Krankheiten, Schädlinge und andere Probleme – wenn Tomaten krank sind

Was ist mit nur mit den Tomaten los? Du hast viel Zeit in die Pflege Deiner Tomatenpflanzen investiert, behutsam gepflanzt, fleißig gegossen und maßvoll gedüngt. Endlich werden die ersten Früchte rot. Doch weshalb rollen sich plötzlich die Blätter ein? Warum platzen die Früchte auf? Was bedeuten die gelben Flecken am Laub? Wer frisst da an Deinen Tomaten? Hier erfährst Du, welche Krankheiten und Schädlinge Tomatenpflanzen befallen können, und was Du dagegen unternehmen kannst.

Wenn Tomaten krank sind

  • Grundsätzlich gibt es drei Ursachen für Schäden an der Pflanze: Krankheiten, tierische Schädlinge oder physiologische Störungen.
  • Auf den ersten Blick lässt sich das Schadbild oft nicht einordnen.
  • Untersuche die Pflanze genau. Nimm eventuell eine Lupe zur Hand, um winzige Schädlinge zu erkennen.
  • Entferne erkrankte Pflanzenteile, um eine Ansteckung und Ausbreitung zu verhindern.
  • Entferne erkrankte Pflanzenteile, um eine Ansteckung und Ausbreitung zu verhindern.
  • Infizierte Pflanzenteile dürfen nicht kompostiert werden. Entsorge sie über den Hausmüll.
  • Vorbeugen ist bei der Tomate sehr viel einfacher als Heilen. Bei einigen schweren Pilzerkrankungen hilft nur die Entsorgung der ganzen Pflanze.
  • Ein schlechter Standort und Fehler bei der Pflege schwächen die Pflanzen und machen sie anfälliger für Pilzkrankheiten und Schädlinge.
  • Wähle widerstandsfähige Jungpflanzen. Achte beim Saatgutkauf auf Gesundheit und Resistenzen.
"Gib beim Auspflanzen Deiner Tomaten gehackte Brennnesselblätter ins Pflanzloch. Sie wirken als natürlicher Dünger und machen die Pflanzen widerstandsfähig."
Mein Tipp

Typische Tomatenkrankheiten

Tomatenfrüchte, die hierzulande zum Gemüse gezählt werden, gehören zu den köstlichsten Schätzen, die der sommerliche Garten hervorbringt. Leider ist das aus Südamerika stammende Nachtschattengewächs in unseren Breiten relativ empfindlich. Nicht immer gerät das Gartenjahr, was das Zusammenspiel von Temperatur und Feuchtigkeit betrifft, nach dem Geschmack der sensiblen Exoten.

Eine Kombination von kühlerem Wetter und nassem Blattwerk schätzen Tomatenpflanzen nämlich gar nicht. Kann das Laub nicht abtrocknen, sind Pilzerkrankungen die Folge. In diesem Beitrag stellen wir Dir die häufigsten Tomatenkrankheiten vor und erläutern, wie Du dagegen vorgehen kannst.

Kraut- und Braunfäule

Nach einer feuchten Woche treten plötzlich hässliche braune Flecken an den Früchten Deiner Tomatenpflanzen auf? Phytophthora infestans ist die wichtigste Erkrankung an Freilandtomaten. Die typischen Flecken an Blättern, Stängeln und Früchten werden durch Pilzsporen hervorgerufen, die sich besonders bei Regenwetter ausbreiten können.

Die Flecken an den Früchten werden hart, sinken ein und werden ungenießbar. Auch Kartoffelpflanzen befällt der Pilz. Eine Übertragung zwischen Kartoffel und Tomate, die beide zur Familie der Nachtschattengewächse gehören, ist möglich. Pflanze daher niemals Kartoffeln in der Nähe Deiner Tomaten. Schütze Deine Tomatenpflanzen durch eine Überdachung.

Große Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen und regelmäßiges Ausgeizen sorgen für eine gute Luftzirkulation. Mittlerweile gibt es einige recht robuste Tomatensorten am Markt, die kaum von der Kraut- und Braunfäule befallen werden.

