Zeigerpflanzen – was Wildpflanzen über den Boden verraten

Wenn Du Deinen Gartenboden näher kennenlernen möchtest, solltest Du Dir die Pflanzen genauer ansehen, die von Natur aus in den verschiedenen Bereichen Deines Gartens gedeihen. Sie geben Dir Aufschluss über die Beschaffenheit des Untergrundes und helfen Dir, geeignete Pflanzensorten auszuwählen. 

Zeigerpflanzen in Kürze:

  • STICKSTOFF: Brennnessel, Melde, Vogelmiere, Kleinblütiges Knopfkraut, Löwenzahn
  • KALK: Acker-Rittersporn, Kuhschelle, Wiesenstorchschnabel, Hohlzahn, Wiesensalbei, Ackerstiefmütterchen, Ackerglockenblumen, Leberblümchen, Klatschmohn, Taubnessel, Wegwarte und Wolfsmilch
  • SAURER BODEN: Besenheide, Sauerampfer, Heidelbeere, Hundskamille
  • TROCKENER SANDBODEN: Hungerblümchen, Königskerze, Heidekraut und Feldthymian
  • VERDICHTETER BODEN: Kriechender Hahnenfuß, Acker-Schachtelhalm, Gänsefingerkraut, Weißklee, Breitwegerich und Quecke

Wie ist es um Deinen Gartenboden bestellt?

Du fragst Dich, ob die Erde in Deinem Gemüsegarten humos und nährstoffreich genug für nährstoffhungrigen Arten wie Tomaten und Kürbisse ist? Ist der Stickstoffanteil hoch genug oder empfiehlt sich eine stickstoffreiche Gründüngung beziehungsweise eine Gabe von Stallmist? Ist der Stickstoffgehalt des Bodens etwa gar zu hoch? Indem Du einen Blick auf die Wildpflanzen wirfst, die in Deinem Garten häufig vorkommen, erhältst Du relevante Informationen über die Zusammensetzung des Gartenbodens.

Wer ganz genau Bescheid wissen möchte, wie es um die Bodenqualität bestellt ist, kann Bodenproben entnehmen und an ein Labor zur Analyse schicken. So erfährst Du exakt, welche Nährstoffe im Überfluss vorhanden sind und an welchen es mangelt. 

Unkraut vergeht nicht – vorausgesetzt der Standort passt

Zusätzlich macht aber auch die Beobachtung der natürlichen Flora Sinn. Welche Unkräuter kommen in Deinen Gemüsebeeten besonders häufig vor? Welche Beikäuter zeigen sich im Rasen? Welche Wildblumen gedeihen an schattigen Standorten Deines Grundstücks? 

Gut zu wissen:

Wildpflanzen kommen niemals wahllos vor, sie siedeln sich nur an Standorten mit passender Bodenbeschaffenheit und entsprechendem Kleinklima an. In der Natur gedeihen ausschließlich Arten mit ähnlichen Standortansprüchen in direkter Nachbarschaft.

Sogenannte Zeigerpflanzen weisen im Gegensatz zu manchen anderen Gewächsen eine geringe Toleranz gegenüber Veränderungen bezüglich Lebensraum und Bodenbeschaffenheit auf. Daher gelten sie als gute Bioindikatoren, die uns Menschen wichtige Hinweise auf die Qualität des Bodens und des Untergrundes sowie auf Klimaänderungen, phänologische Erscheinungen oder Luftverunreinigungen geben. Hier beschäftigen wir uns vor allem mit jenen Zeigerpflanzen, die sich als Anzeiger für die Bodenqualität eignen.

"Die Phänologie befasst sich mit den typischen biologischen Prozessen in der Natur im Jahresverlauf. Phänologische Zeigerpflanzen zeigen zum Beispiel den Beginn des Vorfrühlings oder des Spätherbstes an."
Hinweis

Lerne Deinen Boden lesen

Ein Garten, der bearbeitet und bewirtschaftet wird, befindet sich im Wandel. Durch Düngemaßnahmen und durch die Bodenbearbeitung verändern sich die Beschaffenheit und der Nährstoffgehalt der Erde. Anhand der Zeigerpflanzen kannst Du Düngefehler rechtzeitig erkennen, um gegenzusteuern. 

