Mangold ernten – die besten Tipps zum Ernten & Lagern

In Südeuropa gilt Mangold als beliebtes Blattgemüse, das im Hausgarten nicht fehlen darf. Hierzulande ist der Mangold während der letzten zwei Jahrhunderte beinahe in Vergessenheit geraten. Zum Glück hat sich das vor einiger Zeit geändert. Heute wird das gesunde und robuste Gemüse auch bei uns wieder gerne angepflanzt. Hier erhältst Du Tipps rund um Erntezeit und Haltbarkeit von Mangold.

Mangold richtig ernten & lagern

Wann Mangold ernten?

Es braucht zwei bis zweieinhalb Monate, bis sich aus einem Samenkorn eine erntereife Mangoldpflanze entwickelt hat. Damit liegt die Haupterntezeit zwischen Juni und August. Das bedeutet aber nicht, dass Du nicht bereits früher einzelne Blätter ernten kannst. Bereits beim Vereinzeln der kürzlich ausgesäten Pflänzchen hast Du die Möglichkeit, die überschüssigen Exemplare für Baby-Leaf-Salate oder Smoothies verwenden.

Wenn Du Wert auf mehr Blattmasse oder auf große fleischige Stängel lägst, solltest Du abwarten, bis die oberirdischen Pflanzenteile schön üppig sind. Wenn Du nicht alle Blätter auf einmal abschneidest, wachsen wieder neue Blätter nach und Du kannst über mehrere Wochen hinweg ernten. Das ist praktisch, weil Mangoldblätter nicht sehr lange aufbewahrt werden können.

Du liebst Baby-Leaf-Salate?

Dann säe immer wieder frisch aus, um laufend jungen Pflänzchen zu ernten. Zu diesem Zweck muss die Aussaat nicht unbedingt in Reihen erfolgen. Du kannst auch in einem kleinen Bereich breitwürdig säen – das erleichtert das Gießen.

Wie merke ich, dass Mangold erntereif ist?

Bei Mangold kannst Du bezüglich des Erntezeitpunktes nicht viel falsch machen. Sobald Dir die Blätter groß genug erscheinen, darfst Du zugreifen. Wenn Du länger ernten möchtest, solltest Du stets nur die äußeren Blätter abschneiden. 

Was Wuchsform und Verwendung betrifft, wird zwischen Blattmangold und Stielmangold unterschieden. Blattmangold ist rascher so weit entwickelt, dass sich die ernte lohnt. Nach etwa acht Wochen kannst Du beginnen, die Pflanzen abzuernten. Beim Stielmangold stehen die fleischigen Stiele im Vordergrund, auch wenn das Blattgrün ebenso gegessen werden kann. Diese dicken Mittelrippen brauchen etwa zehn bis zwölf Wochen für ihre Entwicklung 

Vorsicht bei Nierenleiden

Wie seine Verwandten, der Spinat und die Rote Bete, enthält Mangold relativ viel Oxalsäure. Wenn Du zu Nierensteinen neigst oder bereits daran leidest, solltest Du auf den Verzehr von Mangold besser verzichten. Für gesunde Menschen ist der Genuss unbedenklich, zumal der Oxalsäuregehalt beim Kochen und Dünsten stark abnimmt.

Wie wird Mangold geerntet?

Ganz gleich, ob Du Blattmangold oder Stielmangold gepflanzt hast, bei der Ernte sollten die Blätter stets mitsamt dem Stiel abgebrochen werden. Wichtig ist, dass Du von außen nach innen erntest. Auf diese Weise sorgst Du dafür, dass immer wieder neue Blätter nachwachsen. Entfernst Du die Herzblätter in der Mitte, stellt die Pflanze ihr Wachstum ein.

Idealerweise brichst Du die Blätter mit der Hand direkt über der Wurzel ab. Du kannst die Stiele zwar auch mit einem Messer abschneiden. Doch in diesem Fall bleibt stets ein Rest des Stieles stehen, der sich infizieren und faulen kann.

Aufbewahren & Lagern

Wie bei den meisten Blattgemüsen ist die Haltbarkeit von Mangold recht kurz. Die großen weichen Blätter verlieren rasch an Feuchtigkeit und werden schlapp. Auch die Stiele sind bald zäh. Im Gemüsefach des Kühlschranks kannst Du Deine Ernte etwa zwei Tage aufbewahren. Für eine etwas längere Lagerdauer empfiehlt es sich, die Blätter in ein feuchtes Tuch einzuschlagen.

Mangold einfrieren

Wenn Du am Ende des Sommers Deinen Mangold abgeerntet hast, ist es meist nicht möglich, all die großen Blätter innerhalb weniger Tage zu verspeisen. Und es wäre ja auch ein wenig schade, denn während der Winterpause gibt es keinen Nachschub. 

Wie gut, dass sich Mangold einfrieren lässt. Du brauchst die Blätter zuvor nur zu blanchieren und in Eiswasser abzuschrecken, dann bleiben Farbe und Konsistenz erhalten. Lass das blanchierte Gemüse gut abtropfen, bevor Du es in Gefrierbeutel verpackst und in die Tiefkühltruhe schlichtest.

Bediene Dich aus dem Beet

Zum Glück hat Mangold die Eigenschaft, neue Blätter zu bilden, wenn Du die äußeren wegschneidest. Mach Dir diese Eigenschaft zunutze. Frisch aus dem Beet schmeckt das Gemüse frischer und aromatischer als nach einigen Tagen im Kühlschrank.

Verwendung & Verarbeitung

Mangold sieht seinem kleinen Bruder, dem Spinat, nicht nur ähnlich, er erinnert auch geschmacklich an seinen Verwandten. Auch was die Verwendung in der Küche betrifft, gleichen die beiden Blattgemüse einander beinahe. 

Zumindest Blattmangold lässt sich ganz ähnlich zubereiten wie Spinat. Er schickt in cremigen Suppen, als Püree, als gedünstete Beilage zu Fisch und Fleisch, als Fülle für pikante Strudel

oder in Aufläufen. Die großen Blätter lassen sich übrigens hervorragend füllen.

Beim Stielmangold wird das Grün auf die gleiche Weise genutzt wie beim Blattmangold. Die dicken Stiele lassen sich wie Spargel zubereiten. Wenn Du sie lieber gemeinsam mit den Blättern servieren möchtest, solltest Du bedenken, dass sie länger gegart werden sollen. Schneide die Mittelrippen und die dickeren Adern vor der Zubereitung heraus und würfle sie. Füge das in Streifen geschnittene Grün dem Gericht erst am Ende der Garzeit hinzu.

Experimentierfreudige Hobbyköche können auch die Mangoldwurzeln in der Küche nutzen. Früher war das Gang und gäbe, denn die unterirdischen Knollen sind angenehm süß. Als Verwandter der Zuckerrübe enthalten sie recht viel Zucker. Schäle und würfle die Wurzeln und verwende sie für Wokgerichte, für Suppen oder als Schmorgemüse im Ofen.

Vitaminreiche Blätter

Mangold ist reich an Vitamin K, welches für eine normale Blutgerinnung sorgt und den Knochenstoffwechsel unterstützt. Darüber hinaus enthält das Blattgemüse Vitamin A, Vitamin E, Magnesium, Eisen, Kalium und Natrium.

Über den Autor:

Artikel teilen:
Share on pinterest
Share on facebook
Share on twitter
Share on email