Der große Kompost Artikel

Viele organische Abfälle aus Haus und Garten sind zu schade für den Müll. Wer sie sammelt, kann daraus ein wertvolles Mittel zur Bodenverbesserung und einen großartigen Dünger gewinnen. Kompost hilft dir, Geld zu sparen und verwöhnt deine Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen. Gleichzeitig leistest du einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und förderst die Nützlinge in deinem Garten.

Klingt kompliziert? Keine Angst – das Anlegen eines Komposthaufens ist kinderleicht und macht Spaß.

Kompost ist das, was übrig bleibt, wenn wir pflanzliche Abfallstoffe verrotten lassen. Er besteht aus Kleinlebewesen, biologisch schwer abbaubaren Substanzen und aus mineralischen Verbindungen. Klingt ekelig? Ist es aber nicht! Kompost wird zu Recht als das schwarze Gold des Gärtners bezeichnet.

Er schließt den Nährstoffkreislauf, indem er dem Garten das zurückgibt, was wir ihm durch Mähen, Schneiden, Jäten und Ernten genommen haben. Mithilfe von Kompost kannst du langfristig einen gesunden und lebendigen Boden aufbauen und deinen Garten in ein grünes, üppig blühendes Paradies verwandeln.

Schwarzes Gold für einen grünen Daumen

Wer gerne gärtnert weiß, dass Zier- und Nutzpflanzen ziemlich anspruchsvoll sein können. Während Unkraut fröhlich aus jeder Ritze sprießt und selbst am kargsten Boden prächtig gedeiht, fordern unsere lieben Gartenpflanzen unsere ganze Aufmerksamkeit. Sie möchten gehegt und gepflegt, gedüngt und gegossen werden.

Hier kommt Kompost zum Einsatz: Mit seinem hohen Gehalt an Mineralstoffen wie Phosphor und Kalium versorgt er die Pflanzen optimal und verbessert die Fähigkeit des Bodens, Wasser zu speichern. Er belüftet das Erdreich und vermindert Erosion. Indem du Kompost in den Gartenboden einarbeitest, hilfst du deinen Pflanzen, Trockenperioden besser zu überstehen.

Zusätzlich bietest du ihnen Nährstoffe und Spurenelemente für die kommenden Monate. Du musst nicht so oft zur Gießkanne greifen und kannst in manchen Fällen komplett auf den zusätzlichen Einsatz von Düngemitteln verzichten. Darüber hinaus gilt Humus als guter Torfersatz. Die Gewinnung von Torf trägt maßgeblich zur Zerstörung der Moore bei. Umweltbewusste Hobbygärtner verzichten deshalb auf torfhaltige Erden und verwenden lieber Kompost zur Bodenverbesserung.

Video mit Informationen

Kompostieren – ein natürlicher Kreislauf

In der Natur verrotten laufend abgestorbene Pflanzenteile und bilden Humus. Diese oberste Erdschicht kann Wasser speichern und wandelt organisch gebundene Elemente wie Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor so um, dass die Pflanzen sie aufnehmen können. Bei der Kompostierung imitieren wir diesen natürlichen Prozess im kleinen Rahmen.

Wir sammeln organisches Material aus Küche und Garten und häufen es an einem geeigneten Ort an. Kleine Bodenlebewesen wie Pilze, Bakterien, Würmer, Asseln und Tausendfüßler zersetzen das abgelegte Material unter Einfluss von Sauerstoff.

In diesem Prozess werden wasserlösliche Mineralstoffe frei, die als Dünger wirken.

Verschiedene Wege zum Kompost

Ob klassischer Komposthaufen oder moderner Kompostbehälter ist Geschmacksache. Überlege, wo du den Kompost aufstellen möchtest und wie viel kompostierbares Material in deinem Haushalt und Garten durchschnittlich zusammenkommt.

Für kleinere Gärten kann ein geschlossener Behälter praktisch sein. Fallen regelmäßig große Mengen an Gartenabfällen an, bietet sich die offene Kompostierung an. Optimal sind zwei Kompoststellen (Behälter oder Komposthaufen), die abwechselnd in Betrieb sind.

