Welches Benzin für den Rasenmäher?

Nur mit dem richtigen Treibstoff kann Dein Benzin-Rasenmäher die bestmögliche Leistung erbringen. Der falsch Sprit im Tank schädigt über kurz oder lang den Motor. Wenn Du Dich fragst, welches Benzin für Deinen Rasenmäher geeignet ist, bist Du hier genau richtig. Wir verraten Dir, wie Du den passenden Kraftstoff findest und was es beim Betanken Deines Mähers alles zu beachten gilt. 

Übrigens: Hier findest Du die besten Benzin Rasenmäher im Test für 2021

Das richtige Benzin

Der Motor bestimmt, welches Benzin getankt wird

Ob Dein Rasenmäher von einem namhaften Hersteller stammt oder, ob es sich um ein No-Name Produkt aus dem Diskonter handelt, bei der Frage nach dem Treibstoff ist stets der verbaute Motor ausschlaggebend. Sieh Dir daher die Bedienungsanleitung genau an. Hier erfährst Du, welchen Motor Dein Mäher besitzt und welches Kraftstoffgemisch für diesen Motortyp geeignet ist.

Zweitakt-Mäher werden mit einem Gemisch aus Öl und Benzin betankt, bei Modellen mit Viertaktmotor kannst Du Benzin von der Tankstelle (in den meisten Fällen mit Super 95) verwenden. 

Sieh in der Gebrauchsanweisung nach!

Welchen Treibstoff Dein Rasenmäher genau benötigt, kannst Du im Handbuch des Herstellers nachlesen, manchmal findet sich dieser Hinweis auch auf dem Tankdeckel.

2-Takter oder 4-Takter?

Eine grundlegende Rolle bei der Frage nach dem richtigen Treibstoff spielt auch die Bauart des Motors. Handelt es sich um einen Zweitaktmotor oder um einen Viertaktmotor? Bei einem Zweitakter gestaltet sich das Tanken etwas komplizierter.

Im Zweifelsfall nachfragen!

Wenn Du nicht weißt, welche Art von Motor Dein Rasenmäher hat, schau im Handbuch nach oder kontaktiere Deinen Händler.

Rasenmäher mit 4-Takt Motor

Ein 4-Takt Motor führt pro Verbrennungsvorgang vier Arbeitsschritte aus – Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Anstoßen. Heute werden die meisten Rasenmäher mit einem 4-Takt Motor ausgestattet, da sie leiser laufen und weniger Schadstoffe ausstoßen. 

Auch das Betanken ist hier deutlich einfacher. Diese Rasenmäher können mit handelsüblichem Superbenzin von der Tankstelle betrieben werden und Du musst Dich nicht um die Herstellung des passenden Gemischs kümmern.

Vorteile
Nachteile

Rasenmäher mit 2-Takt Motor

Wie der Name bereits andeutet, führt dieser Motortyp während einer 360° Kurbelwellenumdrehung nur zwei Arbeitsschritte: Im ersten Takt bewegt sich der Kolben nach oben, wodurch frisches Kraftstoff-Luft-Gemisch angesaugt wird und ins Kurbelgehäuse gelangt. Durch die Verdichtung wird das Gemisch von einer Zündkerze entzündet.

Dies leitet den zweiten Takt ein. Der hohe Druck, der bei der Verbrennung entsteht, drückt den Kolben nach unten. Auf diese Weise öffnen sich der Auslass sowie der Überstromkanal. Die Abgase entweichen über den Auspuff, gleichzeitig strömt frisches Kraftstoff-Luft-Gemisch ein.

Vorteile
Nachteile

So tankst Du deinen Zweitakter

Beim 2-Takt Rasenmäher wird das Öl mit dem Benzin vermischt. Getrenntgeschmierte 2-Takter besitzen einen separaten Öltank, von wo aus das Öl mittels Pumpe angesaugt wird. Bei Modellen mit nur einem Tank, musst Du den Kraftstoff selbst mischen.

Lies in der Bedienungsanleitung nach, ob der Motor ein Öl-Benzin-Gemisch im Verhältnis 1:25 (1 Teil Öl auf 25 Teile Benzin) oder 1:50 braucht. Miss das Öl genau ab und mische die zwei Komponenten in einem sauberen Kanister. Verwende hochwertiges 2-Takt-Öl, das ausdrücklich für Rasenmäher geeignet ist.

Wirf einen Blick auf den Tankdeckel!

Häufig ist auf dem Tankdeckel das korrekte Mischverhältnis angegeben.

Ist E10 für Rasenmäher geeignet?

E10-Kraftstoff hat den Ruf umweltverträglicher zu sein, dennoch hat die Einführung vor knapp zehn Jahren für viel Aufregung unter den Autofahrern gesorgt. Viele ältere Motoren vertragen E10 nämlich nicht so ohne weiteres. Enthält der Vergaser oder die Einspritzanlage einen hohen Anteil an Aluminium- oder Zinnlegierung, können diese Krafstoffaufbereitungsteile durch den im Treibstoff enthaltenen Alkohol korrodieren.

