Hortensien umpflanzen – wann & wie?

Deine Hortensien können nicht an ihrem angestammten Platz bleiben. Hier erfährst Du, wie Du die opulenten Blütensträucher auf einen Ortswechsel vorbereitest. Mit unseren Tipps gelingt das Umpflanzen deiner Hydrangea bestimmt.

Das gilt es beim Umpflanzen von Hydrangea zu beachten

Platzwechsel ohne Umzugsstress

Es gibt vielfältige Gründe, warum bereits etablierte Hortensien den Standort wechseln müssen. Wer umzieht, möchte natürlich jene Gewächse, die ihm ans Herzen gewachsen sind mit ins neue Zuhause nehmen. Von Zeit zu Zeit steht bei leidenschaftlichen Hobbygärtnern auch eine komplette Umgestaltung des Gartens an. 

Manchmal fühlen sich die Hortensien am ausgewählten Pflanzplatz nicht wohl. Wenn sie sich trotz liebevoller Pflege einfach nicht entwickeln wollen, solltest Du den Standort genauer unter die Lupe nehmen und ihn wechseln, falls er nicht passend gemacht werden kann. 

Selbst wenn der Platz im Garten mit Bedacht gewählt wurde, kann es sein, dass sich im Laufe der Zeit die Bedingungen so verändert haben, dass die edlen Halbsträucher dort nicht mehr so recht gedeihen wollen. Ein schattenspendender Baum wurde gefällt? Der Boden hat sich mit der Zeit zu stark verdichtet? Starkwüchsige Stauden oder Sträucher machen den Hortensien Konkurrenz? Dann ist es höchste Zeit an einen besser geeigneten Ort umzuziehen.

Wann ist beste Zeit zum Umpflanzen von Hortensien?

Um den Ortswechsel der schönen Blütensträucher gut über die Bühne zu bringen, sollte er zum geeigneten Zeitpunkt stattfinden. Wann dieser ist, hängt von der Hortensienart ab. 

Frostempfindliche Hortensien im Frühjahr umsetzen

Einige Arten wie Bauernhortensien oder Tellerhortensien sind recht frostempfindlich. Sie sollten dann den Standort wechseln, wenn mit keinen strengen Fröste mehr zu rechnen ist.

Einerseits sollte der Boden nicht mehr gefroren sein. Andererseits ist es besser für die Pflanzen, wenn die Wachstumsphase noch nicht begonnen hat. Deshalb bietet sich – je nach Region und Witterung – das zeitige Frühjahr ab etwa Mitte März an, wenn die Pflanzen noch vor dem Austrieb stehen.

Rispenhortensien und Ballhortensien im Herbst umsetzen

Einige Hortensienarten bilden ihre Blütenknospen erst im Frühling aus. Werden diese Pflanzen kurz vor dieser Phase gestört, kann es sein, dass die Blüte im Sommer recht spärlich ausfällt oder ganz ausbleibt. Daher solltest Du bei diesen Pflanzen den Standortwechsel besser schon im Herbst vornehmen.

Wenn der Frost bereits vor der Tür steht, können die Pflanzen nicht mehr anwurzeln.  Warte daher nicht zu lange zu. Sobald die Tage kürzer und kühler werden, kannst Du Dich an die Arbeit machen.

Der ideale Standort

In ihren natürlichen Lebensräumen in Ostasien sind Hortensien zumeist in feuchten Laubwäldern zu Hause. Daher bevorzugen sie auch hierzulande einen Platz im Halbschatten. Insbesondere die pralle Mittagssonne wird gar nicht gut vertragen. Die edlen Ziersträucher wachsen am besten auf leicht feuchten, aber nicht zu nassen Böden. Wichtig ist eine gute Durchlässigkeit, denn Staunässe lässt die Wurzeln verfaulen. 

Hortensien für sonnige Standorte

In Deinem Garten sind die Schattenplätze rar? Die Rispenhortensie und die Eichenblättrige Hortensie vertragen zur Not auch vollsonnige Standorte. Langfristig ist es jedoch besser, Gehölze zu pflanzen, die den üppigen Blütenschönheiten etwas Schatten spenden.

Der passende pH-Wert

Des Weiteren gilt es bei der Standortwahl den pH-Wert zu beachten. Dieser sollte zwischen 5 und 6 und damit im leicht sauren Bereich liegen. Als Moorbeetpflanzen reagieren Hortensien auf zu hohe ph-Werte mit Chlorosen. Ihre Blätter werden gelb, da sie das im Boden vorhandene Eisen nicht aufnehmen können.   

Wenn diese Bedingungen in Deinem Garten nicht erfüllt werden, solltest Du Laubhumus und Rindenhumus unter die Erde mischen. Ist Dein Boden stark kalkhaltig, empfiehlt es sich, besser gleich die Erde auszutauschen. Im Gartenfachmarkt kannst Du spezielles Substrat für Hortensien kaufen. Rhododendronerde oder Azaleenerde ist ebenfalls geeignet.

