Komposter aus Kunststoff im Vergleich

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Nutzt ihr fleißig eure Biotonne? Dann freut sich besonders die Landwirtschaft, denn die überwältigende Mehrzahl der Garten- und Küchenabfälle, die auf diese Weise entsorgt werden, landet bei Landwirten. Dort wird der Biomüll dann in großem Stil zu sehr fruchtbarer Erde kompostiert, die dann zum Düngen weiterverwendet wird.

Seid ihr jetzt hellhörig geworden? Wahrscheinlich schon, denn wer kann in seinem Heimgarten keine fruchtbare Erde gebrauchen? Was liegt also näher, als der Biotonne ein wenig Freizeit zu gönnen und stattdessen seinen eigenen Komposthaufen aufzubauen?

Und das ist gar nicht so schwierig: Denn egal, ob in eurer Küche viel Abfall anfällt oder eure Gartenpflege für Pflanzenreste sorgt, ein Komposthaufen ist schnell gefüllt und sorgt dann nach einiger Zeit für gut zersetzte und nahrhafte Erde.

Doch dafür braucht ihr natürlich ein wenig Equipment: Ein guter Komposter muss also her! Und wenn ihr so wetterunabhängig und sauber wie möglich arbeiten wollt, dann ist eure erste Wahl wahrscheinlich kein Holz- oder Metallkomposter, sondern ein Gerät aus Kunststoff.

Und erfreulicherweise sind Kunststoffmodelle mittlerweile keine Exoten mehr auf dem Kompostmarkt: Heutzutage gibt es viele Exemplare, die fast jeden von euch zufriedenstellen sollten.

Doch so einfach ist die Sache nicht: Denn nicht jeder Komposter aus Kunststoff funktioniert nach demselben Prinzip. Wenn es um Schnell-, Thermo-, Trommel oder offene Komposter geht, dann kann man schon leicht den Überblick verlieren.

Das muss aber nicht sein: Denn mit ein paar Hintergrundinfos wird die Auswahl schon wieder einfacher. Damit auch ihr den richtigen Komposter für euch findet, erkläre ich euch im Folgenden deshalb erst einmal kurz, wie so ein Gerät überhaupt funktioniert. Dann erfahrt ihr, welche Möglichkeiten ihr habt, wenn es um Kunststoffgeräte geht. Und damit ihr auch wirklich den Überblick behaltet, stelle ich euch dann auch noch mit allen Vor- und Nachteilen die 5 besten Kunststoffkomposter vor, die es meiner Meinung nach derzeit zu kaufen gibt.

Hört sich nach ganz schön viel an, oder? Keine Sorge, es ist einfacher, als es sich zunächst anhört: Legen wir also los!

Kunststoffkomposter haben in jüngster Zeit enorm an Popularität gewonnen. Das liegt nicht nur daran, dass das Material einige Vorteile gegenüber Metall und Holz hat. Auch die Entwicklung neuer Kompostkonzepte spielt sich vor allem bei Kunststoffgeräten ab.

Denn fast alle Anlagen, die aus herkömmlichen Materialien bestehen, sind eigentlich nur dann geeignet, wenn ihr ordentlich Platz in eurem Garten habt. Kunststoffkomposter sind allerdings oft geschlossene Systeme (was dahinter steckt, erkläre ich euch gleich) und können praktisch überall genutzt werden: Einige kleine Geräte finden sogar auf dem Balkon Platz!

Obwohl herkömmliche Komposter also immer noch einen beträchtlichen Marktanteil haben, gewinnen Kunststoffmodelle immer mehr an Zuspruch. Dies liegt auch daran, dass es allerlei verschiedene Arten gibt, so z.B.

  • offene Komposter
  • kleine Schnellkomposter
  • größere Thermokomposter oder auch
  • Trommelkomposter.

Wie funktioniert ein Komposter aus Kunststoff?

Da es so viele unterschiedliche Komposterarten gibt, unterscheiden sich natürlich die Funktionsweisen. Doch auch, wenn es im Detail Unterschiede gibt: Der Kompostierungsprozess läuft eigentlich immer nach demselben Schema ab:

Zunächst werden die Abfälle in den entsprechenden Behälter gegeben. Wenn genug Masse vorhanden ist, beginnt im Inneren des Haufens der Zersetzungsprozess: Bakterien und Pilze, später auch Würmer und Insekten fühlen sich hier nämlich richtig wohl und durchwühlen den Haufen, töten Schadstoffe ab und führen dem Kompost stattdessen weitere Nährstoffe hinzu.