Offener Kompost

Ein Komposthaufen ist nicht so kompakt und platzsparend, wie die Kompostierung in einem Behältnis. Er hat jedoch den Vorteil, dass du ihn beliebig erweitern kannst. Viele Gartenbesitzer finden den Anblick eines vollkommen freien Komposthaufens nicht sonderlich attraktiv und wählen aus diesem Grund ein anderes System.

Ein offenes Kammersystem, auch offene Miete genannt, begrenzt die Kompostsammlung seitlich und sorgt so für Ordnung und Zusammenhalt. Es handelt sich dabei um zwei oder mehrere oben offene Kammern aus:

Geschlossener Kompost

Kompostiergeräte sind eine technische Weiterentwicklung des Komposthaufens. Sie beschleunigen die Verrottung und verbergen die Gartenabfälle vor den Augen des Betrachters. Aufgrund ihres beschränkten Fassungsvermögens eignen sie sich vor allem für Küchenabfälle und zur Verwendung in Kleingärten.

Komposthaufen anlegen

Schnellkomposter

Schnellkomposter sind aus Kunststoff oder Metall gemacht. Ihre Bodenplatte hat oft kleine Löcher, die den Bodenlebewesen Einlass gewähren.

Hier findest Du übrigens meinen Schnellkomposter Vergleich

Juwel Aeroquick 890

Thermokomposter

Thermokomposter verfügen über eine Wärmeisolierung, die auch bei kaltem Wetter für ausreichend hohe Temperaturen in ihrem Inneren sorgen. Wenn in deinem Zuhause nur kleine Mengen an Kompost anfallen, können diese nicht genug Eigenwärme entwickeln, um den Mikroorganismen im Winter gute Bedingungen für ihre Arbeit zu bieten. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Thermokomposters.

Zum meinem Thermokomposter Vergleich

Ein Wurmkomposter

Wurmkomposter

Wurmkomposter sind Kunststoffgefäße, die mittels eines Drainagesystems ein ideales Klima für Kompostwürmer erzeugen. Die Würmer sorgen für eine schnelle Umsetzung ohne Umstechen. Sie können im Handel erworben oder aus einem aktiven Komposthaufen zum Beimpfen des neuen Behälters entnommen werden.

Großer grüner Trommelkomposter

Trommelkomposter

Trommelkomposter bestehen aus einer Trommel, die an einem stabilen Gestell befestigt ist. Mithilfe einer Kurbel kannst du die Trommel drehen und so dafür sorgen, dass der Kompost gut durchlüftet wird. Durch die Form des Behälters kommt die Kompostierung rasch in Gang. Die Sauerstoffzufuhr beim Drehen schafft perfekte Bedingungen für eine gleichmäßige, zügige Zersetzung und spart dir das Umschichten mit dem Spaten.

Trommelkomposter lassen sich gut entleeren und sind durch ihre Bauweise vor Mäusen und Ratten sicher.

Hier stelle ich 5 Trommelkomposter vor.

So legst du deinen eigenen Kompost an

Schritt 1

Ein Komposthaufen soll leicht zugänglich sein, aber nicht unbedingt im Blickfeld liegen. Wenn du einen größeren Garten dein Eigen nennst, ist es von Vorteil, den Kompost auch mit einer Schubkarre erreichen zu können.

Ein guter Platz ist die halbe Miete

Eine halbschattige und windgeschützte Stelle – am besten im lichten Schatten eines Baumes – ist ein optimaler Standort. Richtig angelegt und gut gepflegt stinkt ein Komposthaufen nicht. Er kann aber in bestimmten Phasen der Verrottung kurzzeitig Gerüche entwickeln, die von manchen Menschen als unangenehm empfunden werden.

Halte aus diesem Grund eine gewisse Distanz zur Terrasse deiner Nachbarn. Beachte, dass ein offener Kompost direkten Bodenanschluss zum Zu- und Abwandern der Bodenlebewesen braucht.

Schritt 2

Das richtige Behältnis

Du bist handwerklich talentiert? Dann kannst du deine eigene Miete aus Holz bauen. Achte auf einen ausreichenden Abstand zwischen den Holzlatten, damit die Luft zirkulieren kann.

