Kokoserde ist eine tolle Alternative zu herkömmlicher Blumenerde. Torffrei und rein organisch wird sie bei umweltbewussten Gärtnern immer beliebter. Das leichtgewichtige Substrat verwandelt sich unter Zugabe von Wasser in wunderbar lockere Erde, die Jungpflanzen einen optimalen Start ermöglicht. Auch für Kübelpflanzen, Balkonkästen und Hochbeete ist das unkomplizierte Material mit seinen vielen tollen Eigenschaften bestens geeignet. Wir stellen Dir die 5 besten Kokos-Substrate vor, die Deine Pflanzen prächtig gedeihen lassen.
Die umweltfreundliche Alternative zu Torf
Wer gerne gärtnert, braucht eine Menge Blumenerde – für Topfpflanzen, zur Anzucht von Gemüse & Blumen, fürs Hochbeet oder für die Bodenverbesserung im Garten. Leider enthält handelsübliche Pflanzerde große Mengen an Torf. Weil der Abbau von Torf die Hochmoore zerstört und damit unzähligen Pflanze- und Tierarten den Lebensraum nimmt, möchten immer mehr Menschen ganz bewusst auf Torf verzichten. Beim Trockenlegen der Moore wird überdies CO2 frei und beschleunigt den ohnehin rasant ablaufenden Klimawandel noch zusätzlich.
Dein Beitrag zum Klimaschutz
Wenn Du etwas gegen das Artensterben unternehmen und den Klimawandel aufhalten möchtest, solltest Du daher unbedingt auf Torf verzichten. Kokoserde ist ein großartiger Ersatz für Torf. Sie hat unzählige Vorteile für deine Pflanzen und ist superpraktisch in der Handhabung.
Was ist Kokoserde?
Kokoserde oder Kokoshumus wird aus Kokosfasern hergestellt, welche die äußerste Hülle der Kokosnuss bilden. Bei der Herstellung von Kokosöl und Kokosflocken und anderen Kokosprodukten fallen diese Fasern als Abfallprodukt an. Das bedeutet, dass für die Gewinnung von Kokoserde nicht extra neue Plantagen angelegt werden müssen.
Schadstofffrei & zu 100 Prozent organisch
Die Kokosfasern werden zerkleinert, durch eine Hitzebehandlung keimfrei gemacht und zu Blöcken gepresst. Die meisten dieser Pakete haben etwa die Größe eines Ziegelsteins und sind angenehm leicht. Du brauchst den Kokosziegel einfach nur mit der angegebenen Menge Wasser übergießen und quellen lassen. Er verwandelt sich in lockere Kokoserde. Dieses tolle Substrat aus 100 % organischem Material ist torffrei, frei von Schadstoffen und Chemikalien und biologisch abbaubar.
Locker & luftig
Weil Kokoserde eine luftige und lockere Struktur hat und viel Wasser aufnehmen kann, ist sie das perfekte Substrat für Jungpflanzen und Kübelpflanzen. Sie fördert das Wurzelwachstum und sorgt dafür, dass Deine Pflanzen die Nährstoffe aus dem Dünger optimal aufnehmen können. Kokoshumus enthält weder Bakterien, noch Pilzsporen oder Samen.
Leicht, unkompliziert & sauber
Das Handling von Kokoserde ist sehr angenehm. Während herkömmliche Blumenerde schwer ist und Deine Hände schmutzig macht, sparst Du Dir mit Kokoshumus das Schleppen und die Gartenhandschuhe. Die handlichen Ziegel sind leicht und sauber. Sie saugen sich mit Wasser an und zerfallen dabei in lockeres Substrat, das nicht an den Händen haftet. Darüber hinaus lassen sich die Blöcke platzsparend und sauber lagern.
Für welche Pflanzen eignet sich Kokoserde?
Kokoserde ist optimal für die Aussaat und Anzucht von Blumen und Gemüse sowie für Kräuter wie Petersilie oder Basilikum. Für größere Pflanzen solltest Du die Kokoserde mit normalem Substrat mischen. Exoten wie Palmen, Orchideen und Bambus fühlen sich ebenfalls in einer Kokoserde-Mischung sehr wohl. Auch für Bonsaipflanzen ist das Material gut geeignet.