Bei offenen Komposthaufen dauert dieser Prozess etwas länger als bei geschlossenen Systemen: Während ein “normaler” Komposter etwa 1 bis 2 Jahre braucht, bis der Abfall zu Erde verarbeitet ist, geschieht dies z.B. in einem leistungsfähigen Thermokomposter innerhalb weniger Monate.

Video mit Informationen

Währenddessen müsst ihr aber auch ein wenig Arbeit investieren: Denn wenn ein Komposthaufen nicht bewegt wird, zersetzt er sich nicht gleichmäßig: So kann er an einigen Stellen beginnen, zu verschimmeln oder zu verfaulen, während andere Teile des Haufens noch unangetastet sind. Dies bedeutet: Ihr müsst euren Kompost regelmäßig umsetzen, um gute Resultate verbuchen zu können.

Egal, ob ihr die normale oder die Express-Variante wählt: Wenn ihr euren Kompost gut gepflegt habt, steht am Ende steht eigentlich immer dasselbe Ergebnis: Nahrhafte, hundertprozentig ökologische und extrem gut düngende Erde!

Doch was genau macht Kunstoffmodelle dabei aus? Warum lohnt es sich, auf diese zu setzen?

Die Vorteile

Keine Verrottung oder Verrostung

Ein Vorteil von Kunststoffkompostern ist eigentlich schnell erklärt: Sie sind sehr wetterbeständig. Anders als Holzmodelle besteht keine Gefahr, dass sie durch Witterung morsch werden oder verrotten, im Gegensatz zu Metallkompostern können sie auch nicht verrosten! So müsst ihr euch bei Wind und Wetter eigentlich nur darum kümmern, dass der Deckel gut verschlossen bleibt!

Kaum unangenehme Gerüche

Vielleicht seid ja auch ihr skeptisch, wenn es darum geht, zu Hause eine Kompostwirtschaft zu betreiben. Denn bevor ihr euch über die nahrhafte Erde freuen könnt, ist Kompost auch mit unappetitlichen Dingen verbunden: Nicht nur ist es kein Augenschmaus, Würmern und Insekten bei der Arbeit zuzusehen, die ganzen Abfälle beginnen nach kurzer Zeit auch, ziemlich zu stinken. Mit einem geschlossenen Kunststoffkomposter könnt ihr dies umgehen: Es gelangen kaum Gerüche nach draußen und der Zersetzungsprozess findet unbemerkt von euren Augen im Inneren des Behälters statt.

Oft schnelle Ergebnisse

Ein weiterer Pluspunkt, der für Kunststoffgeräte spricht: Bei den meisten Modellen geht der Kompostierungsprozess sehr schnell vonstatten! Zwar gibt es auch offene Exemplare, die Mehrzahl der Komposter aus Kunststoff besteht aber aus geschlossenen Systemen. So könnt ihr innerhalb weniger Monate das erreichen, was bei einem Holz- oder Metallkomposter über ein Jahr dauern würde! Wenn ihr also eher zu den Ungeduldigen gehört, dann sollte Kunststoff die erste Wahl sein.

Viele Kompostierarten wählbar

Schließlich sind Komposter aus Kunststoff sehr vielseitig. So könnt ihr genau die Kompostierart wählen, die zu euch passt: Es gibt sowohl offene Geräte, die ganz klassisch ihren Dienst verrichten als auch geschlossene Systeme wie Schnellkomposter, noch schneller arbeitende Thermomodelle oder auch innovative und komfortable Trommelkomposter. Mit Kunststoff habt ihr also wirklich die größte Auswahl!

Die Nachteile

Oft geringes Fassungsvermögen

Es gibt also viele Gründe, die dafür sprechen, auf Kunststoff zu setzen. Doch diese Komposter haben auch ein paar kleine Nachteile, die euch dazu verleiten könnten, vielleicht doch eher auf ein herkömmliches Holz- oder Metallmodell zu setzen. Denn zum einen ist das Fassungsvermögen der meisten Kunststoffler doch eher klein. Dies ist kein Problem, wenn ihr vorwiegend Küchenabfälle und vielleicht ein paar Gartenreste habt. Solltet ihr aber mehr Kompost haben, werden die meisten Behälter wahrscheinlich schnell zu klein für euch sein – zumal sie auch nicht gut erweiterbar sind.

