Marienkäfer – Nützlinge im Garten

Der Marienkäfer genießt unter Hobbygärtnern einen gute Ruf. Sowohl die Larven, als auch die ausgewachsenen Käfer vertilgen Unmengen an Blattläusen. Hier erfährst Du alles über die Lebensweise des Nützlings und wie Du ihn zur Schädlingsbekämpfung einsetzen kannst. Außerdem verraten wir Dir, wie Du Marienkäfer ganz einfach in Deinen Garten locken kannst.

Marienkäfer ernähren sich von

Glücksbringer für Deinen Garten

Mit ihrem rundlichen roten Körper mit den schwarzen Punkten sehen Marienkäfer einfach niedlich aus. Kein Wunder, dass sie in vielen Kinderliedern und Kinderbüchern vorkommen. Doch neben ihrer Possierlichkeit gibt es eine weitere Eigenschaft, die die kleinen Krabbeln zu wahren Glückssymbolen gemacht hat: Ihr unersättlicher Appetit auf Blattläuse. 

Weil ihnen die hübschen Käfer so tatkräftig bei der Schädlingsbekämpfung zur Seite standen, dachten die Bauern früher die Jungfrau Maria persönlich hätte sie gesandt. So erhielt der Käfer seinen Namen und ist seit alten Zeiten ein gerngesehener Gast im Garten.

Eine artenreiche Familie

Die Familie der Marienkäfer (Coccinellidae) ist ausgesprochen artenreich. Alleine in Europa gibt es mehr als 250 Arten. Weltweit leben gar über 6000 Marienkäfer-Arten. 

Allen gemeinsam sind ihre halbkugelige Form, die mit mehr oder weniger Punkten verzierten Deckflügel sowie ihre Flugfähigkeit.  

So erkennst Du Marienkäfer & ihre Larven

Typisch für den Marienkäfer sind seine symmetrischen Punkte. Je nach Art können es unterschiedlich viele sein – von 2 bis 24 Punkten ist alles möglich. In den meisten Fällen sind sie schwarz, selten jedoch auch braun oder rot. 

Die auffällige Färbung und Zeichnung dienen als Warnung an Fressfeinde. Fühlen sie sich angegriffen, sondern die Käfer ein stinkendes gelbliches Sekret ab, mit dem wohl fast jedes Kind beim Spielen im Freien früher oder später Bekanntschaft macht.

Die Anzahl der Punkte sagt nichts über das Alter des Käfers aus

Die Anzahl der Punkte verändert sich während der Lebensspanne des Käfers nicht. Du kannst daran also nur die Art, nicht wie fälschlicherweise angenommen, das Alter des Tieres erkennen.

Halbkugelförmiger Körper, auffällige Deckflügel

Marienkäfer sind etwa 5 bis 8 Millimeter lang. Ihr Körper gleicht einer Halbkugel, wobei der Rücken stark gewölbt und die Bauchseite flach ist. Die Oberseite ist meist rot, der Kopf und die Unterseite sind schwarz.

Längliche Larven mit Borsten & Dornen

Weniger bekannt als die ausgewachsenen Käfer sind die Larven. Sie haben einen langerstreckten Körper, der meist schwarz oder dunkelgrau gefärbt und mit stacheligen Borsten besetzt ist. Ein Teil der Borsten hat eine orange Färbung. Die Larven des Siebenpunkt-Marienkäfers sind etwas blasser und besitzen deutlich kürzere Borsten.

Siebenpunkt-Marienkäfer

Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist die bei uns bekannteste Art. Er sieht so aus, wie wir uns einen Marienkäfer eben vorstellen: Rot mit sieben schwarzen Punkten – davon je drei auf jedem Flügel. Der siebente Punkt sitzt oben im Nacken des Käfers und ist von zwei weißlichen Flecken flankiert. 

Der Siebenpunkt ist überall dort anzutreffen, wo Blattläuse ihr Unwesen treiben. Er kommt in der gesamten Alten Welt (Europa, Asien und Nordafrika) vor. 

Hierzulande wird er jedoch immer mehr vom in den Achtziger Jahren eingeschleppten Asiatischen Marienkäfer zurückgedrängt. Studien zufolge haben sich die Bestände in letzter Zeit jedoch wieder stabilisiert.

Der 7 Punkt-Marienkäfer hat auf jedem Flügel 3 schwarze Punkte plus einen im Nacken.

