Porree ernten – die besten Tipps zum Ernten & Aufbewahren von Lauch

Porree schmeckt nicht so scharf wie Zwiebel und Knoblauch. Das gesunde Gemüse unterstützt das Immunsystem und hat nahezu das ganze Jahr über Saison. Wir geben Dir Tipps für die Ernte und verraten Dir, wie Du Porree aufbewahren und frisch halten kannst.

Porree richtig ernten & lagern

Wann Porree ernten?

Wann für Dich die Porreeernte beginnt, hängt von der Sorte ab, die Du gepflanzt hast. Besonders schnellwüchsig ist das schlanke Lauchgemüse nicht. Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen etwa fünf Monate. Wer den Porree vorzieht oder junge Pflänzchen in der Gärtnerei kauft, muss sich ab dem Zeitpunkt der Pflanzung etwa drei Monate gedulden.

Sommerporree ist wie sein Name schon sagt in den Sommermonaten Juli und August reif. Herbstporree wird ab September bis in den Dezember hinein geerntet. Winterporree überwintert im Beet und erlaubt Dir einen gesunden Start ins Neue Jahr. Das frostverträgliche Gemüse kannst Du vom Jahresanfang bis Ende Mai genießen.

Pflanze verschiedene Sorten

Du liebst Porree? Dann setze Sommer- Herbst und Winterporree. Auf diese Weise hast Du fast immer frischen Porree zur Hand. In vielen Gerichten lässt sich Zwiebel durch Porree ersetzen. Im Salat schmeckt das milde Lauchgemüse feiner und weniger scharf.

Wie merke ich, dass der Porree erntereif ist?

Bei Porree besteht nicht die Gefahr, dass Du ihn zu früh erntest. Er ist in jedem Stadium genießbar. Anders als bei Zwiebel oder Knoblauch muss er auch nicht ausreifen, da er ohnehin nicht eingelagert werden kann. 

Allerdings zahlt sich die Ernte erst dann richtig aus, wenn die Stangen eine gewisse Dicke erreicht haben. Ihr Durchmesser sollte zumindest drei Zentimeter betragen. Je nach Sorte kann dies natürlich variieren. Es gibt kurze Dicke Porreesorten sowie Sorten mit langem und eher schlankem Schaft.

Wie wird Porree geerntet?

Lockere den Boden mit einer Grabegabel, umfasse den Schaft der Pflanze und ziehe sie behutsam aus der Erde. Schneide die Wurzeln und die Blattenden mit der Schere ab. Wenn Du zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal ernten möchtest, kannst Du einige Exemplare im Beet lassen und knapp über dem Boden abschneiden. In den meisten Fällen wächst die Pflanze nach.

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Aufbewahren & Lagern

Traditionellerweise wird Porree im Keller in Sand eingeschlagen. Weil die wenigsten Menschen heutzutage einen Erdkeller besitzen, kannst Du die Stangen auch im Gemüsefach Deines Kühlschrankes aufbewahren. Bis zu zwei Wochen lässt er sich auf diese Weise lagern, wobei er in einer Plastiktüte etwas länger frisch bleibt. Bedenke allerdings dass bei einer längeren Lagerung ein Teil der gesunden Inhaltsstoffe verloren geht.

Verwendung & Verarbeitung

Porree ist ein äußerst vielseitiges Gemüse, das an Stelle von Zwiebeln eingesetzt werden kann. Aufgrund seines milden Geschmacks ist er auch roh sehr beliebt – als Zugabe zu Salaten, in Aufstrichen sowie als gesunder Brotbelag.

Porree gilt als klassischer Bestandteil von Suppengemüse und verleiht Gemüsesuppen Würze und eine leichte Süße. Gebraten passt er ganz hervorragend zu Kartoffeln. Auch als Belag für Quiche oder Flammkuchen hat Porree Tradition.

Am feinsten schmeckt der untere, helle Teil. Der grüne Teil ist etwas gröber und herber, eignet sich aber hervorragend zum kochen. Auch die Blätter kannst Du verwenden, um einem Gericht mehr Geschmack zu geben.

Vorsicht – Erde zwischen den Blättern

Bei der Bodenbearbeitung können Sand und Erde zwischen die Blätter geraten. Daher ist es wichtig, den oberen grünen Teil vor der Zubereitung gründlich zu waschen.

Porree einfrieren

Du hast zu viel Porree geerntet und weißt nicht wohin damit? Beim Einfrieren leidet zwar die Konsistenz, nicht aber der Geschmack. Für Suppen, Eintöpfe und Schmorgerichte kannst Du Porree also ohne Weiteres einfrieren. Putze und wasche das Gemüse gründlich. Trockne es ab und schneide die Stangen in Ringe, die Du portionsweise einfrierst.

Porree trocknen

Das Trocknen ist ein tolle Möglichkeit des Haltbarmachens. Dazu schneidest Du den gewaschenen und gut abgetrockneten Porree in feine Ringe, die Du auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech in der Sonne oder im Backrohr bei etwa 50 Grad Celsius. Die trockenen Ringe kannst Du im Ganzen aufbewahren beziehungsweise im Blender oder im Mörser zu Pulver vermahlen.

Stell Dein eigenes Suppenpulver her

Neben Porree kannst Du auch Möhren, Sellerie, Pastinaken, Petersilwurzel und Petersilgrün klein schneiden und trockenen. Vermische die trockenen Gemüsestückchen mit Meersalz und etwas Pfeffer und vermahle die Mischung zu feinem Suppenpulver.

Porree fermentieren

Wenn Du Porree wie zu Zeiten Deiner Urgroßeltern haltbar machen möchtest, kannst Du ihn fermentieren. Die Milchsäuregärung erlaubt es Dir Deine Porreeernte etwa ein halbes Jahr aufzubewahren und macht das Gemüse noch gesünder und zudem sehr bekömmlich. fermentierter Porree schmeckt zu Käse, zu gekochten Eiern, zu Schinken oder zu geräuchertem Fisch.

So fermentierst Du Porree

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