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Tomaten haltbar machen: 6 Methoden — und welche Du wann nimmst

Einkochen, einfrieren, trocknen, einlegen, Mark, fermentieren — welche Methode zu Deiner Tomatenmenge passt, wie lange sie hält und worauf Du achten musst.

AVon AlexZuletzt aktualisiert: 22. August 202611 Min Lesezeit
Einmachgläser mit selbst eingekochter Tomatensauce stehen in einer Reihe auf einer Küchenarbeitsplatte

Einkochen ist das eigentliche Einmachen — ein Nachmittag Arbeit, und Du hast fertige Tomatensoße im Glas, die ein Jahr im Keller steht: ohne Strom, ohne Gefrierplatz, im Januar in fünf Minuten auf dem Teller. Wenn Du nur eine Methode lernst, dann diese. Fehlt Dir die Zeit, frierst Du ein: waschen, würfeln, Beutel, fertig — zehn Minuten für beliebige Mengen. Willst Du Geschmack statt Menge, trockne die Tomaten oder koch sie zu Mark ein. Einlegen und Fermentieren sind keine Vorratsmethoden, sondern Genussmethoden.

Was für Dich richtig ist, hängt an drei Fragen: Wie viele Tomaten hast Du, wie viel Zeit, und wofür brauchst Du sie später?

Welche Methode passt zu Deiner Situation?

MethodeAufwandHält
Einkochen2–3 Stdbis 1 Jahr
Einfrieren10 Min10–12 Monate
Trocknen8–12 Std, Gerät läuft allein6–12 Monate
Tomatenmark3–4 Stdbis 1 Jahr
Einlegen30 Min1 Tag bis 1 Woche
Fermentieren20 Min + 1–2 Wochen Wartenmehrere Monate

Und wofür welche?

  • Ein Eimer Fleischtomaten, ein freier Samstag → einkochen. Das ist die Methode mit dem meisten Gegenwert: fertige Soße, ein Jahr haltbar, kein Stromverbrauch.
  • Ein Eimer Fleischtomaten, wenig Zeit → einfrieren. Später Suppen und Soßen. Oder zu Mark einkochen, wenn Platz knapp ist: 2 kg werden ein kleines Glas.
  • Eine Schale Kirschtomaten → einlegen für diese Woche, trocknen für den Vorrat.
  • Matschige, aufgeplatzte Tomaten → sofort verarbeiten, am besten zu Mark oder Soße.
  • Feste, eher unreife Tomaten → fermentieren. Vollreife werden in der Lake matschig.

Tomaten einkochen

Einmachgläser mit Tomatensauce stehen im Wasserbad eines großen Einkochtopfs auf dem Herd📌 Pin it
Einmachgläser mit Tomatensauce stehen im Wasserbad eines großen Einkochtopfs auf dem Herd

Wenn von „Tomaten einmachen“ die Rede ist, ist meistens das hier gemeint — und aus gutem Grund. Keine andere Methode liefert so viel fertiges Ergebnis: Du machst einmal einen Nachmittag lang Arbeit und holst danach das ganze Jahr über ein Glas aus dem Keller, in dem schon Soße ist. Kein Auftauen, kein Strom, kein Gefrierplatz. Rechne mit 2 kg Tomaten für einen Liter Soße.

Benötigt: Einmachgläser mit Deckeln, ein großer Topf, ein Sieb oder eine Passiermühle, ein Einkochautomat oder ein Topf für das Wasserbad.

Tomaten liegen in einem Topf mit Wasser, um die Haut zum Ablösen zu bringen📌 Pin it
Tomaten liegen in einem Topf mit Wasser, um die Haut zum Ablösen zu bringen
  1. Häuten. Die Tomaten kreuzweise einritzen, kurz in kochendes Wasser tauchen, in Eiswasser abschrecken. Die Haut lässt sich dann abziehen. Entkernen und grob zerkleinern.
  2. Einkochen. Ohne Gewürze pürieren und etwa 30 Minuten köcheln, bis eine dickflüssige Soße entsteht. Währenddessen Gläser und Deckel sterilisieren.
  3. Abfüllen. Heiß in die Gläser füllen, etwa 1 cm Rand lassen. Vorher 1 EL Zitronensaft pro 500-ml-Glas unterrühren — Tomaten liegen mit ihrem Säuregehalt genau an der Grenze, ab der Einkochen allein nicht mehr sicher ist. Deckel fest verschließen.
  4. Im Wasserbad einkochen: Die Gläser zu drei Vierteln im Wasser stehend, 30 Minuten bei 90 °C.
  5. Abkühlen und prüfen. Auf einem Küchentuch abkühlen lassen, danach kontrollieren, ob alle Deckel fest sitzen. Kühl und dunkel lagern.

