Kohlrabi wächst nur in die Höhe – 7 Gründe & Lösungen

Du hast Kohlrabi angebaut, aber statt kugeliger Knollen wachsen dir nur lange Stiele in die Höhe? Du bist nicht allein!

Ein häufiges Problem beim Anbau von Kohlrabi ist, dass die Pflanzen nur in die Höhe wachsen und keine Knollen bilden. Aber warum ist das so?

In diesem Artikel werden wir die Gründe dafür untersuchen und Lösungen vorstellen, damit du in Zukunft erfolgreich Kohlrabi mit dicken Knollen anbauen kannst.

Lass uns gemeinsam herausfinden, was deinen Kohlrabi davon abhält, die perfekte Knolle zu bilden und wie du es schaffen kannst, dass dein Kohlrabi wie gewünscht wächst

Gründe, warum Kohlrabi nur in die Höhe wächst

Es kann passieren, dass sich bei Kohlrabi-Pflanzen viele große Blätter ausbilden, sich aber einfach keine Knollen bilden. Dafür kann es verschiedene Gründe geben.

  • Zu große Kälte beim Pflanzen
  • Knollenbildung abhängig von der Kohlrabi-Sorte
  • Nichtbeachtung der Fruchtfolge
  • Pflanztiefe
  • Pflanzabstand
  • Qualität bei gekauften Setzlingen
  • Dünger enthält zu viel Stickstoff

Zu kalt

Die Setzlinge des Kohlrabi sollten bereits Mitte Februar bis Anfang März auf der Fensterbank oder, falls vorhanden, im Gewächshaus, herangezogen werden. Das sollte in bestimmten Abständen erfolgen, damit später auch die Jungpflanzen für eine längere Ernte zeitversetzt gepflanzt werden können.

Die Jungpflanzen sollten frühestens Ende März, besser Mitte April ins Freiland gesetzt werden.

Knollenbildung abhängig von der Kohlrabi-Sorte

Manche Kohlrabi-Sorten benötigen länger zum Ausbilden einer Knolle als andere. Der Riesenkohlrabi Superschmelz ist dafür ein gutes Beispiel.

Er braucht ziemlich lange, bis sich eine Knolle bildet. Bis zu diesem Zeitpunkt bildet er viele, riesige Blätter aus.

Nichtbeachtung der Fruchtfolge

Die Fruchtfolge hilft, einen einseitigen Nährstoffentzug des Bodens zu verhindern. Gemüse aus der gleichen Familie sollten nie hintereinander in dasselbe Beet gepflanzt werden. Kreuzblütler, zu denen der Kohlrabi gehört, sollten frühestens alle vier Jahre wieder in dasselbe Beet gepflanzt werden.

Dadurch können auch manche Krankheiten bei den Pflanzen vermieden werden, da die Schädlinge oft lange in einem Beet überdauern können.

Pflanztiefe

Kohlrabi-Setzlinge dürfen nicht zu tief in die Erde eingepflanzt werden, damit die Knollen sich gut entwickeln können. Die Knollen dürfen bei der Entwicklung keineswegs auf dem Boden aufliegen.

Pflanzabstand

Auch der Abstand der einzelnen Pflanzen zueinander ist wichtig. Sie sollten sich bei der Entwicklung nicht gegenseitig stören und einander die Nährstoffe im Boden streitig machen. Das hemmt die Entwicklung und die Pflanze wird ihre Energie anstatt in die Knollenbildung in die Blätter stecken.

Qualität bei gekauften Setzlingen

Achte beim Kauf Deiner Setzlinge auf eine gute Qualität. Die Pflanze sollte gesunde, sattgrüne Blätter haben und sollte bereits den Anfang einer Knollenbildung zeigen.

Stark stickstoffhaltigen Dünger meiden

Wenn Du die Kohlrabi mit stark stickstoffhaltigem Dünger versorgst, wird die Bildung von Blättern angeregt.

Zudem macht Stickstoff die Pflanzenzellen weich und die Anfälligkeit gegenüber Hitze, Frost, Bakterien- und Pilzerkrankungen wird erhöht. .

Lösungen, damit Kohlrabi nicht nur in die Höhe wächst

Nachdem Du nun weißt, warum bei Deinen Kohlrabi-Pflanzen eher das Kraut wächst, als dass sie eine Knolle bilden, wollen wir und den Lösungen zuwenden.

Richtige Temperatur

Bei Kohlrabi wird zwischen frühen und späten Sorten entschieden. Die frühen Sorten sind weniger frostempfindlich als die späten. Frühe Sorten können ab Ende März ins Freiland gepflanzt werden, späte Sorten werden erst im Juli gesät, da die niedrigen Temperaturen im Frühjahr ihnen schaden könnten.

