Lupinen sind farbenprächtig Hingucker im Garten. Neben mehrjährigen Stauden-Lupinen gibt es auch einjährige Lupinen, die sich als leuchtende Lückenfüller eignen.
Weil die Schönheiten aus der Familie der Schmetterlingsblütler fleißige Stickstoffsammler sind, werden sie gerne als Gründüngung ausgesät.
Ganz gleich ob Du Deine Lupinen in Töpfen vorziehen möchtest oder lieber gleich ins Beet säst – hier erfährst Du alles, was Du für eine erfolgreiche Aussaat wissen musst.
So unterstützt Du die Keimung
- Lupinen besitzen eine relativ dicke und harte Schale.
- Raue die Schale mit Schleifpapier auf.
- Lege die aufgerauten Lupinensamen in eine Schale mit warmem Wasser.
- Lass das Saatgut 12 bis 24 Stunden lang einweichen.
- Achte nach der Aussaat darauf, dass das Substrat nie vollständig austrocknet.
Der richtige Zeitpunkt
Stauden-Lupinen im Freiland säen
Für die Aussaat von mehrjährigen Lupinen bieten sich zwei Termine an: Der Mai, sobald keine Nachtfröste mehr drohen, und der August. Im Spätsommer gesät, entwickeln sich die Pflanzen im folgenden Frühjahr deutlich rascher und bilden zumeist auch schon Blüten.
Bei einer Aussaat im Mai musst du Dich bei den meisten Sorten mit der Blüte ebenfalls bis zum nächsten Jahr gedulden.
So klappt die Aussaat im Beet
- Lupinen schätzen sonnige Standorte mit kalkarmem und nicht zu nährstoffreichem Boden.
- Bereite das Beet sorgfältig auf und harke die Erde feinkrümelig.
- Drücke im Abstand von einem knappen halben Meter 2 bis 3 cm tiefe Löcher in den Boden.
- Lege in jedes Loch ein Samenkorn und bedecke es mit Erde.
- Halte den Boden feucht, bis die Pflänzchen gekeimt sind und sich gut entwickelt haben.
Stauden-Lupinen in Töpfen vorziehen
Wer früher loslegen möchte, kann seine Lupinen ab Anfang April auf der Fensterbank aussäen. Auf diese Weise sind die Pflänzchen beim Auspflanzen im Mai schon größer und blühen zeitiger.
Eine Voranzucht empfiehlt sich auch, wenn ein bestehendes Beet mit Lupinen ergänzt werden soll. Die zarten Keimlinge würden sonst zwischen den etablierten Stauden untergehen.
So klappt die Aussaat auf der Fensterbank
- Lass die Lupinensamen 24 Stunden lang vorquellen.
- Fülle kleine Töpfe mit Anzuchterde.
- Drücke das Substrat leicht an und stecke in jeden Topf 2-3 Samen.
- Bedecke die Lupinensamen mit 2 Zentimetern Erde.
- Drücke das Substrat abermals an und wässere die Töpfe.
Lupinen als Gründüngung säen
Als Schmetterlingsblütler haben Lupinen zwei besondere Eigenschaften, die sie wertvoll für fruchtbare Beete machen: Mithilfe der Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln binden sie den Stickstoff im Boden. Zudem durchdringen die langen Pfahlwurzeln das Erdreich und lockern so verdichtete Böden auf.
Lies dazu: „Lupinen als Gründünger – Wunderwaffe für müde Böden„
Kaufe eine geeignete einjährige Sorte und streue das Saatgut ab April bis Ende August breitwürfig ins Beet. Harke die Lupinensamen mit einem Rechen in die lockere Erde. Gieße die Fläche gut an und halte das Beet während der folgenden Wochen feucht.