Rasenroboter Mähzeit berechnen

Du möchtest wissen, wie lange Dein Mähroboter braucht, um Deinen Garten zu mähen? Das hängt einerseits vom Gerät selbst und von Deiner Gartengröße ab. Andererseits spielen Deine persönlichen  Wünsche und Bedürfnisse eine wichtige Rolle. Hier erfährst Du, wie Du die perfekte Mähzeit für Deinen Rasenroboter ermitteln kannst.

Formel zum Berechnen der tatsächlichen Flächenleistung

Flächenleistung laut Hersteller in Quadratmetern

x

geplante Mähzeit pro Woche in Stunden

÷

angenommene Mähzeit laut Hersteller in Stunden

=

tatsächliche Flächenleistung in Deinem Garten

Setze nun Deine Werte in die Formel ein. Nehmen wir an, Dein Mäher ist für eine Fläche von maximal 1.600 Quadratmeter konzipiert. Er soll 40 Stunden wöchentlich im Einsatz sein, der Hersteller geht aber von einer Mähzeit von 120 Stunden pro Woche aus. 

Daraus ergibt sich folgende Rechnung: 1.500 m² x 45 h : 120 h = 562,5 m²

Ein Mähroboter, dessen maximale Flächenleistung vom Hersteller mit 1.500 Quadratmetern angegeben ist, schafft mit der von Dir vorgegebenen Mähzeit eine Fläche von höchsten 560 Quadratmetern. Wenn Dein Garten größer ist, musst Du entweder die Mähzeit erhöhen oder einen Rasenroboter mit höherer Flächenleistung wählen.

Wie groß ist Deine Rasenfläche?

Das wichtigste Parameter zum Berechnen der Mähzeit ist Größe Deines Gartens. Wenn der Roboter beim Mähen weite Strecken zurücklegen muss, verlängert sich der Mähzyklus. Doch auch die Form und Beschaffenheit der Rasenflächen spielt hier eine Rolle. 

Ein kompakter Bereich ist deutlich schneller gemäht, als ein verwinkeltes Areal mit vielen Hindernissen und schmalen Passagen. Steigungen führen dazu, dass der Akku schneller leer wird, was den Mäher dazu zwingt, zur Ladestation zurückzukehren.

Wie hoch ist die maximale Flächenleistung des Mähers?

Die maximale Flächenleistung eines Geräts wird vom Hersteller definiert und gibt an, für welche Fläche der Mäher konzipiert wurde. Diesen Wert solltest Du auf jeden Fall beachten, allerdings erweist sich die tatsächliche Flächenleistung im Alltag meist als deutlich geringer. 

Welche Parameter gilt es beim Kauf eines Mähroboters zu berücksichtigen?

Die Flächenleistung eines Mähers ist von verschiedenen technischen Merkmalen abhängig.

Maximale Flächenleistung

Die maximale Flächenleistung eines Geräts wird vom Hersteller definiert und gibt an, für welche Fläche der Mäher konzipiert wurde. Diesen Wert solltest Du auf jeden Fall beachten, allerdings erweist sich die tatsächliche Flächenleistung im Alltag meist als deutlich geringer. 

Die Hersteller geben an, für welche Gartengröße ihre verschiedenen Modelle eingesetzt werden können. Dabei gehen sie allerdings von einer Mähzeit von 120 Stunden pro Woche aus, was in der Praxis selten durchführbar ist.

Maximale Betriebsstunden pro Tag

Informiere Dich, wie viele Stunden der Mäher täglich mähen kann, wenn die Zeit abgezogen wird, die er zum Aufladen des Akkus in der Ladestation verbringt.

Mähleistung

Die Mähleistung eines Geräts gibt Aufschluss darüber wie viele Quadratmeter der Mäher im Durchschnitt pro Stunde schafft. 

Mähzyklus

Der Mähzyklus beschreibt den Zeitraum, den der Rasenroboter benötigt, um die gesamte Rasenfläche einmal zu mähen. Für größere Flächen benötigt der Mäher oft zwei Tage – insbesondere, wenn Du die Mähzeiten stark eingrenzt.

Schnittbreite

Je größer die Schnittbreite, desto schneller kann der Mäher eine bestimmte Rasenfläche bewältigen. In einem komplexen, verwinkelten Garten mit vielen Hindernissen und engen Passagen kann jedoch eine geringere Schnittbreite von Vorteil sein.

Akku-Laufzeit

Mit einem größeren Akku kann der Mäher länger mähen, bevor er zur Ladestation zurückkehren muss, um sich aufzuladen.