Innerhalb eines Gartens kann es kleinräumige Standortunterschiede geben, die durch eine einzige Bodenanalyse nicht so gut erfasst werden können. Wo Brennnesseln wuchern, ist der Untergrund sehr nährstoffreich und somit für Starkzeher gut geeignet. Wo sich Ackerminze, Schachtelhalm und Hahnenfuß wohlfühlen, solltest Du ausschließlich Gewächse pflanzen, die mit Staunässe gut zurecht kommen.  

Zeigerpflanzen als Hinweis auf Boden & Umwelt

Während das vereinzelte Auftreten einer Art keine besondere Bedeutung haben muss, ist das gehäufte Vorkommen bestimmter Zeigerpflanzen an einem Standort ein deutlicher Hinweis auf die Bodenbeschaffenheit. Wenn Du noch nicht viel Erfahrung mit dem Erkennen und Bestimmen von Wildpflanzen hast, kannst Du anhand der Zeigerpflanzen die Flora Deines Gartens Schritt für Schritt kennenlernen. Nimm einen Pflanzenführer zur Hand und schlage die einzelnen Wildkräuter nach. 

So erhältst Du Aufschluss über das Kleinklima im Garten und kannst geeignete Gartenpflanzen auswählen, die auch ohne viel Pflege gut bei Dir gedeihen.

Alkalischer Boden

Ein alkalischer Boden hat einen hohen pH-Wert von über 7 und enthält viel Kalk oder Magnesium. Viele Pflanzen sind auf diesem Untergrund nicht in der Lage, ausreichend Eisen und Mangan aufzunehmen. Daher solltest Du hier Arten pflanzen, die gut mit einem höheren pH-Wert zurecht kommen.

Das zeichnet ihn aus:

  • Hoher pH-Wert über 7
  • Enthält viel Kalk und/oder Magnesium

Zeigerpflanzen für alkalischen Boden

Lila Wiesenstorchschnabel Nahaufnahme
Wiesenstorchschnabel
Zeigerpflanze bunter Hohlzahl Blüte
Bunter Hohlzahn
Lila Blüten des Wiesensalbeis
Wiesensalbei
Gelb-Weißes Ackerstiefmütterchen
Ackerstiefmütterchen

Zeigerpflanzen bei sehr kalkigem Boden

Ackerglockenblumen
Acker-Rittersporn
Leberblümchen
Klatschmohn
Taubnessel
Wegwarte
Kuhschelle
Wolfsmilch

Zeigerpflanzen bei magnesiumreichen Boden:

Stinkende Nieswurz
Rote Fingerhut
  • Typische Zeigerpflanzen für einen alkalischen Boden sind Wiesenstorchschnabel, Hohlzahn, Wiesensalbei, sowie Ackerstiefmütterchen
  • Ein hoher Kalkgehalt lässt außerdem Ackerglockenblumen, Acker-Rittersporn, Leberblümchen, Klatschmohn, Taubnessel, Wegwarte, Kuhschelle und Wolfsmilch prächtig gedeihen. 
  • Auf einem magnesiumreichen Boden hingegen fühlen sich die Stinkende Nieswurz sowie der Rote Fingerhut besonders wohl.

Das kannst Du gegen alkalischen Boden tun:

Durch das Einarbeiten von Kompost und saurem Mulch (wie zum Beispiel Kiefernnadeln oder Haselnusslaub) kannst Du den pH-Wert Deines Bodens langfristig leicht absenken. 

Mit Aluminiumsulfat aus dem Gartenmarkt sinkt der pH-Wert zwar deutlich schneller, doch bei falscher Dosierung werden Deine Pflanzen geschädigt.

Saurer Boden

Wenn der ph-Wert unter 6,5 liegt, handelt es sich um einen sauren Boden. Gemüsepflanzen und viele andere Arten kommen mit einem leicht sauren Boden gut zurecht. 

