Hortensien richtig düngen – Sattes Grün & tolle Blüten

Hortensien lieben saure Böden und haben einen recht hohen Nährstoffbedarf. Mit unseren Düngetipps sorgst Du dafür, dass sich die prächtigen Ziersträucher den ganzen Sommer über von ihrer schönsten Seite zeigen können.

Düngetipps für Hortensien

So blühen Deine Hortensien so richtig auf

Hortensien gehören zu den effektvollsten Zierpflanzen bei der Gartengestaltung. Mit ihrem dekorativen Laub und den großen, üppigen und besonders ausdauernden Blüten bringen sie Farbe und Form in Deine grüne Oase. Ob als Einzelpflanzung oder als Strauchgruppe, Hydrangea zählt nicht umsonst zu den beliebtesten Gartenklassikern.

Energie für prächtige Blüten

Damit die Sträucher ihre pompöse Blütenbälle ausbilden können, benötigen sie regelmäßige Düngergaben. Ein Universaldünger ist für die kalkempfindlichen Gewächse jedoch ungeeignet. Die Gartenschönheiten werden zu den Moorbeetpflanzen gezählt, welche auf eine saure Bodenreaktion angewiesen sind. Damit sind sie in Gegenden mit hohem Kalkgehalt im Boden etwas anspruchsvoller in der Pflege.

Welche Nährstoffe benötigen Hortensien?

Hortensien haben einen relativ hohen Nährstoffbedarf. Für ihre großen Blätter und die opulente Blüte, die oft über Monate anhält, benötigen die Pflanzen reichlich Stickstoff. Auch Kalium ist für die gesunde Entwicklung der Blüten erforderlich. In geringeren Mengen brauchen die Ziersträucher außerdem Phosphor, Eisen, Schwefel, Mangan und Zink. 

Bei blauen Hortensien sorgt das Aluminiumsalz Alaun dafür, dass die Pflanzen auch weiterhin blau blühen. 

Der richtige Zeitpunkt zum Düngen

Hortensien werden zu Beginn der Wachstumsperiode im Frühjahr das erste Mal gedüngt. Je nach Art des Düngemittels kann die Anwendung mehrmals wiederholt werden. Wenn Du einen Langzeitdünger aus dem Fachmarkt verwendest, kannst Du die richtigen Abstände auf der Packung ablesen. 

Spätestens Ende Juli solltest Du die Düngung jedoch einstellen. Zu späte Düngergaben können sich negativ auf die Winterhärte der Sträucher auswirken. Topf-Hortensien, die im Haus überwintert werden, dürfen bis in den Herbst hinein gedüngt werden.

Wer seine Freilandhortensien mit frischem Rinderdung oder Rinderdung-Pellets düngen möchte, sollte dies am besten im Herbst tun. Decke den Mist mit einer Laubschicht ab, dann beginnt er sich bereits über den Winter zu zersetzen und liefert gleich beim Neuaustrieb Nährstoffe.

Gießen nicht vergessen

Hortensien haben einen hohen Wasserbedarf. Der beste Dünger nützt nichts, wenn das Erdreich zu trocken ist. Bewässere die durstigen Blütensträucher daher während niederschlagsarmer Perioden regelmäßig.

So düngst Du Deine Hortensien

Auch wenn Hortensien etwas anspruchsvoller sind als so manche andere Zierpflanze, hast Du dennoch verschiedene Möglichkeiten, sie mit Nährstoffen zu versorgen. Wer nicht viel Zeit investieren möchte, kauft einfach fertigen Spezialdünger im Handel. Wenn Du Freude am Kredenzen eigener Düngemittel hast, kannst Du aus Abfällen aus Haus und Garten nährstoffreiche Düngemischungen herstellen.

Freiland-Hortensien düngen

Sauer einpflanzen

Der erste Schritt für eine bedarfsgerechte Nährstoffversorgung ist der passende Standort. Wie Rhododendren, Kamelien und Azaleen gehören auch Hortensien zu den Moorbeetpflanzen. Zum Glück reagieren sie nicht ganz so empfindlich auf Kalk wie andere Arten. Dennoch fühlen sie sich bei deinem pH-Wert über 5,5 nicht besonders wohl. Wenn Du blaublühende Sorten pflanzen möchtest, sollte der pH-Wert 4,5 nicht überschreiten.  