So verwendest Du Kokoserde richtig
Kokoserde als Anzuchterde
- für die Aussaat ist ungedüngte Kokoserde optimal
- lass den Block entsprechend den Angaben auf der Packung in Wasser aufquellen
- fülle die Saatschalen mit der Kokoserde
- säe die Samen aus – bedecke Dunkelkeimer mit etwas Erde, Lichtkeimer brauchst Du nur andrücken
- gieße die Samen an und halte sie weiterhin feucht
- stell die Töpfe an einen warmen hellen Ort
Kokoserde als Blumenerde
- lass die Kokoserde entsprechend den Angaben des Herstellers in Wasser aufquellen
- ungedüngtem Kokossubstrat kannst Du bereits beim Quellen mineralischen Flüssigdünger hinzufügen
- mische die Kokoserde mit normaler Pflanzerde
- je nach Pflanzenart kannst Du auch Sand oder Perlite hinzufügen
Weitere Verwendungsmöglichkeiten:
- zur Bodenverbesserung und Auflockerung
- als Beetabdeckung anstelle von Rindenmulch
- als Bodengrund für Feucht- und Regenwaldterrarien
- fürs Hochbeet
- zum Starten einer Wurmfarm
Kokoserden Test & Empfehlungen 2023
Weil mittlerweile viele Hobbygärtner die Vorteile von Kokoserde entdeckt haben, ist mittlerweile eine große Auswahl an Kokshumus-Ziegeln erhältlich. Wir haben das Angebot auf Herz und Nieren geprüft und stellen Dir hier die besten Kokoserde-Produkte für die unterschiedlichen Anwendungsgebiete vor. Ob für die Jungpflanzenanzucht, den Balkongarten, diverse Zimmerpflanzen oder für Dein Terrarium – hier ist auch für Dich das passende Substrat dabei.
1. Humusziegel - Kokoserde für Aussaat & Anzucht 6 x 600 g (50 L)
Du bist schon lange auf der Suche nach einem nachhaltigen Ersatz für Torf? Diese torffreie Quellerde von Humusziegel macht Deine Pflanzen im Haus, im Garten und auf der Terasse oder auf dem Balkon glücklich. Auch als Deckschicht für die Aussaat oder als Ersatz für Rindenmulch ist Naturmaterial bestens geeignet.
Praktisches Sixpack für 50 Liter feine Quellerde
Die Humusziegel Kokoserde 6 x 650 g besteht aus den Fasern der Kokosnusshülle. Dieser natürliche Kokoshumus wurde zu Ziegeln gepresst. Er enthält nur kurze Fasern und ergibt so ein feines Substrat für Gemüse, Kräuter, Zierpflanzen und Exoten. Du erhältst ein Sixpack und kannst so selbst bestimmen, wie viel Erde Du zubereiten möchtest.
Wenn Du das Substrat lediglich für Deine Balkonkästen brauchst, reichen ein bis zwei Blöcke aus. Wer die Erde für sein Hochbeet verwenden möchte, braucht deutlich mehr. Lege einen Humusziegel in einen Eimer und übergieße ihn mit 4 Litern warmem Wasser. Die Fasern quellen auf und vor Dir stehen etwa 9 Liter lockere Erde.
Mische die Kokoserde mit mindestens der doppelten Menge normaler Erde. Sie enthält keine Nährstoffe, da sie nicht vorgedüngt wurde. So kannst Du Deine eigene Spezialmischung anfertigen, die perfekt auf Deine Pflanzen abgestimmt ist. Die Humusziegel Kokoserde 6 x 650 g lockert das Substrat auf und verbessert die Nährstoffaufnahme der Pflanzen. Sie sorgt für eine gesunde Sprossbildung und kräftige Wurzeln.
Weil kein Dünger zugesetzt wurde und das Substrat keinerlei Schadstoffe enthält, ist diese Kokoserde von Humusziegel auch fürs Terrarium verwendbar. Aufgrund des geringen Gewichts und der kompakten Form lassen sich die Kokosblöcke leicht transportieren und platzsparend lagern. Über den geringen Platzbedarf werden sich Balkongärtner und Terrarienbesitzer mit wenig Stauraum besonders freuen.
