Pflanzentipps

Vogelfreundliche Sträucher für Ihren Garten

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Vogelgezwitscher gehört das ganze Jahr über ganz einfach dazu, wenn man Zeit im Garten verbringt. Damit die Vögel sich in Deinem Garten wohlfühlen und sich gerne darin aufhalten, kannst Du einiges tun. Du solltest Deinen Garten naturnah gestalten und sterile Rasenflächen oder gar Flächen aus Verbundsteinen meiden.

Lass ruhig einmal Gänseblümchen und Löwenzahn in Deinem Rasen wachsen und gestalte die Flächen rundherum so, dass Vögel ausreichend Nahrung und Nistplätze finden. Wir stellen Dir hier einige Sträucher vor, die in Bezug auf Nahrung und Nistplätzen sehr beliebt bei verschiedenen Vogelarten sind.

Diese Sträucher locken Vögel an

  • Brombeere (Rubus fructicosus)
  • Eibe (Taxus baccata)
  • Elsbeere (Sorbus torminalis)
  • Faulbaum / Pulverholz (Rhamnus frangula)
  • Felsenbirne (Amelanchier larmarckii)
  • Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris)
  • Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)
  • Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)
  • Hainbuche / Weißbuche (Carpinus betulus)
  • Haselnuss (Corylus avellana)
  • Himbeere (Rubus idaeus)
  • Hundsrose (Rosa canina)
  • Johannisbeere (Ribes rubrum)
  • Kolkwitzie / Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis)
  • Kornelkirsche (Cornus mas)
  • Kreuzdorn (Rhamnus cartharticus)
  • Liguster (Ligusrum vulgare)
  • Pfaffenhütchen / Spindelstrauch (Euonymus europaeus)
  • Rotbuche (Fagus sylvatica)
  • Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)
  • Sanddorn (Hippophae rhamnoides)
  • Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)
  • Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)
  • Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)
  • Stechpalme (Ilex aquifolium)
  • Traubenholunder (Sambucus racemosa)
  • Vogelbeere / Eberesche (Sorbus aucuparia)
  • Weißdorn (Crataegus)
  • Wildapfel (Malus sylvestris)
  • Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Brombeere (Rubus fructicosus)

Brombeeren gehören in Deutschland zu den ältesten Obstarten. Es gibt zahlreiche Wildarten, die in einem naturnahen Garten den Zuchtformen vorzuziehen sind. Die Wilformen bieten Vögeln dank ihrer Dornen einen guten Schutz vor Feinden und werden im Spätsommer und Herbst auch wegen ihrer süßen, saftigen Beeren von ihnen geschätzt

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: humoser Gartenboden
  • Wuchshöhe: 100 – 300 Zentimeter
  • Blüten: weiß bis rosa, schalenförmig
  • Blätter: dunkelgrün bis rötlich, grob gefiedert,laubabwerfend
  • Früchte: schwarze Sammelfrüchte (Beeren)
  • Besonderheiten: bietet Vögeln einen guten Schutz

Eibe (Taxus baccata)

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Die Europäische Eibe ist im Unterwuchs mitteleuropäischer Wälder schon seit Jahrtausenden vertreten. In Deutschland steht sie allerdings auf der Roten Liste der gefährdeten Arten, da es nur noch wenige Wildbestände gibt. Die Eibe ist sehr vielseitig einsetzbar, ob in Einzelstellung, als geschnitten Hecke oder als Formschnitt-Pflanze.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: durchlässig, anspruchslos
  • Wuchshöhe: 200 – 1000 Zentimeter
  • Blüten: unauffällig
  • Blätter: dunkelgrüne Nadeln, immergrün
  • Früchte: hellrote Beeren
  • Besonderheiten: für den Menschen in allen Pflanzenteilen giftig

Elsbeere (Sorbus torminalis)

Die Elsbeere war früher sehr populär und ist heute in Vergessenheit geraten. Sie ist eine einheimische Pflanze, deren Früchte eine Delikatesse sind.

Sie reifen ab Oktober und haben einen mehlig-trockenen, eher säuerlichen Geschmack. Für Vögel ist die Elsbeere ein wichtiger Futterbaum besonders für Seidenschwanz und Wacholderdrossel.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: kiesig/lehmig, trocken bis frisch, humus- und nährstoffreich
  • Wuchshöhe: 1000 – 2500 Zentimeter
  • Blüten: weiß, Schirmrispen
  • Blätter: grün, gelappt, gesägt, oval, Herbstfärbrung, laubabwerfend
  • Früchte: braune Beeren
  • Besonderheiten: Die Früchte entwickeln nach dem ersten Frost ihr ganzes Aroma.