Wenn du zwei linke Hände oder schlicht keine Zeit hast, kaufe einen Komposter aus Holz, Metall oder Kunststoff im Handel. Hat der Behälter keinen Boden, hilft ein Mäusegitter, Wühlmäuse und andere ungebetene Gäste von deinem Kompost fernzuhalten.

Schritt 3

Um eine gute Belüftung und eine optimale Zersetzung zu garantieren, wird der Kompost in Schichten angelegt. Schichte zuerst etwa 30 Zentimeter hoch kleine Zweige, gut verwelktes Laub und Rasenschnitt auf.

Hat dein Behälter einen geschlossenen Boden, solltest du einen Kompoststarter zum Aktivieren der Mikroorganismen auf diese unterste Lage streuen. Dann folgt eine bis zu 10 Zentimeter dicke Schicht Gartenerde. Sie sorgt dafür, dass Bodenlebewesen in den Kompost gelangen.

Schicht für Schicht

Nun kannst du beginnen, anfallende organische Garten- und Küchenabfälle auf deinem Kompost zu entsorgen. Damit der Kompost nicht zu dicht wird und den Kleinstlebewesen die Luft zum Atmen nimmt, sollte er zwischendurch mit stark zerkleinertem Astwerk, Häckselgut oder Stroh aufgelockert werden.

Schritt 4

Den Kompost schließen

Dein Kompost wächst und wächst. Ehe du dich noch versiehst, ist er über einen Meter hoch. Jetzt heißt es, einen Abschluss zu finden. Lass ihn nicht höher als 1,5 Meter werden!

Handelt es sich um einen oben offenen Kompost, schichte Grasschnitt darauf oder pflanze eine starkzehrende Pflanze wie zum Beispiel einen Kürbis darauf an.

Schritt 5

Das Umsetzen

Durch die Verrottung des Materials schrumpft der Komposthaufen. Sobald seine Masse nur noch ein Drittel der Ausgangsgröße beträgt, ist es Zeit, ihn umzusetzen. Nimm einen Spaten und grabe den Kompost um, damit die inneren Schichten nach außen gelangen.

Das sorgt für eine gute Belüftung und gibt dir die Möglichkeit, seinen Zustand zu kontrollieren. Ist er zu dicht, zu feucht oder riecht gar faulig, arbeiten geübte Gärtner grobes, trockenes Material ein.

Weiter unten erfährst Du mehr, wie man einen Kompost richtig umsetzt.

Schritt 6

Nach etwa neun Monaten ist es endlich soweit – dein Kompost ist bereit für den Einsatz im Garten. Reifer Kompost hat eine dunkle Farbe, feine Krümel und riecht angenehm nach feuchter Walderde.

Dein selbstgemachter Humusdünger ist fertig

Wer sichergehen möchte, dass der Reifeprozess tatsächlich abgeschlossen ist, füllt etwas Kompost in einen Topf und streut Kressesamen darauf. Keimen die Samen problemlos und gedeihen die Pflänzchen, ohne sich gelb zu verfärben, handelt es sich um Reifekompost, der auch von Jungpflanzen gut vertragen wird.

Jetzt kannst du deinen ersten eigenen Kompost im Garten ausbringen. Wenn du dabei professionell vorgehen willst, siebst du ihn durch ein Wurfgitter. So lässt sich der Humus besser auf den Beeten verteilen. Ausgesiebte gröbere Bestandteile kommen auf den neuen Komposthaufen.

Kompost richtig umsetzen

Wenn Du den Kompost regelmäßig umsetzt, kannst Du Dich bald auf hochwertige Erde freuen. In der Regel entsteht nach ungefähr einem Jahr wertvoller Humus, der als Dünger verwendet werden kann. Er sorgt dafür, dass die Erde entlüftet wird und besser Wasser speichern kann, was gerade im Sommer sehr wichtig ist. Durch das Umsetzen des Komposts verrottet er schneller und kann früher verwendet werden. 

Warum solltest Du Deinen Kompost umsetzen?

Ein Komposthaufen sollte in jedem Kleingarten vorhanden sein. Denn mit ihm lässt sich hochwertiger Humus erzeugen. Um möglichst schnell nährstoffreiche und hochwertige Komposterde zu erhalten, sollte der Kompost regelmäßig umgesetzt werden.

