Felsenbirne schneiden – so gelingt der Rückschnitt

Als unkompliziertes und genügsames Gehölze eignen sich Felsenbirnen gut für Gartenneulinge. Bezüglich des Rückschnitts sind sie denkbar anspruchslos. Die eleganten Ziersträucher blühen auch ganz ohne Schnittmaßnahmen Jahr für Jahr üppig. Falls Du Deine Felsenbirne dennoch auslichten möchtest, solltest Du unsere Tipps beherzigen.

Das gilt es beim Rückschnitt von Felsenbirnen zu beachten

Felsenbirne – Baum oder Strauch?

Bei Felsenbirnen (Amelanchier) handelt es sich um große Sträucher aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Manche Exemplare lassen sich durchaus auch als Bäume bezeichnen. Je nach Art können sie bis zu sechs Meter hoch werden. Meist wachsen die Gehölze jedoch mehrstämmig. Sie besitzen dünne Triebe, welche eine schirmartige Krone bilden.

Als Jungpflanzen sind sie recht grazil, später nehmen sie an Breite zu und entwickeln eine ausladende Krone. Viele Pflanzen sind im Alter breiter als hoch.

Die meisten Arten stammen aus Nordamerika

Es existieren etwa 25 verschiedene Felsenbirnen-Arten, von denen fast alle aus Nordamerika stammen. Lediglich die etwas kleinere Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis) kommt von Natur aus in Europa vor. Wildwachsend besiedelt sie trockene Steilhänge, aber auch lichte Wälder auf kalkreichem Untergrund.

Die Felsenbirne als Solitärgehölz

Ihr harmonischer Wuchs prädestiniert viele Felsenbirnen-Arten für eine Einzelstellung im Garten. Von den bezaubernden weißen Blüten über die süßen Früchte bis zur leuchtenden Herbstfärbung sind sie rund ums Jahr ein Blickfang.

Auch Gartenanfänger können mit den attraktiven Sträuchern nichts falsch machen. Selbst wenn Du Deine Felsenbirne überhaupt nicht schneidest, behält sie ihre Eleganz bei. Die Pflanzen büßen nicht an Blühfreudigkeit ein und tragen auch an den älteren Ästen noch reichlich Blüten und Früchte.

Die Felsenbirne als Heckenpflanze

Ihre Blüten locken Bienen und Hummeln an und dienen mehreren Schmetterlingsarten wie dem Grünen Zipfelfalter als Nektarquelle. Die Raupen des Trauerwidderchens und des Obsthain-Blütenspanners ernähren sich von ihren Blättern. 

Die frühreifenden Früchte bieten den heimischen Vögeln zu einer Zeit Nahrung, zu der kaum anderes Obst zu finden ist. Damit erfüllt die Felsenbirne sämtliche Kriterien, um sich für naturnahe Hecken zu qualifizieren.

Besonders gut geeignet ist dazu die Gewöhnliche Felsenbirne (Amelanchier ovalis), die einzige heimische Felsenbirnen-Art. Pflanze sie mit anderen Wildobststräuchern wie Schlehe, Haselnuss, Kornelkirsche, Sommerflieder, Holunder etc. 

Bei Bedarf kannst Du sie wie die anderen Sträucher in Form schneiden. Auch ein radikalerer Rückschnitt wie das ”Auf den Stock setzen“ wird notfalls vertragen.

Schneide Hecken nicht im Frühjahr & Sommer!

Um brütende Vögel und andere Wildtiere zu schützen, verbietet das Bundesnaturschutzgesetz es, Hecken und Gehölzen vom 1. März bis zum 30. September zu schneiden, auf den Stock zu setzen oder gänzlich zu beseitigen.

Der richtige Zeitpunkt für den Schnitt

Der beste Zeitpunkt für einen leichten Rückschnitt ist der Spätwinter beziehungsweise das zeitige Frühjahr. Solange die Pflanzen noch unbelaubt sind, kannst Du ihren Wuchs begutachten und zu dicht stehende Zweige und Äste herausnehmen. Entferne außerdem abgestorbene Pflanzenteile.

Wer lieber bis nach der Blüte warten möchte, darf auch im späteren Frühjahr noch zur Schere greifen. Lass Dir allerdings nicht mit dem Rückschnitt Zeit, bis es zu heiß wird, sonst fällt es der Pflanze aufgrund der hohen Verdunstung schwer, die Wunden zu verschließen.

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