Positiv
- sechs 600 g Blöcke – perfekte Portionsgröße
- erleichtert die Nährstoffaufnahme
- guter Wasserpuffer
- platzsparende Lagerung
Negativ
- kann auf Terrassenfliesen oder Stein abfärben
2. Coco&Coir® - Kokoserde 5 KG (70 L)
Du möchtest die Erträge Deiner Gemüsepflanzen erhöhen? Ganz gleich ob Chilis, Tomaten oder Zucchini – die Kokoserde von Coco&Coir® lässt Deine Pflanzen prächtig gedeihen. Sie eignet sich perfekt als Anzuchterde und zum Verbessern der Erdmischung für ausgewachsene Pflanzen. Die Verwendung ist kinderleicht – im Handumdrehen zauberst Du aus dem handlichen 5 kg Block ganze 70 Liter hochwertige Pflanzerde!
Locker, luftig und 100 % natürlich – für ein optimales Wurzelwachstum
Mit dem natürlichen Kokostorf Brikett von Coco&Coir® schonst Du die Moore und gleichzeitig auch Deinen Rücken. Moderne Gärtner setzen immer häufiger auf das smarte Substrat – zum einen weil es umweltfreundlich ist, zum anderen weil es mit seinem ausgewogenen pH-Wert und der luftigen Struktur den Pflanze einfach guttut.
Durch ihre optimale Struktur verlängert Coco&Coir® die Lebensspanne Deiner Planzen. Mit seiner ausgezeichneten Wasser- und Nährstoffaufnahme sorgt sie dafür dass Deine Gewächse ein gesundes, kräftiges Wurzelsystem ausbilden können. Das macht Blumen, Gemüse, Kräuter und Zimmerpflanzen widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge.
Doch nicht nur Pflanzen wissen die Vorzüge von natürlichem Kokostorf zu schätzen. Der Kokostorf von Coco&Coir® keinerlei Zusätze oder Düngemittel enthält, eignet er sich auch als Bodengrund für Reptilien. Wer ein großes Terrarium besitzt, ist mit dieser Großpackung gut beraten. Auch für die Wurmkiste ist das lockere Substrat ideal.
Dieses Produkt ist perfekt, wenn Du eine größere Menge an Kokoserde brauchst. Die Entnahme kleinerer Portionen gestaltet sich hingegen schwierig, da sich der Block nicht so leicht teilen lässt. Hier wäre ein Cross-Cut-Design für eine leichtere Portionierbarkeit wünschenswert.
Wenn Du viel Kokoserde auf einmal benötigst, ist dieser große Block eine gute Wahl. Er sorgt dafür, dass sich Deine Pflanzen gesund entwickeln – damit ist eine üppige Ernte garantiert.
Positiv
- fairer Preis
- XL-Packung
- ideal als Wurmboden
Negativ
- großer Block – nicht gut portionierbar
3. Humusziegel - Kokoserde Doppelpack 2 x 650 g (18 L)
Du wünschst Dir eine umweltfreundliche Alternative zu Torf? Mit diesem Doppelpack Kokoserde von Humusziegel erhältst Du hochwertigen, natürlichen Kokoshumus, der sich auf vielfältige Weise nutzen lässt. Das nachhaltige Naturprodukt besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und kann pur oder gemischt verwendet werden. Das Handling ist supersauber und angenehm, da Deine Hände bei der Arbeit mit Kokosfasern nicht verschmutzen.
Universell einsetzbar – für Balkonkästen, Kübelpflanzen, Exoten & für das Terrarium
Dieser praktische Humusziegel Kokoserde Doppelpack ist sozusagen ein Musst-have für alle, die Pflanzen lieben. Das Substrat eignet sich als wasserspeichernde und auflockernde Beimischung für Deine Beete, Blumenkästen und Topfpflanzen. Es besteht aus dem gleichen Material wie die bekannten Quelltabletten. Als schimmelhemmendes und keimfreies Substrat ist es ideal für die Anzucht von Jungpflanzen und für Exoten.
Die Kokoserde ist ungedüngt und kann so optimal an die individuellen Bedürfnisse Deiner Pflanzen angepasst werden. Füge einfach beim Aufquellen die benötigte Menge an geeignetem Flüssigdünger hinzu – und fertig ist das perfekte Substrat.
Die hohe Wasserspeicherkapazität macht diese ungedüngte Kokoserde zu einem idealen Bodengrund für Feucht- und Regenwaldterrarien. Das feinfasrige Substrat ist frei von Steinen und Holzstücken. Es staubt nicht und reizt die Schleimhäute Deiner Tiere nicht. Nach Gebrauch kannst Du das Naturmaterial einfach auf dem Kompost entsorgen oder gar als Dünger nutzen.
