Die besten Schneckenzäune im Test & Vergleich in 2020

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Sommerzeit ist Schneckenzeit: Besonders, wenn es geregnet hat, kommen in vielen Gärten schiere Massen der Weichtiere zum Vorschein. Und darunter leiden besonders eure Pflanzen: Denn egal, ob Blumen oder der schöne angebaute Salat: Schnecken lieben Blätter und können diese ganz schön zerfressen. Dadurch ist dann insbesondere eure Ernte gefährdet.

Doch das muss nicht sein: Denn es gibt viele Möglichkeiten, sich gegen die drohende Plage zur Wehr zu setzen. Neben diversen brachialen und chemischen Methoden gibt es auch sehr schonenden und umweltfreundlichen Schneckenschutz: Ein Schneckenzaun verteidigt eure Pflanzen nämlich gegen die Tiere, ohne dass sie qualvoll verenden müssen.

Und was es genau mit diesen Schutzwallen auf sich hat, erfahrt ihr in diesem Text: So erkläre ich euch nicht nur, welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Modellen gibt und wie so etwas eigentlich genau funktioniert: Damit ihr außerdem auch wirklich ein System findet, das zu eurem Garten und zu euren Ansprüchen passt, habe ich für euch außerdem die 5 Schneckenzäune, die mich am meisten überzeugt haben, genauer getestet.

Effektive und umweltfreundliche Lösung gegen die schleimige Plage

Es gibt keinen Garten, der vollkommen schneckenfrei ist. Und das ist auch gut so, denn die Weichtiere sind genauso Teil des Ökosystems wie Insekten, Vögel und andere Spezies. Allerdings können die Tiere die Gastfreundschaft manchmal ganz schön überstrapazieren: Besonders Nacktschnecken machen sich an nassen Tagen zur Dämmerungszeit gerne auf den Weg aus ihren Höhlen und gehen dann auf Nahrungssuche. Dabei bevorzugen sie saftige, grüne Blätter, die dann löchrig werden. So ist nicht nur eure Ernte in Gefahr, eure Pflanzen können unter Umständen auch anfälliger für Krankheiten werden.

In den letzten Jahrzehnten ist das Schneckenproblem in den hiesigen Gärten leider größer geworden. Grund dafür ist ein unerwünschter Gast aus Südeuropa: Seit den 1960er Jahren wurde nämlich die Spanische Wegschnecke in nördliche Gefilde eingeschleppt. Diese Nacktschneckenart verdrängt nicht nur heimische Spezies, sondern kann auch ganz schön viel Schaden anrichten: Natürliche Fressfeinde hat sie nämlich nur wenige, die Tiere produzieren so viel Schleim, dass viele Arten, die sich auf Schnecken als Mahlzeit spezialisiert haben, sie ungenießbar finden. Mittlerweile ist die Spanische Wegschnecke für gut 90 Prozent aller durch Schnecken verursachten Ernteschäden verantwortlich – da ist es wohl angebracht, etwas gegen ihre Ausbreitung zu tun.

Es gibt aber auch praktische Gründe dafür, die Schneckenpopulation zu minimieren: So sind die Tiere nicht unbedingt ein appetitlicher Anblick und können ganz schöne Ekelgefühle verursachen: Wenn ihr schon einmal aus Versehen ein Exemplar barfuß zerstampft habt, wisst ihr bestimmt, wovon ich rede. Aus all diesen Gründen ist fast jeder Gärtner auch nebenberuflicher Schneckenjäger. 

Eine Win Win Situation

Die meisten setzen dann auf das Prinzip: Schnecken anlocken, töten und dann entsorgen. Doch das ist nicht nur ethisch zweifelhaft, sondern löst auch das Problem kaum. Denn wie mit so vielen manchmal schädlichen Tieren verhält es sich auch bei Schnecken nach dem Motto: Auf ein sichtbares Tier kommt eine Vielzahl, die sich unbemerkt versteckt hat. In ihren Höhlen sind sie nämlich nicht nur gut gegen uns geschützt, sie können sich auch schnell vermehren. Wenn ihr also eine Schnecke tötet, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr Nachwuchs bereits in den Startlöchern sitzt: Eine Nacktschnecke kann so z.B. auf einen Schlag mehr als 400 Eier legen. Da die Tiere nachtaktiv sind, müsstet ihr außerdem regelmäßig zu Zeiten tätig werden, die ihr eigentlich lieber im Bett verbringen würdet.

Sinnvoller und auch menschlicher ist es daher, den Tieren so weit wie möglich die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Wenn sie von euren Beeten ausgesperrt werden, finden sie weniger Nahrung, pflanzen sich weniger fort und lassen eure kostbaren Pflanzen außerdem weitestgehend in Ruhe. So schützt ihr eure Ernte und tut auch den Schnecken etwas Gutes – sie leben weiter und können, bildlich ausgedrückt, in anderen Gefilden eine neue Heimat finden.

Eine Win Win Situation also, von der sowohl ihr als auch die Schnecken etwas haben. Und damit ihr das auch in die Praxis umsetzen könnt, gibt es sogenannte Schneckenzäune.

Einfache Konstruktion mit großen Auswirkungen

Schneckenzäune sind eine vergleichsweise einfache Konstruktion, die aber sehr viel bewirken kann: So sind derartige Gebilde normalerweise problemlos aufzubauen, umweltschonend und auch noch nachhaltig.

