Pflanzentipps

Rhododendron Stickstoffmangel erkennen & behandeln

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Rhododendren sind beliebte Sträucher für Gärten und Parks, die mit ihren prächtigen Blüten und grünen Blättern Farbe und Leben in den Außenbereich bringen. Allerdings kann es vorkommen, dass Rhododendren unter Stickstoffmangel leiden, wie sich das bemerkbar macht und was Du dagegen unternehmen kannst, das erfährst Du in diesem Artikel.

Woran erkennt man einen Stickstoffmangel beim Rhododendron?

Folgende Merkmale sind Anzeichen dafür, dass es dem Rhododendron an Stickstoff mangelt:

  • Anfangs verfärben sich die älteren Blätter gelbgrün. Die Verfärbung beginnt im inneren Bereich des Blattes und breitet sich nach außen aus. Die Farben verändern sich von hellgrün bis zu einem intensiven Gelbton.
  • Die Blattfärbung breitet sich auch auf die Blattbasis und die Venen aus.
  • Die Pflanze hört auf zu wachsen und verliert ihre Blätter
  • Die Stängel der Pflanze verfärben sich lila oder rötlich.

Was kannst Du tun, um einem Stickstoffmangel beim Rhododendron vorzubeugen?

Wenn Rhododendron gepflanzt werden soll, kannst Du bereits erste Schritte unternehmen, um einem Stickstoffmangel vorzubeugen. Dafür gehst Du folgendermaßen vor:

  • Da Rhododendron Stickstoff nur bei saurem Boden in ausreichender Menge aufnehmen kann, solltest Du den pH-Wert des Bodens mithilfe von Teststreifen überprüfen. Teststreifen findest Du bei Amazon. Der Wert sollte zwischen 4,0 und 5,5 liegen. Eine Farbskala zeigt den pH-Wert des Bodens an.
  • Der pH-Wert des Bodens sollte dann entsprechend angepasst werden. Ein zu niedriger pH-Wert kann durch Einbringung von kohlensaurem Kalk erhalten werden und durch Basaltmehl erhöht werden. Ein zu hoher pH-Wert kann durch Einbringen von Granitmehl, Kaffeesatz, Eisensulfat oder „saurem“ Humus aus gehäckseltem Nadelholz gesenkt werden.
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Halte dabei die von den Herstellern angegebenen Zeiträume und Mengen ein.

  • Zudem sollte bei der Pflanzung der Rhododendren auf eine ausreichende Drainage am Boden des Pflanzlochs geachtet werden. Staunässe lässt die Wurzeln faulen und macht sie so unfähig, Nährstoffe aufzunehmen.
  • Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass sie Nährstoffe nicht durch zu viel Wasser weggeschwemmt werden.

Wie kannst Du bei älteren Rhododendron einen Stickstoffmangel beheben?

Stickstoffmangel kann durch chemische Dünger mit einem hohen Stickstoffanteil gehoben werden. Du kann einen Stickstoffdünger auch selbst herstellen, indem du natürliche Produkte mit hohen Anteilen von verwertbarem Stickstoff mit dem Boden vermischst. Dabei gibt es die folgenden Möglichkeiten:

Kompost verwenden

Um Kompost mit einem hohen Anteil an Stickstoff herzustellen, solltest Du feuchte Grünpflanzen, Obst und Gemüse kompostieren. Der daraus entstandene Kompost versorgt, unter den Boden gemischt, die Rhododendron-Pflanze mit Stickstoff.

Gemahlenen Kaffee unter die Erde mischen

Gemahlener Kaffee kann unter die Erde gemischt oder in den Komposthaufen gegeben werden.