Echter Mehltau

Ein weißer, mehliger Pilzrasen überzieht die Blätter Deiner Tomaten? Oidium neolycopersici braucht nicht mal kühles, nasses Wetter, um sich auszubreiten. Der sogenannte Schönwetterpilz ist auch bei hohen Temperaturen und Trockenheit aktiv. Kaum treten die ersten Flecken auf, breitet sich die Erkrankung rasch aus. Das Laub wird welk und stirbt schließlich ab.

Die Früchte verschont der Pilz zwar, jedoch kümmert die Pflanze durch den Befall und kann sogar eingehen. Entferne sämtliche befallenen Pflanzenteile sofort. Nur so lässt sich die weitere Ausbreitung des Echten Mehltaus eventuell noch verhindern. 

"Ein Sud aus Ackerschachtelhalm macht Tomaten widerstandsfähig und ist ein wirksames Mittel zur Vorbeugung und Bekämpfung von Mehltau und anderen Pilzkrankheiten."
Mein Tipp

Frucht- und Stängelfäule

Der Stängel Deiner Tomaten färbt sich knapp über dem Boden schwarz, die Rinde sinkt ein. Dadurch wird der Saftstrom behindert und die Pflanze kümmert. Didymella, die Frucht- und Stängelfäule, breitet sich von unten nach oben aus und kann auch Blätter und Früchte befallen. An den Früchten zeigt sich die Erkrankung zuerst meist im Bereich des Blütenkelchs.

Von dort aus wächst sie rasch in konzentrischen Ringen, die sich bald schwarz verfärben und einsinken. Didymella kann auch weitere Nachtschattengewächse wie die Kartoffel, die Aubergine oder Paprikapflanzen befallen. Sind Deine Tomaten erkrankt, hilft leider nur das Entfernen der befallenen Pflanzen. 

Dürrfleckenkrankheit

Es ist warm und trocken, eigentlich perfektes Tomatenwetter. Doch plötzlich zeigen sich runde braungraue Flecken an den untersten Blättern Deiner Pflanzen. Hier hat Alternaria solani zugeschlagen. Der Pilz breitet sich von unten nach oben aus. Nach und nach rollen sich die Blätter ein und sterben ab. An den Stängeln bilden sich längliche braune Flecken und die Früchte beginnen zu faulen.

Wenn Du die befallenen Blätter rechtzeitig entdeckst, kannst Du die Pflanze noch retten. Desinfiziere alle Materialien wie Pflanzstäbe und Schnüre, die mit der erkrankten Pflanze in Berührung gekommen sind. Auch die Dürrfleckenkrankheit greift häufig von Kartoffeln auf Tomaten über. Halte daher stets den größtmöglichen Abstand, wenn Du beide Gewächse im Garten kultivieren möchtest.

Grauschimmel

Geisterhafte graue Flecken überziehen die Blätter Deiner Tomaten? Hier treibt Botrytis cinerea, auch Geisterfleckenkrankheit genannt, ihr Unwesen. Der Pilz liebt ein feuchtes Milieu und macht auch vor den Früchten nicht halt. Entferne befallene Blätter sofort! Solange der Grauschimmel noch nicht auf den Stängel übergegriffen hat, hat die Pflanze noch eine Chance. 

Samtfleckenkrankheit

An den Blättern Deiner Gewächshaustomaten treten blassgelbe Flecken auf? Du wendest ein Blatt und erkennst einen bräunlichen Pilzrasen? Cladosporium fulvum liebt hohe Luftfeuchtigkeit, wie sie häufig unter Folien oder in Gewächshäusern vorkommt. Lüfte daher Dein Tomatenhaus regelmäßig und achte bei der Pflanzung auf ausreichend große Abstände zwischen den Tomatenpflanzen.

Tomatenwelke

Die Tomatenblätter sind welk, obwohl Du die Pflanzen regelmäßig gießt? Grund dafür kann ein Befall mit Fusarium, einem Bodenpilz sein.  Nach und nach werden ganze Triebe welk und an den Früchten treten kleine braune Flecken mit gelben Rändern auf. Leider gibt es kein wirksames Mittel gegen diese Erkrankung.