Ein sehr niedriger pH-Wert jedoch vermindert die Aktivität der Mikroorganismen. Daher ist ein saurer Boden meist nicht so feinkrümelig. Gleichzeitig neigen hier die Pflanzen stärker dazu, Schwermetalle aus dem Boden aufzunehmen. Gewächse, die an das Leben auf kalkhaltigen Böden angepasst sind, haben hier oftmals Probleme mit der Aufnahme von Magnesium

Moorbeetpflanzen wie Azaleen, Rhododendren, Hortensien oder Blaubeeren hingegen fühlen sich hier sichtlich wohl.

Das zeichnet ihn aus:

  • pH-Wert unter 6,5

Zeigerpflanzen für sauren Boden

Hundskamille
Sauerampfer
Schmalblättrigen Weidenröschen
Sauerklee
Stiefmütterchen

Wenn Dir auf Deinem Grundstück das vermehrte Auftreten von Hundskamille, Sauerampfer, Schmalblättrigen Weidenröschen, Sauerklee und Stiefmütterchen auffällt, weist dies auf einen sauren Boden mit einem sehr geringen Kalkanteil hin.

Das kannst Du gegen sauren Boden tun:

Durch leichte Kalkgaben lässt sich der pH-Wert über einige Jahre hinweg ein wenig anheben, doch drastische Veränderungen sind nicht empfehlenswert.

Bedenke, dass jeder Boden einen natürlichen Säurehaushalt hat. Orientiere Dich bei der Pflanzenwahl an diesen Gegebenheiten, denn künstliche Eingriffe schaden meist mehr als sie nutzen.

Sandboden

Sandige Böden kannst Du relativ einfach anhand der feinen, leichten Bodenstruktur erkennen. Sie lassen sich ohne Kraftaufwand bearbeiten und trocknen schnell aus, da sie nicht in der Lage sind, Wasser zu speichern. Auch Nährstoffe können nur sehr kurzfristig gebunden werden.

Anspruchslose Arten, die mit Trockenheit gut zurecht kommen, gedeihen hier problemlos. Viele mediterrane Kräuter, darunter auch Lavendel bevorzugen solche Standorte und entwickeln dort ein besonders intensives Aroma. 

Das zeichnet ihn aus:

  • Feine, leichte Struktur
  • trocknet schnell aus (kann kein Wasser speichern)
"Wenn die Erde selbst im nassen Zustand durch Deine Finger rieselt, handelt es sich um einen Sandboden."
Mein Tipp

Zeigerpflanzen für Sandböden

Feldthymian
Hasenklee
Königskerze
Sandmohn
Heidekraut

Zeigerpflanzen, die Dich auf einen Sandboden hinweisen sind Feldthymian, Hasenklee, Königskerze, Sandmohn und Heidekraut.

Das kannst Du gegen sauren Boden tun:

Durch die richtige Pflanzenwahl kannst Du auf Sandböden Gartenbereiche schaffen, die kaum bewässert werden müssen. Das schont die Ressourcen und erspart Dir eine Menge Arbeit. 

Wenn Du hingegen ein Gemüsebeet anlegen möchtest, empfiehlt es sich, den Boden mit Kompost und Stallmist aufzubessern. Zusätzlich kannst Du ringsum die Pflanzen Mulch ausbringen und sie so vor dem Vertrocknen schützen.

Schwerer Boden

Böden mit hohem Tonanteil sind klebrig, dicht und schwer zu arbeiten. Sie können Feuchtigkeit nur schlecht aufnehmen, daher bilden sich nach einem Regen hier oft kleine Pfützen. Während die Pflanzen hier bei Trockenheit unter Wassermangel leiden, setzt ein etwas stärkerer Regen den Boden unter Wasser. Gewächse, die Staunässe nicht gut vertragen, sterben hier bald ab. Andere wie Pfingstrose, Akelei, Eisenhut, Rittersporn, Flieder und Magnolie wissen diese Bodenqualität durchaus zu schätzen.

Neben Tonböden werden auch Lehmböden zu den schweren Böden gezählt. Allerdings gilt diese Bodenart als weniger problematisch. Ein lehmhaltiger Untergrund enthält neben Ton auch Sand und Humus, was ihn durchlässiger und weniger verdichtungsanfällig macht.