Denn obwohl wir es oft nicht sehen wollen: Am richtigen Ort sind Schnecken gar nicht mal so unnütz, wie sie auf den ersten Blick vielleicht wirken. Nicht nur sind sie eine hervorragende Nahrungsquelle für viele Tiere wie Vögel oder Igel, auch im Ökosystem Garten spielen sie eine nicht zu vernachlässigende Rolle: So fressen sie auch Fallobst oder Unkraut und halten euch so manchmal auch den Rücken frei – nur eure Beete sollten sie doch bitte in Ruhe lassen.

Und ein Schneckenzaun hilft sehr dabei, dies zu bewerkstelligen. Wie genau, erkläre ich euch im nächsten Abschnitt.

Wie funktioniert ein Schneckenzaun?

Ein Schneckenzaun sieht zunächst einmal wie eine künstliche Rasenkante oder ähnliche Beetbegrenzung aus. Und das ist auch eine pfiffige Zusatzfunktion vieler Modelle: Ausreichend tief verankert (normalerweise 10 bis 15 Zentimeter) halten sie eure Pflanzen- und Blumenbeete in Form und können außerdem noch dazu beitragen, Unkraut und andere schädlichen Einflüsse von euren Anpflanzungen fernzuhalten. Herkömmliche Kanten sind für Schnecken aber kein großes Hindernis: Die Tiere sind nämlich zwar sehr langsam und gemütlich unterwegs, dafür aber umso bessere Kletterer. Schneller als ihr denkt haben sie dann die Begrenzung überwunden und lassen es sich dann auf eure Kosten richtig gut gehen.

Schneckenzäune sind deshalb ein bisschen aufwändiger ausgestattet. Die meisten Modelle verfügen deshalb über eine angewinkelte Schräge, die einem Dach nicht unähnlich ist. Ziel dieser Vorrichtung ist dann aber nicht, Regen und Nässe zu lindern, sondern den Schnecken eine natürliche Barriere entgegenzusetzen. Und das ist in den meisten Fällen sehr effektiv: Zwar kann es immer wieder Tiere geben, die es doch noch irgendwie “nach drüben” schaffen, der Großteil der Schnecken muss aber dann kapitulieren und zieht sich wieder zurück. Neben glatten Schrägen gibt es dabei auch Arten, die zusätzlich mit Spikes ausgestattet sind. Das verringert den Grip für die Tiere und schützt euer Beet noch einmal zusätzlich.

 

Damit ein Schneckenzaun so effektiv wie möglich ist, solltet ihr ihn nicht nur stabil installieren, sondern auch das Umfeld nicht vergessen. Schnecken können nämlich auch Pflanzen und sogar Grashalme hochklettern – vergesst also nicht, vor der Inbetriebnahme Ordnung zu schaffen.

"Bevor ihr einen Schneckenzaun installiert, solltet ihr euer Beet auf Vordermann bringen. Die Chancen stehen nämlich gut, dass sich im Boden bereits Schnecken befinden, die wahrscheinlich auch schon Eier gelegt haben. Ohne Vorbehandlung würdet ihr also eine Schneckenpopulation, die sich dann von euren Pflanzen bedienen und sich dementsprechend schnell vermehren kann, im Beet gefangen halten. Deshalb ist es ratsam, die Erde umzugraben, zu sieben und dann den Zaun zusammenzumontieren."
Mein Tipp

Die verschiedenen Schneckenzaun Arten

Es gibt viele Produkte, die unter dem Namen Schneckenzaun geführt werden. Diese lassen sich dann wiederum in verschiedene Unterarten einteilen, wobei besonders Material und Funktionsweise wichtige Rollen spielen.

Ein Metall Schneckenzaun ist meistens die beständigste Lösung. Diese Modelle sind sehr witterungsbeständig und damit auch langlebig. Materialschäden durch Wettereinflüsse, Fehltritte oder Tiere wie Hunde und Katzen halten sich während der Lebensdauer sehr in Grenzen. Schneckenzäune aus Metall gehören aber auch zu den teuersten Ausstattungsformen. Daher werden sie vor allem von Gärtnern genutzt, die eine feste Beetanlegung bevorzugen. Aufgrund der hohen Stabilität sind sie auch als permanente Beetbegrenzung bzw. Rasenkante geeignet. 

Ein Kunststoff Schneckenzaun besteht aus festen Plastikmodulen. So eignen sie sich ebenso wie Metallmodelle als permanente Lösung mit Rasenkantenfunktion, sind aber meistens ein bisschen weniger beständig. Gewalteinwirkung, Hitze und Kälte können die Lebensdauer so ein wenig verringern. Dafür sind Kunststoffmodelle aber auch in mehr Farben und Designs erhältlich als Metallzäune.

Ein Schneckenzaun aus PVC ist eine sehr einfache Unterart. Diese Modelle bestehen nämlich meist aus etwas dünnen PVC Rollen. Deshalb sind sie nicht unbedingt windbeständig und auch etwas schwierig zu handhaben, dafür aber auch weitgehend gegen Hitze und Kälte immun. Aufgrund des niedrigen Preises werden sie vor allem für diejenigen unter euch, die nur ein geringes Budget zur Verfügung haben, interessant sein.

Ein Draht Schneckenzaun wiederum soll die Schnecken durch ein Drahtgeflecht fernhalten. Auch diese Modelle sind um einiges günstiger als feste Module und wirken im Alltag dazu sehr unauffällig. Allerdings gehen sie vergleichsweise einfach kaputt und halten meistens nicht alle Schnecken vom Beet ab.