E10 greift teilweise auch Kunststoffteile wie Schläuche und Dichtungen an und kann ältere Motoren auf diese Weise nachhaltig schädigen. Davon sind natürlich nicht nur Autos, sondern auch motorbetriebene Gartengeräte betroffen. 

E10 – der neue Bio-Sprit

Der Öko-Kraftstoff E10 wurde 2011 deutschlandweit eingeführt, um die Rohölvorkommen und das Klima zu schonen. Das Gemisch enthält bis zu 10 Prozent Bioethanol und soll die CO2-Emission reduzieren. Allerdings kann der neue Ottokraftstoff nicht von allen Fahrzeugen problemlos genutzt werden.

Von Neuwagen wird der neue Bio-Sprit mittlerweile ausnahmslos vertragen. Doch wie sieht es mit Rasenmähern und anderen benzinbetriebenen Gartengeräten aus?

Erkundige Dich beim Hersteller

Wenn Du Dich jetzt fragst, ob Du Deinen Rasenmäher mit E10-Benzin betanken kannst, ohne ihm zu schaden, ist das durchaus berechtigt. Hier ist der Hersteller des Mähers der richtige Ansprechpartner. 

Bei neueren Modellen kannst Du meist bereits im Handbuch nachlesen, ob E10 eine Option ist. Bei älteren Rasenmähern ist es ratsam, den Hersteller diesbezüglich zu kontaktieren. Bei No-Name Produkten ist es sicherer, Super Plus zu verwenden, auch wenn dieser Kraftstoff teurer ist.

Lies nach, bevor Du E10 tankst!

Ältere Rasenmäher vertragen den neuen Bio-Sprit oftmals nicht. E10 Benzin sollte nur verwendet werden, wenn dies in den Hinweisen des Herstellers ausdrücklich erlaubt ist.

Diese Rasenmäher-Motoren können mit E10 betrieben werden

Mittlerweile haben die namhaften Hersteller von Rasenmähermotoren reagiert und zu dieser Frage Stellung bezogen. Sowohl Briggs & Stratton, als auch MTD, Honda und Kawasaki bestätigen, dass ihre Benzinmotoren problemlos mit den neuen E10-Kraftstoffen betrieben werden können. 

Auch große Produzenten von Gartengeräten wie Wolf-Garten und John Deere haben bereits Entwarnung gegeben – sämtliche Rasenmäher mit Benzinmotoren dürfen mit E10 betankt werden.

Das gilt es bei der Verwendung von E10 zu beachten

Alles rund ums richtige Tanken

So füllst Du den Tank

So bewahrst Du den Kraftstoff richtig auf

Kraftstoff ablassen vor dem Winter

Ein Stabilisator verlängert die Lagerfähigkeit des Kraftstoffs

Wer den Kraftstoff lieber im Tank lassen möchte, sollte einen Stabilisator zusetzen. Auf diese Weise ist der Sprit 6 Monate lagerfähig. Zusätzlich wird der Motor vor Korrosion geschützt.

FAQs

Benzin ist luftdicht gelagert sehr lange haltbar und kann ohne Probleme auch nach 20 Jahren noch verwendet werden. 

Diesel dagegen sollte nicht länger als nötig gelagert werden. Nach wenigen Monaten verändert es sich chemisch bereits und sollte nicht mehr verwendet werden.

Super E10 ist ein Benzin bzw. ein Super Benzin mit einem höheren Anteil an Bio-Sprit als herkömmliches Super Benzin.

Wie der Name bereits verrät enthält der Kraftstoff bis zu 10% Bioethanol.

Die meisten 4-Takt Benzin Rasenmäher brauchen herkömmliches Super Benzin (E5), welches man an der Tankstelle bekommt.

Manche Rasenmäher (vor allem die neueren Generationen) ermöglichen auch die Verwendung von Super E10 mit Bio-Ethanol von bis zu 10%. Überprüfe aber immer die Bedienungsanleitung deines Geräts.

 

4-Takt Rasenmäher benötigen ein spezielles Rasenmäher-Öl der Viskositätsklasse SAE 30. 

Schaue dennoch immer in der Bedienungsanleitung deines Benzin Rasenmähers nach, ob und welches Öl verwendet werden sollte. 

Man darf laut Gesetz maximal 20 Liter Benzin und maximal 200 Liter Diesel in privaten Haushalten und Garagen lagern. 

Solange Benzin luftdicht aufbewahrt wird, kann es nicht „schlecht“ werden. Achte also immer darauf Deine Benzinkanister dicht zu verschließen, dann solltest Du das Benzin auch noch über Jahre hinweg nutzen können.

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