Faulbaum / Pulverholz (Rhamnus frangula)

Der Faulbaum ist eine heimische Insekten- und Vogelfutterpflanze. Die Rinde des Faulbaums enthält pharmazeutisch wirksame Stoffe und wird in Form von Tee oder Tabletten zur Behandlung von Verstopfung angewendet. Der üble Geruch soll den Strauch vor Wildverbiss schützen.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos, feucht bis nass, auch trockene Sandböden
  • Wuchshöhe: 200 – 400 Zentimeter
  • Blüten: unauffällig, weiß, gelb
  • Blätter: dunkelgrün, oval, zugespitzt, laubabwerfend
  • Früchte: rot bis schwarze Beeren
  • Besonderheiten: giftig fpr den Menschen

Felsenbirne (Amelanchier larmarckii)

Die Felsenbirne kann im Garten vielseitig eingesetzt werden. Aufgrund ihrer geringen Größe passen sie gut in kleine Gärten oder Vorgärten. Sie ist eine wichtige Bienen- und Vogelnahrung. Die kleinen Birnen sind süß und schmackhaft und können zu Kompott verarbeitet werden.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: normaler Gartenboden
  • Wuchshöhe: 500 – 600 Zentimeter
  • Blüten: weiß, traubenförmig
  • Blätter: grün, laubabwerfend, gelb, orange, rote Herbstfärbung
  • Früchte: kleine birnenförmige Früchte
  • Besonderheiten:

Gemeine Berberitze (Berberis vulgaris)

Es gibt rund 500 Berberitzen Arten, die auf jedem Kontinent außer in Australien zu finden sind, die meisten von ihnen allerdings in Ostasien. Die Gemeine Berberitze ist die einzige in Deutschland heimische Art. Sie wird auch Essigbeere genannt. Ihre Früchte haften lange an der Pflanze und dienen bis in den Wintern Vögeln als Nahrung.

  • Standort: halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos
  • Wuchshöhe: 100 – 250 Zentimeter
  • Blüten: gelb, traubenartig
  • Blätter: grün, rötliche Herbstfärbung, laubabwerfend
  • Früchte: rote, längliche Beeren
  • Besonderheiten: rote essbare Beeren, bei Vögeln sehr beliebt

Gemeiner Wacholder (Juniperus communis)

Der Gemeine Wacholder ist ein heimisches Wildgehölz. Es gibt ihn in zahlreichen Gartenformen. Seine natürlichen Vorkommen sind in vielen Regionen gefährdet. Die kleinen fleischigen Zapfen werden in der Küche als Gewürz verwendet. Sie gelten als schwach giftig.

  • Standort: sonnig bis absonnig
  • Bodenbeschaffenheit: kiesig/lehmig, rocken bis mäßig trocken, humus- und nährstoffarm
  • Wuchshöhe: 250 – 400 Zentimeter
  • Blüten: unscheinbar
  • Blätter: blau-grün, stechende Nadeln
  • Früchte: schwarze Zapfen
  • Besonderheiten: stechende Nadeln bieten Vögeln einen guten Schutz vor Feinden

Gewöhnlicher Schneeball (Viburnum opulus)

Der Gewöhnliche Schneeball ist in Europa, Nordafrika und von Kleinasien über den Kaukasus bis Sibirien verbreitet. Seine erbsengroßen roten Steinfrüchte haften bis in den Winter hinein am Baum. In Russland erntet man die Früchte nach dem ersten Frost und verarbeitet sie zu Gelee. Sie sind bei Vögeln sehr beliebt.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: durchlässiger, lehmig, humoser Boden, frisch und feucht
  • Wuchshöhe: 150 – 400 Zentimeter
  • Blüten: rahmweiß, tellerförmig
  • Blätter: hellgrün, 3-lappig, gezähnt, im Herbst weinrot bis orangerot, laubabwerfend
  • Früchte: rote Steinfrüchte
  • Besonderheiten: Insekten- und Vogelnährgehölz

Hainbuche / Weißbuche (Carpinus betulus)