Für Kohlrabi, die auf der Fensterbank vorgezogen werden, liegt die Keimtemperatur zwischen 15 und 20 Grad Celsius. Innerhalb von zehn Tagen zeigen sich die Keimblätter. Dann können die Pflanzen an einen kühleren Ort mit mindestens 12 Grad Celsius gebracht werden. Wenn die Pflanzen dann Anfang April ins Freiland umziehen, sollte die Temperatur bei mindestens acht Grad Celsius liegen. Zum Schutz vor möglichen Nachtfrösten sollten die Pflanzen mit einem Vlies bedeckt werden.

Temperaturen unter 12 Grad Celsius können problematisch sein, da die sogenannte Herzlosigkeit auftreten kann. Das bedeutet, dass die Pflanze frühzeitig aufhört zu wachsen. Sie bildet anstatt Knollen dann später nur noch Blätter aus.

Knollenbildung abhängig von der Kohlrabi-Sorte

Manche Kohlrabi-Sorten brauche viel länger zum Bilden einer Knolle als andere. Ein Beispiel dafür ist die Sorte Superschmelz, die sehr lange braucht, bis sie eine Knolle ausbildet.

Vorher entwickelt diese Sorte viele und sehr große Blätter. Auf diese Tatsache solltest Du bei der Auswahl Deines Kohlrabi-Samens oder der Kohlrabi-Setzlinge achten.

Fruchtfolge beachten

Kohlrabi, wie auch anders Kohl-Arten, sollten nie an eine Stelle gepflanzt werden, an der zuvor bereits eine Kohlsorte stand. Es sollten immer mindestens vier Jahre dazwischen liegen, bevor Kohlrabi wieder in ein Beet gepflanzt wird, in dem zuvor schon eine Kohlsorte kultiviert wurde.

Dadurch wird ein Nährstoffmangel verhindert. Auch verschiedene Krankheiten, wie beispielsweise die Kohlhernie, können vermieden werden.

Richtige Pflanztiefe

Wenn Kohlrabi zu tief in die Erde eingepflanzt wird, wird sich keine Knolle ausbilden und nur die Blätter wachsen in die Höhe. Das kann durch Einhalten der richtigen Pflanztiefe vermieden werden.

Bei Kohlrabi sollten die obersten Wurzeln nur leicht mit Erde bedeckt sein. Auf keinen Fall sollte die Stelle, an der sich die Knollen bilden, in der Erde liegen.

Diese Stelle sollte auch nicht zu nahe am Boden sein, damit die Knolle später nicht auf dem Boden aufliegt. Wäre das der Fall, könnte die Knolle schnell faulen.

Richtiger Pflanzabstand

Kohlrabi-Pflanzen benötigen Platz, Licht uns Luft zum Wachsen. Werden sie zu dicht nebeneinander gepflanzt, entwickeln sie sich nicht richtig.

Der Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte 30 bis 50 Zentimeter, je nach Sorte, betragen.

Dadurch wird vermieden, dass die einzelnen Pflanzen um Nährstoffe und Wasser konkurrieren müssen.

Qualität bei gekauften Setzlingen

Wenn Du Deine Setzlinge kaufst, solltest Du das in einer Gärtnerei oder einem guten Gartencenter tun und dabei darauf achten, dass die Setzling gesunde und sattgrüne Blätter haben.

Sie sollten auch schon den Ansatz für die Knolle zeigen. Gleichzeitig solltest Du darauf achten, dass die Blätter frei von Schädlingen sind.

Richtige Nährstoffe

Alle Pflanzen benötigen Stickstoff für ihr Wachstum. Zur Düngung stehen organischer und mineralischer Strickstoff zur Verfügung. Der Unterschied liegt in der Wirkung.

Der mineralische Stickstoff düngt die Pflanze und der Organische den Boden, was bedeutet, dass die Pflanze den Stickstoff verzögert aufnimmt. Mineralischer Stickstoffdünger regt also das schnelle Wachstum der Blätter der Kohlrabi-Pflanze an.

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Blätter des Kohlrabis verwenden

Wenn Dein Kohlrabi keine Knollen ausgebildet hat, gibt es keinen Grund zu verzweifeln, denn auch die Blätter können verwertet werden und sind zudem noch sehr gesund.

Die Blätter haben einen Nährwert von 47 kcal/100 g, sie sind eiweißreich, haben reichlich Provitamin A, viel Vitamin C und viel Magnesium.

Das kannst Du mit den Blättern tun

Kohlrabi-Blätter sollten auf keinen Fall entsorgt werden, denn es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten für sie.:

  • Zuerst einmal können sie für Kleintiere wie Meerschweinchen oder Kaninchen als Futter verwendet werden.
  • Beim Grillen kannst Du die Blätter als Ersatz von Aluminium-Schalen und -Folie verwenden, indem Du Dein Grillgut darin einwickelst. Nach dem Grillen können die Blätter einfach mit verzehrt werden.
  • Du kannst einen leckeren Spinat aus Kohlrabi-Blättern kochen.
  • Kohlrabi-Blätter können ein Bestandteil eines grünen Smoothies sein.
  •  Die Blätter können auch anstatt Weißkohl- oder Wirsing-Blätter für Kohlrouladen verwendet werden
  • Die ganz jungen Blätter innen können in Salat gegeben werden.

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