Diese Arbeit kann zwischen Februar und dem Frühling erledigt werden. Durch das Umsetzen wird der Kompost wieder besser mit Sauerstoff versorgt. Des Weiteren kannst Du dadurch auch die Verrottung anregen und beschleunigen, um die frische Erde im Idealfall noch in derselben Saison verwenden zu können. 

Wie sieht der perfekte Komposthaufen aus?

Damit der Kompost ideal verrotten kann, muss er sowohl mit Luft wie auch mit Erde Kontakt haben. Daher sollte er nicht auf einem Untergrund aus Stein oder Beton angelegt werden. Die Gartenabfälle können sich nur zersetzen, wenn ausreichend Organismen und Bakterien vorhanden sind. Diese leben sozusagen in der Erde und sorgen dafür, dass keine Staunässe entsteht. Um den Komposthaufen ideal umsetzen zu können, sollte darauf geachtet werden, dass um diesen herum genug Platz ist

Denn dann kannst Du ihn von mehreren Seiten erreichen, was die Arbeit deutlich erleichtert. Der Kompost selber sollte nach dem Umsetzen wind- und lichtgeschützt gelagert werden. Denn sonst kann es vor allem im Sommer vorkommen, dass der Haufen austrocknet und der Zersetzungsprozess unterbrochen und damit unnötig in die Länge gezogen wird. 

In 5 Schritten den Kompost umsetzen

1.

Einen neuen Haufen aufschichten

Bevor Du im Frühling mit der Aussaat beginnst, solltest Du Dich darum kümmern, dass Du genug Kompost für die Düngung zur Verfügung hast. Daher sollte dieser immer Mal wieder umgesetzt werden. Denn dadurch sorgst Du dafür, dass er gleichmäßig und möglichst schnell verrottet und Dir damit auch früher zur Verfügung steht. Im ersten Schritt schichtest Du den Kompost auf einen neuen Haufen um. Da Du hierfür ausreichend Platz benötigst, solltest Du im Vorfeld überlegen, wo Du ihn anlegen willst.

Ideal ist es, wenn Du ihn direkt neben dem alten Haufen aufschichtest. Denn dann musst Du den Kompost nicht durch den kompletten Garten befördern. Das ist nicht nur anstrengend, sondern kostet auch wertvolle Zeit. 

2.

Kompost gründlich durchmischen

Nachdem der Kompost umgesetzt wurde, sollte er mit einer Mistgabel oder alternativ mit einem Rechen gründlich durchgemischt werden. Dadurch wird er mit mehr Sauerstoff versorgt und verrottet besser und vor allem schneller. 

3.

Mit einem Sieb verfeinern

Als Nächstes macht es Sinn, den Kompost mit einem großen Sieb etwas zu verfeinern. Im Sommer sollte dieser Schritt ungefähr jeden zweiten Monat durchgeführt werden.

Denn durch die höheren Temperaturen zersetzt sich der Kompost deutlich schneller als im Winter. 

4.

Kompoststarter einbringen

Um möglichst schnell hochwertigen Naturdünger zu erhalten, sollte ein sogenannter Kompoststarter verwendet werden. Diesen kannst Du in jedem Gartencenter als Pulver oder in flüssiger Form erwerben. Er enthält unter anderem sehr nützliche Mikroorganismen, die bei der Kompostierung sehr hilfreich sein können. 

5.

Kalken

Wenn Du Kalk in den Kompost gibt, kannst Du die Mikroorganismen dazu animieren, ihn schneller zu zersetzen. Hierfür eignen sich unter anderem unterschiedliche Tierjauchen und eigens hergestellte Pflanzenjauchen. Diese Mittel versorgen den Kompost mit Stickstoff, damit sich dieser schneller zersetzt.

So kompostierst Du...

... Rasenschnitt

Schon bei kleinsten Rasenflächen ist meist ein wöchentliches Rasenmähen nötig und so kommen nach einigen Wochen sehr schnell mehrere Abfallsäcke an Rasenschnitt zusammen. Wenn Du nun denkst, den Haufen einfach auf den Kompost kippen zu können, wirst Du relativ schnell eine Überraschung erleben. 