Bei diesem Produkt gefällt mir, dass hier versucht wurde, mit möglichst wenig Verpackungsmaterial auszukommen. Der 2er-Pack ist lediglich mit einem Label aus Recyclingpappe und einer dünnen Folie versehen. Im Vergleich ist das Produkt allerdings etwas teurer. Wenn Du sparen möchtest, kannst Du die Sixpack-Variante wählen. Hier ist allerdings jeder Kokosziegel einzeln verpackt.
Positiv
- kleinere Menge – perfekt für Wohnung und Balkon
- ideal für Aussaat & Zimmerpflanzen
- optimal fürs Terrarium
Negativ
- vergleichsweise teuer
4. Neudorff - Kokohum Blumenerde (7 L)
Du wünschst Dir eine Alternative zu herkömmlicher Blumenerde, die Deinen Pflanzen und der Umwelt guttut? Mit der leichten, torffreien Kokohum Blumenerde von Neudorff können sich Zimmer-, Balkon- und Kübelpflanzen optimal entwickeln. Das trockene Substrat ist nicht größer als ein Ziegelstein und ergibt 7 Liter lockere Erde. Auf diese Weise lassen sich auch ohne Auto größere Mengen an Blumenerde transportieren.
Leicht vorgedüngtes Kultursubstrat für Blumen & Jungpflanzen
Neudorff Kokohum Blumenerde besteht aus Kokoshumus, einem nachwachsenden Rohstoff, und ist frei von Samen und Organismen. Durch ihre besondere Zellstruktur ist sie in der Lage, viel Wasser und damit auch Nährstoffe aufzunehmen und sorgt für eine ausgezeichnete Sauerstoffzufuhr.
Damit Deine Pflanzen von Anfang an bestens versorgt sind, wurde das Substrat leicht vorgedüngt (N-P-K 1,5 – 0,5 – 2,5). Somit müssen Jungpflanzen bis zum Pikieren nicht nachgedüngt werden. Der pH-Wert liegt bei 5,5. Auf der Verpackung ist zwar angegeben, dass die Erde auch für Terrarien geeignet ist. Ich würde hier jedoch ein Produkt ohne Düngemittel empfehlen.
Mit dem torffreien Substrat leisten ökologisch denkende Hobbygärtner einen Beitrag zum Umweltschutz. Gleichzeitig erleichtern sie sich die Gartenarbeit enorm. Das gepresste Substrat ist wunderbar leicht und passt in jeden Schrank. Lagerung und Verarbeitung sind sauber und angenehm.
Wenn Du von kräftigen Pflanzen mit frischem Grün und einer üppigen Blüte träumst, ist die vorgedüngte Kokohum Blumenerde eine gute Wahl. Mit ihrer leichten Grunddüngung sorgt sie dafür, dass sich deine Pflanzen rundum wohlfühlen.
Positiv
- leicht grundgedüngt
- pH-Wert 5,5
- für Blumen & Jungpflanzen
Negativ
- vorgedüngt – nicht optimal fürs Terrarium
5. Ugro - XL Kokoserde (70 L)
Du willst Dir Dein Leben als Hobbygärtner leichter machen? Mit der gepressten Kokoserde von UGRO hat das Schleppen von großen Säcken mit Pflanzerde ein Ende. Der XL Torfziegel kommt als handlicher Block, der sich dank der praktischen Verpackung mit Tragegriff gut transportieren lässt. So können sich umweltbewusste Gärtner mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in den Schrebergarten machen. Der kompakte Block wiegt nur 5 Kilogramm und ist dennoch ausgesprochen ergiebig.
Beste Blumenerde für größere Pflanzvorhaben – XL Packung zum Top-Preis
Auch für den gut sortierten Gemüsegarten am Balkon ist die UGRO Kokoserde XL optimal. Lege den Block in ein großes (!) Gefäß und füge 18 Liter Wasser hinzu. Genieße einen Kaffee oder einen grünen Smoothie während sich der Block mit Wasser vollsaugt und dabei aufquillt. Innerhalb kürzester Zeit stehen Dir 70 Liter beste Blumenerde zur Verfügung.
UGRO Kokoserde besteht zu 100 % aus Kokosfasern, die bei der Kokosverarbeitung anfallen. Das Substrat hat einen pH-Wert zwischen pH 5,5 und pH 6,5. Das hohe Wasserspeichervolumen und die ausgezeichneten Durchlüftungseigenschaften sorgen dafür, dass Deine Pflanzen gut gedeihen.