Ein Borsten Schneckenzaun schließlich besteht aus kleinen Bürsten, die es den Schnecken erschweren soll, in das Beet zu gelangen. Diese Zäune sind etwas günstiger als feste Metall- und Kunststoffmodelle und passen meist optisch gut in den Garten. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass es dennoch einige Schnecken ins Beet schaffen, konstruktionsbedingt ist es außerdem nicht möglich, diese Zäune fest im Boden zu verankern.

Weiterhin gibt es auch noch elektrische Schneckenzäune. Dabei handelt es sich um Metallmodelle, die den Schnecken zusätzlich noch einen leichten Stromschlag mitgeben. Dies soll die Tiere zusätzlich verscheuchen, ohne sie gleich zu töten. Elektromodelle sind etwas teurer und wartungsaufwändiger als herkömmliche Zaunarten.

Für einzelne Pflanzen gibt es zudem sogenannte Schneckenringe. Diese sehen wie ein nach unten offener Eimer mit Schrägen an der Spitze aus. Sie bestehen meist aus Plastik und werden über die Pflanze gestülpt. So sind sie vergleichsweise effektiv und eine gute zeitweilige Lösung, wenn ihr gezielt Schneckenschutz betreiben wollt.

Die besten Schneckenzäune im Test

Die Vergleichstabelle konnte nicht ausgegeben werden.

Schneckenzäune sind also eine wirklich gute Investition. Nicht zuletzt deshalb gibt es sehr viele Firmen, die euch ihre Lösungen auf diesem Gebiet anbieten. Das bedeutet aber nicht, dass jeder Schneckenzaun gleich ist: Im Gegenteil, fast jedes Modell hat andere Features bezüglich Maßen, Material, Design und Wirksamkeit. Damit ihr eine weise Kaufentscheidung treffen könnt, habe ich für euch im Folgenden die 5 Schneckenzäune, die mir am besten gefallen, einem etwas genaueren Test unterzogen.

1. Bellissa Schneckenblech Set

Ihr sucht eine dauerhafte Lösung gegen euer Schneckenproblem, die Wind und Wetter standhält und außerdem sehr einfach zu handhaben ist? Dann lohnt es sich, ein bisschen mehr Geld in die Hand zu nehmen und zu einer wirklich hochwertigen Schutzvorrichtung zu greifen. Für diesen Fall kann ich euch besonders das Schneckenblech Set von Bellissa empfehlen.

Starker Premium Schneckenschutz

Dabei handelt es sich nämlich um eine wirklich robuste Premium Lösung: Als Material verwendet Bellissa dabei verzinktes Stahlblech. Dieses hat nicht nur den Vorteil, dass es einen wirklich schönen Metallic Look an eure Beetkanten bringt, auch die Langlebigkeit kann überzeugen: So ist dieser Schneckenzaun sowohl rostfrei als auch gegen praktisch jede Witterung immun! Dank der stabilen Verarbeitung überlebt das Bellissa Set außerdem problemlos versehentliche Kontakte mit dem Rasenmäher oder auch Fehltritte.

Ein Set besteht dabei aus 10 Längsteilen mit jeweils einem Meter Länge sowie 4 Eckbefestigungen. Somit lässt sich mit einer Lieferung ganz schön viel Fläche eingrenzen – für die meisten Beete dürfte das dicke ausreichen. Auch die Montage ist erfreulich einfach: Bellissa verwendet ein eigenes, sehr intuitives Stecksystem, so dass ihr euren Zaun ohne Schrauben oder Nägel in Windeseile zusammengebaut haben dürftet. Da das Schneckenblech mit 25 Zentimetern Höhe sehr großzügig konstruiert ist, lässt es sich auch tief in die Erde verankern, ohne dass die Wirksamkeit dabei nachlässt.

Somit bietet das Bellissa Schneckenblech Set wirklich hochwertigen Schutz, zu dem auch das effektive Schrägensystem beiträgt. Wenn euch Absicherung gegen die schleimigen Plagegeister sehr wichtig ist, lohnt es sich also wirklich, zu diesem Produkt zu greifen. Das ist allerdings kein wirklich günstiges Unterfangen, denn im Vergleich zur Konkurrenz kostet dieses Set doch etwas mehr. Besonders, wenn ihr immer wieder von sehr vielen Schnecken heimgesucht werdet, ist das aber gut angelegtes Geld!

Positiv

Negativ

2. Lust Ideen aus Blech Schneckenzaun

Es gibt aber auch noch andere Metallvorrichtungen, die euch gegen ungewollten Schneckenbesuch schützen können. Ein weiteres sehr beliebtes Modell der Premium Klasse ist so z.B. der Schneckenzaun von Lust Ideen aus Blech.

Robuste Aluminium Vorrichtung

Auch hier handelt es sich um einen sehr hochwertigen Schneckenschutz, zu dem nicht zuletzt das verwendete Material beiträgt: Der Hersteller setzt hier nämlich ganz auf eine innovative Aluminium Zink Mischung, die auch unter dem Markennamen Galvalume bekannt ist. Dabei handelt es sich um eine der korrosionsbeständigsten und rostabweisensten Metallmischungen überhaupt – mit etwa 55 Prozent Aluminiumgehalt eignet sich der Schneckenzaun deshalb hervorragend für die ganzjährige Nutzung bei Wind und Wetter.

Dabei kann auch das Design überzeugen: Zeitlos-schön kommt die edelstahlartige Optik daher, so dass sie eigentlich in jeden Garten passt. Der Zaun lässt sich einfach reinigen und hat zudem einen durchdachten Schutzmechanismus: Die siebeneinhalb Zentimeter langen Schrägen verfehlen ihr Ziel nämlich nicht und halten die Schnecken effektiv von euren Pflanzen fern.