Rasenschnitt hat im Gegensatz zu den meisten anderen Kompostmaterialien einen sehr hohen Wasseranteil sowie durch das Zerkleinern im Rasenmäher eine sehr große Oberfläche. Somit fällt der abgemähte Rasen äußerst schnell zusammen und beginnt mit dem Faulen. Während jedoch die obere Schicht immer noch genug Sauerstoff erhält, entwickelt sich durch den fehlenden Sauerstoff in den unteren Schichten schnell ein übel riechender Gestank. Um dies zu vermeiden, ist eine gute Durchlüftung des Komposthaufens bei der Rasenschnittkompostierung unumgänglich. 

Du solltest Deinen Rasenschnitt nach Möglichkeit immer zusammen mit anderen kompostierbaren Materialien mischen – am besten eignen sich dazu sogenannte Strukturmaterialien wie kleingehäckseltes Holz, Zweige, Blätter oder sonstige verholzte Pflanzen. Damit stellst Du eine Balance zwischen dem feuchten Gras und den trockenen Kompostbestandteilen her und bewirkst, dass genügend Sauerstoff für den Fäulnisprozess zur Verfügung steht. 

... Laub

Das Laub der Esche, Linde, Ahorn, Eberesche und Hainbuche lässt sich in der Regel hervorragend kompostieren, ebenso wie Laub von Obstbäumen. Allerdings verzögern einige Blätter, die viel Gerbsäure enthalten, den Verrottungsvorgang. Hierzu gehört das Laub der Pappel, Buche, Eiche, Platane oder Kastanie.

Damit die Verrottung nicht zu stark verlangsamt wird, kannst Du diese Blätter im Vorfeld zerkleinern und etwas Steinmehl dem Komposthaufen hinzufügen, damit die Gerbsäure neutralisiert wird. 

Achte darauf, dass Du beim Kompostieren vom Laub starke Feuchtigkeit vermeidest, damit sich kein Schimmel bildet. Ist Dein Laub nass, solltest Du es im Vorfeld etwas trocknen lassen. Am besten kannst Du hierfür einen sonnigen Tag nutzen. 

Achtung bei Walnuss-Blättern: In größeren Mengen können diese giftig sein. Daher solltest Du sie besser in der Bio-Tonne entsorgen!

... Moos

Auch Moos darfst Du natürlich nicht planlos auf dem Komposter anhäufen und sich selbst überlassen, denn dies führt lediglich zur Bildung von Fäulnis und Moder. Breite das Moos in dünnen Schichten auf dem Komposthaufen aus. Im Idealfall kannst Du es anschließend noch mit Algenkalk oder Gesteinsmehl bestreuen.

Um ein gutes Ergebnis zu erzielen, solltest Du dem Haufen noch andere organischen Materialien untermischen, wie ungekochten Küchenabfällen, Rasenschnitt, Laub, Eierschalen, Federn oder Stallmist.

Aber Vorsicht: Wenn Du das Moos im Rasen mit Eisendünger bekämpfst, haben diese Überreste nichts auf dem Komposthaufen zu suchen, denn das enthaltene Eisen-II-Sulfat im Eisendünger ist sehr giftig. Wenn es in den Kompost gelangt, verteilt sich dieses Gift bei der Nutzung der Komposterde als Dünger automatisch in Beeten Deiner Gemüse- und Zierpflanzen.

... Pferdemist

Als Pferdehalter wirst Du sicherlich wissen, wie viel Stallmist ein einziges Pferd wöchentlich produziert. Nicht nur aus Platzgründen macht es daher Sinn, die Pferdeäpfel zu kompostieren. Damit aber auch hier genügend Sauerstoff den Verrottungsprozess vorantreiben kann, muss der Mist zunächst in lockeren Schichten aufeinander gehäuft werden.

Frischen Pferdemist kannst Du dann einfach wieder locker auf die Pferdeäpfel vom Vortag verteilen. Damit gewährleistest Du, dass die Kleinstlebewesen, die für die Verrottung zuständig sind, ständig mit neuer Nahrung versorgt werden. 

Strohmist lässt sich in der Regel ideal so aufschichten, dass eine ausreichende Luftzufuhr gewährleistet ist. Solltest Du Einstreu mit Sägespäne nutzen, mische bestenfalls zur Auflockerung etwas Altstroh oder -heu unter.

