Falscher Mehltau – der Albtraum jedes Gärtners

Tagelang hat es ohne Unterlass geregnet – jetzt scheint endlich wieder die Sonne. Nichts wie hinaus in den Garten. Üppig grün liegt er vor Dir – ein blühendes Paradies, dampfend wie ein Dschungel. Der Regen lässt alles prächtig gedeihen, denkst Du Dir. Doch warum haben die Gurken gelbbraune Flecken an den Blättern? Weshalb sieht das Laub von Wein und Rosen so hässlich braun gesprenkelt aus? Hier hat der Falsche Mehltau zugeschlagen. Während Du im Haus auf die Sonne gewartet hast, hat sich die Pflanzenkrankheit das feuchtwarme Wetter zunutze gemacht und Deine Pflanzen befallen. Wie Du den Falschen Mehltau erkennst, behandelst und Deine Pflanzen fortan besser schützen kannst, erfährst Du hier.

Was ist Falscher Mehltau?

Im Gegensatz zum Echten Mehltau handelt es sich bei den Falschen Mehltaupilzen (Peronosporaceae) genau genommen gar nicht um Pilze, sondern um mit den Algen verwandte Scheinpilze. Diese Scheinpilze werden auch Eipilze genannt und leben im Wasser oder am Land als Parasiten. Sie sind Auslöser von einigen der gefürchtetsten Pflanzenkrankheiten wie der Kraut-und Knollenfäule der Kartoffel und den verschiedensten Arten von Falschem Mehltau.

Die Erreger können im Boden überwintern oder verbreiten sich von infizierten Pflanzen aus über die Luft. Sie dringen in die Wirtspflanze ein und entziehen ihr Nährstoffe. An den Unterseiten der Blätter bildet das Pilzgeflecht mehlartige, weißlich-graue Beläge. An den Oberseiten der Blätter entstehen gelbe Flecken, die sich ausbreiten. Nährstoffmangel lässt das Gewebe absterben – die Blätter und Triebspitzen verkrüppeln und vertrocknen. Die meisten Falschen Mehltaupilze haben sich auf eine Wirtspflanze spezialisiert. Sie können in der Landwirtschaft große Schäden anrichten. Weinrebe und Kartoffel sind besonders bedroht. Im 19. Jahrhundert wurden einige der gefährlichen Erreger aus Nordamerika eingeschleppt und verursachten schwere Hungersnöte und Wirtschaftskrisen in Europa.

Der Schlechtwetterpilz – wie Falscher Mehltau entsteht

Für die Entstehung der Erkrankung sind die winterharten Sporen der Falschen Mehltaupilze verantwortlich, die sich überall im Boden befinden können. Im biologischen Sinn handelt es sich eigentlich um Oospore, die befruchteten Samen von Algen. Sie verursachen Primärinfektionen. 

Sobald die Temperatur im Frühjahr über 10 °C steigt, beginnen die Scheinpilze Zoosporen, sogenannte Schwärmersporen zu bilden, die sich im Wasser fortbewegen können. Um sich auszubreiten, braucht der Pilz also Feuchtigkeit. Er liebt schwüles, feuchtes Wetter und lange Regenperioden im Sommer. 

Auch im Glashaus finden die Sporen der Eipilze optimale Bedingungen vor. Am besten behagen dem Falschen Mehltau Temperaturen knapp unter 20° C kombiniert mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. So können sich die Sporen mühelos von einer Pflanze zur nächsten fortbewegen und diese infizieren.

Symptome

Wenn Dir im Garten kleine gelbe Flecken mit einem Durchmesser zwischen 2 und 10 Millimetern an den Blättern Deiner Pflanzen auffallen, solltest Du alarmiert sein. Handelt es sich tatsächlich um den Falschen Mehltau, nehmen diese Flecken bald eine braune Färbung an. 

Sie sind von einem gelblich-grünen Saum umgeben. Drehe das Blatt um – eventuell siehst Du nun einen gräulichen Belag, der häufig einen leicht violetten Stich hat. Besonders bei hoher Luftfeuchtigkeit und Regenwetter ist dieser Überzug gut ausgebildet. 