Asiatischer Marienkäfer

Der Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) kommt in sehr unterschiedlichen Farbvarianten vor, was ihm auch die Bezeichnung Harlekin-Marienkäfer eingebracht hat. Meist sind die Deckflügel jedoch hellorange und besitzen neunzehn schwarze Punkte. Die Larven des Harlekins kannst Du an den vielen Borsten erkennen, mit denen ihre schewarz-orangen Körper besetzt sind.

Asiatische Marienkäfer besitzen meist 19 Punkte, kommen aber in Variationen vor.

Asiatischer Marienkäfer - invasiver Schädling oder Nützling?

Weil der Harlekin-Marienkäfer ausgesprochen gefräßig ist, wird er seit etwa 100 Jahren zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt. Zuerst wurden die Blattlausjäger zu diesem Zweck in den USA gezüchtet, erst seit etwa 25 Jahren sind sie auch in Europa zur Schädlingskontrolle verbreitet. Natürlich blieben die Käfer nicht in den Glashäusern und Plantagen, sondern waren bald überall in der Natur anzutreffen.

Rasche Ausbreitung durch mehrere Generationen pro Jahr

Aufgrund der viel höheren Fortpflanzungsrate drängt der asiatische Marienkäfer die heimischen Arten zurück. Er macht ihnen die Nahrung streitig und frisst zum Teil auch ihre Eier und Larven. Außerdem bedrohen die vom Harlekin eingeschleppten Parasiten die angestammten Arten. Der Asiatische Marienkäfer selbst weist eine hohe Resistenz gegen Krankheiten und Parasiten auf.

Schädling im Weinbau

Da Marienkäfer auch süße Früchte nicht verschmähen, gilt Harmonia axyridis mittlerweile als Schädling im Weinbau. Dabei geht es weniger darum, dass die Käfer die Trauben fressen, vielmehr sorgen sie für eine Geschmacksbeeinträchtigung beim Wein. Sie fressen sich in die Trauben hinein, sodass sie beim Pressen übersehen werden. Kommen die Trauben nun in die Presse, geben die Tiere zur Abwehr ein übelriechendes Sekret ab, das den Rebsaft bitter schmecken lässt.

Im Hausgarten verursachen Marienkäfer – woher auch immer sie stammen mögen – jedenfalls keine Schäden. Hier bringt auch der Asiatische Marienkäfer Glück, weil er Dir hilft, die Blattlauspopulation rasch und giftfrei stark zu dezimieren. Deshalb solltest Du alle Marienkäferarten als Verbündete betrachten und fördern. 

Lebensweise des Marienkäfers

Marienkäfer leben in Wäldern und Wiesen, aber auch in Parks und Gärten. Sie halten sich überall dort auf, wo ihre Leibspeise, die Blattlaus in großen Scharen anzutreffen ist. 

Neben Blatt- und Schildläusen stehen außerdem Spinnmilben, Wanzen, Fransenflügler sowie die Larven verschiedener Käfer- und Blattwespenarten auf ihrem Speiseplan. Ist gerade keine tierische Nahrung vorhanden, nehmen die Käfer auch mit Pollen und süßen Früchten vorlieb.

Marienkäfer ernähren sich nicht nur von Blattläusen, sondern auch von Pollen.

Manche Arten wie der Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer und der Sechzehnfleckige Marienkäfer ernähren sich von Mehltau. Im Flug können die Tiere weite Strecken zurücklegen, sind dabei jedoch auf den Wind angewiesen. Durch die unter den Deckflügeln befindliche Luft, sind Marienkäfer auch in der Lage zu schwimmen.

Gelbe Eier an Blattunterseiten

Marienkäfer überwintern gerne mit ihren Artgenossen. Sobald die Temperatur unter 12 °C absinkt, fällt den Käfern die Fortbewegung schwerer. Herzschlag und Atmung verlangsamen sich und die Tiere suchen nach Unterschlupfmöglichkeiten. 

Kaum ist kalte Jahreszeit überstanden, beginnt auch schon die Paarungszeit. Etwa Anfang Mai legen die Weibchen ihre Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ab. 

Fallen Dir gelbe Eier an den Blattunterseiten auf, solltest Du sie unbedingt verschonen.

Die hellgelben bis orangefarbenen Eier sind häufig an der Blattunterseite zu finden. Die bis zu 400 Eier verteilen die Käfer an verschiedenen strategisch günstigen Stellen. Nach etwa einer Woche schlüpfen die Larven und beginnen sogleich, Blattläusen nachzustellen. Ihr großer Appetit lässt sie rasch wachsen, sodass sie sich während ihrer ein- bis zweimonatigen Entwicklung mehrmals häuten. Schlussendlich verpuppen sie sich und entwickeln sich zu Käfern.