Trotz des Namens ist die Hainbuche keine Buche, sondern ein Birkengewächs. Sie ist mit Birken, Erlen und der Haselnuss verwandt. Sie ist in Mittel- und Südeuropa heimisch. Im Garten wird sie meist als Hecke oder Formgehölz gepflanzt.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: nährstoffreicher Gartenboden
  • Wuchshöhe: 300 – 1400 Zentimeter
  • Blüten: gelb, einfach, im Herbst leuchtend gelb, laubabwerfend
  • Blätter: grün, lang, gewellt
  • Früchte: Nüsschen mit Flügelblatt
  • Besonderheiten: perfekte Verstecke und reichhaltige Nahrung für Amseln und Finken

Haselnuss (Corylus avellana)

Die Haselnuss ist ein weitverbreiteter, heimischer Strauch. Die Haselnüsse sind bei Mensch und Tier gleichermaßen beliebt. Haselnusssträucher werden gerne in Wildgehölzhecken gepflanzt. Sie bieten gute Brut- und Schutzplätze für Vögel

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos
  • Wuchshöhe: 500 – 700 Zentimeter
  • Blüten: weibliche Blüten rot und unscheinbar, männliche gelbe Käthchen
  • Blätter: grün, breit oval, laubabwerfend
  • Früchte: Haselnuss
  • Besonderheiten: Hecken bilden Brutplätze für Vögel, vor allem Eichelhäher lieben die Nüsse

Himbeere (Rubus idaeus)

Die heutigen Gartenhimbeeren stammen meist von der europäischen Waldhimbeere ab. Sie ist eine der wenigen wirklich heimischen Obstarten. Die Früchte sind süß und saftig un können vielseitig verwendet werden. Sie sind auch bei Vögeln als Nahrung sehr geschätzt.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: humus- und nährstoffreicher Gartenboden
  • Wuchshöhe: 120 – 160 Zentimeter
  • Blüten: weiß, schalenförmig
  • Blätter: grün, oval, laubabwerfend
  • Früchte: rote Sammelfrüchte (Beeren)
  • Besonderheiten: eine der ältesten heimischen Obstsorten

Hundsrose (Rosa canina)

Die Hundsrose gehört zu den Wildrosen und ist die am häufigsten in der Natur zu findende Rosenart. Sie ist über ganz Europa und den Nordwesten Afrikas verbreitet. Die Rose kann bis zu 300 Jahre alt werden. Die Hagebutten der Hundsrose sind reich an Vitamin c und reifen erst spät in Oktober und November. Sie bleiben lange am Strauch und sind eine wertvolle Winternahrung für Vögel.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: durchlässig, nährstoffreich
  • Wuchshöhe: 200 – 300 Zentimeter
  • Blüten: rosa, weiß, einfach, schalenförmig
  • Blätter: grün, gelegentlich mit bläulichem Schimmer, gefiedert, laubabwerfend
  • Früchte: rot, länglich, Hagebutten
  • Besonderheiten: Hagebutten sind für Amseln im Winter eine wichtige Nahrungsquelle

Johannisbeere (Ribes rubrum)

Johannisbeeren sind leckere Naschfrüchte, die auch von Vögeln sehr gerne gefressen werden. Die Ernte liegt zwischen Juli und August. Sie zählt zu den wertvollsten Obstsorten in unseren Gärten. In den Sträuchern findet man oft Vogelnester.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: humus- und nährstoffreicher Gartenboden
  • Wuchshöhe: 200 – 300 Zentimeter
  • Blüten: grünlich-braun, einfach
  • Blätter: grün, 3-5-lappig, laubabwerfend
  • Früchte: rote Beeren, traubenähnlich
  • Besonderheiten: Nasch- und Nutzfrucht, Vogelnähr- und Schutzgehölz

Kolkwitzie / Perlmuttstrauch (Kolkwitzia amabilis)

Die Kolkwitzie stammt aus den gemäßigten und kühlen Regionen Chinas. Die Kolkwitzie blüht schon sehr früh im Jahr und ist nach dem Abblühen eher unscheinbar. Sie bietet gute Nistplätze für viele Vogelarten. Zudem ist der Strauch ein beliebter Sichtschutz vom Frühjahr bis zum Herbst.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: normaler Gartenboden
  • Wuchshöhe: 200 – 350 Zentimeter
  • Blüten: rosa bis rotweiß mit gelbem Schlund, doldenförmig
  • Blätter: grün, oval, zugespitzt, im Herbst bräunlich, laubabwerfend
  • Früchte: braune Kapselfrüchte
  • Besonderheiten: beliebte Nistplätze für Vögel