Du kannst die Kokoserde von UGRO sowohl im Innen- als auch im Außenbereich verwenden. Wer sein Hochbeet befüllen möchte, kann mit diesen Kokosfasern das Wasserhaltevermögen verbessern. Durch ihr geringes Transportgewicht und den günstigen Preis eignet sich dieses Substrat perfekt das Anlegen eines Hochbeets.
Die Erde gehört zu meinen klaren Favoriten. Doch leider trüben die relativ hohen Versandkosten das großartige Preis-Leistung-Verhältnis ein wenig. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass sich kleinere Portionen nicht so einfach abbrechen lassen. Du brauchst eine Säge oder einen Meißel, um den Block zu zerteilen.
Wenn Du jedoch viel Erde auf einmal verarbeiten möchtest, ist dieses Produkt perfekt. Nie wieder Blumenerde schleppen – mit der handlichen Großpackung von UGRO erhältst Du viel tolles Substrat für wenig Geld.
Positiv
- Top-Preis
- XL-Packung
- sehr fein – kaum Klumpen
Negativ
- großer Block – nicht gut portionierbar
Kokoserde Testsieger
Mein Lieblingsprodukt unter den Kokoserden ist das Sixpack von Humusziegel. Hier erhalte ich 50 Liter in 6 praktischen Portionen. Ein Ziegel ist etwa 20,5 cm lang, 9,5 cm hoch und 4,5 cm breit und damit super handlich. Mit sechs einzelnen Blöcken ist das Portionieren absolut kein Problem. Wenn Du nicht 50 Liter Erde auf einmal benötigst, kannst Du die übrig gebliebenen Ziegel platzsparend verstauen. Da jeder Block einzeln verpackt ist, kann er bei der Lagerung keine Feuchtigkeit aufnehmen.
Um die trockenen Briketts in lockere, duftige Kokoserde zu verwandeln, musst Du die Ziegel einfach nur in ein großes Behältnis legen und mit warmem Wasser übergießen. Pro Ziegel brauchst Du etwa 4 Liter. Achte darauf, dass das Gefäß groß genug ist, denn die Blöcke quellen stark auf. Nun hast Du etwa eine halbe Stunde Zeit, um alles für die Aussaat oder fürs Umtopfen vorzubereiten. Dann ist Dein Substrat auch schon fertig.
Für die Aussaat von Samen kannst Du die Kokoserde pur verwenden. Später, wenn es ans Pikieren geht, solltest Du etwa 50 % gute Erde hinzufügen. Kokoserde enthält keine Nährstoffe, ist aber perfekt zum Herstellen eigner Mischungen. Auf diese Weise kannst Du exakt auf die Bedürfnisse Deiner Pflanzen eingehen.
Füge Kompost hinzu, mische Kaffeesatz oder zerstoßene Eierschalen unter – Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. So fühlen sich Kräuter, Tomaten, Chilis, Hortensien und Palmen gleichermaßen wohl. Achte lediglich darauf, die Erde mit Mikroorganismen anzureichern, damit organische Düngemittel wirksam werden. Die beste Methode, das Substrat zu beleben, ist die Zugabe von Kompost. Wer es lieber schnell und unkompliziert mag, fügt mineralischen Flüssigdünger gleich beim Aufquellen hinzu.
Wenn Du Deine Topfpflanzen auf einem hellen Fliesen- oder Steinboden stehen hast, empfiehlt es sich, große Untersetzer zu verwenden. Wie andere Blumenerde auch kann Kokoserde auf hellen Böden braune Flecken hinterlassen.
Nicht nur Pflanzen profitieren von Kokoserde. Das ungedüngte, schadstofffreie Substrat ist ein toller Bodengrund für Reptilien aller Art. Das Material reizt die Schleimhäute der Tiere nicht und eignet sich zum Graben.
Wenn Du Kokoserde suchst, die sich leicht portionieren und gut aufbewahren lässt, ist dieses Produkt meiner Meinung nach das beste. Es hat ein ausgezeichnetes Preis-Leistung-Verhältnis, ist schön fein und 100 % kurzfasrig und lässt sich gut handhaben.