Marienkäfer gegen Schädlinge

Eine einzelne Marienkäferlarve kann je nach Art täglich bis zu 150 Blattläuse vertilgen. Auch ausgewachsene Käfer sind eine effiziente Waffe gegen die saugenden Pflanzenschädlinge: 

Bis zu 50 Läuse verzehren die Imagines, wie man fertig ausgebildete Insekten auch bezeichnet, täglich. Aus diesem Grund wünschen sich blattlausgeplagte Hobbygärtner möglichst viele der fleißigen Krabbler im Garten. 

Die Larven sind flinke und äußerst effiziente Blattlaus-Jäger.

Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder Du wartest, bis sich die ersten Marienkäfer von selbst einfinden, um der blattlausinvasion ein Ende zu bereiten. Wer den Anblick der leidenden Pflanzen nicht länger erträgt, kann auch Marienkäfer kaufen.  

Blattläuse sind Überträger von Pflanzenviren

Blattläuse schädigen die Pflanzen nicht nur durch ihre Saugtätigkeit, sie gelten zudem als Überträger für Viruserkrankungen. Daher ist es wichtig, rechtzeitig gegen einen Befall vorzugehen.

Marienkäfer kaufen

Im Fachhandel sind sowohl die ausgewachsenen Käfer als auch die Eier und Larven erhältlich. Auch wenn der Asiatische Marienkäfer der effizienteste Blattlausvertilger ist, wird er aufgrund seiner Tendenz zur invasiven Verbreitung nicht angeboten. 

Neben den heimischen Arten Zweipunkt-Marienkäfer (Adalia bipunctata) und Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) kannst Du auch den Australischen Marienkäfer (Crytolaemus montrouzieri) als Nützling kaufen. Er wird in Innenräumen gegen Woll- und Schmierläuse eingesetzt.

Sind die Bedingungen günstig, ist es auch möglich die gekauften Tiere dauerhaft im Garten anzusiedeln. Bei Nahrungsmangel fliegen die Käfer allerdings davon.

Ausgewachsene Käfer kaufen

Die Imagines werden meist in Pappröhrchen verkauft. Öffne das Röhrchen erst am Ausbringungsort. Schüttle die Marienkäfer vorsichtig heraus und verteile sie auf der befallenen Pflanze. Falls sich die Käfer nicht bewegen, kann dies an einer zu niedrigen Umgebungstemperatur liegen. Der australische Marienkäfer braucht mindestens 20 °C und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, um seine Aufgabe zufriedenstellend erfüllen zu können. Für heimische Arten reichen etwa  15 °C aus. 

Manchmal stellen sich die Tiere auch tot und beginnen erst nach einiger Zeit zu krabbeln. Im Freien macht der Einsatz erst ab Mai Sinn. In Innenräumen kannst Du die Tiere das ganze Jahr über einsetzen.

Marienkäferlarven kaufen

Weil die Larven weit mehr Blattläuse fressen, als die ausgewachsenen Käfer, macht es bei einer akuten Blattlaus-Plage Sinn auf dieses besonders gefräßige Entwicklungsstadium zu setzen. Etwa drei Wochen lang dezimieren die Marienkäferlarven die Läuse, bevor sie sich verpuppen. Doch auch als Käfer machen sich die Tiere weiterhin als Blattlausvertilger nützlich.

 

TwinterS – 30 Marienkäfer-Larven zur Bekämpfung von Blattläusen
  • ✅ EFFEKTIV ✅ Eine Marienkäferlarve vertilgt täglich bis zu 800 Blattläuse! Erwachsene Marienkäfer jagen täglich bis zu 150 Blattläuse.
  • ✅ BIOLOGISCH ✅ Marienkäfer sind das Symbol für den biologischen Pflanzenschutz! Perfekt zur Blattlausbekämpfung.
  • ✅ UNGIFTIG ✅ Im Gegensatz zur Schädlingsbekämpfung mit Pestiziden sind die Nützlinge völlig ungefährlich für Kinder und Haustiere!
  • ✅ AUS DEUTSCHLAND ✅ Die Käfer-Art Adalia bipunctata ist eine einheimische Marienkäferart und wird in Deutschland für die biologische Landwirtschaft gezüchtet.
  • ✅ INNEN UND AUSSEN ✅ Sie können die Nützlinge sowohl bei Ihren Zimmerpflanzen, im Gewächshaus, als auch im Garten einsetzen.