Kornelkirsche (Cornus mas)

Die Kornelkirsche ist eine Hartriegel-Art und weder mit Süß- noch mit Sauerkirsche verwandt. Sie stammt ursprünglich aus dem Kaukasus, gelangte aber schon nach den Eiszeiten nach Mitteleuropa. In Deutschland gibt es nur noch wenige Naturstandorte. Sie gehört zu den wichtigsten frühen Bienen-Naturgehölzen. Ihre essbaren Früchte sind bei Vögeln sehr beliebt als Nahrung.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: durchlässig, lehmig, humos, frisch, kalkhaltig
  • Wuchshöhe: 160 – 300 Zentimeter
  • Blüten: weiß, schirmartig
  • Blätter: hellgrün. 3-lappig, orangerote Herbstfärbung, laubabwerfend
  • Früchte: rot, Beeren
  • Besonderheiten: rote Beeren sind Herbstnahrung für Vögel

Kreuzdorn (Rhamnus cartharticus)

Der Kreuzdorn kommt in ganz Europa, in Westasien und Nordwestafrika und ist in Nordamerika ein Neophyt. Er ist ein ökologisch wertvolles Gehölz. Seine Blätter sind die Lieblingsnahrung einiger Schmetterlingsraupen. Seine Früchte werden gerne von Vögeln gefressen und seine Blüten sind wertvolle Nektar- und Pollenquellen für Bienen und Insekten.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: trocken bis feucht, anspruchslos
  • Wuchshöhe: 200 – 500 Zentimeter
  • Blüten: gelblich-grün, unscheinbar, ballförmig
  • Blätter: stumpf-grün, im Herbst gelb, orange, laubabwerfend
  • Früchte: schwarz-violette Steinfrucht, beerenähnlich (giftig)
  • Besonderheiten: wichtiges Wildgehölz für den Vogelschutz

Liguster (Ligusrum vulgare)

Der gewöhnliche Liguster ist in unseren Breiten Heimisch. Er ist für Wildgehölzhecken sehr beliebt. Er ist ein wichtiges Vogelschutzgehölz, da er gute Nistplätze und auch nahrhafte Beeren liefert, die allerdings für den Menschen giftig sind. Der Strauch gilt als sehr robust und winterhart.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos
  • Wuchshöhe: 200 – 500 Zentimeter
  • Blüten: weiß, ährenförmig
  • Blätter: dunkelgrün, lanzettlich, länglich, laubabwerfend
  • Früchte: schwarze Beeren
  • Besonderheiten: Früchte für den Menschen giftig

Pfaffenhütchen / Spindelstrauch (Euonymus europaeus)

In Asien, Nord- und Mittelamerika, Europa, Australien und auf Madagaskar gibt es etwa 175 Arten des Pfaffenhütchens. Sie sind sommergrüne Sträucher, einige sind auch immergrün. Das europäische Pfaffenhütchen ist die einzige heimische Art. Es ist ein wichtiger Vogelschutzstrauch.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: feucht, nährstoffreich, sauer bis schwach alkalisch
  • Wuchshöhe: 300 – 400 Zentimeter
  • Blüten: gelb-grün, einfach
  • Blätter: mattgrün, lanzettlich, orangerote Herbstfärbung, laubabwerfend
  • Früchte: rötliche Hülle, orangefarbene Samen
  • Besonderheiten: bevorzugte Nahrungsquelle für Rotkehlchen

Rotbuche (Fagus sylvatica)

Die Rotbuche ist überall in Europa heimisch, wo das Klima feucht und Kühl ist. Sie wird gerne als Heckenpflanze verwendet, da ihr dichtet Blattkleid ein hervorragender Sichtschutz ist. Viele Tiere finden zwischen den Ästen der Rotbuche Unterschlupf und Nistplätze.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: frisch bis feucht, nährstoffreich
  • Wuchshöhe: 2000 – 3000 Zentimeter (als Hecke deutlich niedriger)
  • Blüten: grün-rosa. unscheinbar
  • Blätter: grün, orangefarbene Herbstfärbung, laubabwerfend
  • Früchte: braune Bucheckern
  • Besonderheiten: wird von Meisen und Spatzen sehr geschätzt