Es handelt sich um die Sporenbehälter des Eipilzes. Da der Pilzbelag aus dem Inneren des Blattes gebildet wird, lässt er sich nicht abwischen. Schreitet die Infektion weiter fort, färben sich die Blätter gelb, es entstehen Verdickungen. 

Später werden sie braun, krümmen sich nach unten und rollen sich an den Enden ein. Verfärbung und Verkümmerung können auch an Trieben, Stängeln, Knospen und Blüten auftreten. Bei starkem Befall können Pflanzenteile absterben. Der Pilz tötet die Pflanze meist nicht ganz ab. Er braucht den Wirt, von dem er seine Nahrung bezieht und über den er sich weiter verbreiten kann.

Nimm die ersten Anzeichen, die auf einen Falschen Mehltau-Befall hinweisen, ernst. Je früher Du handelst, desto besser lässt sich die Erkrankung eindämmen und behandeln. Hier listen wir noch einmal die typischen Symptome der Pilzkrankheit auf. Bedenke, dass sie je nach Pflanzenart leichter oder stärker sichtbar sind und auch ein wenig variieren können.

Symptome von Falschen Mehltau

  • kleine gelbe Flecken an den Blattoberseiten
  • hellgrauer Belag mit Lilastich an den Blattunterseiten
  • der Belag lässt sich nicht abwischen
  • die gelben Flecken an den Blattoberseiten werden größer, verfließen und werden braun
  • rings um die Flecken entsteht ein gelbgrüner Rand
  • die Blätter werden gelb
  • Verdickungen an den Blättern
  • verkümmerte Blätter
  • eingerollte Blätter
  • Pflanzenteile werden braun und sterben ab

Echten von Falschem Mehltau unterscheiden

  • Während der Echte Mehltau ein Schönwetterpilz ist, gilt der Falsche Mehltau als Schlechtwetterpilz. Der Echte Mehltau breitet sich vor allem bei trockener, heißer Witterung aus, der Falsche Mehltau braucht Feuchtigkeit zur Ausbreitung und mag es auch etwas kühler
  • Der Pilzbelag befindet sich beim Echten Mehltau an den Blattoberseiten, beim Falschen Mehltau hingegen tritt er an den Blattunterseiten auf und hat häufig einen leichten Lilaton.
  • Wischst Du mit dem Finger über das Pilzgeflecht, so lässt es sich beim Echten Mehltau wegwischen, da es nur äußerlich anhaftet. Beim falschen Mehltau ist der Pilz in die Pflanze eingedrungen, der Pilzbelag lässt sich durch Wischen nicht entfernen.

Der Falsche Mehltau tritt häufig im Frühjahr und im Herbst auf, da zu diesen Zeiten typischerweise feuchte Witterungsverhältnisse herrschen. Ein eher kühler, verregneter Sommer oder lange Regenperioden stellen ebenfalls eine Einladung an die Eipilze dar, sich explosionsartig zu vermehren. Aus diesem Grund wird der Falsche Mehltau auch als ‚Schlechtwetterpilz‘ bezeichnet.

Unterschied zwischen Falschem & Echtem Mehltau

  • Während der Echte Mehltau ein Schönwetterpilz ist, gilt der Falsche Mehltau als Schlechtwetterpilz. Der Echte Mehltau breitet sich vor allem bei trockener, heißer Witterung aus, der Falsche Mehltau braucht Feuchtigkeit zur Ausbreitung und mag es auch etwas kühler.
  • Der Pilzbelag befindet sich beim Echten Mehltau an den Blattoberseiten, beim Falschen Mehltau hingegen tritt er an den Blattunterseiten auf und hat häufig einen leichten Lilaton.
  • Wischst Du mit dem Finger über das Pilzgeflecht, so lässt es sich beim Echten Mehltau wegwischen, da es nur äußerlich anhaftet. Beim falschen Mehltau ist der Pilz in die Pflanze eingedrungen, der Pilzbelag lässt sich durch Wischen nicht entfernen.

Falschem Mehltau vorbeugen

1. Kaufe widerstandsfähige Sorten

Viele Obst- und Gemüsesorten gelten mittlerweile als relativ mehltauresistent. Auch bei Rosen und anderen Zierpflanzen wird bei der Züchtung Wert auf Widerstandsfähigkeit gegen die gefährliche Pflanzenkrankheit gelegt. Allerdings entstehen laufend neue Pilzrassen, die die angezüchteten Resistenzen überwinden können. Informiere Dich beim Kauf, ob die Pflanze empfindlich gegenüber Mehltau ist.