Kalkhaltige Erde tauschen

Wer bereits beim Einpflanzen auf den pH-Wert im Boden achtet, legt den Grundstein für ein langes und gesundes Hortensienleben. Wenn Dein Gartenboden zu kalkhaltig ist, empfiehlt es sich, die Erde am Pflanzplatz zu tauschen. Optimal sind selbst hergestellte saure Humus-Mischungen (siehe unten) oder Hortensien-Erde bzw. Rhododendren-Erde aus dem Gartenmarkt. Der Umwelt zuliebe solltest Du auf Produkte, die Torf enthalten, besser verzichten.

Bei Bedarf nachdüngen

Wie bei allen Pflanzen ist auch bei Hydrangea im Beet der Nährstoffbedarf nicht so hoch wie in der Kübelkultur. Hier spielt jedoch der pH-Wert eine entscheidende Rolle. Auch wenn Du die Erde am Pflanzplatz gegen saures Substrat ausgetauscht hast, steigt der pH-Wert im Laufe der Zeit wieder an. Bei Werten über 6 sind die Sträucher nicht mehr in der Lage, die Nährstoffe im Boden aufzunehmen. Auf diese Weise können Mangelerscheinungen wie Eisenmangel entstehen. Diese gilt es durch gezielte Düngung auszugleichen.

Topf-Hortensien düngen

Du hältst Deine Hortensien im Kübel? Dann ist ihr Nährstoffbedarf deutlich höher. Grund dafür sind die raschere Auswaschung der Nährstoffe beim Gießen und der begrenzte Wurzelraum. Dafür fällt es hier leichter, für perfekte Bedingungen zu sorgen. Dazu brauchst Du das Pflanzgefäß einfach nur mit Hortensienerde zu füllen. 

Flüssiger Hortensiendünger

Optimal zur Versorgung von Topf-Hortensien ist ein Flüssigdünger, der speziell für Hydrangea konzipiert wurde. Aber auch Rhododendren-Dünger und Kamelien-Dünger eignen sich gut. Für blaublühende Arten ist auch auf im Kübel auf der Terrasse ein mit Alaun angereichertes Produkt als Blaumacher notwendig. Insbesondere bei Topfkulturen solltest Du das regelmäßige Gießen nicht vernachlässigen.

Blaue Hortensien düngen

Du träumst von einem blauen Blütenmeer im Garten? Mit blaublühenden Bauernhortensien kannst Du Dir diesen Wunsch erfüllen. Allerdings solltest Du wissen, dass es von Natur aus gar keine Hortensien mit blauen Blüten gibt. Mithilfe eines bestimmten Aluminiumsalzes lassen sich rosa blühende Bauernhortensien jedoch blau umfärben. Damit die blaue Pracht anhält, musst Du die Pflanzen mit speziellen Fertigdüngern, die Alaun enthalten, versorgen. Wer lieber selber mischt, kann Alaun auch in der Apotheke kaufen und davon drei Gramm pro Liter ins Gießwasser mischen.

Kalkhaltiges Wasser wird von Hydrangea allgemein nicht geschätzt, für blaublühende Arten ist es jedoch tabu. Damit sich Deine blauen Wunder rundum wohlfühlen, gilt es bereits beim Einpflanzen auf den richtigen pH-Wert zu achten. Dieser sollte unter 5 liegen, sonst schlägt das tiefe Blau schnell ins Rosa um.

Universaldünger lassen blaue Hortensien pink blühen

Verwende keinen Universaldünger für Blühpflanzen zum Düngen Deiner Hortensien. Bei diesen Produkten ist der Phosphatgehalt zu hoch. Ein hoher Phosphatanteil verhindert die Aufnahme des Aluminiums, welches für die Umfärbung verantwortlich ist – blaublühende Hortensien blühen plötzlich wieder rosa.

Welcher Dünger ist geeignet?