Bringe die Marienkäferlarven am bestens morgens oder abends aus. Warte damit jedoch nicht zu lange, die Larven können nicht mehrere Tage im Behältnis aufbewahrt werden. Als Anhaltspunkt lässt sich sagen, dass Du für eine Fläche von 10 m² etwa 30 Larven benötigst.

Marienkäfereier kaufen

Marienkäfereier sind eine günstige Lösung, wenn Du viele der kleinen Nützlinge benötigst. Hier haben die Tiere alle Entwicklungsstadien noch vor sich und können Dich sowohl als heranwachsende Larven, als auch später als Käfer bei der Blattlausbekämpfung unterstützen.

Die Eier werden meist in Folie verpackt, manchmal auch auf Bohnenblättern geliefert. Suche eine Stelle an der Pflanze aus, an der sich besonders viele Blattläuse befinden. Befeuchte die Pflanze leicht und klammere die Folie oder das Blatt mit den Eiern mithilfe einer Wäscheklammer oder mit einer Büroklammer fest. Achte dabei darauf, die Eier nicht zu zerdrücken. Sorge dafür, dass die Gelege nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind.

Ameisen verteidigen Blattlauskolonien gegen Marienkäfer

Ganz gleich ob Eier, Larven oder ausgewachsene Käfer – vor dem Ausbringen der Nützlinge solltest Du möglichst alle Ameisen in der Nähe entfernen.

Marienkäfer anlocken

Wenn Du es bei der Bekämpfung der Blattläuse nicht so eilig hast, kannst Du Deinen Garten so gestalten, dass Marienkäfer sich ganz von selbst einfinden. Ein starker Blattlausbefall bleibt den krabbelnden Glücksbringern nämlich nicht lange verborgen. 

Früher oder später landen die ersten Marienkäfer auf den betroffenen Pflanzen. Wenn Du nun für eine Umgebung sorgst, in der sich die Marienkäfer dauerhaft wohlfühlen, werden die Nützlinge gerne in Deinem Garten bleiben und sich hier vermehren.

Diese Pflanzen ziehen Marienkäfer an

Marienkäfer ernähren sich zwar hauptsächlich von Blattläusen, doch auch Pollen wird nicht verschmäht. Die Blüten mancher Pflanzen üben eine ganz besondere Anziehungskraft auf die gepunkteten Krabbler aus. 

Auf folgenden Pflanzen sind Marienkäfer häufig anzutreffen

Wie Du siehst lieben Marienkäfer viele Kräuter, die in jedem Küchengarten vorkommen. Besonders die Familie der Doldenblütler (Dill, Fenchel, Koriander) scheint es ihnen angetan zu haben. 

Aber auch andere Minze und Knoblauch stehen ihnen hoch im Kurs. Damit ist es überhaupt nicht schwierig, auf die Vorlieben der Käfer Rücksicht zu nehmen. Immerhin schmecken viele ihrer Lieblingspflanzen auch uns Menschen ganz vorzüglich.

Mixe einen unwiderstehlichen Marienkäfer-Trunk

Marienkäfer fühlen sich von duftendem Pollen angezogen. Besonders gut geeignet zum Anlocken der kleinen Krabbeln sind deshalb Holunderblüten. 

Marienkäfer lieben das süße Aroma von Holunderblüten.

So braust Du ein Marienkäfer-Elixir

  1. Erwärme einen Liter Wasser und rühre 10 bis 15 Holunderdolden sowie 10 Esslöffel Zucker unter.
  2. Lass die Mischung abkühlen und über Nacht ruhen.
  3. Gieße den Holunderblütensud durch ein Sieb und verdünne ihn mit einem weiteren Liter Wasser.
  4. Fülle die Mischung in eine Sprühflasche und verteile sie im Garten.

Siedle Ameisenkolonien um

Zu den natürlichen Feinden der Marienkäfer zählen die Ameisen. Sie ernähren sich vom süßen Honigtau, den die Blattläuse ausscheiden. Aus diesem Grund hegen und pflegen Ameisen ihre Blattlauskolonien, ganz ähnlich wie das auch Hirten oder Viehzüchter tun. Sie verteidigen die Läuse gegen Angreifer und gehen auf Marienkäfer und ihre Larven sofort los, sobald sich diese nähern.