Du musst die gesamte Pflanze im Hausmüll entsorgen und die Pflanzstäbe, sowie alle Gartengeräte, die mit der erkrankten Tomatenpflanze in Berührung gekommen sind, desinfizieren. Die Fusarium-Sporen bleiben im Boden aktiv, daher solltest Du in den nächsten Jahren keine Tomaten an dieser Stelle pflanzen. 

Bakteriosen und Virosen

Neben Pilzen können auch bakterielle Infektionen oder Viren Deine Tomatenpflanzen befallen. Blattläuse übertragen ein Virus, das die sogenannte Fadenblättrigkeit oder Farnblättrigkeit auslöst. Bei dieser Pflanzenkrankheit handelt es sich um eine Mischinfektion aus Tomatenmosaik- und Gurkenmosaikvirus.

Die Blätter der Pflanze sind degeneriert, das Wachstum ist gehemmt. Die Bakterienwelke entsteht durch bakterielle Erreger, die häufig jahrelang im Boden überdauern. Kurz nach der Pflanzung beginnen Teile der Tomate zu welken und sterben ab. Sind Deine Tomaten an Bakterien oder Virosen erkrankt, kannst Du im Nachhinein nichts mehr dagegen unternehmen.

Entferne die befallenen Pflanzen, bekämpfe Schädlinge wie Blattläuse und tausche bei bodenbürtigen Erregern, die Erde am Pflanzplatz aus. Achte darauf, den Pflanzen beim Ausgeizen keine zu großen Wunden zuzufügen.

So kannst Du Deine Pflanzen vor Pilzerkrankungen schützen

  • Wähle möglichst robuste und Sorten aus.
  • Pflanze Tomaten niemals in der Nähe von Kartoffeln. Vermeide auch die Nachbarschaft zu anderen Verwandten wie Chili, Paprika und Aubergine. Viele Pilzerkrankungen greifen gerne auf Gewächse aus derselben Pflanzenfamilie über.
  • Tomaten brauchen einen sonnigen und warmen Standort, um gut zu gedeihen und gesund zu bleiben.
  • Achte auf ausreichend große Pflanzabstände, damit die Luft zirkulieren kann.
  • Wässere die Pflanzen ausschließlich im Wurzelbereich und entferne die untersten Blätter.
  • Gieße nicht am Abend, damit das Laub über Nacht nicht nass ist.
  • Geize die Pflanzen regelmäßig aus.
  • Überdache Deine Tomaten.
  • Bei der Kultur im Gewächshaus unbedingt regelmäßig lüften!
  • Dünge Deine Tomaten maßvoll. Überdüngung macht die Pflanzen weich und fördert den Befall durch Pilzerkrankungen.
  • Vermeide Wunden und Verletzungen an den Pflanzen, sie dienen Pilzerkrankungen häufig als Eintrittspforten. Gehe beim Anbinden behutsam vor und verwende keine einschnürenden Materialien. Entferne Geiztriebe, wenn diese noch möglichst klein sind, um die Pflanze möglich wenig zu verletzen.
  • Stärke die Tomaten mit Pflanzenjauchen und Brühen. Ein Sud aus Ackerschachtelhalm, Brennnesseljauche oder Beinwelljauche ist besonders wirksam.
  • Sobald Du infizierte Pflanzenteile entdeckst, entferne diese sofort und entsorge sie über den Hausmüll. Kranke Pflanzen dürfen nicht auf den Kompost!
  • Von Pilzkrankheiten wie der Kraut- und Braunfäule befallene Früchte sind nicht für den Verzehr geeignet.
  • Verwende die Samen von Früchten befallener Pflanzen nicht für die Aussaat. Selbst wenn die Früchte unversehrt wirken, kann die Erkrankung über das Saatgut weitergegeben werden.
  • Pflanzstäbe und andere Stützen sollten möglichst aus Metall bestehen. In Tomatenstäben aus Holz können Pilzsporen überdauern. Desinfiziere die Pflanzstäbe nach einem Befall gründlich.
  • Pflanze Tomaten nicht länger als drei Jahre im selben Beet an.