Das zeichnet ihn aus:

  • klebrig & dicht
  • nach Regen bilden sich Pfützen (Staunässe Gefahr)

Zeigerpflanzen für schwere Böden

Ackerkratzdistel
Ackerschachtelhalm
Kriechender Hahnenfuß
Breitwegerich
Löwenzahn
Huflattich

Folgende Wildpflanzen zeigen Dir an, dass es sich bei Deinem Gartenboden um einen schweren Lehm- oder Tonboden handelt: Ackerkratzdistel, Ackerschachtelhalm, Kriechender Hahnenfuß, Breitwegerich, Löwenzahn und Huflattich.

Das kannst Du gegen schweren Boden tun:

Im Gemüsegarten solltest Du schwere Böden jeden Herbst tief umgraben. Im Frühjahr wird die Erde dann mit Kompost und nach Bedarf auch mit Sand angereichert.

So erzielst Du im Lauf der Jahre deutliche Verbesserungen bezüglich Durchlüftung und Wasserdurchlässigkeit.

Nährstoffarmer Boden

Während Sandböden von Natur aus nährstoffarm sind, kann der Boden durch sehr einseitige Bewirtschaftung mit der Zeit auch verarmen. Wenn ihm durch Monokulturen stets die gleichen Nährstoffe entzogen werden, lässt die Bodenqualität rasch nach.

Das zeichnet ihn aus:

  • Boden verarmt
  • Es wächst kaum etwas auf dem Boden

Zeigerpflanzen für nährstoffarmen Boden

Hungerblümchen
Hornkraut
Magerwiesen-Margeriten
Ziest
Kamille
Besenginster

Während die meisten Gemüsesorten an nährstoffarmen Standorten verkümmern, siedeln sich bald Arten an, die an diese kargen Lebensbedingungen angepasst sind. Typische Zeigerpflanzen für Böden mit geringem Nährstoffgehalt sind Hungerblümchen, Hornkraut, Magerwiesen-Margeriten, Ziest, Kamille und Besenginster.

Das kannst Du gegen nährstoffarmen Boden tun:

Um einer Bodenverarmung vorzubeugen, solltest Du im Gemüsegarten unbedingt auf Fruchtwechsel und Mischkultur setzen.

Regelmäßige Gründüngung und Kompostgaben sorgen ebenfalls für einen ausgewogenen Nährstoffgehalt.

Humoser Boden

Ein humusreicher Boden enthält all das, was die meisten Kulturpflanzen schätzen: Er ist reich an Nährstoffen und weist eine krümelige Struktur auf. Diese Bodenart weist einen neutralen pH-Wert auf, ist sauerstoffreich und gut in der Lage, Wasser zu speichern. Du erkennst humose Erde an ihrer dunklen Färbung und ihrem angenehmen Geruch. 

Das zeichnet ihn aus:

  • reich an Nährstoffen
  • krümelige Struktur
  • pH neutral
  • dunkle Färbung und angenehmer Waldgeruch

Zeigerpflanzen für humosen Boden

Vogelmiere
Brennessel
Taubnessel
Wolfsmilch
Persischer Ehrenpreis

Gewöhnliche Vogelmiere, Brennnessel, Taubnessel, Wolfsmilch und Persischer Ehrenpreis weisen auf einen humusreichen Standort hin.

Das kannst Du gegen humosen Boden tun:

Hier gibt es nichts zu verbessern. 🙂

Freu Dich einfach an der guten Bodenqualität und pflanze Arten, die es lieber karger mögen kurzerhand an einer anderen Stelle.

Stickstoffreicher Boden

Während humusreiche Böden einen ausgewogenen Nährstoffgehalt aufweisen, ist bei stickstoffreichen Böden der Stickstoffgehalt deutlich überrepräsentiert. An und für sich ist Stickstoff lebenswichtig für Pflanzen aller Art. Zu viel des Guten kann jedoch zu übertriebenem Wachstum, dem sogenannten Vergeilen, führen. Durch das aufgeschwemmte Gewebe werden die Pflanzen instabil und anfällig für Pilzerkrankungen und Mehltau. 

