Die kurze Antwort: Für die meisten Gärten reicht ein geschlossener Thermo- oder Kunststoffkomposter – in unserer Auswahl 290 bis 900 Liter groß. Fällt viel Grünschnitt an, ist ein offener Latten- oder Gitterkomposter die bessere Wahl; die Bundesgütegemeinschaft Kompost zieht ihn vor, wo es geht. Schneller rottet es im Thermokomposter nicht – das konnte das Umweltbundesamt nicht nachweisen. Gegen Ratten hilft vor allem, nichts Gekochtes und nichts Tierisches hineinzugeben, dazu ein Drahtgitter am Boden. Ohne Garten bleiben Wurmkiste oder Bokashi-Eimer. Welcher der 33 lieferbaren Komposter zu dir passt, sagt dir der Finder – jede Empfehlung mit Begründung aus Herstellerwerten.
Frage 1 von 5
So wählen wir aus
Woher die Daten kommen
Inhalt, Maße, Material, Klappen, Bodengitter und Garantie stammen von den Herstellern – Produktseiten, Kataloge, Anleitungen. Wo ein Wert nicht eindeutig belegt ist, ist er mit * markiert und zählt nicht als Ausschlussgrund. Bei 3 Kompostern nennt der Hersteller keinen Inhalt; dort rechnen wir nicht selbst nach. Getestet haben wir die Komposter nicht, außer wo ein Testbericht verlinkt ist.
Welche Bauart zu welcher Menge
Für wenig Material bevorzugen wir geschlossene Behälter: Kleine Mengen trocknen darin laut Umweltbundesamt nicht so schnell aus. Für viel Grünschnitt bevorzugen wir offene Latten- und Gitterkomposter, die die Bundesgütegemeinschaft Kompost wegen des Luft- und Wasseraustauschs vorzieht. Als Inhalt setzen wir an: wenig 250 bis 450 Liter, mittel 400 bis 700, viel ab 700. Das ist unsere Einordnung, keine Fachregel.
Was wir nicht versprechen
Keine Geschwindigkeit: Dass Thermo- oder Schnellkomposter schneller rotten, konnte das Umweltbundesamt nicht nachweisen, und das Bayerische Landesamt für Umwelt schreibt, Wärmedämmung bewirke selten eine deutliche Temperaturerhöhung. Werbeversprechen der Hersteller zur Geschwindigkeit übernehmen wir nicht. Zu Bokashi äußert sich keine Fachstelle – wir beschreiben es deshalb nur, ohne Wirkung zu versprechen.
Ratten und Mäuse
Sind Nager ein Thema, empfehlen wir zuerst Komposter mit Bodengitter im Lieferumfang, geschlossene Trommeln ohne Bodenkontakt und Komposter, für die der Hersteller ein Gitter als Zubehör anbietet – dann steht deutlich dabei, dass du es separat kaufen musst. Eine Maschenweite empfehlen wir nicht: Keine Fachstelle nennt eine.
Wenn nichts passt
Du bekommst trotzdem eine Empfehlung. Dann lockern wir in dieser Reihenfolge: Budget, Material, Nagerschutz vom Hersteller, Größe, Wurmkiste oder Bokashi, Ort – und schreiben dazu, was nicht passt.
Preise und Lieferbarkeit
Den Preisbereich ordnen wir nach dem günstigsten geprüften Angebot ein; die Lieferbarkeit haben wir am 03.10.2026 geprüft. Preise ändern sich – den aktuellen siehst du beim Shop. Die Kauf-Links sind Affiliate-Links: Kaufst du darüber, bekommen wir eine Provision, für dich ändert sich am Preis nichts.
Thermokomposter, Lattenkomposter oder Metall – welcher ist der richtige?