Häufige Schädlinge

Nicht nur Pilzsporen bedrohen die gesunde Entwicklung von Tomatenpflanzen. Tierische Schädlinge können das Wachstum der Pflanzen hemmen und eine reichliche Ernte gefährden. Bei einigen Insekten und Spinnentieren steht die Tomate auf dem Speisezettel ganz oben. 

Welche Schädlinge beim Tomatenanbau zur Plage werden können und wie Du die Situation in den Griff bekommst, erfährst Du hier.

Spinnmilben

Die Blätter und Triebe Deiner Tomaten sind von feinen Spinnfäden überzogen? Dann hat sich Tetranychus urticae, die gemeine Spinnmilbe, an Deinen Pflanzen zu schaffen gemacht. Die winzigen Tierchen stechen in die Unterseiten der Blätter und saugen den Pflanzensaft aus. Dadurch färbt sich das Laub gelb. Bei stärkerem Befall können die Blätter absterben.

 

Entferne stark betroffene Blätter und behandle die Pflanzen mit einer Kaliseifen-Lösung. Vermische dazu 30 Milliliter Kaliseife mit 30 Millilitern Spiritus und 2 Litern Wasser. Wiederhole die Anwendung alle 4 Tage, bis die Milben verschwunden sind. Auch der Einsatz von natürlichen Feinden wie Raubmilben und Florfliegenlarven hilft, dezimiert die Schädlinge rasch.

"Die Weibchen der Spinnmilben überwintern manchmal in Pflanzstäben aus Holz. Verwende daher Pflanzstäbe und Stützen aus Metall oder Plastik. Anorganische Materialien bieten ihnen keinen Unterschlupf."
Mein Tipp

Thripse

An den Tomatenblättern sind zahlreiche silbrig weiße Stellen zu sehen? Hier handelt es sich um Fraßspuren von Fransenflüglern (Thysanoptera). An den verkümmerten Blättern kannst Du darüber hinaus winzige schwarze Kotkügelchen erkennen. Eine Spritzung mit einem Neem-Öl-Präparat schützt Deine Tomaten. Auch Raubmilben können Dich bei der Bekämpfung von Thripse unterstützen.

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Tomatenrostmilben

Aculops lycopersici, die Rostmilbe, sorgt nicht nur für unschöne Verfärbungen der Triebe und eingetrocknete Blätter. Der Schädling lässt die Früchte verkorken, aufplatzen und frühzeitig abfallen. Schließlich stirbt die ganze Pflanze ab. Meist wird ein Befall erst sichtbar, wenn es bereits zu spät ist. 

Leider gibt es bisher kein wirksames Mittel gegen die Tomatenrostmilbe, die ebenfalls gerne von der Kartoffel auf die Tomate wechselt. Pflanze daher Tomaten niemals in der Nähe von Kartoffeln an. Entsorge befallene Pflanzen im Restmüll.

Tomatenminierfliegen

Du hast feine, verschlungene Gänge an den Tomatenblättern entdeckt? Hier handelt es sich um das Werk Liriomyza bryoniae. Die Larven der Minierfliege fressen Gänge durch das Blattinnere. Entferne sämtliche befallene Blätter, damit sich der Schädling nicht weiter ausbreiten kann. Schlupfwespe und Raubwanze gelten als natürliche Feinde der Tomatenminierfliege.

Weiße Fliege

Bei Trialeurodes vaporariorum handelt es sich nicht, wie der Name andeuten mag, um eine Fliege sondern um eine Schildlausart. Die Tiere sondern bei ihrer Saugtätigkeit als Nebenprodukt Honigtau ab. An diesem klebrigen Film entsteht ein schimmelnder Belag. Auch die Schildläuse selbst kannst Du mit freiem Auge gut erkennen. 