Roter Hartriegel (Cornus sanguinea)

Der Rote Hartriegel stammt aus Europa, dem Kaukasus und Mittelasien. Auch in Deutschland ist er heimisch. Der Rote Hartriegel hat aufgrund seiner weißen Blüten, seiner schwarzen Beeren und seiner roten Herbstfärbung einen hohen Zierwert. Seine Beeren locken viele Vögel in den Garten.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: frisch, humos
  • Wuchshöhe: 300 – 400 Zentimeter
  • Blüten: weiß, schirmförmig
  • Blätter: grün, oval, spitz zulaufend, laubabwerfend
  • Früchte: schwarze Beeren
  • Besonderheiten: sehr vogelfreundlich

Sanddorn (Hippophae rhamnoides)

Der Sanddorn ist eine heimische Pflanze, die aber erst während der Eiszeiten aus Zentralasien nach Mitteleuropa gelangte. Die Beeren sind sehr vitaminreich und werden als Saft oder Kompott verwendet. Ungeerntet haften die Beere lange an den Sträuchern und sind bei Vögeln sehr beliebt als Winternahrung.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos, gerne auf sandigen Bänden
  • Wuchshöhe: 300 – 500 Zentimeter
  • Blüten: braun, kugelförmig
  • Blätter: silbrig-grau, schmal und lang, laubabwerfend
  • Früchte: orange, ei- bis walzenförmig, Beere-
  • Besonderheiten: vitaminreiche Früchte,

Schlehe / Schwarzdorn (Prunus spinosa)

Schlehen sind heimische Sträucher mit einem hohen ökologischen Wert. Ihre Früchte können nach dem ersten Frost geerntet werden und zu verschiedenen Leckereien verarbeitet werden. In der Natur sind Schlehen wichtige Bienennähr- und Vogelschutzgehölze.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos, trocken bis frisch, nährstoffreich
  • Wuchshöhe: 150 – 400 Zentimeter
  • Blüten: weiß, Einzelblüten
  • Blätter: grün, oval, laubabwerfend
  • Früchte: dunkelblau bis schwarz, Steinfrucht
  • Besonderheiten: Dornen bieten Vögeln sichere Zuflucht vor Feinden

Schwarzer Holunder (Sambucus nigra)

Der Schwarze Holunder ist eine heimische Pflanze. Er ist eine alte Kultur- und Heilpflanze, der früher oft in Bauerngärten zu finden war. Seine Inhaltsstoffe wirken fiebersenkend, krampflösend und reinigen das Blut. Die Holunderbeeren sind eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: frisch bis feucht, humus- und nährstoffreich, kalkhaltig
  • Wuchshöhe: 200 500 Zentimeter
  • Blüten: weiß, doldenartig
  • Blätter: grün, gelappter Blattrand, laubabwerfend
  • Früchte: dunkelrote Beeren
  • Besonderheiten: Beeren sehr beliebt bei vielen Vogelarten

Schwarze Johannisbeere (Ribes nigrum)

Schwarze Johannisbeeren sind schon seit Jahrtausenden in Deutschland heimisch. Die Beeren können lange am Strauch bleiben ohne zu verderben und sind ein beliebtes Naschobst im Garten. Sie können zu Saft, Gelee, Marmelade und in Kuchen verarbeitet werden. Auch Vögel lieben die schwarzen Beeren.

  • Standort: halbschattig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: feucht bis nass, locker, Gartenboden
  • Wuchshöhe: 150 – 200 Zentimeter
  • Blüten: grünlich, einfach
  • Blätter: grün, herzförmig, gezackt, laubabwerfend
  • Früchte: schwarze, runde Beeren, traubenförmig
  • Besonderheiten: hoher Vitamin C Gehalt

Stechpalme (Ilex aquifolium)

Es gibt weltweit etwa 400 Stechpalmen-Arten. Sie sind in allen Klimazonen verbreitet. Die Gewöhnliche Stechpalme ist in Westeuropa zu Hause. Die Blätter und Früchte sind für Menschen leicht giftig. Den Vögeln dienen sie im Winter als Nahrung.

