Stachelbeeren umpflanzen – so klappt der Standortwechsel

Du planst einen Umzug und die Stachelbeere muss mit? Oder der Strauch fühlt sich an seinem angestammten Platz nicht wohl? Kein Problem. Hier erfährst Du, wie Du beim Umsetzen von älteren Stachelbeeren richtig vorgehst.

So setzt Du Stachelbeeren um

Standortansprüche

In der Natur gedeihen Stachelbeeren (Ribes uva-crispa) in Gebüschen, in Bergwäldern oder in Aulandschaften. Sie bevorzugen eher feuchte und nährstoffreiche Böden. Mit Schatten kommen sie besser zurecht als mit praller Sonne. Am wohlsten fühlen sie sich im Halbschatten. 

Du hast Deine Stachelbeere an einer Stelle gepflanzt hat, wo die Mittagssonne auf sie niederbrennt? Dann wirst Du bald bemerken, dass sich der Strauch nicht so recht entwickelt. Wenn der Boden austrocknet, verdorren die Blätter. Im Sommer zieht sich die Pflanze manchmal gar einen Sonnenbrand an den Früchten zu. Grund genug, das Beerengehölz an einen passenderen Ort zu verpflanzen.

Optimal ist ein Plätzchen unter einem Obstbaum oder unter einem anderen Laubgehölz mit lichter Krone. Hier bekommt die Stachelbeere etwas Sonne ab, damit ihre Früchte ein angenehm süßes Aroma entwickeln können. Trotzdem ist sie vor der sengenden Sommersonne geschützt. 

Schutz vor Spätfrösten

Im zeitigen Frühjahr profitiert der Strauch ebenfalls von einem nicht so exponierten Standort. In einer ungeschützten Südlage blühen Stachelbeeren sehr früh. Kommt dann ein Spätfrost, frieren die Blüten ab und die Ernte fällt aus. Eine etwas schattigere Stelle ist diesbezüglich ebenfalls von Vorteil.

Stachelbeeren sind Flachwurzler

Die Wurzeln von Stachelbeerbüschen reichen nicht sehr tief in die Erde. Die Pflanzen breiten ihr Wurzelgeflecht direkt unter der Erdoberfläche nach allen Seiten aus. Aus diesem Grund vertragen sie anhaltende Trockenheit schlechter als tiefwurzelnde Gewächse.

Mit einer dicken Humusschicht erleichterst Du Stachelbeeren das Leben. Das zersetzte organische Material dient als Wasserspeicher und als Nährstofflieferant gleichermaßen.

Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen

Am schadlosesten übersteht Deine Stachelbeere ihren Umzug, wenn sie sich gerade in der Vegetationsruhe befindet. Dies ist – abhängig von Deinem Wohnort und von der Witterung – zwischen November und Anfang März der Fall.

Im Herbst sind die Bedingungen für ein rasches Anwurzeln besonders gut. Der Boden ist gleichmäßig feucht und die Temperaturen sinken noch nicht so tief. Idealerweise greifst Du also zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember zum Spaten.

Wenn das Wetter passt, ist das Umpflanzen auch im Frühjahr möglich. Achte darauf, dass die Pflanze noch nicht ausgetrieben hat. Der Boden sollte frostfrei sein und es während der nächsten Tage auch bleiben. Große Temperaturschwankungen sind ebenso hinderlich wie Kälte und Trockenheit.

Stachelbeeren richtig umpflanzen

Beim Ausgraben des Strauches ist es wichtig, nicht zu nahe an der Basis zu stechen. Halte ringsum einen Abstand von etwa 40 bis 50 Zentimetern zu den Ästen ein, um die Wurzeln nicht zu radikal zu kürzen. Damit sich die Pflanze auf die Bildung neuer Wurzeln konzentrieren kann, werden alle Triebe eingekürzt.

So gehst Du beim Umpflanzen vor

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