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Brokkoli im Hochbeet – Anleitung & Tipps

Brokkoli, mit botanischem Namen Brassica oleracea var. Italica, ist ein beliebtes und pflegeleichtes Kohlgemüse mit feinen Blütenknospen. Brokkoli ist bei uns ganzjährig im Supermarkt erhältlich. Aber er schmeckt viel besser aus eigenen Anbau. Brokkoli im Hochbeet gedeiht sehr gut, wenn er richtig gepflanzt und gepflegt wird.

Wir zeigen Dir im nachfolgenden Artikel alles, was Du über die Pflanzung, die Pflege, die Ernte und die Pflanzennachbarn für Brokkoli wissen musst, um eine gute Brokkoli-Ernte zu erwirtschaften.

Brokkoli im Hochbeet pflanzen

Brokkoli kommt ursprünglich aus Kleinasien und wird in Europa vornehmlich in Italien und Frankreich seit dem 16. Jahrhundert angebaut. Der Brokkoli und der Blumenkohl stammen vermutlich von der Pflanze Brassica cretica ab, die in Südgriechenland wild wächst. Brokkoli im Hochbeet wächst schneller als Blumenkohl und stellt auch in der Pflege weniger Ansprüche.

Wir empfehlen die folgenden Brokkoli-Sorten für den Anbau im Hochbeet:

  • Belstar (F1): große Brokkoli-Köpfe mit Seitentrieben, ertragreich, pflegeleicht, wird auch im kommerziellen Anbau verwendet
  • Calabrese: alte italienische Sorte, viele kleine Blumen, aber auch größere, reichlich Seitentriebe, guter Ertrag
  • Calinaro: kompakt, guter Geschmack, gut für den Hobbyanbau, große Köpfe
  • Cezyr: auffällig blau gefärbte Sorte, recht große Köpfe am Haupttrieb
  • Kabuki (F1): nicht zu groß wachsend, frühe Reife, gut für Anbau auf Terrasse oder Balkon geeignet, kleinere Köpfe an den Seitentrieben
  • Marathon (F1): beliebte Sorte mit gutem Ertrag, kleinere, kompakte Köpfe; wenn der Haupttrieb abgeerntet ist, können regelmäßig kleinere Köpfe an den Seitentrieben geerntet werden
  • Parthenon (F1): hoher Ertrag, gut wachsend auch in kühleren Gegenden, kompakte Brokkoli-Köpfe, wird in kommerziellem Anbau verwendet
  • Rosalind: alte Sorte für Kenner, rot-violette Köpfe, neigt zu Verzweigungen, über Wochen konstant gute Ernteerträge
  • Santee (F1): zahlreiche Stiele mit violetten Köpfen, konstant gute Erträge aufgrund der zahlreichen Verzweigungen
  • Summer Purple: diese Sprossen-Brokkoli-Sorte hat kaum Ansprüche; empfehlenswert für Neulinge; neigt zu Verzweigungen; bildet violette Köpfe

Nachdem Du nun die Brokkoli-Sorten kennst und Dir eine ausgesucht hast, geht es a den Anbau.

Spinat-Sorten, die über Winter angebaut werden:

Wann pflanzt man Brokkoli im Hochbeet?

Brokkoli kann von Februar bis März im Haus vorgezogen werden. Ganz gleich, ob Du Deine eigenen Pflanzen vorgezogen hast, oder sie im Gartenzentrum gekauft hast, sollten sie im Mai ausgepflanzt werden. Brokkoli-Samen kannst Du im April ins Hochbeet säen.

Die Pflanzung sollte über mehrere Wochen verteilt werden, dann kann den ganzen Sommer über Brokkoli geerntet werden.

Wie sollte Brokkoli im Hochbeet gepflanzt werden?

Die jungen Brokkoli-Pflanzen werden im Abstand von 30 bis 60 Zentimeter in die Erde eingepflanzt.

Welchen Standort bevorzugt Brokkoli?

Brokkoli ist eine wärmeliebende Pflanze. Sein Standort sollte sonnig und windgeschützt sein.

Welchen Boden bevorzugt Brokkoli?

Brokkoli bevorzugt lockeren und nährstoffreichen Boden. Schwere Böden sind aufgrund der tief reichenden Wurzeln nicht geeignet. Zur Auflockerung und Nährstoffanreicherung sollte Kompost in die Erde eingearbeitet werden.

