Rhododendron Pflanzen Pflege – Alles zu Standort, Boden, Vermehrung

Im Frühjahr und Frühsommer beeindrucken sie mit üppiger Blütenfülle in den schönsten Farben. Den Rest des Jahres zieren Rhododendren mit ihrem kompakten Wuchs und dem meist immergrünen Laub in glänzendem Dunkelgrün den Garten. Liebhaber der prächtigen Blühsträucher sind vom Spektrum der Blütenfarben und von der Größe und Leuchtkraft der Blüten fasziniert. Skeptiker hingegen finden die Gewächse künstlich oder zu exotisch für unsere Breiten und kritisieren ihre anspruchsvolle Art. Dabei sind Rhododendren, wenn Du wichtige Punkte wie Boden und Standortwahl berücksichtigst, gar nicht so divenhaft, wie sie aussehen. Hier erfährst Du alles, was Du wissen musst, damit sich die farbenfrohen Schönheiten auch in Deinem Garten zu Hause fühlen.

Steckbrief: Rhododendron

Verwandlungskünstler Rhododendron

Rhododendren haben rund ums Jahr etwas zu bieten: Zur Blütezeit treten die Ziergehölze optisch in den Vordergrund und sind die Stars in halbschattigen Gartenbereichen. Den Sommer über nehmen sie sich etwas zurück und bieten mit ihrem sattgrünen Laub und den stattlichen Formen einen attraktiven Rahmen für Blumen und Stauden. 

Im Winter beschert das immergrüne Blattwerk vieler Arten den Sträuchern erneut einen Platz im Rampenlicht. In der kalten, kahlen Zeit zaubern sie Farbe in den tristen Garten und bieten Vögeln und Kleintieren Unterschlupf und Schutz. 

Dieser Wandel im Lauf der Jahreszeiten macht Rhododendren so beliebt. Mittlerweile gehören sie hierzulande neben der Rose zu den begehrtesten und meist gepflanzten Ziergehölzen.

Geschichte des Rhododendron

Der botanische Name der überreichlich blühenden Sträucher stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie ‚Rosenbaum‘. Allerdings wurde in der Antike der Oleander so bezeichnet. 

Im 17. Jahrhundert trug der schwedische Naturforscher Carl von Linné den Rhododendron unter diesem Namen in sein berühmtes Werk Species Plantarum ein. In unseren Breiten waren die Pflanzen bis dahin als Alpenrosen bekannt. 

Auch wenn die meisten aus Asien und Nordamerika stammen, so kommen etwa zehn Arten in Europa vor. Das natürliche Verbreitungsgebiet heimischer Rhododendren liegt vor allem in den Alpen. In Deutschland und Österreich wachsen dort die Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) und die Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum).

Arten und Sorten

Die Gattung Rhododendron ist Teil der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae) und zeichnet sich durch eine unglaubliche Artenvielfalt aus: Weltweit existieren über 1150 verschiedene Arten. 

Waren die Azaleen früher als eigene Gattung bekannt, so zählen sie seit mittlerweile gut 200 Jahren zu den Rhododendren. Die meisten Arten haben sich im Südwesten Chinas und in Japan entwickelt. Rund um den Globus werden heute rund 30.000 Sorten kultiviert. 

In Mitteleuropa gedeiht allerdings lediglich ein Achtel davon. Weil das aber immer noch rund 4.000 Sorten sind, geben wir Dir hier einen kurzen Überblick über die wichtigsten Arten und stellen Dir einige der gefragtesten Sorten vor.

In unserem Artikel „Rhododendron Sorten & Azaleenarten“ bekommst Du einen tollen Überblick mitsamt Bild.

Der optimale Standort

Rhododendren wird nachgesagt, bezüglich Standort und Boden nicht ganz unkompliziert zu sein. Dabei fühlen sich die dekorativen Sträucher ganz einfach in einem Umfeld wohl, das den Bedingungen ihrer Heimat möglichst nahekommt. In diesem Punkt unterscheiden sie sich kaum von anderen Pflanzen. 

Leider weichen hierzulande Klima und Vegetation deutlich von den Voraussetzungen in den natürlichen Habitaten der Pflanzen ab. Die Vorfahren der meisten Rhododendren stammen aus lichten Gebirgswäldern, in denen eine hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht. 

Wähle daher einen halbschattigen Standort aus und achte darauf, dass der Strauch vor allem vor der prallen Mittagssonne geschützt ist. Besonders gut gedeihen Rhododendren unter Kiefern. Der lockere Wuchs dieser Nadelbäume spendet sanften Schatten, ohne den schönen Blühsträuchern jegliches Sonnenlicht zu rauben. Denn je dunkler der Standort, desto spärlicher fällt auch die Blüte aus.

Du kannst Deinen Rhododendron natürlich auch unter anderen Gehölzen pflanzen. Eichen senken durch die in ihrem Laub enthaltene Gerbsäure den ph-Wert im Boden ab. Aber auch alle anderen Bäume sind bei entsprechenden Bodenbedingungen durchaus geeignet. Die Pflanzen wachsen auch im Schatten von Hauswänden. Ein windgeschützter Standort verhindert die Austrocknung der Blätter durch den Wind. 

Rhododendren schätzen kühle und eher feuchte Sommer. Plätze, an denen sich die Hitze staut, bekommen den Sträuchern nicht.

Alpine Wildsorten und Yakushimanum Rhododendren sind in der Natur häufig an sonnigen Gebirgshängen anzutreffen. Daher vertragen diese Pflanzen auch sonnige Standorte gut. Viele Zwergrhododendren fühlen sich ebenfalls in der Sonne wohl.