Ein Paket enthält dabei 14 Teile10 jeweils einen Meter lange Längsverbindungen und 4 Eckbefestigungen. Das ist für die meisten Beete eine ausreichende Größe, wenn ihr noch größere Anlagen schützen wollt, ist das aber auch möglich: Das Lust Ideen aus Blech System ist nämlich problemlos praktisch endlos erweiterbar – ihr müsst lediglich ein oder mehrere Zusatzsets bestellen.

Dank der hohen Konstruktion – der Zaun bringt es nach oben immerhin auf 25 Zentimeter – ist auch ein tiefes Vergraben der Kanten problemlos möglich. Dabei solltet ihr aber vorsichtig sein: Denn untenrum sind die Ränder doch ziemlich scharf – Schnittgefahr droht! Um Verletzungen zu vermeiden, würde ich diese Anlage also mit Schutzhandschuhen aufbauen.

Und dieser Aufbau geht, was die Seiten angeht, auch ziemlich mühelos vonstatten. Ohne Schrauben könnt ihr die Teile ganz einfach zusammenstecken. Einzig die Eckvorrichtungen könnten euch manchmal vor Probleme stellen, denn diese lassen sich des öfteren nur mit größerem Aufwand befestigen.

Somit bietet euch die Lust Ideen aus Blech Zaunanlage eine wirklich gute Verarbeitung und fast optimalen Schneckenschutz. Zwar kostet das ein bisschen mehr als die meisten Budget Schutzvorrichtungen – wenn ihr aber auf Nummer sicher gehen wollt, macht es durchaus Sinn, ein bisschen mehr zu investieren.

Positiv

Negativ

3. UPP Schneckenzaun

Es muss aber nicht immer Metall sein: Es gibt auch andere Materialien, die sich gut für den Schutz gegen Schnecken eignen. Besonders für kleinere und/oder verwinkelte Bepflanzungen eignet sich so z.B. eine wirklich interessante und flexible Lösung aus Kunststoff: Der Schneckenzaun von UPP.

Flexibler Kunststoff Zaun

Dabei handelt es sich um einen sehr patenten Schneckenschutz aus wirklich hochwertigem Kunststoff: Dieser ist zwar nicht ganz so robust wie Metall, so dass ihr den Rasenmäher von der Kante möglichst fernhalten und auch nicht zu stark auf ihn treten solltet, ist aber ansonsten sehr witterungsfest: Sowohl Sonne als auch Frost machen dem UPP kaum etwas aus – er ist also eine gute Allwetterlösung.

Erfreulicherweise stimmt auch das Design: UPP hat dem Zaun eine gediegene Tonoptik gegönnt, die ein wenig an Ziegel oder auch an Blumentöpfe erinnert. So passt er eigentlich in jede Beetanlage und strahlt ein ziemliche Gemütlichkeit aus. Alternativ ist er aber auch in grüner Farbe erhältlich.

Wirklich ausgeklügelt ist die eigentliche Schutzvorrichtung. Denn anders als die meisten anderen Schutzzäune verlässt sich UPP nicht nur auf eine Schräge zur Schneckenabwehr, sondern hat diese außerdem noch mit Spikes versehen. So sind die Chancen, dass auch klügerere Exemplare von eurem Beet abgehalten werden, sehr groß. Dank der Höhe von 25 Zentimetern ist es außerdem möglich, den Zaun ziemlich tief im Boden zu verankern, ohne dass die Wirksamkeit darunter leidet.

Anders als bei vielen anderen Anbietern müsst ihr bei UPP nicht gleich ein Riesenpaket kaufen: Der Schutzzaun ist nämlich als Meterware erhältlich, so dass ihr Modul für Modul einzeln zusamme kaufen könnt. Das ist besonders für kleinere oder nicht rechteckige, weit verzweigte Gärten eine intelligente Lösung. Wenn ihr viele Meter braucht, fahrt ihr aber wahrscheinlich mit einem anderen Modell günstiger – denn angesichts des Preises einen Moduls wird der Schneckenschutz dann schnell zu einem doch etwas teuren Unterfangen.

Das ändert aber nichts daran, dass der UPP Schneckenzaun eine wirklich gute Option ist: Besonders, wenn ihr flexibel bleiben wollt und euch für gediegen gestalteten Kunststoff begeistern könnt, werdet ihr dieses Schutzsystem wahrscheinlich schnell lieben lernen!

Positiv

Negativ

4. Excolo Schneckenzaun

Wenn ihr effektive, einfach zu installierende Schutzvorrichtungen für die langfristige Nutzung sucht, sind Stecksysteme wahrscheinlich die beste Wahl. Das ist aber nicht immer notwendig: Besonders, wenn ihr ein eher kleines Budget habt und eure Pflanzengestaltung hin und wieder mal verändert kann es auch etwas einfacher und günstiger gehen. Solltet ihr keine Probleme damit haben, selber Hand anzulegen, könnte sich so z.B. der sehr simple, aber effektive Schneckenzaun von Excolo lohnen.

Günstiger Schneckenschutz für Bastler

An die Langlebigkeit und Beständigkeit fester Systeme kommt dieses Modell zwar nicht heran, dafür hat es aber andere Vorteile: Zum Einsatz kommt hier transparente, unauffällig grün gehaltene PVC Folie, die ihr euch dank ausführlicher Anleitung problemlos zurechtschneiden könnt. Wenn ihr keine Lust auf Bastelkram habt, ist das wohl zwar eher nichts für euch, ansonsten könnt ihr so aber gute Erfolge gegen Schnecken verbuchen: Sobald die von euch zurechtgeschnittene Schräge nämlich abgeknickt ist, steht sie in punkto Schneckenschutz aufwändigeren Lösungen nämlich eigentlich in nichts nach!

