Radieschen ernten | Aufbewahren & lagern

Radieschen sind wenige Wochen nach der Aussaat bereits erntereif. Damit sind sie oft eines der ersten Gemüse, die im Frühjahr auf dem Teller landen. Doch wie erkennst Du den besten Zeitpunkt für die Ernte? Und wie bleiben Deine geernteten Radieschen möglichst lange knackig?

Radieschen richtig ernten & lagern

Wann Radieschen ernten?

Der richtige Zeitpunkt für die Radieschenernte hängt von der Jahreszeit und von der Witterung ab. 

Wer gleich im März sät, muss sich acht Wochen gedulden, bis er die Vitaminbomben genießen kann. 

Im Sommer sind die knackigen Knollen bereits nach drei bis vier Wochen reif. Wer bis in den Herbst hinein Radieschen essen möchte, muss ab September – abhängig vom Wetter – wieder mit einer längeren Kulturdauer von bis zu zwei Monaten rechnen.

Wie merke ich, dass die Radieschen reif sind?

Bei Wurzelgemüse ist es nicht so leicht wie bei Tomaten oder Paprika den richtigen Erntezeitpunkt festzustellen. Die Knollen wechseln im Verlauf der Kultur nicht die Farbe. Auch bei Jungpflänzchen blitzt oft schon ein Hauch von Rot im Wurzelbereich auf. 

Weil der obere Teil der Wurzelknolle aus der Erde ragt, lässt sich anhand der Größe dennoch sagen, ob sich eine Ernte bereits lohnt. Probiere zwischendurch das eine oder andere Radieschen. So schaffst Du Platz für die Entwicklung der Nachbarspflanzen und bekommst bereits einen Vorgeschmack auf die Ernte.

Holzige Radieschen schmecken nicht

Achte bei der Kultur auf eine regelmäßige und ausreichende Wasserzufuhr, sonst werden holzig und hart. Durch unregelmäßiges Gießen oder wenn auf feuchtes Wetter eine Trockenperiode folgt, können die Radieschen aufspringen oder Risse bekommen.

Erntefenster von 10 Tagen

Orientiere Dich außerdem nach den Angaben auf der Samenpackung, da die Kulturdauer bei den verschiedenen Sorten etwas abweichen kann. 

Im Frühjahr hast Du für die Ernte etwa zehn Tage Zeit. Im Sommer muss es schneller gehen. Aufgrund ihrer rasanten Entwicklung solltest Du alle Radieschen innerhalb von vier Tagen aus der Erde ziehen.

Je kleiner, desto schärfer

Im Freiland werden die Knollen meist nicht ganz so groß wie die Radieschen, die wir aus dem Supermarkt kennen. Diese wachsen häufig im Glashaus heran und sind wässriger und weniger schmackhaft. Kleine, frisch geerntete Knollen hingegen zeichnen sich durch ihre feine Schärfe aus.

Aufbewahren & Lagern

Vor Dir liegt ein kleiner Berg frisch geernteter Radieschen? Selbst Radieschenfans können nicht so viele der knackigen Knollen auf einmal verzehren. Im Kühlschrank bleiben die Knollen drei bis vier Tage frisch. In ein feuchtes Tuch gewickelt, halten sie sogar etwas länger.

Du kannst sie, wie es die Gemüsehändler machen, zu einem Bund zusammenfassen. Wichtig ist, dass Du das Grün entfernst, denn das Laub entzieht den Knollen bei der Lagerung Wasser.

Verschrumpelte Radieschen wässern

Bei etwas längerer Lagerung werden die Radieschen weich und schrumpelig. Das ist aber noch lange kein Grund, sie am Kompost zu entsorgen. Lege die Knollen in eine Schüssel mit kaltem Wasser. Nach einer halben Stunde sind sie wieder schön prall und fest.

Verwendung & Verarbeitung

Sie sind eines der ersten Gemüse im Jahr. Deshalb können Hobbygärtner das Reifen der Radieschen meist gar nicht erwarten. Da schmeckt dann selbst ein simples Butterbrot, belegt mit leicht gesalzenen Radieschenscheiben, herrlich. Radieschen passen perfekt zu Frischkäse und zu Aufschnitt. 

Auch im Salat sind die knackigen Knollen ein Genuss. Aus Quark und geriebenen Radieschen kannst Du einen schmackhaften Brotaufstrich zubereiten, der sich durch seine feine Schärfe auszeichnet.

Radieschen können nicht nur roh verzehrt werden. In der asiatischen Küche werden die Knollen gerne gebraten oder gekocht. Im Backofen lassen sich aus mit Olivenöl beträufelten Radieschenscheiben leckere Chips zubereiten.

Radieschen fermentieren

Besonders köstlich und gesund sind fermentierte Radieschen. Dazu brauchst Du die gewaschenen Knollen einfach nur in ein Bügelglas zu schichten und mit zweiprozentiger Salzlake übergießen. 

Verwende nicht jodiertes Meersalz, denn Jod kann die Fermentation stören. Verschließe das Glas und lasse es bei Zimmertemperatur eine Woche stehen. 

Radieschenblätter verwenden

Radieschenblätter musst Du nicht wegwerfen. Sie sind ebenfalls genießbar. Junge und zarten Blätter schmecken im Salat und in Smoothies. Größere Blätter eignen sich als Zutat für die Asia-Pfanne. Auch Pesto lässt sich aus Radieschengrün zubereiten.

Kinder lieben Radieschen

Bei Kindern stehen die hübschen roten Knollen hoch im Kurs. Kleine Gemüsemuffel lassen sich mit Gesichtern aus Gurken, Radieschen, Tomaten und Paprika zum Gemüseessen animieren. 

Radieschenmäuse für den Kinderteller

Radieschenmäuse sind eine niedliche Deko-Idee, die blitzschnell gebastelt ist und am Buffet beim Kindergeburtstag für Furore sorgt. Alles, was du dazu brauchst, sind Radieschen, Nelken, ein Messer und eine Stricknadel.

So machst Du Mäuse aus Radieschen

Radieschen Inhaltsstoffe

Mit nur 14 kcal pro 100 Gramm sind Radieschen ein sehr kalorienarmer Snack. Sie enthalten reichlich Vitamin C, Folsäure, Magnesium, Eisen und Kalium. Für den scharfen Geschmack sorgen die enthaltenen Senföle. Diese Substanzen sollen die Knollen vor Fressfeinden schützen.

Knackig, scharf & gesund

Beim Hineinbeißen, Reiben oder Schneiden werden die Senföle freigesetzt und verbreiten die typische pfeffrige Schärfe. Diversen Studien zufolge wirken diese Öle antibiotisch und oxidativ. Sie stärken das Immunsystem und sollen mithelfen, das Diabetes-Risiko zu reduzieren.

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