Im Hochsommer reifen die prächtigen Auberginen. Woran Du erkennst, dass die Früchte reif sind und wie Du bei der Ernte richtig vorgehst, erfährst Du hier.
Auberginen ernten
- Auberginen reifen zwischen Ende Juli und Oktober
- die Früchte reifen nach und nach
- ernte ausschließlich reife Früchte
- unreife Früchte enthalten größere Mengen Solanin
- überreife Früchte sind schwammig und weich
- verwende ein Messer oder eine Gartenschere zum Ernten
- reiße die Früchte nicht ab, sonst können die Triebe abbrechen
- lass unreife Früchte einige Tage nachreifen
- lagere Auberginen kühl aber nicht zu kalt
- ganze Früchte sind etwa 1 Woche haltbar
- angeschnittene Auberginen kannst Du 2-3 Tage im Kühlschrank aufbewahren
- beträufle die Schnittfläche mit Zitronensaft, um eine Braunfärbung zu verhindern
Malerisches Fruchtgemüse
Auberginenfrüchte sind einfach ein herrlicher Anblick. Ganz gleich, ob es sich um die hierzulande verbreiteten schwarzvioletten, keulenförmigen Sorten handelt oder um kleinere Varietäten mit weißen, eiförmigen Früchten.
Violett gestreifte, grüne, leuchtend gelbe oder rote Auberginen ergänzen die bunte Sortenvielfalt.
Bald ist es so weit
Da das Vorziehen eine relativ lange Zeit in Anspruch nimmt, müssen die Pflanzen frühzeitig im Haus ausgesät werden. Wenn Sie dann endlich Mitte Mai ausgepflanzt werden können, entwickeln sie sich an sonnigen und warmen Standorten jedoch recht schnell. Sobald sich die ersten Blüten zeigen, dauert es nicht mehr allzu lange, bis sich die Früchte entwickeln.
Diese wachsen rasch und können je nach Sorte recht schwer werden. Auch wenn Auberginen im Gegensatz zu Tomaten nicht unbedingt auf eine Stütze angewiesen sind, solltest Du Triebe mit großen Früchten besser anbinden. Die Triebe sind zwar stabil und holzig, können unter dem Gewicht mehrerer Früchte jedoch abknicken.
Die Reifeprüfung
Das Zeitfenster für eine mögliche Auberginenernte erstreckt sich von Ende Juli bis in den Oktober hinein.
Deshalb solltest Du einen genauen Blick auf die Früchte werfen, bevor Du sie abschneidest. Stelle Dir dabei folgende Fragen:
1. Hat die Frucht die für diese Sorte typische Größe erreicht?
Auf der Samenpackung oder im Internet findest Du meist Angaben zur durchschnittlichen Größe und zum sortentypischen Gewicht der Früchte.
Doch nicht immer können sich die Auberginen in unseren Breiten optimal entwickeln. Bedenke, dass die Früchte mancher Sorten hierzulande kleiner bleiben und dennoch reif sein können.
2. Wie sieht die Schale aus?
Die Schale einer reifen Aubergine sollte glänzen und dabei glatt und fleckenfrei sein. Die Frucht hat nun die sortentypische Ausfärbung erreicht.
Bei überreifen Früchten wird die Oberfläche matt und ist häufig von Flecken übersät.
3. Wie fühlt sich die Frucht an?
Drücke die Schale leicht mit den Fingern. Ist sie hart, musst Du Dich noch etwas gedulden. Fühlt sie sich zwar prall an, gibt aber auf Druck etwas nach, handelt es sich um eine reife Frucht. Überreife Früchte fühlen sich weich und schwammig an.
Wenn sich die satt glänzende Frucht richtig anfühlt, kannst Du zum Messer greifen und die Aubergine in die Küche bringen. Nun gilt es noch, einen letzten Test zu bestehen: Schneide die Frucht der Länge nach auf und betrachte das Fruchtfleisch. Reife Auberginen haben ein makelloses, cremeweißes Fruchtfleisch, die kleinen Kerne sind noch hell.
Ein grünliches Fruchtfleisch hingegen lässt auf eine unreife Frucht mit hohem Solaningehalt schließen. In diesem Fall solltest Du sie besser entsorgen, um Magenbeschwerden und Übelkeit zu vermeiden.
Weist das Innere der Frucht stellenweise eine braune Färbung auf und sind die Kerne bereits dunkel und hart, ist die Aubergine überreif.
Unreife Früchte schmecken bitter
Auf den ersten Blick ist es gar nicht so leicht zu erkennen, ob die Früchte schon reif sind. Da unreife Auberginen wie alle Nachtschattengewächse größere Mengen des Bitterstoffs Solanin enthalten, solltest Du ausschließlich reife Früchte für den Verzehr verwenden.
So gehst Du bei der Ernte vor
Lasse beim Ernten Deiner Auberginen Vorsicht walten: Erstens brechen die Triebe leicht ab, wenn Du versuchst, die Früchte einfach von der Pflanze zu reißen. Verwende daher ein Messer oder eine scharfe Gartenschere und achte darauf, dass der Blütenkelch nicht beschädigt wird.
Der zweite Grund, nicht einfach achtlos zuzupacken, sind die Stacheln, die viele Arten am Stiel und am Blütenkelch tragen. Hier handelt es sich um ein altes Erbe aus der langen Geschichte der Pflanze, das auch bei modernen Sorten noch nicht ganz verschwunden ist.
Trage Handschuhe, um Dich zu schützen oder fasse die Frucht nicht im stacheligen Bereich an.
Auberginen nachreifen leicht gemacht
Wenn Du Dir nicht sicher bist, ob die geernteten Früchte auch richtig reif sind, kannst Du sie in einem warmen Raum nachreifen lassen.
Klimakterische Früchte wie Äpfel, Birnen, Bananen, Feigen und Tomaten bilden das Reifegas Ethylen, das den Reifeprozess anderer Früchte beschleunigen kann. Lege die Auberginen zum Nachreifen neben diese Obstsorten.
So lagerst Du Auberginen
Du möchtest die Früchte nicht sofort zubereiten? Kein Problem, Auberginen lassen sich gut eine Woche aufbewahren, wenn sie unbeschädigt und nicht überreif sind.
Am besten haltbar sind sie in einem etwas kühleren Raum, zum Beispiel in der Speisekammer oder im Keller. Im Kühlschrank fühlen sich die Wärme liebenden Früchte nicht wirklich wohl. Eine angeschnittene Frucht solltest Du innerhalb weniger Tage verbrauchen.