7 Tipps für besseren Kompost

1. Die richtigen Zutaten

Welche Abfälle tun deinem Kompost gut?

  • Grobe und feine Gartenabfälle wie Baumschnitt, Strauchschnitt, Laub, Unkraut ohne Samenstände, Rasenschnitt, Staudenschnitt, verwelkte Schnittblumen und Topfpflanzen sind prinzipiell für die Kompostierung geeignet.
  • Pflanzliche Küchenabfälle, Kaffeesatz, Teebeutel und Eierschalen kannst du mit gutem Gewissen auf den Kompost geben.
  • Auch die Streu und die Exkremente von pflanzenfressenden Haustieren dürfen kompostiert werden.

2. Bitte nicht auf den Kompost

Folgende Abfälle können deinem Kompost schaden und sollten über den Hausmüll entsorgt werden:

  • Fleisch und Speisereste ziehen Ratten und Fliegen an und entwickeln beim Verrotten einen unangenehmen Geruch.
  • Samentragendes Unkraut und hartnäckige Wurzelunkräuter wie Brennnessel und Giersch können sich über den Kompost im ganzen Garten verbreiten.
  • Pflanzenteile, die von Krankheitserregern befallen sind, gehören in den Restmüll.
  • Hunde– und Katzenkot haben auf dem Kompost ebenfalls nichts verloren.

3. Laub ist nicht gleich Laub

Während das Laub vieler Blütensträucher und Bäume schnell und gut verrottet, können die abgefallenen Blätter von Eichen, Kastanien und Walnussbäumen auf dem Kompost Probleme bereiten. Ihr hoher Gehalt an Gerbsäure macht sie schwer kompostierbar. Sie werden am besten gesondert kompostiert oder nur in kleinen Mengen auf dem Kompost entsorgt. Um es zu zerkleinern, kannst du mit dem Rasenmäher über das gesammelte Laub fahren.

Insgesamt sollte der Laubanteil im Kompost höchstens 20 Prozent betragen. Vermeide dicke Laubschichten auf dem Komposthaufen, indem du andere Gartenabfälle und Küchenabfälle untermischst.

4. Häckseln beschleunigt die Zersetzung

Grobe Gartenabfälle können mit einem Häcksler zerkleinert werden, was sie schneller verrotten lässt. Unbedingt notwendig ist die Anschaffung eines solchen Geräts aber nicht. Große und dicke Äste kannst du auch mit einer Astschere in kompostgerechte Stücke zerteilen.

5. Die richtige Feuchtigkeit

Kompost braucht zu einer optimalen Verrottung ausreichend Feuchtigkeit. Während sommerlicher Trockenperioden kannst du ihn mit der Gießkanne wässern.

Aber Achtung: Zuviel Wasser führt im schlimmsten Fall zu Fäulnis oder Schimmel. Bei Dauerregen empfiehlt es sich deshalb, einen offenen Kompost mit Stroh oder einer Plane abzudecken.

6. Die Verrottung ankurbeln

Im Handel gibt es Kompostbeschleuniger, die der Zersetzung einen Schub geben. Du kannst deinen eigenen Beschleuniger auch selbst herstellen: Brösle einen Würfel frische Hefe in einen Topf mit lauwarmem Wasser. Rühre 500 Gramm Zucker ein.

Gib die Mischung in eine Gießkanne und fülle sie mit kaltem Wasser auf. Verteile den biologischen Kompostbeschleuniger bei mildem Wetter über dem Komposthaufen. Pflanzenjauchen aus Brennnessel und Beinwell helfen dem Kompost ebenfalls auf die Sprünge.

7. Übe dich in Geduld

Du möchtest deinen Kompost endlich nutzen und freust dich schon auf seinen Einsatz im Garten. Als Naturprodukt braucht seine Entwicklung Zeit.

Für naturverbundene Gärtner ist es spannend und lehrreich, diesen biologischen Prozess hautnah mitzuverfolgen. Sei geduldig, dann erlebst du, wie aus Abfällen lebendige Erde entsteht!

Fazit

Abschließende Worte

Beitrga zusammenfassen

Schreibe einen Kommentar

*