Kompostierten Dung verwenden

Die höchste Stickstoffkonzentration ist in Dung von Schafen, Rindern und Schweinen enthalten, gefolgt von Dung von Geflügel und Milchvieh und schließlich von Pferdemist, der die geringste Konzentration an Stickstoff hat. Gut verrotteter Dung wird empfohlen, da die Bakterien bei ihm genügend Zeit hatten, Stickstoff in einer Form aufzubrechen, die Pflanzen gut aufnehmen können. Die Verwendung von tierischem Dung kann allerdings den Salzgehalt des Bodens erhöhen und fördert zudem das Wachstum von Unkraut.

Stickstoff bindenden Gründünger pflanzen

Bestimmte Pflanzen, wie Leguminosen (Hülsenfrüchte) und Nelken speichern Stickstoff in Knötchen an ihren Wurzeln. Die Knötchen geben den Stickstoff nach und nach an den Boden ab, während die Pflanze lebt. Stirbt die Pflanze ab, wird der Boden ebenfalls durch den Stickstoff in den Knötchen verbessert. Hier sind Mungo Bohnen sehr empfehlenswert. (Bei Amazon:

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Kann an bereits geschädigtem Rhododendron der Stickstoffmangel behoben werden?

Bereits bestehenden Stickstoffmangel kannst Du folgendermaßen behandeln:

  • Arbeite den Boden am Standort des Rhododendrons auf, indem Du gezielt Stickstoff in den Boden einarbeitest.
  • Entferne befallene Blätter und Triebe komplett.

Als Stickstoffgabe für den Boden eigenen sich reifer Kompost, wie oben beschrieben, oder Kaffeesatz, die vorsichtig in den Boden rund um den Rhododendron eingearbeitet werden. Das Entfernen der kranken Blätter und Triebe ist wichtig, damit die Pflanze ihre Energie nur in neue und gesunde Blätter und Triebe investiert.

Wozu benötigen Pflanzen Stickstoff?

Pflanzen benötigen viel Stickstoff für ihr Wachstum und ihre Entwicklung. Er ist im Boden in unterschiedlichen Formen enthalten und wird durch Umwandlungsprozesse für die Pflanzen verfügbar gemacht. Stickstoff hat eine wichtige Funktion als Bestandteil von Proteinen.

Durch welche Prozesse wird Stickstoff für Pflanzen verfügbar gemacht?

Stickstoff ist im Boden in unterschiedlichen Formen vorhanden. Die sogenannten Umwandlungsprozesse bestimmen darüber, ob der Stickstoff direkt von den Pflanzen aufgenommen und verwertet werden kann oder ob er erst zu einem späteren Zeitpunkt für sie verfügbar ist. In diesem Fall kann er durch Auswaschung oder Umwandlung in Gas verloren gehen.

Aufnahme in die Pflanze:

Stickstoff in Form von Nitrat Ionen (NO3), der im Bodenwasser aufgelöst ist, kann direkt von der Pflanze aufgenommen werden. Ammonium (NH4) kann ebenfalls von den Pflanzen aufgenommen werden, ist aber weniger mobil als Nitrat. Es geht Bindungen mit Tonmineralien und Humus ein.

Mineralisation:

Ein großer Teil des Stickstoffs im Boden ist an Humos gebunden in Form von Eiweißen und deren Abbauprodukten. Der in ihnen enthaltene Stickstoff wird durch Mikroorganismen durch Mineralisation in Ammonium und Nitrat abgebaut, die dann wiederum für Pflanzen verfügbar sind.

Auswaschung:

Die Nitrat Ionen sind im Bodenwasser sehr beweglich und können daher leicht ausgewaschen werden. Vor allem im Winter, wenn es mehr Niederschläge gibt und die Verdunstung an der Oberfläche ausbleibt, werden Nitrate in tiefere Bodenschichten geschwemmt und gehen den Pflanzen dadurch verloren.

Nitrifikation:

Als Nitrifikation bezeichnet man die biologische Umwandlung von Ammonium- und Nitrit Oxidation durch Nitrosomas- und Nitrobacter-Bakterien zunächst zu Nitrit und dann zu Nitrat.