Etwas teuer

Wenn ihr ein etwas geringeres Budget habt, dann kann es sein, dass die meisten Kunststoffkomposter eure Preisvorstellungen doch überschreiten – richtig günstig sind diese Modelle nämlich nicht. Aufgrund der längeren Lebensdauer spart ihr langfristig zwar wahrscheinlich wieder, wenn ihr aber Komposter zum wirklich günstigsten Preis sucht, dann kann es Sinn machen, bei Holz- oder Metallanlagen zu suchen.

Darauf solltet ihr beim Kunststoff Komposterkauf achten

Da haben wir ja schon viel gelernt: Komposter aus Kunststoff sind oft sehr schnell, geruchsarm, beständig und variabel.

Doch das hilft uns immer noch nicht so recht weiter, wenn es um die mit wichtigste Frage geht: Welcher Komposter ist für mich am besten geeignet? Und darum soll es ja auch gehen. Damit ihr nach dem Kauf nicht bitter enttäuscht werdet, solltet ihr unter anderem auf folgende Dinge achten:

Die meisten Kunststoffkomposter sind verhältnismäßig klein – es gibt aber auch größere Modelle. Und das Fassungsvermögen der Anlage sollte unbedingt zu euren Ansprüchen passen! Ist das nicht der Fall, dann müsst ihr nämlich in den sauren Apfel beißen und Abfälle, die nicht mehr hineinpassen, doch in die Biotonne schmeißen.

Wenn ihr nur einen kleinen Haushalt habt und besonders Küchenabfälle kompostieren wollt, dann muss die Anlage nicht allzu groß sein: Hier sollten kleine Komposter mit einem Volumen von ungefähr 300 Litern ausreichend sein.

Wenn ihr dazu noch einen kleineren oder mittelgroßen Garten habt, dann sollte das Fassungsvermögen schon etwas größer gewählt werden. Denn wenn ihr regelmäßig das Zusammengeharkte vom Laubfegen, Rasenmähen oder Unkrautjäten verkompostieren wollt, nimmt das doch schnell viel Platz weg. Ich empfehle dann einen Komposter mit einem Volumen von um die 500 Liter.

Und wenn ihr noch mehr kompostieren wollt, dann braucht ihr auch mehr Platz. Besonders, wenn ihr regelmäßig zu Hause kocht und/oder einen ziemlich großen Garten habt, dann solltet ihr nicht zu klein denken: Mindestens 600 Liter Fassungsvermögen sollten dann schon Pflicht sein!

Ich habe es ja schon erwähnt: Wenn es um Kunststoffkomposter geht, dann ist kaum ein Modell so wie das andere. Diese Vielfalt kann euch in die Karten spielen – denn jede Art hat seine eigenen Stärken:

  • Schnellkomposter sind, wie der Name schon sagt, besonders dann geeignet, wenn ihr nicht lange warten wollt, bis Erde entsteht. Allerdings sind diese Behälter auch oft sehr klein, so dass sie wahrscheinlich etwas für euch sind, wenn ihr nur wenig Platz habt oder nur geringe Mengen, also z.B. vornehmlich Küchenabfälle, kompostiert.
  • Thermokomposter sind etwas leistungsfähiger als Schnellkomposter: Nicht nur kompostieren sie dank (oft doppelter) Thermoisolierung etwas schneller, sie haben meist auch ein um einiges größeres Fassungsvermögen. Wenn ihr es also schnell haben wollt, dabei aber doch ziemlich viel Kompostmasse habt, dann solltet ihr Thermos bei eurer Wahl eine Chance geben.
  • Trommelkomposter hingegen sind vor allem dann eine gute Wahl, wenn ihr es sauber und komfortabel wünscht: Der Kompostierungsprozess geht schnell vonstatten, die Modelle sind, da etwas höher stehend, gut gegen Schädlinge geschützt und ihr müsst den Kompost nicht mühsam umsetzen – es reicht aus, die Trommel zu betätigen! Da diese Komposter aber doch etwas klein sind, empfehle ich sie eher für Küchen- als für Gartenabfälle.
  • Offenes Kompostieren ist auch mit Kunststoff möglich – und eine gute Wahl, wenn ihr viel Kompostmasse, besonders aus dem Garten, habt, ein wenig Geduld mitbringt und Platzprobleme und Geruchsbelästigung für euch eher zweitrangig sind.

