【ᐅ】Welche Erde brauchen Tomaten? ✿ 2019

Welche Erde brauchen Tomaten?

Deine Tomatenpflanzen sollen wachsen und gedeihen und schließlich eine üppige Ernte bringen. Damit sie sich von Kopf bis Fuß so richtig wohlfühlen, ist neben einem warmen, sonnigen Standort auch die richtige Erde wichtig. In verschiedenen Wachstumsstadien haben die Pflanzen unterschiedliche Ansprüche. Wie Du diesen gerecht wirst und Deine Tomaten mit dem optimalen Substrat verwöhnst, erfährst Du hier.

Das richtige Substrat

  • Verwende magere, nährstoffarme Erde für die Aussaat.
  • Nach dem Pikieren erhalten die Jungpflanzen reichhaltigeres Substrat.
  • Im Beet schätzen Tomaten nährstoffreiche, lockere und feuchte Erde.
  • Achte bei Tomaten im Topf auf eine gute Drainage und eine regelmäßige Düngung.

Vom Nährstoffbedarf der Tomate

Tomaten werden als Starkzehrer bezeichnet. Erfahrene Gärtner unterscheiden bei Nutz- und Blühpflanzen zwischen Schwachzehrern, Mittelzehreren und Starkzehrern. Diese Einteilung gibt darüber Aufschluss, wie viel Stickstoff eine Pflanze für eine gesunde Entwicklung benötigt. 

Starkzehrer wie Kohl, Kartoffel, Mais, Paprika und Tomate entziehen dem Boden besonders viele Nährstoffe, allen voran Stickstoff. Daher sollten diese Pflanzen in nährstoffreiche Erde gepflanzt und regelmäßig gedüngt werden. 

Tomatenaussaat – die richtige Erde für einen guten Start

Das Leben einer Tomate beginnt als Samenkorn. In jedem Tomatensamen sind alle wichtigen Nährstoffe, die für die Keimung benötigt werden, enthalten. Zum Aussäen Deiner Tomaten solltest Du daher ein anderes Substrat verwenden, als für erwachsene Pflanzen.

Blumenerde oder Gemüseerde aus dem Gartenmarkt enthalten Düngemittel, die für die Keimlinge zu hoch dosiert sind. Die winzigen Pflänzchen sind gerade erst dabei, zarte Wurzeln zu bilden. Vorgedüngtes Substrat ist reich an Nährsalzen, die das feine Wurzelwerk verbrennen können. Die Pflänzchen kümmern und können im schlimmsten Fall sogar eingehen. Für einen guten Start ist mageres Substrat ideal. 

Nährstoffarme Erde regt die Keimlinge an, ihre Wurzeln auf der Suche nach Nahrung auszubreiten. Verwende daher zum Aussäen von Tomaten spezielle Saaterde.

Du kannst Deine Saaterde auch selbst herstellen:

  • Verwende einen Teil feine Gartenerde. Am besten eignet sich frische Maulwurfserde.
  • Mische die Erde mit einem Teil Quarzsand. Der Sand macht das Substrat locker und sorgt für eine gute Drainage.
  • Gib zu dieser Mischung nun einen Teil Kompost. Dieser muss unbedingt reif, das heißt mindestens ein Jahr alt, und fein gesiebt sein.
  • Sterilisiere die Erdmischung zehn Minuten lang in der Mikrowelle bei 800 Watt oder im Backofen für mindestens 20 Minuten bei 200 ºC. Auf diese Weise vernichtest Du Krankheitserreger und tötest die Eier von Schädlingen ab.

Pikieren – mehr Nährstoffe bitte

Deine Keimlinge wachsen schnell und bilden bereits das erste richtige Blattpaar aus. Nun wird es bald Zeit, die Pflänzchen zu pikieren. Mit dem Platzbedarf steigt auch der Nährstoffbedarf der jungen Tomaten. Beim Pikieren verpflanzt Du die Jungpflanzen in einzelne Töpfe. Diese solltest Du mit etwas reichhaltigerem Substrat füllen. Auch hier hast Du mehrere Möglichkeiten:

Auch hier hast Du mehrere Möglichkeiten:

  • Kaufe Gemüse- oder Tomatenerde und vermische sie 1:1 mit Sand.
  • Besorge spezielle Anzucht- oder Pikiererde für Stecklinge und Jungpflanzen aus dem Gartencenter.
  • Mische das Substrat selbst: Verwende je zwei Teile feine Gartenerde und Kompost, drei Teile Perlite und je einen Teil Quarzsand und Rindenhumus. Sterilisiere die Mischung im Backofen oder in der Mikrowelle.

Ab ins Freiland – reichhaltige Erde für eine reiche Ernte

Deine Tomaten sind nun fast erwachsen und dürfen ab Mitte Mai endlich ins Freiland. Ihre Wurzeln sind nun so weit entwickelt, dass sie gehaltvolles Substrat problemlos vertragen. Die Pflanzen nehmen die gebotenen Nährstoffe gierig auf und wachsen kräftig. Die Erde im Tomas sollte folgendermaßen beschaffen sein:

  • gute Bodenstruktur bis etwa 50 Zentimeter Tiefe

  • locker und gut durchlässig

  • humos und nährstoffreich

  • frisch, feucht

  • warmer Boden

Idealerweise hast Du das Beet mit Kompost und Stallmist aufbereitet und Hornspäne eingearbeitet. Zusätzlich kannst Du die Pflanzen alle zwei bis drei Wochen mit Brennnessel- und Beinwelljauche düngen, die Du im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischst. 

Auch regelmäßige Kompostgaben unterstützen das Wachstum. Wer auf mineralische Düngemittel setzen möchte, sollte bei der Dosierung vorsichtig sein und die Angaben des Herstellers nicht überschreiten.

Wie Du Tomaten richtig düngst erfährst Du hier.

Das perfekte Substrat für Tomaten im Topf

Wer keinen Garten besitzt, kann Tomatenpflanzen im Kübel am Balkon kultivieren. Um auch im Topf gut zu gedeihen, brauchen die Pflanzen unbedingt einen sonnigen Standort und ein ausreichend großes Pflanzgefäß. Mindestens 10 bis15 Liter sollte der Kübel fassen und dabei ausreichend tief sein, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können. 

Das Gefäß muss über ein Abzugsloch im Boden verfügen, damit sich das Gießwasser nicht staut. Lege vor dem Befüllen mit Erde eine Tonscherbe über das Loch, damit es nicht verstopft.

Hochwertige Tomaten- oder Gemüseerde aus dem Gartencenter ist ideal für Kübeltomaten. Wenn Du das Substrat selbst herstellen möchtest, kannst Du Gartenerde oder Anzuchterde mit reifem Kompost und etwas Sand mischen. 

Zum Düngen von Kübeltomaten eignet sich am besten organischer Flüssigdünger für Tomaten.

Fazit

Mit der richtigen Erde sind Deine Tomaten vom Samenkorn bis zur Ernte bestens versorgt. Passe den Nährstoffbedarf dem jeweiligen Lebensabschnitt der Pflanzen an. So bleiben die Tomatenpflanzen gesund und bilden schmackhafte Früchte.

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