Rasen Keimzeit – wie lange dauert es bis die Saat aufgeht?

Du möchtest einen neuen Rasen anlegen und fragst Dich, wie lange Du warten musst, bis sich das erste Grün zeigt? Wir verraten Dir, wovon die Keimdauer von Rasensamen abhängt und wie Du die Keimung beschleunigen kannst.

So keimt Dein neuer Rasen schneller

Gut Ding braucht Weile

Ganz gleich, ob ein bestehender Rasen ausgebessert oder eine neue Rasenfläche angelegt werden soll, die meisten Gartenbesitzer möchten die Fläche natürlich möglich bald betreten. Damit sich die zarten Pflänzchen jedoch optimal entwickeln können, ist hier eine gute Portion Geduld gefragt. 

Alleine die Keimung lässt oft einige Wochen auf sich warten. Ist der erste zarte Flaum sichtbar, heißt es abermals abwarten und Tee trinken. 

Wie lange dauert die Keimung von Rasensamen

Du hast den Boden optimal aufbereitet, geebnet und die Grassamen mit dem Streuwagen schon regelmäßig verteilt, doch nun tut sich nichts. Langsam wirst Du nervös und fragst Dich, ob Du vielleicht gar etwas falsch gemacht hast. Keine Panik – die Zeitspanne, die die Saat braucht, um aufzugehen, lässt sich nicht so exakt festlegen.

Je nach Jahreszeit, Witterung und Pflege dauert die Keimung von Rasensamen üblicherweise zwischen 7 Tagen und 3 Wochen. Damit die Keimung überhaupt in Gang kommen kann, muss zuallererst die primäre Dormanz überwunden werden. 

Jeder einzelne Grassamen verfügt über diesen natürlichen Mechanismus, der verhindert, dass die Keimlinge zu früh keimen und aufgrund widriger Bedingungen eingehen. Weil die Dormanz unterschiedlich lang ausfällt, keimen niemals alle Samen zur gleichen Zeit.

Dormanz – ein natürlicher Schutzmechanismus

Bei der Keimruhe (Dormanz) handelt es sich um einen Schutzmechanismus der Pflanze. Er sorgt dafür, dass die Keimung zu einem günstigen Zeitpunkt erfolgt und sich die Keimlinge auf diese Weise gut entwickeln können.

Wovon ist die Keimdauer abhängig?

Damit die Samen die Keimruhe überwinden können, muss eine ganze Reihe an äußeren Bedingungen passen. Es darf weder zu kalt noch zu heiß, weder zu feucht noch zu trocken sein. Darüber hinaus muss eine gute Sauerstoffversorgung gegeben sein. Eine erfolgreiche Keimung hängt also von folgenden drei Faktoren ab:

1. Die passende Temperatur

Im Winter kann selbst die beste Rasensaat nicht keimen. Sommerliche Hitze kann die Keimung jedoch ebenfalls behindern. Die ideale Keimtemperatur liegt zwischen 15 und 23 °C.

Möglich ist eine erfolgreiche Keimung bereits ab einer Bodentemperatur von etwa 9 bis 10 °C. Allerdings geht der Keimprozess dann etwas langsamer vonstatten. Nicht nur bei Kälte haben es die Rasensamen schwer, auch Hitze verzögert die Keimung. Ab etwa 43 bis 45 °C geht dann gar nichts mehr. Wenn es zu heiß ist, gehen die Keimlinge ein, bevor sie sich noch richtig entfalten können.

2. Ausreichend Feuchtigkeit

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Keimung ist Wasser. Damit Rasensamen keimen können, müssen sie erst aufquellen. Dabei werden Enzyme aktiviert, welche die im Samen gespeicherten Nährstoffe umwandeln und für die Keimlinge aufbereiten. Das Volumen der Samen nimmt immer weiter zu, bis sie schließlich aufplatzen. Nun können sich die Keimwurzeln bilden, die die Keimlinge im Boden verankern. Das Keimblatt schiebt sich durch die Samenschale und färbt sich mit Einsetzen der Photosynthese grün.

Ein einzelner Regenschauer reicht für diesen komplexen Prozess natürlich nicht aus. Du musst die Saat während des gesamten Keimverlaufs regelmäßig wässern. Achte darauf, dass die Erde nie austrocknet, sonst können die Keimlinge absterben. 

Wer wenig Zeit hat, sich um die neu angelegte Rasenfläche zu kümmern, sollte die Saat mit durchsichtiger Wachstumsfolie abdecken. Die Folie muss wasser- und luftdurchlässig sein. Auf diese Weise musst Du sie vor dem Bewässern nicht abnehmen und Schimmelbildung wird vermieden.

3. Eine gute Sauerstoffversorgung

Neben der passenden Temperatur und Wasser benötigen Rasensamen auch Sauerstoff, um zu keimen. Daher spielt die richtige Bodenaufbereitung eine wichtige Rolle. Lockere den Untergrund gründlich auf, bevor Du die Fläche planierst. Verdichtete und vernässte Böden sollten belüftet und gesandet werden.

Wie Du Rasen lüftest erfährst Du hier.

Der Herbst ist die beste Zeit für Neusaaten

Besonders gut geeignet zum Anlegen eines neuen Rasens ist somit der Frühherbst. Ab etwa Mitte September heizt sich der Boden meist nicht mehr so stark auf. Da es nun häufiger regnet, können die Samen gut quellen und kommen meist auch mit etwas weniger regelmäßiger Bewässerung aus. Ein weiterer Vorteil dieser Jahreszeit ist, dass nun das Unkraut nicht mehr so rasant wächst. Auf diese Weise können sich die zarten Graspflänzchen ungestört entwickeln.