Bedenke: ‚Resistent gegen Mehltau‘ bedeutet nicht, dass die Pflanze nicht erkranken kann. Eine absolute Immunität gegen die Pilzerkrankung kann durch Zucht nicht erreicht werden.

2. Wähle einen günstigen Standort

Ein Schattenplatz mit feuchtem, undurchlässigen Erdreich fördert die Entstehung des falschen Mehltaus. Setze alle Pflanzen, mit Ausnahme von dezidierten Schattenliebhabern, an luftigen Standorten in der Sonne oder im Halbschatten ein. Ist der Boden sehr dicht und lehmig, kannst Du durch das Untermischen von Kies und Sand die Durchlässigkeit erhöhen.

3. Setze die Pflanzen nie zu eng

Da ein feuchtes Klima die Entstehung des Falschen Mehltaus fördert, tust Du dem Pilz mit dicht an dicht gepflanzten Gewächsen einen großen Gefallen. Das Laub kann nicht vollständig abtrocknen, was das Pilzwachstum und die Ausbreitung der Sporen begünstigt. Ausreichend große Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen hingegen lassen die Luft zirkulieren, sorgen für ein trockenes Klima und machen dem Pilz das Leben schwer.

4. Verpasse Deinen Pflanzen einen Auslichtungsschnitt

Viele Pflanzenarten vertragen Schnittmaßnahmen, die für eine bessere Belüftung sorgen, gut. So kommen Licht und Luft ans Innere der Pflanze, das Laub kann nach Regengüssen rasch abtrocknen und wird nicht so leicht vom Falschen Mehltau befallen. Besonders Rosen und Obstbäume sind gesünder und vitaler, wenn du sie regelmäßig fachgerecht schneidest.

5. Lüfte Dein Gewächshaus regelmäßig

Im Glashaus ist die Luftfeuchtigkeit naturgemäß höher als im Freiland. Ein tägliches Öffnen der Lüftungsklappen oder der Tür verhindert die Entstehung von Pilzerkrankungen. Optimal zum Lüften ist der frühe Nachmittag. Ein Hygrometer zeigt Dir an, wann es höchste Zeit ist, die Luftfeuchtigkeit zu senken.

6. Gieße Deine Pflanzen richtig

Gieße Deine Pflanzen regelmäßig, aber nicht zu reichlich. Verteile das Gießwasser nicht mit der Brause über das Blattwerk, sondern gieße bodennah im Wurzelbereich. Vermeide abendliches Gießen, da das Laub sonst nicht abtrocknen kann. Der beste Zeitpunkt für die Wassergabe ist am Morgen oder am Vormittag.

7. Vermeide einseitige Düngung

Düngemittel mit zu hohem Stickstoffanteil fördern Pilzerkrankungen. Das Pflanzengewebe wird weich und anfällig. Ein kaliunbetonter Dünger hingegen stärkt die Pflanzen und macht sie widerstandsfähig. Überreichliches Düngen lässt die Pflanze in die Höhe schießen. Die langen, weichen Triebe bieten Schädlingen und Krankheitserreger eine ideale Angriffsfläche.

8. Stärke Deine Pflanzen mit selbst gemachten Brühen

Pflanzenstärkungsmittel wie Brennnessel-Jauche oder eine Brühe aus Ackerschachtelhalm sind reich an Kieselsäure. Dieser Inhaltsstoff festigt die Pflanzenzellen und macht sie auf diese Weise weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Du kannst die Pflanzenbrühen selbst herstellen oder fertige Präparate im Fachhandel kaufen.

Brennnessel-Jauche

Sammle 1 Kilo Brennnesseln im Garten oder in der freien Natur. Trage Handschuhe und fasse die wehrhaften Gewächse am besten nur direkt mit der Gartenschere an. Gib die Brennnesseln in einen großen Eimer und befülle das Gefäß mit 10 Liter Wasser. Lass die Jauche an einem warmen Standort so lange ziehen, bis die Gärung abgeschlossen ist und keine Bläschen mehr aufsteigen. Filtere sie durch ein Sieb und fülle sie in Flaschen. Verwende die Jauche zum Gießen Deiner Pflanzen. Verdünne sie im Verhältnis 1:20 mit Wasser und bringe sie im Wurzelbereich aus.