Brokkoli benötigt einen alkalischen Boden. Bei niedrigem pH-Wert sollte vor dem Anbau Kalk ausgebracht werden.

Welche Pflege und welchen Dünger benötigt Brokkoli?

Damit die Pflänzchen gut wachsen, benötigen sie als Starkzehrer ausreichend Nährstoffe und Wasser. Der Wasserbedarf ist ziemlich hoch. Daher sollten die Pflanzen regelmäßig gegossen werden.

Außerdem sollte rund um die Brokkoli-Pflanze das Unkraut entfernt und die Erde sollte angehäuft werden.

Während des Wachstums sollte ein Stickstoff und Kalium betonter Dünger verwendet werden. Einige Wochen vor der ersten Ernte sollte auf Düngemittel verzichtet werden. Dann wird der Brokkoli besonders aromatisch. Auch Kompost oder Brennnesseljauche können als Dünger verwendet werden.

Wann und wie wird Brokkoli geerntet?

Bei Brokkoli werden statt der Blätter oder Früchte, die Blütenknospen verzehrt. Diese werden nur ungeöffnet verwendet. Geöffnete Knospen schmecken nicht mehr sehr gut. Sommersorten reifen nach ungefähr 7 Wochen, Winter-Brokkoli kann ab März bis April geerntet werden.

Bei der Ernte wird zunächst der Haupttrieb mitsamt Stiel in der Mitte abgeschnitten. Nach einiger Zeit reifen die Seitentriebe nach und können dann ebenfalls geerntet werden. Damit die Seitentriebe sich gut ausbilden können, muss die Brokkoli-Pflanze einen ausreichenden Abstand zum Nachbarn haben.

Bei guter Lagerung ist Brokkoli bis zu zwei Wochen haltbar. Allerdings muss die Temperatur um die 0 Grad Celsius liegen und die Luftfeuchte über 97 Prozent betragen. Brokkoli gibt leicht Wasser ab und wird welk. Mit hoher Luftfeuchtigkeit kann das verhindert werden.

Der Kühlschrank ist gut für die kühle Lagerung von Brokkoli geeignet. Wenn Du ihn in ein feuchtes Tuch einschlägst, kann die Haltbarkeit noch verlängert werden. Er kann auch in Frischhaltefolie eingeschlagen werden, um den Wasserverlust zu verringern.

Die beste Methode, Brokkoli haltbar und knackig zu erhalten, ist das Einfrieren. Dafür schneidest Du den Brokkoli in kleine Stücke und blanchierst ihn einige Minuten im kochendem Wasser. Wenn er gar ist, wird er sofort mit kaltem Wasser abgekühlt, kurz abgetrocknet und dann eingefroren. Er kann auch roh eingefroren werden, muss dann aber nach dem Auftauen gekocht oder blanchiert werden. Im Gefrierschrank kann Brokkoli bis zu einem Jahr aufbewahrt werden.

Eine weitere Methode, Brokkoli haltbar zu machen, ist das Einlegen in Essig. Dadurch wird das Wachstum von Bakterien und Pilzen gehemmt. Dazu wird der Brokkoli in kleine Stücke geschnitten. Auch der Strunk wird mit verwendet. Die Stücke werden zusammen mit Gewürzen wie Senfkörnern in ein zuvor abgekochtes Einmachglas geschichtet. Darüber wird eine 1:1 Mischung aus Essig und Wasser gegossen.

Welche Besonderheiten gibt es bei Brokkoli?

Meist wird der Strunk des Brokkoli weggeworfen. Er kann aber auch verzehrt werden. Er schmeckt ähnlich wie Kohlrabi. Für den Verzehr muss nur die harte Außenhaut entfernt werden.

Welche Pflanzen harmonieren gut mit Brokkoli im Hochbeet?

Die folgenden Gemüsesorten können gut zusammen mit Brokkoli in ein Hochbeet gepflanzt werden:

  • Bohnen
  • Erbsen
  • Gurken
  • Salat
  • Kartoffeln
  • Mangold
  • Radieschen
  • Spinat
  • Paprika
  • Lauch
  • Sellerie

Die folgenden Kräuter passen gut zu Brokkoli. Sie halten mit ihrem Geruch Schädlinge von ihm fern:

  • Dill
  • Rosmarin
  • Basilikum
  • Pfefferminze
  • Knoblauch
  • Thymian

Blumen, die gut zu Brokkoli passen, sind:

  • Kapuzinerkresse
  • Ringelblumen

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