Und die Möglichkeiten, die euch dabei offen stehen, sind wirklich enorm: Denn nicht nur liefert euch Excolo mit einem Schub gleich 20 Meter Material: Da es aufgerollt daher kommt, könnt ihr es außerdem sehr flexibel und passgenau für euch nutzen. Besonders viele kleinere Beete lassen sich so hervorragend gegen Schnecken absichern – und das zu einem Bruchteil des Preises von Stecklösungen!

Dafür müsst ihr allerdings doch ein paar qualitative Abstriche machen: So ist das gewählte PVC doch etwas dünner und labbriger als hochwertigere Metall und Kunststoff Lösungen. Deshalb kann nicht nur das gerade Aufstellen eine Herausforderung sein – auch das Verankern in der Erde ist doch um einiges schwieriger. Das ist besonders bei schlechtem Wetter durchaus ein Problem. Zwar verrottet PVC nicht und bleibt auch bei Sonnenschein und Nässe nutzbar, richtig windfest ist das Material aber nicht.

Trotzdem: Wenn ihr bereit seid, selbst Hand anzulegen und ein paar Kompromisse zu machen, könnt ihr euch mit dem Excolo Zaun wirklich guten Low Cost Schneckenschutz in den Garten holen!

Positiv

Negativ

5. Qualitätsbürsten Schneckenzaun

Aber nicht nur Metallzäune mit Schräge können eine Option sein: Manche Gärtner machen auch mit Bürsten gute Erfahrungen. Eines der beliebtesten Modelle dieser Art ist der grüne Qualitätsbürsten Schneckenzaun. Eine Lieferung enthält 10 Teile, die jeweils einen Meter messen und beliebig aneinandergereiht werden können.

Schicker, unauffälliger Bürstenzaun

Die zehn Zentimeter hohen, sehr dichten Kunststoffbürsten machen einen sehr unauffälligen Eindruck: Im Einsatz wirken sie wie Grasbüschel. Sie funktionieren dabei durch ihre rauhen Eigenschaften: Schnecken, die versuchen, hochzuklettern, haben keinen Grip und bleiben deshalb draußen.

Die 10 Module lassen sich beliebig miteinander kombinieren und können, z.B. für runde Beetformen, auch zurechtgebogen werden. Gegen große Schnecken scheint das System gut zu funktionieren, wie viele Kundenfeedbacks bestätigen. Zwischen den einzelnen Stücken gibt es aber konstruktionsbedingt leider kleine Lücken – kleine Tiere könnten sich das zunutze machen und trotzdem in die Grünanlage gelangen.

Der Qualitätsbürsten Schneckenzaun hält auch Wind und Wetter gut stand. Das liegt vor allem daran, dass sie dank der mitgelieferten Erdankern sehr fest im Boden fixiert werden können.

Aufgrund der Borstenkonstruktion fällt allerdings eine Nebennutzung als praktische Kante leider aus – anders als Steilzäune können Gras, Kraut und Pflanzen nämlich problemlos durch die Borsten wachsen. Hier solltest Du regelmäßig zum Trimmer oder Schneider greifen, da die Schnecken ansonsten das Gewächs nutzen könnten, um den Zaun zu umgehen.

Trotzdem: Der Qualitätsbürsten Schneckenzaun bietet zwar etwas unkonventionellen, dafür aber auch schön anzusehenden und effektiven Schutz. Wenn Du mal etwas Neues ausprobieren willst, ist dieses Modell auf jeden Fall einen Versuch wert.

Positiv

Negativ

Schneckenzaun Testsieger

Wenn es um die besten Schneckenzäune geht, hat bei mir das Schneckenblech Set von Bellissa knapp die Nase vorn: Dieses Modell überzeugt besonders durch seine Robustheit und seine einfache Montage. 

Wenn ihr wirksamen, schonenden Schneckenschutz sucht, der wirklich lange hält, ist es deshalb sehr ratsam, zum Bellissa zu greifen. Zwar ist dieses Produkt etwas teurer als die Konkurrenz, dafür stehen die Chancen aber sehr gut, dass eure Beete langfristig weitgehend schneckenfrei bleiben!

Die Vorteile

Umweltfreundliche Lösung

Aus Unwissen oder Verzweiflung setzen viele Gärtner auf sehr rabiate Methoden, um Schnecken von ihren Pflanzen fern zu halten. Das kann den Tieren nicht nur unnötiges Leid zufügen, sondern auch die Umwelt gefährden. Schneckenzäune hingegen sind eine absolut nachhaltige, umweltfreundliche Lösung: Ohne Chemie oder Gifte ist es mit ihnen möglich, ein doch sehr nerviges Problem in den Griff zu bekommen.

Gelebter Tierschutz

Außerdem leistet ihr mit einem Schneckenzaun auch einen Beitrag zum Tierschutz. Nicht nur leiden die Schnecken nicht unnötig: Da sie nur vertrieben werden, bleiben sie außerdem zumindest vorläufig am Leben und sind dann eine gute Nahrungsquelle für alle möglichen nützlichen Wirbeltiere im Garten. Das Ökosystem gerät so nicht aus der Bahn, lediglich eure Pflanzen werden vor lästigen Fressfeinden geschützt.