Ein Komposthaufen lockt leider nicht nur Nützlinge wie Würmer und Insekten an, sondern auch Schädlinge. Besonders Nager wie Mäuse und Ratten wühlen sich gerne in den Haufen, um dort Nahrung zu finden und dabei den Kompost zu verunreinigen. Besonders, wenn ihr verstärkt Küchenabfälle kompostiert, ist ein ordentlicher Schädlingsschutz daher Pflicht!

Am einfachsten ist das wohl mit einem Trommelkomposter zu bewerkstelligen, da dieser praktisch in der Luft schwebt, so dass die meisten ungebetenen Gäste keine Chance haben, hineinzukommen. Bei allen anderen geschlossenen Kompostern solltet ihr auf ein Bodengitter achten: Dabei sind die Maschen so groß, dass nützliche Kleintiere ihren Weg in den Haufen finden, größere Schädlinge bleiben aber ausgesperrt. Manche Komposter werden inklusive Gitter verkauft, bei anderen hingegen solltet ihr noch eine Zusatzinvestition tätigen.

Die besten Komposter aus Kunststoff

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Es gibt wirklich viele Kunststoffkomposter auf dem Markt, so dass ihr eigentlich kein Problem haben solltet, eine geeignete Anlage für euch zu finden. Doch weil es doch sehr viele verschiedene Unterarten gibt, kann die Suche ohne Hilfe doch etwas länger dauern. Damit es nicht allzulange dauert, bis ihr den richtigen für euch gefunden habt, bringe ich jetzt mal ein bisschen Ordnung hinein und stelle euch die meiner Meinung nach derzeit besten Kunststoffanlagen mit ihren Vor- und Nachteilen etwas genauer vor. So könnt ihr besser einschätzen, welcher Komposter am besten zu euch passt.

 

Neudorff DuoTherm 775

Ihr wollt so schnell wie möglich an fertige Komposterde kommen und sucht dafür ein ausreichend dimensioniertes Komplettpaket? Wenn ihr nicht extrem viele Gartenabfälle habt, dann ist der DuoTherm 775 von Neudorff sehr empfehlenswert!

Denn das Volumen von 530 Litern ist mehr als ausreichend, wenn ihr ein paar Küchenabfälle und dazu noch eure Gartenreste loswerden wollt. Die Verarbeitung ist dabei sehr hochwertig – die isolierte Doppelwand macht es nämlich möglich, den Kompost in Rekordzeit zu Erde zu verarbeiten!

Guter Schädlingsschutz

Anders als bei anderen Thermokompostern müsst ihr euch dabei keine Sorgen darum machen, dass euer Kompost in Mitleidenschaft gezogen wird: Dank eines im Lieferumfang enthaltenen Bodengitters ist er nämlich gegen Schädlinge wie Mäuse und Ratten gewappnet, während Würmer und Insekten dennoch problemlos ihren Weg in den Kompost finden!

Einzig der Preis könnte euch vielleicht ein wenig vom Kauf abhalten, denn dieser ist doch eher im oberen Mittelfeld angesiedelt. Doch angesichts der Leistungen lohnt sich die Investition: Hier findet ihr den DuoTherm 775 zum besten verfügbaren Preis!

Positiv

  • sehr gute Verarbeitung, doppelwändig
  • gutes Fassungsvermögen
  • dank Bodengitter gegen Schädlinge geschützt

Negativ

  • etwas hoher Preis

Juwel Aeroplus 6000

Nun hat wahrscheinlich nicht jeder von euch einen sehr großen Garten. Dann ist der Kompost eher für Küchenabfälle da. Und wenn ihr regelmäßig kocht, kann da schon einiges anfallen. Eine gute Möglichkeit, den Müll dann in Erde umzuwandeln, ist der innovative Aeroplus 6000 von Juwel.

 

Begrenzt könnt ihr dieses Modell auch für Gartenabfälle wie Rasenschnitt verwenden, hauptsächlich sollte er aber mit Küchenresten gefüllt werden. Und dafür ist dann auch sehr viel Platz verfügbar: Sage und schreibe 600 Liter gehen in diesen Schnellkomposter hinein! Erfreulicherweise nimmt er dabei aber nur wenig Grundfläche weg, so dass er gleichzeitig volumenreich und platzsparend ist.

Innovative Belüftung

Der Aufbau des Juwels ist zwar etwas mühsam, dafür ist er aber, wenn er dann steht, auch ziemlich stabil und sehr effektiv: Hierfür ist u.a. ein neuartiges variables Belüftungssystem verantwortlich, dass an die Jahreszeit angepasst werden kann – mit einem Handgriff zirkuliert die Luft so optimal für einen guten und schnellen Kompost, egal ob im Sommer oder im Winter!