Nicht im Backofen einkochen. Die Ofenluft überträgt die Wärme zu langsam und zu ungleichmäßig — der Glasinhalt erreicht die 90 °C oft gar nicht. Von außen sieht das Glas trotzdem verschlossen aus.

  • Haltbar: bis zu einem Jahr, kühl und dunkel
  • Vorteil: kein Strom, kein Gefrierplatz, direkt verwendbare Soße
  • Nachteil: der zeitaufwändigste Weg, und der einzige, bei dem Schlamperei ein echtes Sicherheitsrisiko ist — halte Dich an Zitronensaft, 90 °C und 30 Minuten

Wenn Du gleich mehr einkochen willst als nur Tomaten, lohnt der Blick in Einkochsaison vorbereiten.

Tomaten einfrieren

Gefrorene Tomatenwürfel auf einem Backblech, daneben zwei gefüllte und beschriftete Gefrierbeutel auf einer Küchenarbeitsplatte📌 Pin it
Gefrorene Tomatenwürfel auf einem Backblech, daneben zwei gefüllte und beschriftete Gefrierbeutel auf einer Küchenarbeitsplatte

Die Notlösung, die keine ist: Wenn der Nachmittag zum Einkochen fehlt, rettet Einfrieren die Ernte trotzdem. Kein Gerät, kein Rezept, keine Sterilisation — und es funktioniert bei fünf wie bei fünfzig Tomaten.

Das Einfrieren verändert die Konsistenz: Nach dem Auftauen sind die Tomaten matschig. Für Soßen, Suppen und Ragouts ist das egal, für den Salat sind sie danach nicht mehr zu gebrauchen. Aroma und Nährstoffe bleiben weitgehend erhalten.

So geht es:

  1. Waschen und trocknen. Je nach späterer Verwendung ganz lassen, würfeln oder pürieren.
  2. Häuten, wenn Du magst. Muss nicht sein — die Haut löst sich nach dem Auftauen fast von allein. Wer sie vorher weghaben will, ritzt die Tomaten kreuzweise ein, taucht sie 30 Sekunden in kochendes Wasser und schreckt sie in Eiswasser ab.
  3. Vorfrieren. Die Stücke einlagig auf einem Backblech verteilen und ein bis zwei Stunden ins Gefrierfach. So frieren sie einzeln durch und kleben später nicht zu einem Block zusammen.
  4. Umfüllen und beschriften. In Beutel oder Dosen füllen, möglichst viel Luft herausdrücken (das verhindert Gefrierbrand) und mit Datum beschriften.
  • Haltbar: 10–12 Monate bei −18 °C
  • Vorteil: schnell, kein Zubehör, beliebige Mengen
  • Nachteil: braucht Gefrierplatz und Strom

Dasselbe Prinzip funktioniert für die passenden Kräuter dazu — siehe Basilikum einfrieren.

Tomaten trocknen

Halbierte Tomaten liegen geschrumpft und dunkelrot auf den Gittereinschüben eines Dörrautomaten📌 Pin it
Halbierte Tomaten liegen geschrumpft und dunkelrot auf den Gittereinschüben eines Dörrautomaten

Trocknen konserviert nicht nur, es konzentriert. Aus einer wässrigen Tomate wird ein intensives Aroma, das mit der frischen Frucht nur noch entfernt verwandt ist. Der Haken: Aus 1 kg frischen Tomaten werden rund 60 g getrocknete.

Am besten eignen sich kleine, sehr reife Sorten mit hohem Zuckergehalt und wenig Saft — Datterino, Venusbrüstchen, San Marzano. Große, wasserreiche Fleischtomaten trocknen schlecht.