Keine Gefahr für andere Tiere oder Menschen

Viele Gärtner setzen leider immer noch auf Gifte wie Schneckenkorn, um die Tiere außer Gefecht zu setzen. Das ist nicht nur aufgrund des qualvollen Todeskampfes der Schnecken eigentlich nicht die beste Lösung. Denn derartig toxische Substanzen können auch andere Lebewesen gefährden: Haustiere wie Hunde oder Katzen, Wildtiere und auch Kinder können bei versehentlicher Aufnahme dieser Gifte schnell in Lebensgefahr geraten! Da ist ein Schneckenzaun wirklich die sicherere und entspanntere Lösung, denn hier wird niemand gefährdet.

Schneckenpopulation wird natürlich eingedämmt, ohne komplett zu verschwinden

Ich habe es ja schon erwähnt: Schnecken sind eigentlich ganz nützliche Tiere, sofern sie im Garten nicht überhand nehmen. Und genau das kann man mit einem Schneckenzaun erreichen: Indem ihr den Tierchen einige Nahrungsquellen nehmt, kann die Anzahl der Schnecken in eurem Garten ganz einfach reduziert werden, weil sie sich mit weniger Essen nicht mehr so schnell vermehren. So wird können die verbliebenen Schnecken in eurem Garten Gutes tun.

Oft sehr niedriger Wartungsaufwand

Im Vergleich zu anderen Schneckenschutzmaßnahmen ist der Betrieb einer Zauns außerdem weitestgehend wartungsfrei. Hin und wieder kann es bei ein paar Zaunarten zwar passieren, dass ihr wenige Reparaturarbeiten leisten müsst. Im Großen und Ganzen ist dieser Aufwand aber um einiges niedriger, als wenn ihr z.B. jeden Tag Köder auslegen und die Tiere danach entsorgen müsst.

Gegenüber anderen Methoden kostengünstig

Und auf Dauer spart ihr damit auch noch Geld: Nach der Anfangsinvestition halten sich die laufenden Kosten für den Schneckenschutz mit einem Zaun nämlich doch sehr in Grenzen. Ihr könnt euch also zurücklehnen und euch ohne Zusatzausgaben auf eine um einiges üppigere Ernte freuen!

Die Nachteile

Kein hundertprozentiger Schutz

Schneckenfallen haben aber auch ein paar kleine Nachteile: So bieten sie zwar einen guten Schutz gegen die meisten Schneckenarten, sind aber leider keine Komplettabsicherung. Hin und wieder kann es auch bei der besten Falle passieren, dass die Tiere (ob aus Zufall oder wissentlich sei einmal dahingestellt) den Mechanismus überwinden. Ein wenig Missernte solltet ihr also auch mit Zäunen einplanen.

Größere Vorarbeiten notwendig

Besonders permanente Schneckenzäune nehmen doch einiges an Zeit und Arbeit in Anspruch, bevor sie dauerhaft wirken können. Ihr müsst sie nämlich zunächst einmal im Boden verankern – die meisten Hersteller empfehlen etwa 10 bis 15 Zentimeter Tiefe. Besonders bei hartem Untergrund kann das ohne Bodenhacke ganz schön mühsam sein. Am Ende habt ihr dann aber nicht nur einen Schneckenschutz für eure Pflanzen, sondern auch eine Beetkante.

Manchmal eine Stolperfalle

Außerdem können unauffällig platzierte Schneckenzäune auch eine ganz schöne Stolperfalle darstellen. Besonders günstigere, für kürzere Zeit aufgestellte Fallen aus Draht oder PVC können gerne einmal übersehen werden. Dann könnt ihr nicht nur aus dem Gleichgewicht geraten, ein Fehltritt kann auch den Zaun an sich schnell beschädigen oder aus der Bahn werfen. Mit Rasenmähern und -trimmern solltet ihr dann ebenfalls sehr vorsichtig umgehen.

Darauf solltest Du vor dem Kauf achten:

Permanente Lösung oder temporärer Zaun?

Wie ich euch schon dargelegt habe, gibt es verschiedene Arten von Schneckenzäunen, die jeweils für unterschiedliche Ansprüche geschaffen wurden. Dementsprechend solltet ihr vor dem Kauf darüber nachdenken, was für ein Modell für euch am besten geeignet ist und dabei ein paar Kriterien berücksichtigen.

Die erste Frage, die ihr euch stellen solltet, ist, ob ihr einen dauerhaften Schutzwall errichten wollt oder ob ihr an einer zeitweisen Lösung interessiert seid. Permanente Schneckenzäune eignen sich besonders, wenn ihr eure Beete Jahr für Jahr am selben Ort anlegt. Sie sind zwar etwas teurer und ein bisschen aufwändiger anzulegen, bieten dafür aber auch sehr robusten und dauerhaften Schutz.

Wenn ihr im Garten lieber flexibel bleibt und eure Pflanzen z.B. von Saison zu Saison unterschiedlich anlegt, könnte aber eine temporäre Lösung eher angebracht sein. Diese Zäune sind meistens nicht ganz so stabil wie feste Modelle und sollten im Winter am besten im Schuppen gelagert werden, bieten euch aber große Flexibilität und können auch nach größeren Umbauarbeiten im Garten meist problemlos wiederverwendet werden. Da diese Zaunart um einiges günstiger ist als eine feste Anlage eignet sie sich auch dann hervorragend, wenn ihr nur ein niedriges Budget zur Verfügung habt.

Das richtige Material

Auch das Material des Zauns sollte beim Kauf eine Überlegung wert sein. Besonders beliebt sind Metall-Blech-Lösungen, die meistens mit Aluminium und/oder Zink legiert sind. Preislich sind diese Modelle zwar am oberen Ende der Skala angesiedelt, dafür sind sie aber auch sehr robust und wetterfest. Das Design dieser Zäune ist meist zeitlos-unauffällig, lässt aber kaum Platz für individuelle Optiken.