Billig ist der Juwel zwar nicht gerade, dafür aber eine komfortable Möglichkeit, fast alles, was man aus der Küche weiterverwenden kann, schnell zu zersetzen. Ist es das, was ihr braucht? Dann ist er meiner Meinung nach sehr empfehlenswert: Hier findet ihr ihn zu den günstigsten Konditionen!

Positiv

  • großes Fassungsvermögen
  • platzsparend
  • effektives, variables Belüftungssystem

Negativ

  • Aufbau etwas schwierig
  • nur begrenzt für Gartenabfälle geeignet
  • etwas teuer

Lifetime Trommelkomposter

Oder wollt ihr es lieber sehr komfortabel? Wenn ihr keine Lust auf langes Umsetzen habt und bei euch nicht allzuviel Material anfällt, dann kann es Sinn machen, auf einen Trommelkomposter zu setzen. Ein sehr beliebtes und bewährtes Gerät ist dabei das Modell von Lifeline.

Und die Trommelform des Komposters hat doch wirklich Vorteile: Zum einen ist er sehr einfach zu bedienen, ist der Kompost einmal in der Trommel, seht ihr ihn eigentlich erst wieder, wenn er zu Erde zersetzt ist. Denn das Umsetzen beschränkt sich hier dabei, die Trommel regelmäßig umzudrehen. Da sich der Komposter auf einem Gestell sozusagen in der Luft befindet, ist er außerdem praktisch immun gegen Schädlinge wie Mäuse oder Ratten – nützliche Tiere wie Würmer oder Insekten finden aber auch schwieriger den Weg ins Innere, so dass es sinnvoll sein kann, mit ein paar Kompostwürmern nachzuhelfen.

Doppelwändig, aber auch klein und teuer

Mit 380 Litern ist dieser Trommelkomposter etwas gering dimensioniert, wenn ihr also viele Gartenabfälle habt, kann es gut sein, dass er etwas zu klein ist. Da er auch ziemlich teuer ist, kann eine Erweiterung durch ein zweites Gerät zudem ziemlich ins Geld gehen. Dafür sind aber die Ergebnisse sehr erfreulich: Wie sehr effektive Thermokomposter ist der Lifeline mit einer Doppelwand ausgestattet – das Kompostieren geht so sehr schnell!

Der Lifetime eignet sich also besonders dann, wenn ihr viel Komfort wünscht und bereit seid, einen ordentlichen Preis dafür zu bezahlen. Und wenn ihr nicht allzuviel Kompost habt, dann stehen die Chancen sehr gut, dass ihr an ihm lange eure Freude haben werdet!

Positiv

  • sehr einfache Bedienung, Umsetzen ist kinderleicht
  • kaum Probleme mit Schädlingen wie Nagern
  • Doppelwand, sehr schnelles Kompostieren möglich

Negativ

  • geringes Fassungsvermögen
  • Würmer und Insekten gelangen schwieriger in den Kompost
  • sehr teuer

Graf 600012

Wenn ihr keinen allzu großen Haushalt habt und eher Küchenabfälle kompostieren wollt, dann kann es sein, dass es nicht unbedingt nötig ist, einen riesengroßen Komposter aufzustellen. Dann sollte der 600012 von Graf eine gute Lösung sein.

Denn Platzprobleme werdet ihr mit diesem Modell wahrscheinlich nicht bekommen: Er nimmt lediglich etwa 0,64 Quadratmeter ein und ist dazu noch erfreulich niedrig – im Garten aufgestellt sollte er deshalb kaum auffallen! Allerdings solltet ihr euch wirklich sicher sein, dass ihr nicht sonderlich viel kompostieren wollt, ansonsten sind die 280 Liter Fassungsvolumen nämlich etwas wenig.

Sehr einfach aufzubauen und zu befüllen

Überzeugen kann auch die Bedienbarkeit des 600012: Bei Aufbau müsst ihr erfreulicherweise kaum Teile aneinanderstecken, ihr könnt also praktisch sofort loslegen! Und auch der Deckel zum Befüllen ist erfreulich einfach, ihr braucht nur eine Hand, um ihn mit Kompost zu versorgen. Wenn ihr den Kompost aber turnusmäßig umsetzen wollt, ist ein wenig Vorsicht geboten, denn der Graf kann beim Öffnen ein wenig sensibel sein, so dass es Mühe machen kann, ihn wieder zu verschließen. Wenn ihr aber ein bisschen aufpasst, sollte dies kein Problem sein.