  1. Vorbereiten. Tomaten halbieren oder mit einem Schmetterlingsschnitt fast durchschneiden. Saft und Samen entfernen — das verkürzt die Trockenzeit erheblich und senkt das Schimmelrisiko. Leicht salzen.
  2. Trocknen. Mit der Schnittfläche nach oben auslegen.
  3. Prüfen. Fertig sind sie, wenn sie ledrig-biegsam sind und beim Falten nicht brechen, aber auch keine Feuchtigkeit mehr abgeben. Zu weich bedeutet Schimmel im Glas.
  4. Lagern. Vollständig ausgekühlt in ein luftdichtes Glas, kühl und dunkel.
TrocknungsmethodeDauerTemperatur
Dörrautomat8–14 Stunden60–70 °C
Backofen6–12 Stunden60 °C, Tür einen Spalt offen
Lufttrocknungmehrere Tagenur in warmem, trockenem Klima
WMF Küchenminis Dörrautomat, 5 Etagen, 30–70 °C mit Timer
Für Methode 3: Trocknen
WMF Küchenminis Dörrautomat, 5 Etagen, 30–70 °C mit Timer

Für getrocknete Tomaten brauchst Du konstante 60 bis 70 Grad — im Backofen geht das nur mit dauerhaft offener Tür. Ein Dörrgerät mit Timer läuft die acht bis zwölf Stunden allein durch.

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Dasselbe Gerät nimmst Du anschließend für die Kräuter aus dem Beet.

  • Haltbar: 6–12 Monate trocken gelagert
  • Achtung: Getrocknete Tomaten in Öl sind wieder eine Frischware — siehe den Hinweis bei Methode 5.

Tomatenmark selber machen

Dunkelrotes, dickes Tomatenmark in einem kleinen Weckglas, daneben ein Holzlöffel und ein Topf mit eingekochter Masse📌 Pin it
Dunkelrotes, dickes Tomatenmark in einem kleinen Weckglas, daneben ein Holzlöffel und ein Topf mit eingekochter Masse

Tomatenmark ist Einkochen, nur konsequenter zu Ende gedacht: Aus 2 kg Tomaten wird ein einziges kleines Glas. Wenn Platz Dein Problem ist, ist das die effizienteste Methode überhaupt.

Benötigt: 2 kg Tomaten, ein großer Topf, ein Sieb oder eine Passiermühle, kleine Einmachgläser.

  1. Vorbereiten. Häuten wie beim Einkochen, entkernen, grob zerkleinern.
  2. Reduzieren. Bei mittlerer Hitze 2–3 Stunden köcheln lassen, regelmäßig umrühren, damit nichts ansetzt.
  3. Abtropfen. Die eingedickte Masse über Nacht in einem Sieb abtropfen lassen — das zieht die restliche Flüssigkeit heraus.
  4. Abfüllen und einkochen. In sterilisierte kleine Gläser füllen und im Wasserbad 30 Minuten bei 90 °C einkochen. Auch hier gilt der Zitronensaft: 1 EL pro 500 ml.

Ein Löffel Olivenöl obenauf im geöffneten Glas hält die Oberfläche im Kühlschrank ein paar Tage länger frisch. Angebrochen hält Tomatenmark im Kühlschrank etwa eine Woche — der Rest lässt sich portionsweise in Eiswürfelbehältern einfrieren.

Tomaten einlegen

Kirschtomaten mit Knoblauchzehen und Kräuterzweigen in einem Einmachglas unter Öl, daneben frischer Thymian und Knoblauch📌 Pin it
Kirschtomaten mit Knoblauchzehen und Kräuterzweigen in einem Einmachglas unter Öl, daneben frischer Thymian und Knoblauch

Einlegen ist keine Vorratsmethode, auch wenn es so aussieht. Es ist eine Genussmethode für die nächsten Tage — dafür braucht es kein Kochen und schmeckt hervorragend.

Am besten eignen sich Kirschtomaten. Größere Tomaten halbieren oder vierteln, damit der Sud überall hinkommt.