Mähzyklus von maximal zwei Tagen

Damit Dein Rasen nicht zu lang wird, sollten zwischen zwei Mähzyklen nicht mehr als zwei Tage liegen. Rasenroboter sind Mulchmäher, die das Schnittgut auf der Rasenfläche verteilen. Je kürzer die abgeschnittenen Rasenspitzen, desto leichter zersetzen sie sich.

Wann soll nicht gemäht werden?

Die Frage, wann der fleißige Rassenroboter dem grünen Teppich besser fern bleiben soll, hängt von Deiner Familiensituation, Deiner Nachbarschaft und Deiner Freizeitgestaltung ab. Dabei gibt es verschiedene Punkte zu bedenken, die wir im Anschluss näher erörtert haben.

Nachts

In der Dämmerung und während der Nachtstunden durchstreifen nachtaktive Tiere wie Igel und Kröten den Garten. Sie können durch den Rasenroboter verletzt oder gar getötet werden. Wer die tierischen Gartenbewohner schützen möchte, sollte daher besser auf nächtliches Mähen verzichten.

Wenn Dein Grundstück direkt an ein Nachbarhaus grenzt, werden Dir auch die  Anrainer dafür dankbar sein. Moderne Rasenroboter sind zwar recht leise, doch Menschen mit leichtem Schlaf nehmen es durchaus war, wenn das Gerät direkt vor dem Schlafzimmerfenster mäht. 

Hier erfährst Du, wie Du Igel und andere Wildtiere vor dem Mähroboter schützt.

Am Nachmittag

Kleinere Kinder wollen nach dem Kindergarten oder nach der Schule meist im Garten spielen. Auch in den Ferien locken das Schaukelgestell, der Kletterturm und der Sandkasten. Wilde Ballspiele vertragen sich ebenso wenig mit dem mähenden Rasenroboter, wie die ersten Krabbelversuche auf dem Rasenteppich. 

Stimme die Mähzeit auf das Alter und die Spielzeiten Deiner Sprösslinge ab. Auf diese Weise sorgst Du für maximale Sicherheit und verhinderst außerdem, dass der Mäher von einem scharf geschossenen Elfmeter getroffen wird.

Am Wochenende

Ob Dein Mähroboter am Wochenende laufen soll, hängt zum einen von der Lautstärke des Geräts ab, zum anderen von den geplanten Aktivitäten Deiner Familie. Wer samstags und sonntags im Garten relaxen und gemeinsam grillen möchte, sollte diese Tage besser mähfrei halten. 

Während sich die Erwachsenen in der Freizeit eher im Bereich des Sitzplatzes oder am Pool aufhalten, tollen die Kinder oft durch den ganzen Garten. Damit wird das Wochenende für viele Familien ganz automatisch zur mähfreien Zeit.

Dürfen Mähroboter sonntags mähen?

Rasenroboter unterliegen nicht der Geräte- und Lärmschutzverordnung, daher gibt es kein generelles Verbot, die Mäher an Sonn- und Feiertagen laufen zu lassen. Dennoch ist es ratsam, die Nachbarn zu fragen, ob sie das Geräusch stört. Vor Gericht können 50 dB ab der Grundstücksgrenze bereits als Lärmbelästigung gewertet werden.

Ermittle die tatsächliche Flächenleistung des Mähers

Anders als vom Hersteller angenommen, kommt ein Rasenroboter im Hobbygarten meist nur etwa 40  bis 60 Stunden zum Einsatz. Nehmen wir an, Du möchtest täglich zwischen 7 Uhr und 16 Uhr mähen. Zu dieser Zeit sind Deine Kinder in der Schule und bist im Büro. Danach gehört der Rasen ganz der Familie. 

Nachts dürfen Igel und andere kleine Wildtiere in Deinem Garten ungestört auf Wanderschaft gehen. Am Wochenende möchtest Du mit Deinen Lieben die Rasenflächen zum Relaxen nutzen, daher soll der Mähroboter ebenfalls in der Garage bleiben. Daraus ergibt sich eine Mähzeit von 45 Stunden pro Woche, die im krassen Gegensatz zu den vom Hersteller angenommenen 120 Stunden steht.

Fazit

Wie Du siehst, hat ein Rasenroboter in der Praxis eine deutlich geringere Flächenleistung. Daher solltest Du beim Kauf eines neuen Mähers unbedingt zuerst die wöchentliche Mähzeit ermitteln und damit die tatsächliche Flächenleistung in Deinem Garten berechnen. Auf diese Weise kannst Du Dich für ein Modell entscheiden, das Deinen Garten zuverlässig mäht – und zwar dann, wenn Du das möchtest.

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