Der Graf 600012 ist also ein kleiner, kompakter Kunstoffkomposter, der außerdem noch erfreulich günstig in der Anschaffung ist. Wenn euch eher Küchenabfälle wichtig sind und ihr nur wenig Gartenreste verarbeiten wollt, seid ihr mit diesem Modell daher sehr gut beraten.

Positiv

  • kompakt, passt eigentlich überall hin
  • einfach zu bedienen, kein Zusammenbau nötig
  • günstiger Preis

Negativ

  • sehr geringes Volumen
  • Öffnen fürs Umsetzen etwas schwierig

Hanit Steckkomposter

Vielleicht wollt ihr aber auch lieber ganz traditionell kompostieren. Dies kann besonders dann Sinn machen, wenn euer Komposthaufen mit vielen Gartenabfällen wächst und ihr daher viel Platz braucht. Doch Materialverfall wie Rost und Verwitterung kann auch viel Stress bedeuten. Wenn ihr euren offenen Kompost ganz entspannt gewinnen wollt, könnte euch deshalb ein Kunstoffmodell wie der Steckkomposter von Hanit interessieren.

Denn dieser Komposter sieht zwar aus wie ein traditionelles Holzgerät, besteht aber aus patentiertem und sehr wetterbeständigem Kunststoff. Ihr müsst euch also keine Sorgen darum machen, dass das Wetter dafür sorgt, jedes Jahr aufs Neue Ausbesserungsarbeiten machen zu müssen! Dabei kann auch die Optik überzeugen, der Komposter ist klassisch als Holzimitation gestaltet und passt daher eigentlich in jedes Ambiente.

Offener Komposter mit allen Vor- und Nachteilen

Wenn ihr euch für ein offenes System entscheidet, müsst ihr natürlich auch mit den Nachteilen dieser Form des Kompostierens leben: Ein bis zwei Jahre wird es also schon dauern, bis ihr Erfolge verbuchen könnt, auch der Geruch, der aus dem Hanit entweichen kann, ist natürlich etwas stärker. Dafür kauft ihr aber auch ein großes Kompostvolumen, die 650 Liter Fassungsvermögen sollten auch dann ausreichen, wenn ihr immer wieder Reste eurer Gartenarbeit aufschichtet.

Wenn ihr also offen kompostieren wollt, dabei aber nicht auf Holz oder Metall vertraut, ist der Komposter aus Hanit Kunststoff eine sehr gute Alternative!

Positiv

  • sehr stabil, wetter- und zeitbeständig
  • gutes Volumen
  • schöne Optik, Holzimitation passt eigentlich in jeden Garten

Negativ

  • Kompost dauert etwas lange
  • stärkere Geruchsbildung als bei geschlossenen Systemen

Für mich der beste Komposter aus Kunststoff

Wenn ihr einen guten Allround Kunststoffkomposter sucht, dann empfehle ich euch den DuoTherm von Neudorff. Zwar ist er nicht das preisgünstigste Modell, dafür könnt ihr mit ihm aber auch sehr schnell ziemlich viel Kompost zu Erde machen, ohne dass ihr euch große Sorgen um Schädlinge machen müsst.

Fazit

Ihr sucht einen Komposter, den ihr das ganze Jahr über draußen stehen lassen könnt, ohne dass er verrostet oder verrottet? Dann sollte er aus Kunststoff bestehen! Und auch ansonsten haben derartige Anlagen viele Vorteile: So könnt ihr mit ihnen oft sehr schnell kompostieren, unangenehme Gerüche bleiben in den geschlossenen Systemen und ihr habt eine sehr große Auswahl zwischen verschiedenen Kompostiermethoden. Besonders, wenn ihr viele Küchenabfälle zu Dünger machen wollt, kann es deshalb Sinn machen, etwas mehr Geld für ein langlebiges Kunststoffprodukt auszugeben.

Quellen:

  1. Interessante Erstinformationen zum Kompostieren von Garantia, der Marke, die z.B. hinter dem Graf 600012 steckt.
  2. Auch bei Kunststoffkompostern solltet ihr das regelmäßige Umsetzen nicht vergessen. Warum das so wichtig ist und wie ihr das am besten macht, erfahrt ihr in diesem interessanten Bericht des NDR.
  3. Geprüfte und wichtige Informationen des Umweltbundesamtes: Die Kompostfibel sollte eigentlich in keinem Garten fehlen!

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