Die Weiße Fliege kann vor allem im Gewächshaus zum Problem werden. Mithilfe von Schlupfwespen lässt sich der Befall relativ gut bekämpfen. Eine Unterpflanzung der Tomaten mit Basilikum soll helfen, die Weiße Fliege fernzuhalten.

Gemüseeule

Über Nacht haben Raupen Deine Tomaten ausgehöhlt und Löcher in die Blätter gefressen? Lacanobia oleracea ist ein Nachtfalter aus der Familie der Eulenfalter, der seine Eier mit Vorliebe an Tomatenblättern ablegt. Die grünlichen Raupen sind vier Zentimeter lang und haben einen gelben Streifen an beiden Seiten. Kaum wird es dunkel, beginnen die nimmersatten Schädlinge, an den Pflanzen zu fressen.

Sammle die Raupen abends ab. Pheromonfallen können Dir helfen, die Falter zu fangen. Mit Neem-Öl lassen sich die Tiere von Deinen Pflanzen fernhalten. Als natürliche Feinde gelten Raubwanzen.

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Wie Du am besten gegen tierische Schädlinge vorgehen kannst:

  • Untersuche Deine Pflanzen regelmäßig.
  • Sobald Du einen Befall feststellst, solltest Du handeln. Je früher Du einschreitest, desto besser lässt sich das Problem in den Griff bekommen.
  • Entferne befallene Pflanzenteile und entsorge sie im Hausmüll.
  • Ein natürliches Gleichgewicht im Garten ist die beste Vorbeugung gegen das Überhandnehmen von Schädlingen. Achte auf eine artenreiche Flora und Fauna in Deinem Garten, setze auf Mischkultur und vermeide möglichst den Einsatz von chemischen Insektiziden, da sie das Problem langfristig eher verstärken.
  • Oftmals helfen natürliche Fressfeinde, den Schädlingsbefall einzudämmen. Viele dieser Nützlinge kannst Du im Gartenfachhandel kaufen.
  • Pflanzenjauchen stärken Deine Tomatenpflanzen von innen. Sie machen die Zellwände fester und die Pflanze dadurch weniger attraktiv für beißende und saugende Schädlinge.
  • Pflanzenbrühe und -tees lassen sich als Repellents einsetzen, sie vertreiben mit ihrem Geruch oder bestimmten Inhaltsstoffen manche Schädlinge.
  • Einigen Kräutern wird eine abwehrende Wirkung auf bestimmte tierische Schädlinge nachgesagt. Ein Versuch lohnt sich auf jeden Fall.
  • Kaliseifen-Lösung und Nee-Öl-Präparate helfen gegen einige tierische Schädlinge.

Mängel und physiologische Störungen

Manchmal sind weder Krankheiten noch gefräßige Schädlinge der dafür Grund, dass sich Deine Pflanze unwohl fühlt. Nährstoffmangel und äußere Einflüsse können die Gesundheit Deiner Tomaten massiv beeinträchtigen. Erfahre hier über die häufigsten Probleme und wie Du sie lösen kannst.

Blütenendfäule

Die jungen Blätter Deiner Tomatenpflanze wirken verkümmert und deformiert? Und unten an den Früchten bilden sich schwarze, faulige Flecken? Auch wenn die Symptome an einen Pilzbefall denken lassen, leidet Deine Tomate an akutem Kalziummangel.

Dieser wird häufig durch Überdüngung bei gleichzeitiger länger anhaltender Trockenheit ausgelöst. Gieße Deine Tomaten regelmäßig und verteile etwas Algenkalk im Wurzelbereich. Dünge maßvoll mit vorzugsweise organischem Dünger. Stallmist und Kompost müssen gut abgelagert sein.

Magnesiummangel

Deine Tomaten haben gelbliche, blasse Blätter, auf denen sich grün die Blattadern abzeichnen? Das ist ein typisches Anzeichen für einen Magnesiummangel. Nach und nach färben sich die Blätter braun und fallen ab. Eventuell ist der pH-Wert Deines Bodens zu sauer.

