Vor dem Trimmen solltet ihr deshalb die Rasenkante gut vorbereiten und Fremdkörper bereits im Vorfeld entfernen.

5. Mähkopf regelmäßig überprüfen

Trotz aller Vorsicht kann es aber doch immer wieder passieren, dass Fremdkörperchen übersehen werden. Dann reißt der Faden vielleicht nicht sofort. Durch die Fliehkraft gelangen derartige Steinchen und Ästchen aber schnell ins Innere des Mähkopfes, wo sie dann den Faden ziemlich einfach beschädigen können.

Um dies zu verhindern, solltet ihr nach jeder größeren Nutzung (insbesondere aber, wenn ihr während des Trimmen ein komisches Geräusch gehört oder eine merkwürdige Vibration gespürt habt) den Mähkopf etwas genauer inspizieren. So wisst ihr genau, ob sich etwas ins Innere verirrt hat, das dort stören und den Faden beschädigen kann.

Fazit

Ein Fadentrimmer ist eine schöne Sache, doch leider manchmal etwas sensibel: Um zu verhindern, dass ihr mit der Fadenspule Probleme bekommt, solltet ihr also besondere Sorgfalt walten lassen: Dazu gehören u.a. die Wahl des richtigen Fadens, das regelmäßige Anfeuchten vor der Nutzung, die richtige Lagerung von Ersatzspulen, aber auch die Überprüfung des Mähkopfes. Weiterhin solltet ihr den Trimmer nicht unnötigen Herausforderungen aussetzen – entfernt also am besten alle unnötigen Hindernisse von der Rasenkante, bevor ihr mit dem Trimmen beginnt.

Wenn ihr glaubt, dass das alles etwas zu viel für euch ist, dann könnte es aber auch sein, dass ein Messertrimmer die bessere Wahl darstellt. Diese Geräte schneiden zwar nicht ganz so fein und akkurat wie Fadengeräte, sind aber um einiges robuster, so dass Probleme mit dem Mähapparat seltener auftreten dürften.

Quellen:

  1. Der renommierte Hersteller Stihl hat auf seinem Praxiswissen Blog einige interessante Hinweise veröffentlicht, wie ihr euren Mähfaden länger nutzen könnt.

 

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