Ammoniakverluste:

Stickstoffverluste durch das Entstehen von Gas können bei der Düngung mit organischen Stoffen wie Gülle und Gärsubstrat, aber auch bei der unsachgemäßen Anwendung von Harnstoff auftreten.

Dabei entweicht je nach Ausbringungsart, Temperatur und Luftfeuchtigkeit ein Teil des Strickstoffs in Form von Ammoniak (NH3). Das trifft vor allem dann zu, wenn der pH-Wert des Bodens besonders hoch ist.

Denitrifikation:

Wenn der Boden leicht sauer ist, kommt es bei Staunässe zu Denitrifikation. Dabei nehmen Bakterien den Sauerstoff aus den Nitrat-Ionen auf, um ihre Versorgung mit Sauerstoff zu sichern.

Es entstehen molekularer (Stickstoff N2) und verschiedene gasförmige Verbindungen. Als Folge geht Stickstoff an die Luft verloren, und zum Beispiel beim Abbau zu Lachgas (N2O), auch eine für das Klima bedeutende Freisetzung von Spurengasen.

Immobilisation:

Nitrat und Ammonium, die im Bodenwasser vorhanden sind, werden von Mikroorganismen aufgenommen und von ihnen als Bestandteile ihres körperlichen Proteins verbaut.

Das geschieht oft bei der Einarbeitung von Ernterückständen mit weitem C : N-Verhältnis, wie zum Beispiel bei Getreidestroh auf. Erst nach einer erneuten Mineralisation steht dieser Stickstoff wieder für die Pflanzen zur Verfügung.

Stickstoff-Fixierung:

Einige Mikroorganismen machen die Nutzung von molekularem Stickstoff aus der Luft (N2) möglich, indem sie ihn zu Ammonium-Ionen reduzieren und in ihrem körpereignen Eiweiß einbauen. Dabei spielt vorrangig die Symbiose von Knöllchenbakterien (Rhizobien) and den Wurzeln von Leguminosen (Hülsenfrüchtlern) wie Erbsen, Klee oder Luzerne eine Rolle.

Damit Stickstoff von Pflanzen optimal genutzt werden kann, benötigen sie zusätzlich Kalium und Magnesium. Diese beiden Stoffe sorgen dafür, dass Stickstoff gut aufgenommen und ausgenutzt werden kann.

Was sind Ursachen für Stickstoffmangel im Boden oder bei der Pflanze?

Die folgenden Faktoren tragen dazu bei, dass im Boden ein Mangel an Stickstoff herrscht:

  • Zu viel Kalium, Zink und Mangan im Boden.
  • Zu viel Chlorid im Boden.
  • Zu wenig Stickstoff im Boden vorhanden.
  • Zu hoher pH-Wert in der Umgebung der Wurzeln, wodurch Stickstoff nicht richtig aufgenommen werden kann.
  • Wurzeln der Pflanzen sind durch Beschädigung, Krankheit oder zu niedrige Bodentemperatur unfähig, Nährstoffe richtig aufzunehmen.
  • Stickstoffnitrat ist leicht löslich. Deshalb kann es leicht aus dem Boden ausgespült werden.

Stickstoffmangel bei Pflanzen?

Gelb gefärbte Blätter bei Pflanzen deuten auf Stickstoffmangel hin. Dabei entweicht das Grün aus den Blättern, was Anfangs am unteren Rand von älteren Blättern ersichtlich ist. Die Pflanze transportiert Stickstoff zuerst zu jungen Blättern und zu den Wachstumspunkten.

Ist nicht ausreichend Stickstoff vorhanden, führt das zu einem Stopp beim Wachstum der Pflanze und folglich zu Verlust der Blätter. Bei Stickstoffmangel bleiben die Pflanzen und ihre Früchte kleiner, als das bei gesunden Pflanzen der Fall ist.

Ein Stickstoffmangel macht die Pflanze auch anfälliger für Krankheiten und Schädlingsbefall.

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Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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