  • Standort: absonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: frisch bis feucht, humus- und nährstoffreich, sauer
  • Wuchshöhe: 500 – 700 Zentimeter
  • Blüten: weiß
  • Blätter: grün, mit 5 bis 7 Randdornen besetzt, immergrün
  • Früchte: rote Steinfrüchte
  • Besonderheiten: viele Früchte, weibliche Form, benötigt eine männliche Pflanze, um Früchte zu bilden

Traubenholunder (Sambucus racemosa)

Traubenholunder, auch Roter Holunder genannt, ist ein hübsches Wildgehölz. Seine Blüten sind eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und Schmetterlingen und seine Früchte für Vögel. Er kommt in Europa und in Westasien vor.

  • Standort: sonnig bis schattig
  • Bodenbeschaffenheit: humoser, durchlässiger, kalkarmer Boden
  • Wuchshöhe: 300 – 400 Zentimeter
  • Blüten: gelb-grün, rispenförmig
  • Blätter: grün, fiederblättrig, früher Austrieb
  • Früchte: rote Beeren, doldenförmig
  • Besonderheiten: dient Bienen und Insekten, sowie Vögeln als Nahrungsquelle

Vogelbeere / Eberesche (Sorbus aucuparia)

Die Vogelbeere oder Eberesche ist in ganz Europa, in Kleinasien und Sibirien verbreitet. Sie passt sich sehr gut an jeden Standort an. Sie ist aus ökologischer Sicht als Vogelschutz- und Nährgehölz sehr wertvoll. Sie muss regelmäßig zurückgeschnitten werden, um sich als Strauch zu entwickeln.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: frisch bis feucht
  • Wuchshöhe: 600 – 1200 Zentimeter
  • Blüten: cremeweiß, Schirmrispen
  • Blätter: grün, matt, gefiedert, laubabwerfend
  • Früchte: rot.orange, Beeren
  • Besonderheiten: nur durch regelmäßigen Rückschnitt entwickelt sich die Vogelbeere zu einem Strauch

Weißdorn (Crataegus)

In Europa und Asien gibt es rund 90 verschiedene Weißdorn-Arten, in Nordamerika bis zu 1000. In Deutschland sind zwei Arten heimisch, der Eingriffelige (Crataegus monogyna) und der Zweigriffelige Weißdorn (Crataegus laevigata). Die Früchte sind essbar und werden gerne von Vögeln als Nahrungsquelle benutzt.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: leicht feucht, nährstoffreich
  • Wuchshöhe: 300 – 1000 Zentimeter
  • Blüten: weiß, doldenartig
  • Blätter: dunkelgrün, gefiedert, laubabwerfend
  • Früchte: rote Beeren
  • Besonderheiten: Drosseln fressen die roten Früchte

Wildapfel (Malus sylvestris)

Der Wildapfel gilt als Urahn unserer heutigen Plantagenäpfel. Seine Früchte sind nicht sehr schmackhaft, doch der Baum hat einen hohen Zierwert und dient Insekten, Vögeln und anderen Säugetieren als Nahrungsquelle. Er ist von Europa bis Vorderasien verbreitet. Seine Wildbestände gehen jedoch stark zurück.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: anspruchslos, nährstoffreich, kalkliebend
  • Wuchshöhe: 300 – 600 Zentimeter
  • Blüten: weiß mit rosa Hauch, Schalenblüten
  • Blätter: grün, glänzend, oval, kerbig gesägt, laubabwerfend
  • Früchte: Äpfel
  • Besonderheiten: wichtiges Nährgehölz für Vögel, Insekten und Säugetiere

Wolliger Schneeball (Viburnum lantana)

Der Wollige Schneeball ist in Mitteleuropa, Nordafrika, Asien, dem Kaukasus und dem Iran heimisch. Die Pflanze ist in allen Pflanzenteilen giftig. Seine nicht gerade wohlriechenden Blüten locken Scharen von Bienen und Insekten an. Außerdem ist der Strauch ein wertvolles Vogelnährgehölz und ein beliebter Nistplatz.

  • Standort: sonnig bis halbschattig
  • Bodenbeschaffenheit: keine besonderen Ansprüche
  • Wuchshöhe: 200 – 350 Zentimeter
  • Blüten: cremeweiß, einfach, doldenförmig
  • Blätter: grün mit silbriger Behaarung, gelb, orange, rote Herbstfarbe, laubabwerfend
  • Früchte: eiförmige Früchte
  • Besonderheiten: Früchte sind ein willkommenes Winterfutter für Vögel

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Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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