Dann könnten Plastikzäune interessant sein: Diese bestehen meist aus hochwertigem Kunststoff und sind in verschiedenen Farben erhältlich, so dass ihr sie so kaufen könnt, dass sie zu eurem Garten passen. Nachteil von Kunststoff im Vergleich zu Metall ist die etwas geringere Stabilität: Sowohl Wettereinflüsse als auch Stolpereinlagen oder versehentliche Tritte auf den Zaun können schneller zu Materialschäden führen.

Für temporäre Zäune (also z.B. für eine Gartensaison) gedacht sind Draht- und PVC-Zäune. Vorteile dieser Konstrukte umfassen u.a. günstige Anschaffungskosten und hohe Flexibilität – wenn ihr euer Beet neu anlegt, könnt ihr die Zäune meistens ohne großen Aufwand wiederverwenden. Nachteile dieser Lösungen sind die geringere Stabilität (manchmal reicht schon eine streunende Katze aus, um den Zaun zumindest teilweise zum Einsturz zu bringen) und das handwerkliche Geschick, das vonnöten ist: Ihr müsst die Teile nämlich normalerweise selber zusammenschneiden und -biegen. 

Die richtige Länge und Höhe

Die meisten permanent angelegten Schneckenzäune werden in festen Längen verkauft, so dass ein Modul z.B. zehn Meter umfasst. Vor dem Kauf solltet ihr also sicherstellen, dass der Schneckenzaun auch zur Größe eures Beetes passt. Wenn ihr etwas “krumme” Maße habt, lohnt wohl der Kauf von kleinen Modulen, die z.B. einen Meter lang sind. Aneinander gesteckt könnt ihr so einen perfekt zugeschnittenen Schneckenzaun für euer Gartenprojekt kreieren.

Bei dauerhaften Lösungen ist auch die Höhe sehr wichtig. Normalerweise solltet ihr den Zaun nämlich fest im Boden verankern. Damit dann auch noch etwas für den Schneckenschutz übrig bleibt, ist es ratsam, ein möglichst hohes Modell zu wählen – es sollten dann schon 20 bis 25 Zentimeter sein.

Erweiterbarkeit bei flexibler Gartengestaltung

Wenn ihr seit Jahren dieselbe Beetanordnung habt, werdet ihr wahrscheinlich mit dem permanenten Zaunset, das ihr vorher abgemessen habt, lange Zeit gut klarkommen. Solltet ihr allerdings planen, eure Grünanlage in der nächsten Zeit zu erweitern, ist es ratsam, das schon in den Kauf mit einzubeziehen. Normalerweise verfügen die jeweiligen Produkte nämlich über unterschiedliche Stecksysteme und sind deshalb nicht miteinander kompatibel. Für diesen Fall empfehle ich euch, auf einen Zaun zu setzen, der problemlos erweitert werden kann. Viele Hersteller verkaufen hierfür zusätzliche Einzelmodule, die euch auch bei einem Dauerzaun Flexibilität bieten.

Zäune auf Zeit, also z.B. aus Draht oder PVC, verfügen eigentlich nie über Stecksysteme und sind deshalb beliebig erweiterbar.

Möglichst hohe Stabilität

In eurem Garten ist viel los? Wenn ihr tobende Kinder oder auch Hunde habt, solltet ihr mit eurem Schneckenzaun besonders vorsichtig sein – denn dann kann er doch schnell einreißen. Um das zu vermeiden, solltet ihr vor allem auf Stabilität achten: So sind fest verankerte Zäune normalerweise die robusteste Variante, denen weder Fehltritte noch übereifriger Nachwuchs oder Haus- und Wildtiere etwas anhaben können. Auch gegen Wind und Wetter und gegen versehentliche Beschädigungen durch Rasenmäher und -trimmer sind diese Modelle wohl die beste Wahl.

PVC- und Drahtzäune schneiden hier weniger gut ab: Eine unachtsame Bewegung kann sie schnell aus der Bahn bringen, auch Stürme und Schnee können dazu führen, dass der Schneckenschutz unwirksam wird. Wenn ihr euch für ein derartiges Modell entscheidet, solltet ihr den Zaun also regelmäßig (besonders bei feucht-windigem Wetter) prüfen und ihn im Winter, wenn keine Schneckensaison ist, im Schuppen verstauen.

“Nur” Zaun oder auch Beetkante?

Permanente Schneckenzäune haben den Vorteil, dass ihr mit ihnen gleich zwei Probleme auf einmal lösen könnt: Neben dem Schutz gegen die Plagegeister dienen sie nämlich auch als Beetbegrenzung bzw. als Rasenkante. Dementsprechend aufwändiger ist die Installation dieser Modelle, dafür müsst ihr aber nur einmal investieren.

Wenn ihr Freunde “englischer”, also naturbelassener Kanten seid, könnt ihr aber auch einen Draht- oder PVC Zaun nehmen. Dann solltet ihr aber bei der Rasen- und Beetpflege sehr vorsichtig vorgehen, denn diese Produkte sind doch um einiges anfälliger für Schäden. 

Alternativen zu Schneckenzäunen

Neben Schneckenzäunen gibt es auch noch andere Produkte, die euch dabei helfen können, die nervigen Tiere in Schach zu halten. Die meisten Methoden sind allerdings alles andere als human, da die Schnecken mit ihnen nicht nur ferngehalten, sondern auch getötet werden. 

Ihr müsst für euch selbst entscheiden, ob es das Wert ist.