Daher solltest Du einseitige Stickstoffgaben unbedingt vermeiden. Stickstoffdünger können bei unsachgemäßer Anwendung eine Versäuerung des Bodens zur Folge haben. Mikroorganismen fühlen sich in sauren Böden äußerst unwohl und stellen ihre Arbeit ein. Darüber hinaus wird Nitrat ausgewaschen und gelangt in das Grundwasser. Setze beim Düngen deshalb lieber auf Kompost anstatt auf Kunstdünger. Kompost gleicht den ph-Wert Deines Bodens aus und enthält ein ausgewogenes Nährstoffspektrum.

Starkzehrende Gemüsearten wie Gurken, Tomaten, Kürbis und Kohl profitieren von einem stickstoffreichen Standort, sofern der Wert nicht übertrieben hoch ist. Bohnen und Erbsen hingegen leben in Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien, die in der Lage sind, den Stickstoff aus der Luft für die Pflanzen verfügbar zu machen und brauchen daher deutlich weniger Stickstoff. Da auch Lupinen zu den Stickstoffsammlern gehören, solltest Du diese nicht als Gründüngungspflanzen für stickstoffreiche Böden verwenden.

Das zeichnet ihn aus:

  • Vergeilte Pflanzen
  • anfällig für Pilzerkrankungen & Mehltau

Zeigerpflanzen für stickstoffreichen Boden

Vogelmiere
Brennessel
Kleinblütigem Knopfkraut
Melde
Löwenzahn

Insbesondere die Brennnessel gilt als hervorragender Indikator für einen stickstoffreichen Boden. Weil Brennnesseln aber auch humusreiche Böden gut wachsen, solltest Du auch nach weiteren Zeigerpflanzen Ausschau halten. 

Wenn Du das massenhafte Auftreten von Kleinblütigem Knopfkraut, Melde und Vogelmiere bemerkst, spricht dies tatsächlich für einen erhöhten Stickstoffgehalt. Auch der übermäßiger Bewuchs mit Löwenzahn deutet auf schwere, stickstoffreiche Böden hin.

Das kannst Du gegen stickstoffreichen Boden tun:

Prinzipiell musst Du nichts gegen einen stickstoffreichen Boden unternehmen. Starke Stickstoffzehrer wie z.B. Paprika, Kohl, Lauch, Kartoffeln, Tomaten und Mais gedeihen hier prächtig und entziehen dem Boden nach und nach Stickstoff. Pflanze keinesfalls Hülsenfrüchte! 

Ist der Boden hingegen durch Düngefehler extrem stickstoffreich hilft es, Stroh einzuarbeiten. Säe großflächig Phacelia als Gründüngung aus, sie entzieht dem Boden Nitrat und ist außerdem eine großartige Bienenweide.

Schattige Bereiche

Um schattige Standorte im Garten zu erkennen, musst Du kein Experte sein. Wo Moose, Farne, Sauerklee und Waldmeister gedeihen, fällt nicht viel Licht auf den Boden. Auch Giersch und Gundermann fühlen sich in Schattenlagen zuhause. Wenn außer diesen Zeigerpflanzen nicht viel anderes wächst, hilft es nur den Pflanzenbestand etwas auszulichten und einen Baumschnitt vorzunehmen.

Wiesenkerbel

Fazit

Wenn Du ohne viel Aufwand und ohne Bodenuntersuchung wichtige Informationen über Deinen Boden erhalten möchtest, solltest Du regelmäßige Streifzüge durch Deinen Garten zur Gewohnheit werden lassen. Geh in die Hocke und sieh Dir die Wildpflanzen, die in verschiedenen Gartenbereichen vorkommen genauer an. Viele Unkräuter werden Dir bekannt vorkommen. 

Wenn Du eine Pflanzenart nicht kennst, kannst Du sie in einem Wildpflanzenführer nachschlagen oder im Internet recherchieren. Die Zeigerpflanzen erzählen Dir Wissenswertes über den Untergrund auf dem sie gedeihen und verraten Dir, welche Kulturpflanzen sich hier wohlfühlen. 

Sie zeigen Dir an, wenn sich Dein Boden verändert und verraten Dir sogar, wie Du gegensteuern kannst.

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