Die Vorteile
Torffrei & umweltfreundlich
Im Gegensatz zu herkömmlicher Blumenerde enthält Kokoserde keinen Torf. Das ist ein großer Pluspunkt, denn zur Gewinnung von Torf werden die Moore trockengelegt und dabei als Naturräume zerstört. Kokoserde wird aus 100 % organischem Kokoshumus hergestellt, welcher ebenso wie Torf als Wasserspeicher dient und auflockernd wirkt. Damit ist Kokoserde der perfekte Ersatz für klassische Blumenerde: Aus nachwachsenden Rohstoffen gemacht, schont das klimafreundlich Substrat die Moore und ist mindestens ebensogut für Deine Pflanzen geeignet.
Frei von Schädlingen, Unkrautsamen, Pilzsporen & Keimen
Kokoserde wird thermisch sterilisiert, was Bakterien und Schadorganismen abtötet. Kokoshumus enthält keine Samen oder Insekteneier, damit finden Deine Pflanzen optimale Bedingungen vor und können sich gesund entwickeln.
Bei der Anzucht oder beim Umtopfen sind Trauermücken oder Springschwänze sowie diverse Pilzerkrankungen ein häufiges Problem. Mit Kokoserde sind Deine Kulturen vor diesen Plagen geschützt.
Ein weiterer Pluspunkt ist die Tatsache, dass Kokoserde nicht schimmelt, selbst wenn sie dauerhaft feucht gehalten wird.
Guter Wasserspeicher
Kokoserde ist ein großartiger Wasserspeicher. Ihre besondere Zellstrunktur sorgt dafür, dass die Fasern viel Wasser aufnehmen und gemeinsam mit den Nährstoffen an die Pflanzenwurzeln abgeben können. Du musst weniger häufig gießen, denn das Substrat trocknet nicht so leicht aus. Im Gegensatz zu Torf nimmt Kokoserde auch dann das Gießwasser leicht auf, wenn sie vollständig ausgetrocknet ist.
Optimale Struktur
Kokoshumus hat eine wunderbar lockere und durchlässige Struktur, sobald sie sich mit Wasser vollsaugt. Auf diese Weise kann reichlich Sauerstoff an die Pflanzenwurzeln gelangen. Das wiederum fördert die Wurzelbildung und garantiert so gesundes Wachstum. Überschüssiges Gießwasser kann gut abfließen. Das strukturstabile Substrat verdichtet auch bei häufigem Gießen nicht. Wenn Dein Pflanzgefäß über ein Abzugsloch verfügt, besteht keine Gefahr für Staunässe.
Ideal für Jungpflanzen
Mit ihrer lockeren Beschaffenheit und dem guten Wasserhaltevermögen ist Kokoserde perfekt für die Aussaat und Anzucht von Gemüsepflanzen und Blumen. Kokushumus verringert den Gieß – und Pflegeaufwand deutlich. Das Substrat härtet beim Gießen nicht aus und sorgt dafür, dass die zarten Keimlinge nicht von Schädlingen oder Pilzerkrankungen befallen werden. Auch Unkräuter bedrängen Deine heranwachsenden Jungpflanzen nicht.
Geringes Gewicht & geringer Umfang
Bei der Herstellung von Kokoserde wird das Substrat getrocknet und zu kleinen Blöcken gepresst. Diese sogenannten Humusziegel sind leicht und lassen sich gut transportieren und lagern. Erst bei Kontakt mit Wasser erhält Kokoserde ihr späteres Volumen. Somit ersparst Du Dir das mühsame Schleppen von säckeweise Blumenerde. Das praktische, moderne Substrat ist auch für den Balkon oder die Wohnung geignet. Es staubt nicht und schmutzt nicht – Deine Hände bleiben bei der Verarbeitung sauber.
Die Nachteile
Enthält keine Nährstoffe
In Kokoserde sind von Natur aus keine Nährstoffe enthalten. Damit ist sie ohne Zugabe von Dünger lediglich für die Aussaat geeignet. Spätestens beim Pikieren der Jungpflanzen musst Du Nährstoffe mittels Flüssigdünger zuführen, sonst gehen Deine Pflanzen ein. Manche Anbieter haben auch vorgedüngte Kokoserde im Sortiment.