Es kann auch sein, dass die Gartenerde zu leicht und zu sandig oder einfach ausgelaugt ist. Häufiger jedoch liegt die Ursache in kalibetonter und magnesiumfreier oder -armer Düngung. Magnesiumdünger wie Kiserit oder Bittersalz beheben den Mangel.

Blattrollen

Wenn sich die Blätter Deiner Pflanze löffelartig nach oben rollen, leidet die Tomate an der sogenannten Löffelblättrigkeit. Hauptursache ist ein zu hoher Nitratgehalt im Boden bei gleichzeitiger Trockenheit. Wässere Deine Tomaten reichlich und vor allem regelmäßig. Überdünge die Pflanzen nicht. Setze auf natürliche organische Düngemittel, die ihre Wirkung langsam entfalten wie Kompost.

Grünkragen oder Gelbkragen

Deine Tomaten reifen gerade, doch im Bereich um den Stielansatz wollen die Früchte einfach nicht rot werden. Der gelbliche oder grüne Bereich im oberen Teil der Frucht entsteht durch oftmals durch Überhitzung bei zu starker Sonneneinstrahlung. Ein weiterer Grund für die unschöne ‚Kragenbildung‘ kann eine stickstofflastige Düngung bei gleichzeitigem Kaliummangel sein.

An besonders heißen Standorten wie auf Terrasse oder Balkon hilft es, die Pflanzen in den Mittagsstunden zu beschatten. Bei der Tomatenkultur am Balkon hilft es auch, auf hellfruchtige Sorten zu setzen. Früchte mit Grün- oder Gelbkragen musst Du nicht entsorgen. Schneide lediglich die gelben oder grünen Stellen weg.

Sonnenbrand

Blassgelbe bis beigefarbene Flecken an den Früchten weisen auf Verbrennungen durch zu starke Sonneneinstrahlung hin. In stark sonnenexponierten Lagen solltest Du als Sonnenschutz mehr Blätter an den Pflanzen belassen und die Tomaten notfalls mittags beschatten.

Aufplatzen

Gestern hat es endlich geregnet – heute sind all die schönen, fast reifen Tomaten aufgeplatzt? Dieser Wasserschaden entsteht, wenn den Pflanzen nach einer Trockenperiode plötzlich überreichlich Wasser zugeführt wird. Gieße Deine Tomatenpflanzen regelmäßig und überdache sie bei langem und ausgiebigem Regen. 

"Vergrabe neben jeder Tomatenpflanze einen Tontopf im Beet, den Du täglich mit Wasser befüllst. So garantierst Du eine gleichmäßige Wasserversorgung der Pflanzen."
Mein Tipp

So beugst Du Mangelerscheinungen und physiologischen Störungen an Deinen Tomatenpflanzen vor:

  • Bereite den Boden vor dem Pflanzen der Tomaten gut auf. Lockere die Erde bis zu einer Tiefe von etwa 40 Zentimetern und arbeite reifen Kompost und gut abgelagerten Stallmist ein.
  • Der Standort sollte sonnig und warm aber nicht allzu heiß sein. Vor allem am Balkon solltest Du die Pflanzen vor der Mittagssonne schützen.
  • Überdache in regenreichen Gebieten Deine Tomaten mit durchsichtigen Wellplatten aus dem Bauhaus.
  • Versorge die Tomatenpflanzen regelmäßig mit Wasser. Lass den Boden nie vollständig austrocknen.
  • Dünge maßvoll und ausgewogen. Bevorzuge dabei langsam wirkende organische Dünger. Überschreite beim Einsatz von Fertigpräparaten die Mengenangaben des Herstellers nicht.
  • Eine Bodenanalyse hilft Dir herauszufinden, was Deinem Boden fehlt. So kannst Du Mängel ausgleichen und eine Überversorgung mit bestimmten Nährstoffen vermeiden.

Fazit

Sobald Du bemerkst, dass sich eine Deiner Tomatenpflanzen nicht ganz wohl fühlt, solltest Du sie genauer untersuchen. Wenn Du weißt, was ihr fehlt, kannst Du das Problem beheben, bevor es sich ausbreitet und den gesamten Bestand bedroht.

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