Geschlossene Thermo- und Kunststoffkomposter brauchen wenig Platz, und kleine Mengen trocknen darin nicht so schnell aus (Umweltbundesamt); Küchenreste liegen geschützt vor Vögeln, Katzen und Nagern. Dafür ist das Risiko höher, dass es fault – gut belüften und Nässe vermeiden. Offene Latten- und Gitterkomposter lassen Luft und Wasser durch; die Bundesgütegemeinschaft Kompost zieht sie deshalb vor, wo es geht. Offene Gitter trocknen allerdings leicht aus. Für viel Grünschnitt sind sie die bessere Wahl, für wenig Küchenabfall der geschlossene Behälter.
Kompostiert ein Thermokomposter schneller?
Belegt ist das nicht. Eine Beschleunigung durch Thermo- oder Schnellkomposter „konnte … bisher nicht nachgewiesen werden“, schreibt das Umweltbundesamt in seiner Kompostfibel; laut Bayerischem Landesamt für Umwelt bewirkt die Wärmedämmung selten eine deutliche Temperaturerhöhung. Im Hausgarten werden meist höchstens 40 bis 45 °C erreicht. Mit Frischkompost rechnet das Umweltbundesamt nach drei bis vier Monaten, mit Reifekompost im Sommerhalbjahr nach vier bis sechs, sonst nach sechs bis zwölf Monaten.
Wie halte ich Ratten und Mäuse vom Kompost fern?
Der wichtigste Hebel ist, was nicht hineinkommt: keine Fleisch-, Fisch- und Essensreste (Umweltbundesamt, Bayerisches Landesamt für Umwelt). Von unten schützt ein feinmaschiges Drahtgitter. Eine Maschenweite nennt keine Fachstelle; belegt ist nur, dass Wanderratten Öffnungen von 2 cm Durchmesser durchqueren. In unserer Auswahl liegt das Bodengitter bei 3 Kompostern bei, bei 11 weiteren bietet es der Hersteller als Zubehör an.
Was darf auf den Kompost – und was nicht?
Rohe pflanzliche Küchenreste und zerkleinerte Gartenabfälle ja. Fleisch, Fisch, Knochen und Gekochtes nein – dafür wird Gartenkompost nicht heiß genug, und sie locken Nager an. Kot und Streu von Hunden und Katzen ebenfalls nicht; Samen- und Wurzelunkräuter und kranke Pflanzen gehören in die Biotonne (alles Umweltbundesamt). Bei Eierschalen, Zitrusschalen und Holzasche sind sich die Fachstellen uneins – Zitrus nur in kleinen Mengen, Asche lieber nicht. Rasenschnitt anwelken lassen und mit Laub oder Häckselgut mischen.
Kompost ohne Garten: Wurmkiste oder Bokashi?
In der Wurmkiste verwerten Kompostwürmer – keine Regenwürmer – die Küchenabfälle. Laut Bundesgütegemeinschaft Kompost passt sie auf Balkon, in Keller oder Küche, muss im Winter frostgeschützt stehen und bekommt anfangs höchstens 200 g Abfall am Tag; den ersten Kompost gibt es meist nach drei Monaten. Richtig betrieben riecht sie nach Waldboden (Umweltbundesamt). Bokashi vergärt Küchenabfälle im Eimer; das Ergebnis wird anschließend in Erde oder Kompost eingearbeitet. Zu Bokashi äußert sich keine Fachstelle, die wir gefunden haben.
Wo stelle ich den Komposter auf – und wie viel Kompost brauche ich?
Halbschattig auf offenem Boden, nicht auf Beton oder Platten (Staunässe). Eine bundesweite Abstandsregel zum Nachbarn gibt es nicht; das Umweltbundesamt rät zu ausreichend Abstand zur Grenze, besonders zu Terrassen und Fenstern. Damit nicht überdüngt wird, rechnet das Umweltbundesamt mit mindestens 50 bis 70 m² Gartenfläche je Person im Haushalt. Die LWG Veitshöchheim nennt als Faustzahl 3 Liter Kompost je m² und Jahr, im Spätwinter oder Frühjahr – nicht ins Moorbeet.