Doch so einfach lassen sich die gefräßigen Blattlausvertilger nicht von ihrer Beute abbringen. Zur Verteidigung scheiden die Marienkäfer ein bitteres Sekret aus. Ihr Panzer bietet ihnen Schutz gegen die Bisse der Ameisen. 

Sind die Feinde jedoch in der Überzahl, muss sich der Marienkäfer geschlagen geben und den Rückzug antreten. 

Ameisen gehen rigoros gegen Marienkäfer vor und stoßen sie von den Blättern.

Wenn Du ein Ameisennest findest, kannst Du einen mit Holzwolle oder Stroh gefüllten Blumentopf darüber stülpen. Diese Art der Behausung ist für Ameisen sehr attraktiv und wird sofort angenommen. 

Wenn Du nun einige Tage wartest, haben sich alle Tiere mitsamt ihrer Brut im Topf angesiedelt. Nun brauchst Du einfach nur eine Schaufel unter den Topf zu schieben und ihn an einen anderen Ort bringen.

Töte Ameisen nicht – sie sind ebenfalls Nützlinge!

Ameisen fressen tote Insekten und Kleintiere und wandeln sie zu Biomasse um. Sie lockern den Boden auf und verbreiten die Samen verschiedenster Pflanzen.

Gehe niemals chemisch gegen Ameisen vor – damit bringst Du das biologische Gleichgewicht aus dem Lot. Versuche, die Ameisen zu vertreiben oder siedle ihr Nest um.

Verzichte auf Pestizide

Ein essenzieller Punkt, um das biologische Gleichgewicht im Garten herzustellen und zu erhalten, ist der Verzicht auf chemische Spritzmittel. 

Wenn Du Deine Pflanzen stärken, Mehltau bekämpfen oder anderen Krankheiten und Schädlingen vorbeugen möchtest, solltest Du auf Pflanzenjauchen und -brühen setzen.

In einem pestizidfreiem Umfeld fühlen sich Marienkäfer gleich zu Hause.

Lass die Larven leben

Marienkäfer kennt jeder. Ihre Larven jedoch werden von vielen Hobbygärtnern für Schädlinge gehalten und abgesammelt oder zerdrückt. Schau genau hin, bevor Du vermeintliche Schadinsekten von Deinen Pflanzen entfernst. 

Sieh Dir Bilder von den verschiedenen Entwicklungsstadien der gepunkteten Glückskäfer an, um Dich mit dem Aussehen der Eier und der Larven vertraut zu machen.

Ein Winterquartier für Marienkäfer

Vielleicht ist Dir schon einmal aufgefallen, dass sich Marienkäfer im Herbst oft in großer Zahl zusammenrotten. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Tiere auf die Suche nach einem Überwinterungsplatz befinden. 

Manche Arten machen sich in wärmere Gefilde auf, andere verbringen die kalte Jahreszeit hier bei uns.

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Marienkäfer überwintern gerne in:

Gestalte Deinen Garten so, dass Marienkäfer ausreichend Versteckmöglichkeiten vorfinden. Ein gepflegter Außenbereich mit superkurzem Rasen mag vielen Hobbygärtnern gefallen, für Insekten sieht ein steriler Garten eher traurig aus. Definiere zumindest einen kleinen Bereich, wo du das Gras nicht mähst. 

In dieser wilden Ecke können es sich Marienkäfer und andere Nützlinge gemütlich machen. Lass altes Holz und Laub liegen. Errichte einen Steinhaufen oder eine Trockenmauer.

Überwinterungshilfe anbieten

Wenn Du keinen Garten besitzt, kannst Du Marienkäfern auf Deinem Balkon ein Winterquartier bauen. Dazu benötigst Du eine kleine Holzkiste mit einem 8 mm großen Einflugloch.

Kleide das Innere der Kiste mit Laub oder mit Holzwolle aus und setze ein schützendes Dach auf die Behausung.

Fazit

Wer einen Marienkäfer in seinem Garten entdeckt hat Glück, denn die Tiere ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen, den wohl am häufigsten auftretenden Schädlingen im Hobbygarten. 

Ein weiblicher Marienkäfer legt zweimal pro Jahr bis zu 400 Eier. Während ihrer Entwicklung vertilgt jede geschlüpfte Larve Hunderte von Blattläusen. Auch nach der Verwandlung zum Käfer zeigen die Tiere weiterhin einen gesunden Appetit. 

Ihre Eier legen sie bevorzugt in der Nähe von Blattlauskolonien ab, damit hilft Dir auch die nächste Marienkäfer-Generation, die lästigen Läuse in Schach zu halten.

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