Zutaten: 500 g Kirschtomaten · 200 ml Weißweinessig · 200 ml Olivenöl · 3 Knoblauchzehen · 1 EL Salz · frische Kräuter (Thymian, Rosmarin)

  1. Vorbereiten. Tomaten waschen und gründlich abtrocknen. Knoblauch schälen und andrücken.
  2. Schichten. Im sterilisierten Glas Tomaten, Knoblauch und Kräuter abwechselnd schichten. Essig und Öl 1:1 mischen und aufgießen, bis alles bedeckt ist. Salz dazu.
  3. Sofort in den Kühlschrank. Wegen des rohen Knoblauchs im Öl am Tag nach der Herstellung aufessen. Willst Du das Glas länger stehen lassen: Knoblauch weglassen und stattdessen Knoblauchpulver nehmen — dann hält es im Kühlschrank rund eine Woche.

Tomaten fermentieren

Kirschtomaten liegen in trüber Salzlake in einem Bügelglas mit Glasgewicht, kleine Bläschen steigen auf📌 Pin it
Kirschtomaten liegen in trüber Salzlake in einem Bügelglas mit Glasgewicht, kleine Bläschen steigen auf

Fermentieren ist die einzige Methode hier, die den Nährwert nicht nur erhält, sondern erhöht: Es entstehen Milchsäurebakterien und ein säuerlich-intensiver Geschmack, den keine andere Konservierung liefert. Und anders als oft behauptet ist es keine Kurzzeitlösung — richtig gemacht hält fermentiertes Gemüse kühl gelagert mehrere Monate.

Du brauchst nur drei Dinge: Tomaten, Salz und Wasser.

  1. Lake ansetzen. 20–30 g Salz auf 1 Liter Wasser (2–3 %). Ohne Jod und ohne Rieselhilfe — normales Meer- oder Steinsalz.
  2. Einfüllen. Feste Kirschtomaten ins Glas geben, jede einmal mit einem Zahnstocher einstechen, damit die Lake eindringt. Gewürze nach Belieben: Dill, Knoblauch, Senfkörner, Pfefferkörner.
  3. Beschweren. Mit der Lake aufgießen, bis alles bedeckt ist, und ein Gewicht auflegen. Was über der Lake liegt, schimmelt — das ist die einzige Regel, an der es meistens scheitert.
  4. Warten. 5–10 Tage bei Raumtemperatur. Nach ein bis zwei Tagen beginnt es zu blubbern, die Lake wird trüb — beides ist richtig so. Täglich kurz öffnen, wenn Du kein Gärventil hast.
  5. Kühl stellen. Sobald es Dir sauer genug schmeckt, kommt das Glas in den Kühlschrank oder Keller. Dort hält es sich mehrere Monate.

Nimm feste, eher unreife Tomaten — vollreife werden in der Lake schnell matschig. Übrigens ist Fermentation auch der Weg, an eigenes Saatgut aus den Tomaten zu kommen.

Und was ist mit grünen Tomaten?

Die kommen am Ende der Saison praktisch immer über, und für sie gelten andere Regeln.

Roh sind sie nichts. Unreife Tomaten enthalten Tomatin, einen bitteren Bestandteil, der in größeren Mengen Übelkeit auslöst. Ein paar Scheiben schaden niemandem, eine Schüssel grüner Tomatensalat schon.

Nachreifen lassen ist meist die beste Antwort. Grüne Tomaten, die bereits einen hellen Schimmer oder eine leichte Farbveränderung an der Blütennarbe zeigen, reifen bei 18–20 °C dunkel gelagert nach — zusammen mit einem Apfel geht es schneller, weil der Ethylen abgibt. Wann eine Tomate diesen Punkt überschritten hat, steht in Tomaten-Erntezeitpunkt: der Farbumschlag.

Was nicht mehr nachreift, wird eingekocht. Grünes Tomaten-Chutney oder süß-sauer eingelegte grüne Tomaten sind die klassische Verwertung — durch Kochen und Säuern verliert sich das Tomatin weitgehend. Fermentieren funktioniert bei grünen Tomaten sogar besonders gut, weil sie fest bleiben.

Kurz zusammengefasst

Wenn Du Dich nicht entscheiden kannst: Nimm Dir einen Nachmittag und koch den größten Teil ein. Selbstgemachte Tomatensoße im Januar ist ein anderes Erlebnis als gekaufte, und das Glas braucht weder Strom noch Platz im Gefrierschrank. Was an dem Nachmittag übrig bleibt, wandert eingefroren in die Truhe. Und eine Schale Kirschtomaten wird eingelegt oder getrocknet, weil das der Teil ist, der am meisten Spaß macht.