Pur nicht zur Verwendung mit Biodünger geeignet
Wenn Du deine Kokoserde pur verwenden möchtest, kannst Du sie nur mit mineralischem Dünger düngen. Organische Dünger sind auf Mikroorganismen angewiesen, damit sie von den Pflanzen aufgenommen werden können. Du kannst Deinen Kokoshumus mit einem Drittel Kompost vermengen. So belebst Du das Substrat mit Mikroorganismen, die in der Lage sind, organische Düngemittel zu zersetzen.
Teurer als normale Blumenerde
Kokoshumus kostet etwas mehr als hochwertige Gemüse- oder Blumenerde. Dafür ist sie deutlich unkomplizierter, was Transport und Lagerung betrifft.
Wartezeit bei der Verwendung
Wenn Du Deine Kokoserde ausgepackt hast, kannst Du sie nicht sofort in den Topf füllen, denn sie wurde zu einem harten, trockenen Block gepresst. Diesen musst Du erst eine Zeit lang in Wasser einlegen, damit Du ihn für deine Pflanzen verwenden kannst. Die Quelldauer hängt von der Größe des Blocks und von der Pressung ab. Wenn Du warmes Wasser verwendest, geht es deutlich schneller. Rechne jedoch mit mindestens zwanzig Minuten.
Darauf solltest Du vor dem Kauf achten:
Wie viel Erde brauchst Du?
Möchtest Du lediglich ein paar Saatschalen oder Dein neues Hochbeet füllen? Willst Du die Kokoserde pur verwenden oder mit anderem Substrat mischen? Diese Fragen solltest Du Dir vor dem Kauf stellen, damit Du die richtige Gebindegröße auswählen kannst. Bedenke, dass die Erde stark aufquillt. Aus einem ziegelgroßen gepressten Block wird nach der Zugabe von Wasser ein ganzer Eimer lockere Erde.
Ist der Block portionierbar?
Wer immer wieder kleinere Mengen an Kokoserde benötigt, ist mit kleineren Blöcken gut beraten. Ein großer Kokshumus-Block ist zwar meist billiger, doch er lässt sich nur schwer teilen und danach nicht mehr so sauber aufbewahren. Manche Blöcke haben ein sogenanntes Cross-Cut-Design, das ein Teilen ohne Zuhilfenahme einer Säge ermöglicht. Das ist insbesondere für Balkongärtner und Terrarienbesitzer praktisch, die laufend einige wenige Liter Kokoshumus brauchen. Am besten zu lagern sind jedoch einzeln verpackte handliche Ziegel.
Gedüngt oder ungedüngt?
Für die Keimung benötigen Pflanzensamen keinerlei Nährstoffe und auch die ersten Wochen zehren die Pflänzchen noch von den im Samen enthaltenen Reserven. Daher ist für die Aussaat ungedüngtes Kokossubstrat optimal. Auch für Exoten oder Pflanzenarten mit speziellen Bedürfnissen ist ungedüngte Kokoserde die beste Wahl. Hier kannst Du einfach einen geeigneten Flüssigdünger hinzufügen oder gar Deinen eigenen Dünger mischen. Für Balkonblumen hingegen ist vorgedüngte Kokoserde gut geeignet – auf diese Weise brauchst Du Dich nicht sofort um die Düngung kümmern.
Für die Haltung von Reptilien hingegen empfiehlt sich ungedüngter Kokoshumus als Bodengrund. Düngemittel können den empfindlichen Tieren im eventuell schaden.
Fazit
Durch die Verwendung von Kokoserde anstelle von torfhaltiger Blumenerde, trägst Du zum Schutz der Hochmoore bei und lässt Deine Pflanzen in den Himmel wachsen. In diesem natürlichen, lockeren Substrat können Deine Zöglinge kräftige Wurzeln ausbilden.
Die tolle Struktur sorgt für eine perfekte Versorgung mit Wasser und Nährstoffe. Und das Beste dabei – mit den handlichen Humusziegeln brauchst Du nie wieder säckeweise Erde schleppen.
Quellen:
- https://www.botanicly.de/blog/kokoserde-fuer-welche-pflanzen-ist-sie-geeignet
- https://www.vivanno.de/journal/ratgeber/anzuchterde-ratgeber-zur-anwendung-ungeduengter-kokoserde
- https://www.hausgarten.net/gartenpflege/bodenpflege/kokoserde.html
- https://www.selbstversorgerland.de/garten/boden-naehrstoffe/wurmkiste-lebendiger-schnellkomposter-7035
- https://de.wikipedia.org/wiki/Kokosfaser