Hortensiendünger aus dem Fachhandel

Mit speziellen Hortensiendüngern kannst Du nicht viel falsch machen. Die meisten Düngemittelhersteller bieten solche Spezialdünger an. Auch Rhododendrondünger und Kameliendünger eignen sich zur Versorgung von Hydrangea.

Eisendünger gegen Chlorose

Deine Hortensie hat gelbliche Blätter? Wenn vor allem die Blattadern und die jungen Blätter ausgebleicht wirken, leidet die Pflanze wahrscheinlich an einer Chlorose. Das bedeutet, dass entweder im Boden zu wenig Eisen vorhanden ist oder dass die Hortensie es nicht aufnehmen kann. 

Liegt ein Eisenmangel im Boden vor, kannst Du dies mit einem speziellen Eisendünger ausgleichen. Bei einem zu hohen pH-Wert sind Hortensien nicht in der Lage, das vorhandene Eisen aufzunehmen. Hier schafft ein saurer Dünger für Moorbeetpflanzen Abhilfe, indem er den pH-Wert absenkt.

Rinderdung

Ein Expertentipp für die artgerechte Düngung von Hortensien ist gut gereifter Rinderdung. Der Mist hat von Natur aus einen hohen Säuregehalt und reichert den Gartenboden mit Humus an. Wer keinen Bauern kennt, der ihm vom Mist seiner Kühe etwas abgibt, kann auf Rinderdung-Pellets aus dem Gartenmarkt zurückgreifen. 

Der Dünger wird in einiger Distanz zu den Stämmen kreisförmig ringsum die Pflanze ausgestreut und leicht eingearbeitet. Der beste Zeitpunkt für diese Art der Düngung ist der Spätherbst. Wer im Vorjahr vergessen hat, kann die Düngung mit Rinderdung auch noch im Frühjahr nachholen.

Hortensiendünger selber mischen

Wer Lust hat, den Dünger für seine Lieblinge selbst herzustellen, kann aus Garten- und Küchenabfällen seine eigne Düngemischung kredenzen. Weil Hydrangea einen relativ hohen Nährstoffbedarf hat, lohnt es sich stets auch ein wenig Rinderdung unterzumischen. Folgende natürliche Düngemittel sind zur Versorgung von Hortensien bestens geeignet:

Tannennadeln & Nadelbaumrinde

In Deinem Garten wachsen Nadelbäume? Dann hast Du stets einen geeigneten Düngezusatz zur Hand. Sammle Fichtennadeln und Tannennadeln und streue sie in Hortensienbeet. Auch die zerkleinerte Rinde von Nadelbäumen schafft ein Wohlfühlklima für Deine Hydrangea.

Kaffeesatz

Bei Kaffeetrinkern fällt täglich wertvoller Hortensiendünger in der Küche an. Sammle den Kaffeesatz und wende ihn regelmäßig, damit er nicht schimmelt. Sobald eine ausreichende Menge zusammenbekommt ist, wird das schwarzbraune Pulver flach im Wurzelbereich der Pflanzen eingearbeitet und mit Laubmulch oder Rasenschnitt abgedeckt.

So stellst Du Hortensiendünger selber her

Nährstofflieferanten

Geeignete Zusätze

Nicht alle mögen’s richtig sauer

Achtung, nicht alle Hortensienarten brauchen einen stark sauren Boden. Einige Arten wie die Rispenhortensie und Tellerhortensie bevorzugen einen neutralen bis maximal schwach sauren Untergrund. Bei diesen Gewächsen solltest Du bei auf das zusätzliche Ansäuern bei der Pflanzung verzichten und auch die Wahl des Düngemittels entsprechend anpassen.

Düngeanleitung für glückliche Hortensien

Fazit

Hortensien gelten aufgrund ihrer geringen Kalktoleranz als etwas anspruchsvoller. Wenn jedoch bereits bei der Pflanzung auf artgerechte Bedingungen geachtet wird, ist die Pflege gar nicht schwer. Wähle einen Platz im Halbschatten und achte auf humusreiches, feuchtes und leicht saures Substrat. Mit Rinderdung oder fertigem Hortensiendünger dem Gartenmarkt machst Du Deine Hydrangea rundum glücklich. 

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