Ackerschachtelhalm-Brühe

Sammle 1 Kilo frischen Ackerschachtelhalm oder verwende 100 g getrocknetes Kraut aus der Apotheke. Schneide die Pflanze klein, übergieße es mit 10 Litern Wasser und lasse die Mischung mindestens 24 Stunden ziehen. Köchle das Ganze etwa eine halbe Stunde, lasse die Brühe abkühlen und filtere sie durch ein Sieb. Zum Besprühen der Blätter solltest Du die Schachtelhalm-Brühe im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen. Du kannst die Pflanzen zusätzlich einmal monatlich im Wurzelbereich mit der verdünnten Brühe gießen.

9. Achte auf gute Nachbarschaft

Um ein Übergreifen des Falschen Mehltaupilzes zu verhindern, solltest Du Pflanzenarten aus einer Familie nicht nebeneinandersetzen. Der Pilz hat sich meist auf einen Wirt spezialisiert und befällt ausschließlich Vertreter dieser Pflanzenfamilie. Mit einer gut geplanten Mischkultur lässt sich das Befallsrisiko eindämmen. Einige Pflanzen zeichnen sich durch eine pilzhemmende Wirkung aus. Knoblauch zum Beispiel kann helfen, Pilzerkrankungen abzuwehren.

10. Jäte das Unkraut

Unkraut breitet sich oft in Windeseile aus. Der dichte Bewuchs verhindert die Luftzirkulation und dadurch das Abtrocknen der Blätter. Außerdem kann es ebenfalls von Pilzerkrankungen befallen werden und diese übertragen. Entferne daher regelmäßig das Unkraut in den Beeten.

11. Mulche den Boden

Indem Du Rindenmulch auf die Beete aufbringst, hältst Du die Feuchtigkeit im Boden. Die Luftfeuchtigkeit im Bereich der oberirdischen Pflanzenteile ist dadurch niedriger.

Welche Pflanzen sind besonders anfällig für den Falschen Mehltau?

Der Falsche Mehltau plagt die unterschiedlichsten Pflanzenarten. Verschiedene Rassen der Eipilze haben sich auf bestimmte Wirtspflanzen spezialisiert. So kann die Erkrankung zum Beispiel nicht von der Kartoffel auf die Rose übergreifen. In der kommerziellen Landwirtschaft sind besonders die Weinrebe, die Kartoffel, Kohlgewächse, die Zuckerrübe, die Sonnenblume, der Hopfen und die Rose gefährdet.

Im Hausgarten sind folgende Pflanzenarten häufig betroffen:

Obstgehölze
Apfelbaum, Brombeere, Himbeere, Weinrebe

 

Gemüse Kräuter
Kartoffel, Tomate, Kohlarten, Kopfsalat, Gurke, Kürbis, Zwiebel, Petersilie

 

Zierpflanzen
Rose, Aster, Verbene, Sonnenblume

Falschen Mehltau bekämpfen

Je eher Du einen Befall bemerkst, desto besser für Deine Pflanzen. Achte daher bei der Pflege Deiner Pflanzen auf erste Symptome der Pilzerkrankung. Entferne befallene Pflanzenteile und entsorge sie im Hausmüll. Achte darauf, dass infiziertes Laub nicht am Boden liegen bleibt.

Der Falsche Mehltau ist sehr hartnäckig. Du kannst dennoch versuchen, ihn mit natürlichen Hausmitteln zu bekämpfen. Es gibt keine Erfolgsgarantie, dennoch lohnt es sich, im Sinne des Umweltschutzes einen Versuch zu wagen. Behandle bei einer Spritzung stets auch die Blattunterseiten.

Schafgarbe-Auszug

Dieser Kaltwasserauszug ist Dünger und Spritzmittel in einem. Die Blüten der Schafgarbe enthalten ein ätherisches Öl, das eine keimhemmende Wirkung auf die Pilzsporen hat. Außerdem zeichnet sich die Pflanze durch einen hohen Gehalt an Kalium und Kieselsäure aus.