Wenn Deine Ernte jedes Jahr so ausfällt, dass Du diesen Artikel brauchst, lohnt vielleicht auch der Blick in die andere Richtung: Rekord-Tomatenernte im Sommer und platzfeste Tomatensorten, die nach Regen nicht gleich aufplatzen.

Wie macht man Tomaten am schnellsten haltbar?
Durch Einfrieren. Waschen, grob würfeln, einlagig auf einem Blech vorfrieren und dann in Beutel umfüllen — das dauert keine zehn Minuten Arbeitszeit und funktioniert bei jeder Menge. Bei minus 18 Grad halten die Tomaten zehn bis zwölf Monate.
Kann man Tomaten im Backofen einkochen?
Nein, davon ist abzuraten. Die Ofenluft überträgt die Wärme zu langsam und zu ungleichmäßig, so dass der Glasinhalt die notwendigen 90 Grad oft gar nicht erreicht — von außen sieht das Glas trotzdem verschlossen aus. Richtig ist das Wasserbad im Einkochautomaten oder in einem großen Topf: 30 Minuten bei 90 Grad. Im Backofen lassen sich Tomaten dagegen gut trocknen.
Warum Zitronensaft beim Einkochen von Tomaten?
Tomaten liegen mit ihrem Säuregehalt genau an der Grenze, ab der Einkochen im Wasserbad allein nicht mehr sicher ist. Ein Esslöffel Zitronensaft pro 500-ml-Glas senkt den pH-Wert zuverlässig in den sicheren Bereich.
Wie lange halten eingelegte Tomaten in Öl?
Nur kurz, und immer im Kühlschrank. Mit rohem Knoblauch solltest Du sie am Tag nach der Herstellung aufessen. Gemüse unter Öl ist der klassische Fall für Botulismus; das Bundesinstitut für Risikobewertung rät ausdrücklich davon ab, solche Gläser auf Vorrat herzustellen. Ohne rohen Knoblauch — stattdessen Knoblauchpulver — hält das Glas im Kühlschrank rund eine Woche.
Muss man Tomaten vor dem Einfrieren häuten?
Nein. Die Haut löst sich nach dem Auftauen fast von allein. Wer sie vorher weghaben will, ritzt die Tomaten kreuzweise ein, taucht sie 30 Sekunden in kochendes Wasser und schreckt sie in Eiswasser ab.
Warum werden meine eingefrorenen Tomaten zu einem Klumpen?
Weil sie direkt im Beutel eingefroren wurden. Verteile die Stücke stattdessen einlagig auf einem Backblech und frier sie ein bis zwei Stunden vor. Erst dann in den Beutel umfüllen — so bleiben sie einzeln und Du kannst portionsweise entnehmen.
Wie viele frische Tomaten brauche ich?
Für einen Liter eingekochte Soße rechnest Du mit rund zwei Kilogramm Tomaten, für ein kleines Glas Tomatenmark ebenfalls. Aus einem Kilogramm frischer Tomaten werden beim Trocknen dagegen nur etwa 60 Gramm.
Kann man grüne Tomaten haltbar machen?
Ja, aber nicht roh verzehren: Unreife Tomaten enthalten Tomatin, das in größeren Mengen Übelkeit auslöst. Was schon einen hellen Schimmer an der Blütennarbe zeigt, reift bei 18 bis 20 Grad dunkel gelagert nach — mit einem Apfel daneben schneller. Der Rest wird zu Chutney verkocht, süß-sauer eingelegt oder fermentiert; durch Kochen und Säuern verliert sich das Tomatin weitgehend.
Woran erkenne ich, dass ein eingekochtes Glas schlecht ist?
An einem gewölbten Deckel, aufsteigenden Blasen, trübem Inhalt oder einem Deckel, der beim Öffnen nicht hörbar nachgibt. In allen diesen Fällen gehört das Glas weg — ohne zu probieren.
Welche Tomaten eignen sich zum Trocknen?
Kleine, sehr reife Sorten mit hohem Zuckergehalt und wenig Saft — Datterino, Venusbrüstchen oder San Marzano. Große, wasserreiche Fleischtomaten trocknen schlecht und schimmeln leichter.
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