Schneckenkorn

Schneckenkorn ist eines der am weitesten verbreiteten Mittel gegen die Tiere. Dabei handelt es sich um kornartiges Granulat, das im Garten verstreut wird. Kommen die Schnecken damit in Berührung, wirkt es auf sie giftig. Bei einigen Produkten verenden sie sofort, andere wirken zeitverzögert, so dass sich die Tiere zum Sterben in ihre Höhlen zurückziehen.

Schneckenkorn ist sehr wirksam, aber nicht unumstritten: Zum einen wird das Grundproblem des Schneckenbefalls nicht durch sie gelöst: Denn bereits gelegte Eier werden durch diese Schädlingsbekämpfung nicht in Mitleidenschaft gezogen. Zweitens wirken diese Körner auf alle Schneckenarten – neben Nacktschnecken können also auch geschützte Arten wie die Weinbergschnecke durch sie ihr Ende finden. Drittens wirkt Schneckenkorn nicht nur auf Schnecken giftig: Besonders in zu großzügiger Dosis können auch viele andere Lebewesen wie Nützlinge, Haustiere und sogar Kinder in Lebensgefahr geraten! Wenn ihr kleinen Nachwuchs und/oder Tiere habt, würde ich also auf jeden Fall die Finger von Schneckenkorn lassen.

Es gibt viele renommierte Anbieter, die Schneckenkorn verkaufen: Dazu gehören z.B. die Produkte des Düngerspezialisten Compo, des Gartenexpertens Dehner und des Chemiekonzernes Bayer.

Schneckenfallen mit Köder

Auch Schneckenfallen werden von vielen Gärtnern eingesetzt. Dabei handelt es sich um kleine Gehäuse, in welche die Tiere hineingelockt werden. Dazu müsst ihr einen Köder wie Bier (welcher aufgrund des Alkoholgehalts schließlich tödlich wirkt) oder Salatblätter auslegen. Sind die Tiere einmal gefangen, könnt ihr sie entweder mit Schneckenkorn töten (wozu ich nicht unbedingt raten würde) oder außerhalb des Gartens lebend entsorgen. Beliebte Schneckenfallen sind z.B. die SnailX und das Modell von Dehner. 

Natürliche Schneckenfeinde im Garten

Die biologisch sinnvollste Art und Weise, etwas gegen Schnecken zu tun, ist es wohl, Mutter Natur die Arbeit erledigen zu lassen. Wenn ihr natürlichen Fressfeinden wie Kröten, Igeln oder Vögeln optimale Lebensbedingungen gebt, vertilgen diese auch viele Schnecken. Dabei solltet ihr aber bedenken, dass die Spanische Wegschnecke, die mittlerweile am weitesten verbreitete Nacktschnecke, von den meisten Fressfeinden gemieden wird. Ein Rundumschutz ist diese tierische Verteidigungsstrategie also leider nicht.

Für Schnecken unangenehme Substanzen und Gerüche

Ihr könnt auch versuchen, die Schnecken zu vertreiben. Denn es gibt viele Substanzen, die den Tieren überhaupt nicht gefallen, so dass sie meistens Abstand von euren Pflanzen nehmen. So haben Stoffe wie Kupfer, Kaffeesatz und Kalk oder Pflanzen wie Knoblauch und Pfefferminze den Ruf, Schnecken zu verschrecken. Aber auch hier gilt: Für manche Schnecken mag das zutreffen, diese Methode ist aber kein Rundumschutz.

Fazit

Schnecken sind zunächst einmal nützliche Gartenbewohner. Doch wenn zu viele Tiere auf einmal da sind, werden sie schnell zur Plage. Das ist besonders häufig der Fall, seitdem die Spanische Wegschnecke hierzulande sesshaft geworden ist, denn diese Art ist nicht mittlerweile nicht nur für etwa 90 Prozent der zerfressenen Blätter und Pflanzen verantwortlich, sondern hat auch nur wenige natürliche Feinde. 

Aus Verzweiflung greifen viele Gärtner deshalb zu ziemlich rabiaten Mitteln wie Schneckenkorn oder zum Messer, um die Tiere aus dem Garten zu eliminieren. Das ist jedoch nicht die Optimallösung: Nicht nur sprechen ethische und Tierschutzbedenken dagegen, auch die Langzeitwirkung ist dann eher mau. 

Ihr trefft dann schließlich nur ausgewachsene Tiere, die vielen Eier der sehr vermehrungsfreudigen Tiere bleiben unangetastet. Um euren Garten schonend und nachhaltig vor Schnecken zu schützen, würde ich deshalb Schneckenzäune empfehlen: Sie sind umweltfreundlich, bei richtiger Vorarbeit und Montage sehr effektiv und lassen auch die Schädlinge nicht leiden. 

Und wie der Vergleich zeigt, gibt es viele gute Lösungen, sei es günstig oder etwas teurer, permanent oder temporär.

Quellen:

 

  1. Ein interessanter Artikel zur Schneckenplage kommt vom NDR.
  2. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) bietet viele hilfreiche und nachhaltige Tipps gegen Schnecken.
  3. Wie installiert man einen Schneckenzaun? Einen interessanten Einblick bietet dieses Tutorial-Video von Lust Ideen aus Blech, Hersteller eines der empfehlenswertesten Produkte.
  4. Das Pflanzenschutzamt des Landes Berlin hat ein sehr informatives Merkblatt zusammengestellt, in dem ihr nicht nur einen Überblick über Schutzmaßnahmen findet, sondern auch die wichtigsten Schneckenarten gelistet sind.

 

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