Die zweitbeste Wahl für den Saattermin ist das Frühjahr. Hier kannst Du gleich loslegen, sobald die Bodentemperatur nachts nicht mehr unter 10 ºC fällt. Das ist meist ab April der Fall. Sollten sich später doch noch einige frostige Nächte ankündigen, ist das halb so schlimm. 

War die Keimung erfolgreich, überstehen die zarten Jungpflanzen kurze Kälteeinbrüche problemlos.

Was verzögert/ verhindert die Keimung?

Wenn Dein frisch ausgesäter Rasen auch nach drei Wochen noch nicht keimen will, kann dies an folgenden Gründen liegen:

Keimung der Rasensamen beschleunigen

Das Wetter kannst Du nicht beeinflussen. Es gibt jedoch durchaus Möglichkeiten, die Keimung zu fördern und zu unterstützen.

Wachstumsfolie

Eine gute Möglichkeit, einen frisch ausgesäten Rasen rasch zum Keimen zu bringen, ist das Abdecken mit transparenter Folie. Unter dieser Schutzschicht entsteht ein Treibhausklima, das die Keimung beschleunigt. Zugleich wird der Boden vor dem Austrocknen geschützt und verhindert, dass das Saatgut bei Starkregen weggeschwemmt wird. Auch gefräßige Vögel haben hier keine Chance.

Im Fachhandel sind spezielle Wachstumsfolien erhältlich, welche Wasser und Luft durchlassen. Wässere die Fläche maßvoll, bevor Du die Folie locker ausbreitest und an den Enden mit Steinen beschwerst. Sobald die Keimlinge Wurzeln gebildet haben und das Längenwachstum einsetzt, ist es Zeit, die Wachstumsfolie wieder abzunehmen.

Bodenaktivator

Auf einem gesunden Boden keimen Rasensamen besonders schnell. Die Keimlinge finden ideale Bedingungen vor und entwickeln sich prächtig. Um karge oder verarmte Böden zu beleben und zu verbessern, kannst Du einen Bodenaktivator ausbringen. Dadurch wird Dein Boden fruchtbarer und bildet eine Humusschicht.

Die Zahl der Mikroorganismen nimmt zu und die Regenwürmer vermehren sich. Der Boden erhält eine lockere Krümelstruktur, er kann das Wasser besser halten und ist so vor Austrocknung geschützt. Die Bindung und Abgabe der Nährstoffe wird erleichtert.

Granulierte Produkte lassen sich leicht dosieren und ausbringen ohne zu stauben. Verteile den Bodenaktivator mit dem Streuwagen, arbeite ihn leicht mit dem Rechen ein und wässere anschließend.

Mit dem Bodenaktivator Terra Preta von NEUDORFF kannst Du bei der Neuanlage eine Rasenfläche für langanhaltende Bodenfruchtbarkeit sorgen und erhältst einen besonders belastbaren Rasen.

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Wer hingegen einen bereits bestehenden Rasen reparieren möchte, kann zu einem praktischen Mix aus Rasensamen, Dünger und Bodenaktivator wie zum Beispiel dem Vertikutier-Mix von COMPO SAAT greifen. Die perfekt abgestimmte Zusammensetzung beschleunigt die Keimung und hilft Deinem Rasen, sich rasch zu regenerieren.

Achte auf optimale Bedingungen

Gieße die neu gesäte Rasensamen regelmäßig

Besonders in jener Phase, in der die Wurzeln der Sämlinge noch nicht vollständig entwickelt sind, ist eine kontinuierliche Wasserversorgung unerlässlich. Wässere jedoch nicht zu lange, sonst kann sich Staunässe bilden. Bei Trockenheit iempfiehlt es sich, die zarten Pflänzchen mehrmals täglich kurz zu gießen.

Schnell keimende Rasensorten

Für ganz besonders ungeduldige Hobbygärtner gibt es spezielle Saatmischungen, die im Eiltempo keimen. Für Neuanlagen eignet sich zum Beispiel der Wunderrasen von HEGA, der sich aus Grassorten mit besonders rascher Keimfähigkeit zusammensetzt.

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Wenn Du Deinen stark in Mitleidenschaft gezogenen Rasen rasch reparieren möchtest, bietet sich die Turbo-Nachsaat von WOLF GARTEN an. Bei dieser Mischung sorgt ein natürlicher Keimbeschleuniger für eine um 30% schnellere Keimung. 

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Wie lange sind Rasensamen keimfähig?

Rasensamen werden etwa ein Jahr nach der Ernte gemischt und abgepackt. Ab diesem Zeitpunkt sind sie etwa vier Jahre keimfähig. Danach lässt ihre Keimfähigkeit rasch nach. 

Das bedeutet zwar nicht, dass kein einziger Samen mehr keimen wird, allerdings lassen sich mit altem Saatgut keine zufriedenstellenden Ergebnisse erzielen. Lagere das Saatgut an einem kühlen, trockenen Ort und versuche, größere Temperaturschwankungen zu vermeiden.

Hier ist ein Überblick der besten Rasensamen für 2021

Fazit

Es ist nicht ganz einfach zu sagen, wie viel Zeit Du einplanen musst, bis Dein Rasen keimt. Die übliche Keimzeit von Rasensamen beträgt etwa ein bis drei Wochen. 

Mit der Auswahl der richtigen Saatmischung und der optimalen Vorbereitung des Bodens schaffst Du perfekte Startbedingungen. Wähle für die Aussaat den Frühherbst oder notfalls auch das Frühjahr und bewässere die Neusaat täglich, dann wird es bald grün in Deinem Garten.

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