  • Sammle Schafgarbeblüten und trockne sie.
  • Gib 20 Gramm der getrockneten Blüten in einen großen Topf und übergieße sie mit einem Liter Wasser.
  • Lass die Mischung 24 Stunden lang ziehen und filtere den Auszug durch ein Tuch.

Verdünne den Schafgarbe-Auszug 1:10 mit Wasser und besprühe die infizierten Pflanzen mit dem Spritzmittel.

Pfefferrminzfeld

Pfefferminze

Die ätherischen Öle der Pfefferminze hemmen die Keimung von Pilzsporen und das Pilzwachstum. Vor allem die Englische Pfefferminze ‘Mitcham’, die offizielle Apothekerminze ist zur Herstellung von Fungiziden gut geeignet.

Rainfarntee

Auch die im Rainfarn enthaltenen ätherischen Öle sind gegen Mehltau und Rost wirksam. Koche 100 Gramm getrockneten Rainfarn in 1 Liter Wasser für mindestens 30 Minuten. Filtere die Mischung nach dem Abkühlen durch ein Sieb. Mische sie im Verhältnis 1:6 mit Wasser und besprühe die befallenen Pflanzen damit.

Knoblauchsud

Knoblauch gilt ebenfalls als wirksames Mittel gegen Pilzerkrankungen und Bakterien. Zerstoße 5 Knoblauchzehen und übergieße sie mit einem Liter kochendem Wasser. Warte, bis die Mischung vollständig abgekühlt ist, und besprühe die erkrankten Pflanzen mit dem Sud.

Natriumhydrogenkarbonat

Natron ist weit mehr als nur ein Backpulver – mit seiner fungiziden Wirkungsweise befreit es Rosen und andere Pflanzen vom Echten Mehltau. Vermische 2 Teelöffel Natron mit 1 TL Rapsöl und 1 Liter Wasser und besprühe die infizierten Pflanzen damit.

Niemöl

Niemöl oder Neemöl ist ein natürliches Fungizid aus den Früchten des Niembaumes. Im Handel erhältst Du fertige Niemöl-Präparate. Wenn Du Niemöl zu Hause hast, kannst Du die Mischung auch selbst herstellen. Achte aber darauf, nicht zu viel von dem Öl zu verwenden. Mische 5 Milliliter Niemöl mit 1 Milliliter Rimulgan und 1 Liter Wasser.

Kaliumpermanganat

Das Kaliumsalz der Permangansäure tötet Pilze ab. Löse 3 Gramm in 10 Liter Wasser und verwende die Lösung als Spritzmittel. Beachte aber, dass das Mittel in höherer Konzentration wassergefährdend ist.

Biologische Präparate

Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob Du beim Anmischen von Pflanzenjauchen und -brühen alles richtig machst, dann kannst Du auch zu fertigen biologischen Pflanzenschutzmitteln aus dem Fachhandel greifen. 

Sie sind professionell gemischt und einfach anzuwenden. Einige Hausmittel wie Kaliumpermanganat können bei nicht sachgerechter Anwendung die Umwelt gefährden. Im Zweifelsfall lohnen sich also eine Beratung im Gartenfachmarkt und der Kauf eines natürlichen Pflanzenstärkungsmittels oder Bio-Spritzmittels vom Profi.

Chemische Präparate

Solltest Du Dich für chemische Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus entscheiden, verspricht auch hier eine Ausbringung im Frühstadium den größten Erfolg. Im fortgeschrittenen Stadium lässt sich die Erkrankung nur schwer in den Griff bekommen. 

Spritze die Pflanzen mit systemischen Fungiziden bei einer Mindesttemperatur von 10 °C. Achte auf eine gute Benetzung und behandle auch die Blattunterseiten. Trage Schutzbekleidung und halte alle Herstellerangaben genau ein.

Fazit

Nicht ohne Grund ist der Falsche Mehltau eine der gefürchtetsten Pflanzenerkrankungen. Oft fühlen wir uns machtlos, weil wir das Wetter leider nicht beeinflussen können. 

Dennoch kannst Du mit einer guten Standortwahl, ausreichenden Pflanzabständen und der richtigen Pflege und Stärkung Deiner Pflanzen einiges tun, um Deine Zier- und Nutzpflanzen widerstandsfähig gegen diese Pilzerkrankung zu machen.

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