Sauer macht blau

Hortensien kommen durchaus auch mit einem leicht basischen Boden zurecht. Blaublühende Sorten brauchen jedoch einen pH-Wert unter 5,5, um die begehrte Blaufärbung ausbilden zu können. Wenn Dein Gartenboden kalkhaltig ist, empfiehlt es sich, das Pflanzloch mit Rhododendron- oder Azaleenerde aufzufüllen.

So gelingt das Umpflanzen

Warte mit dem Umpflanzen auf einen Tag mit bedecktem Himmel. Wenn die Sonne nicht vom Himmel brennt, ist es die Übersiedelung für die Hortensien weniger strapaziös. Je nach Jahreszeit und Hortensienart kannst Du die Sträucher vor dem Umsetzen zurückschneiden. Das erleichtert die Arbeit und die Pflanzen wachsen besser an.

Pflanzstelle vorbereiten

Das Pflanzloch sollte lieber zu groß als zu klein sein. Wenn Dein Gartenboden für Hortensien weniger geeignet ist, solltest Du an der entsprechenden Stelle die Erde großflächig austauschen.

Im Fachhandel sind spezielle Substrate für Moorbeetpflanzen erhältlich. Ganz gleich ob selbst gemischt oder gekauft – gehe sicher dass reichlich passende Erde zum Auffüllen des Lochs bereitsteht. Diese sollte locker, humos, nährstoffreich sein und leicht sauer sein. 

Hortensien ausgraben

Grabe die Hortensien großflächig und nicht zu nahe am Strauch aus. Die Wurzeln haben sich nicht nur nach unten, sondern auch seitlich ausgebreitet. Versuche, den Wurzelballen möglichst nicht zu beschädigen. Nicht nur die kräftigen Wurzeln sind wichtig für die Pflanzen, auch feine Wurzeln sollten dran bleiben.

Umsetzen

Fülle das Pflanzloch mit Wasser auf, setze die Hortensie hinein und fülle das Loch mit geeigneter Erde auf. Gieße die Pflanze gut an und sorge dafür, dass sie in den ersten Tagen nach dem Umzug keiner aggressiven Sonnenstrahlung ausgesetzt ist. Wässere die umgesetzten Hortensien regelmäßig, bis sie sich am neuen Standort etabliert haben.

Hortensien teilen

Deine Hortensie ist zu groß für den neuen Standort. Kein Problem, Du kannst die Pflanze einfach teilen. Auf diese Weise ist es möglich, aus einer Pflanze zwei oder gar drei. Ob Du die Teile im Garten oder lieber im Kübel auf der Terrasse einsetzt, bleibt Dir überlassen.

Aus eins mach drei

Grabe die Hortensie behutsam aus. Teile den Wurzelballen mit einem scharfen Spaten oder besser noch mit einer Säge. Versuche dabei, möglichst wenige Wurzeln zu beschädigen. Bestäube die Schnittwunden dünn mit Holzasche, damit sie schneller heilen. Pflanze die Teilstücke an einem mit geeigneter Erde aufbereiteten Pflanzplatz wieder ein.

Topf-Hortensien umtopfen

Wer seine Hortensien auf der Terrasse im Kübel kultiviert, sollte die prächtigen Blütensträucher alle zwei bis vier Jahre in ein größeres Pflanzgefäß umpflanzen. Auf diese Weise können sich die Wurzeln gesund entwickeln und die Hortensien bleiben über viele Jahre hinweg blühfreudig und vital.

Zwei Nummern größer bitte

Der neue Pflanzkübel sollte mindestens zwei Nummern größer sein als das alte Gefäß. Er muss unbedingt über ein Abzugsloch im Boden verfügen, damit es nicht zu Staunässe kommen kann. Tauche die Wurzeln für einige Zeit in einen Wassereimer. Inzwischen kannst Du den neuen Topf mit Substrat füllen. 

Gut getopft blüht schöner

Optimal ist Spezialerde für Hortensien, aber auch Azalleenerde oder Rhododendrenerde ist geeignet. Wässere die frisch umgetopften Hydrangea gründlich und stelle sie an einen windgeschützten Platz im lichten Schatten. 

Fazit

Wenn ein Ortswechsel ansteht, ist es das beste abzuwarten, bis sich die Vegetationsperiode ihrem Ende zuneigt. Dann verkraften Hortensien die Strapazen des Umzugs am besten. Auch im zeitigen Frühjahr, bevor die Wachstumsphase wieder beginnt, ist das Umpflanzen möglich. Wenn der Standort den Vorlieben der Moorbeetpflanzen entspricht und das Substrat passt, dann gewöhnen sich Deine Schützlinge schnell an ihr neues Zuhause.

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