Felsenbirnen Sorten – Die schönsten Arten im Überblick

Weltweit gibt es rund 25 Felsenbirnen-Arten. Neben der Gewöhnlichen Felsenbirne hat heute eine ganze Reihe an anderen attraktiven Sorten in den heimischen Gärten Einzug gehalten. Ganz gleich, ob für Dich der Wuchs, die Blüten, die Früchte oder die Herbstfärbung im Vordergrund stehen – für jeden Geschmack findet sich die passende Art und Form.

Für jeden Garten gibt es die passende Felsenbirne

Gewöhnliche Felsenbirne

In Europa ist nur eine einzige Felsenbirnen-Art heimisch – die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), auch Gemeine Felsenbirne genannt. Der attraktive Strauch ist reich verzweigt und hat eine wunderbar dichte Krone. Je nach Standort wird er zwischen ein und vier Meter hoch. In den Gebirgen Mittel-, Süd-, und Osteuropas ist sie in der Natur anzutreffen. Teilweise gedeiht sie auf bis zu 2.000 Metern Höhe.

Sie liebt sonnige Hanglagen, wächst auch auf trockenem, kargen Untergrund und kann Felsenbirnen Gebüsche bilden. Die Gewöhnliche Felsenbirne bietet vielen heimischen Tierarten Nahrung – Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Schmetterlingsraupen sowie vielen Vögeln. Daher wird sie gerne in naturnahen Gärten gepflanzt und manchmal in Vogelschutzhecken integriert. Aber auch in gepflegten Ziergärten, Vorgärten und Parks macht das kompakte Gehölz eine gute Figur.

Kupfer-Felsenbirne

Die Kupfer-Felsenbirne (Amelanchier lamarckii) stammt aus Nordamerika. Seit dem 18. Jahrhundert ziert sie auch hierzulande die Parks und Gärten. In jungen Jahren schlank entwickelt sich die Art mit den Jahren zu einem ausladenden Strauch mit breiter Krone. Die Wuchshöhe beträgt zwischen vier und sechs Meter, die Wuchsbreite zwischen fünf und sechs Meter.

Namensgebung für die Kupfer-Felsenbirne ist ihr orangefarben leuchtender Austrieb. Nach dem Entfalten nehmen die Blätter ein gesundes dunkelgrün an. Im Herbst leuchten sie abermals in wunderbaren Kupfer- und Rottönen.

Erlenblättrige Felsenbirne

Die Erlenblättrige Felsenbirne (Amelanchier alnifolia) stammt aus Nordamerika, wo sie von Alaska und Kanada bis Kalifornien verbreitet ist. Sie gedeiht in Auwäldern, an Flussufern sowie auch auf trockenen Böden. Botaniker unterscheiden vier Varietäten. Allen gemeinsam sind die anfangs filzig behaarten Triebe und Blattunterseiten.

Die dekorativen Sträucher wachsen vielstämmig und steif aufrecht und erreichen Höhen von zwei bis vier Metern. Insbesondere die Wildform neigt zur Ausläuferbildung. Sie wird gerne in Hecken gepflanzt und außerdem zur Befestigung von Böschungen genutzt.

Ährige Felsenbirne

Die Ährige Felsenbirne (Amelanchier spicata) wird aufgrund ihres aufrechten und etwas steifen Habitus umgangssprachlich auch als Besen-Felsenbirne bezeichnet. Sie stammt ebenfalls aus Nordamerika und wird erst seit dem 19. Jahrhundert in Europa als Zierstrauch verwendet. Im Alter kann der Strauch Wuchshöhen von bis zu sieben Metern erreichen.

Für Naschkatzen und Feinschmecker ist die Ährige Felsenbirne weniger geeignet. Ihre Früchte sind zwar süß, haben aber einen unangenehmen Beigeschmack. Die Art neigt zur Ausläuferbildung und eignet sich zur Pflanzung in Hecken.

Kahle Felsenbirne

Woher die Kahle Felsenbirne (Amelanchier laevis) ihren Namen hat, ist nicht restlos geklärt, denn kahl ist die Pflanze ganz und gar nicht. Der attraktive Großsstrauch, der manchmal auch den Habitus eines kleinen Baumes hat, wächst schlank und aufrecht. 

Das Gehölz erreicht Höhen von acht bis zehn Metern und bildet eine dichte Krone. Ihre Blüten sind weiß mit einem Hauch von Rosa. Die Kahle Felsenbirne eignet sich als Solitärpflanze gleichermaßen wie für Blütenhecken.

Felsenbirne Ballerina

Bei der Felsenbirne ‚Ballerina‘ (Amelanchier laevis ‘Ballerina’) handelt es sich um eine Züchtung aus der Kahlen Felsenbirne, die in den Achtzigerjahren in den Niederlanden entstanden ist. Sie bezaubert mit ihrem grazilen und besonders anmutigen Wuchs und der purpurroten Herbstfärbung. 

‚Ballerina‘ gilt als die beliebteste Felsenbirnen-Sorte in den heimischen Gärten. Sie kann Wuchshöhen von bis zu 6 Metern erreichen Ihre großen weißen Blüten sind in langen Trauben zusammengefasst. Mit seiner Eleganz macht der Strauch seinem Namen alle Ehre.

Baum-Felsenbirne Robin Hill

Die Baum-Felsenbirne wurde 1970 im Robin Hill Arboretum in New York gezüchtet. Sie wächst nicht in Strauchform wie ein Großteil der anderen Felsenbirnen, sondern als kleinkroniger Baum. Sie kann bis zu 8 Meter hoch werden. Die Krone bleibt relativ schmal und hat eine aufrecht ovale Form. Die Blüten sind weiß bis blassrosa und verströmen einen zarten Duft.

Felsenbirne Helvetica

Bei dieser Züchtung handelt es sich um eine Zwerg-Felsenbirne, die maximal zwei Meter hoch wird und sich damit auch für sehr kleine Gärten und für Vorgärten eignet. Hervorgegangen ist die Züchtung aus Amelanchier ovalis. Manche Baumschulen bieten eine Züchtung unter diesem Namen an, die zur Art Alemanchier rotundifolia gehört.

Felsenbirne Obelisk

Du träumst von einer Felsenbirne im Garten, hast aber zu wenig Platz für die breite Krone, die diese Gattung im Alter entwickelt? Dann ist eine Säulen-Felsenbirne genau das richtige für dich. Die Züchtung ‚Obelisk‘ zeichnet sich durch ihren schmalen Wuchs aus. Sie wird bis zu vier Meter hoch und nur zwischen ein bis maximal zwei Meter breit.

Damit ist sie das ideale Solitärgehölz für kleine Gärten, ein Blickfang für Dein Staudenbeet oder – in Reihe gepflanzt – eine wunderschöne Begrenzung für Dein Grundstück.

Felsenbirne Prince William

Eine weitere kleinbleibende Sorte ist die Züchtung ‚Prince William‘, welche nur zwischen eineinhalb bis zweieinhalb Meter hoch wird. Mit ihrem schmalen, kompakten Wuchs ist sie optimal für alle, die nicht viel Platz haben. Im Alter sind die Zweige leicht überhängend.

‚Prince William‘ punktet mit ihrer üppigen Blüte und einem reichen Fruchtertrag. Die Sorte ist sehr winterhart und zudem windverträglich.

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