Richtige Boden für Rhododendron

Ein lockerer, humusreicher Boden mit einem ph-Wert im saueren Bereich lässt Rhododendren prächtig gedeihen. Idealerweise liegt der pH-Wert zwischen 4,5 und 5,8. Rhododendron ist ausgesprochen kalkfeindlich und braucht darüber hinaus eine gute Drainage. Wer diesen Ansprüchen im Garten nicht gerecht werden kann, tauscht an der Pflanzstelle den Boden aus. Gehe dazu folgendermaßen vor:

  • Hebe für jede Pflanze ein etwa 60 Zentimeter tiefes Pflanzloch aus. Je nach Größe des Rhododendrons sollte der Durchmesser zwischen 120 und 160 Zentimeter betragen.
  • Streue erst eine etwa 15 Zentimeter hohe Drainageschicht aus grobem Sand oder feinem Kies in die Grube.
  • Ersetze nun den Aushub durch eine Mischung aus Rindenkompost, Sand und Rinderdung.
  • Setze den Rhododendron vorsichtig in das Pflanzloch.
  • Achtung: Pflanze den Strauch nicht zu tief, sondern lass den oberen Teil der Wurzeln ein wenig aus dem Substrat herausragen.
  • Gieße die Pflanze gut an und dünge den Wurzelbereich mit Hornspänen.
  • Streue zum Schluss noch eine dünne Schicht Rindenmulch rings um den frisch gepflanzten Rhododendron aus. So verminderst Du die Verdunstung des Gießwassers im Wurzelbereich der Pflanze.

Artgerechte Pflege

Wenn Du den Bedürfnissen der Pflanzen bezüglich Standort und Boden gerecht wirst, sind Rhododendren, entgegen allen Vorurteilen, anspruchslos und äußerst langlebig. Bei der Pflege gibt es nur einige wenige Punkte zu beachten:

 

  • Kalkhaltiges Leitungswasser bekommt den Pflanzen auf Dauer nicht und kann zu Chlorose führen. Verwende daher zum Gießen am besten Regenwasser.

  • Gieße die Sträucher in der warmen Jahreszeit regelmäßig. Je sonniger der Standort, desto höher der Wasserbedarf.

  • Dünge Deinen Rhododendron im Frühjahr mit speziellem Rhododendron-Dünger aus dem Fachhandel oder mit Hornmehl. Auch Kaffeesatz ist ein guter organischer Dünger für Rhododendren, da er neben einer sanften Düngewirkung den Boden leicht ansäuert. Du kannst den Kaffeesatz auch mit Hornmehl vermischen. Bei Bedarf kannst Du die Pflanzen im Frühsommer ein zweites Mal düngen.

Im Artikel „Rhododendron düngen – Wann & Wie?“ erfährst Du mehr zum Thema

  • Achte auf eine Mulchschicht im Wurzelbereich. So hältst Du die Feuchtigkeit im Boden und sorgst dafür, dass sich die empfindlichen Wurzeln im Sommer nicht zu sehr erhitzen. Gleichzeitig unterdrückst Du das Unkrautwachstum. Rindenkompost von Nadelbäumen ist als Mulchmaterial besonders gut geeignet.

  • Entferne bei jungen Pflanzen nach der Blüte die abgeblühten Blütenstände. So können sie die Energie für die Samenbildung einsparen und sich stattdessen weiterentwickeln. Sobald Dein Rhododendron einige Jahre alt ist, ist diese Pflegemaßnahme nicht mehr notwendig.

Passende Begleitpflanzen

Rhododendren verwandeln sich zur Blütezeit in absolute Eyecatcher. Nach einigen Wochen jedoch ist das bunte Spektakel vorüber und die Sträucher glänzen für den Rest des Jahres in nobler, dunkelgrüner Zurückhaltung. Doch auch das dichte, häufig etwas ledige Blattwerk hat seinen Reiz. 

Es verleiht dem Garten einen waldartigen Charakter und bildet einen wunderschönen Hintergrund für helle Blattschmuckstauden, hübsche Blumen und die verschiedensten Bodendecker. 

Die Voraussetzung, um mit Rhododendren in guter Nachbarschaft zusammenzuleben, sind einfach: Die Begleiter sollten ähnliche Bodenansprüche haben und sich im Halbschatten wohlfühlen. Funkien (Hosta) und Farne (Polystichum) erfüllen diese Bedingungen und unterstreichen die Waldatmosphäre, die durch Rhododendren entsteht.

Im Frühjahr sorgen bunte Zwiebelblumen wie Winterlinge (Eranthis hyemalis), Schneeglöckchen (Galanthus), Narzissen (Narcissus), Hyazinthen (Hyacinthus), Windröschen (Anemone) und Blausterne (Scilla) für fröhliche Farbtupfer. 

Im Frühsommer leuchten Akeleien (Aquilegia) und Porzellanblümchen (Saxifragia x urbium) vor dem dunklen Blattvorhang der Rhododendren. Hortensien lieben halbschattige Plätzchen mit niedrigem ph-Wert und sind daher gute Nachbarn für die attraktiven Ziersträucher. Keine Sorge, die opulenten Blütenbälle von Hydrangea stehlen der prächtigen Rhododendronblüte nicht die Show. Ganz im Gegenteil: Da Hortensien erst im Sommer blühen, sind sie würdige Nachfolger, die das Farbfeuerwerk des Rhododendron im Garten gekonnt fortsetzen.

Als Flachwurzler schätzen Rhododendren Wurzelkonkurrenz gar nicht. Daher kommen eher tief wurzelnde Gehölze als Nachbarpflanzen infrage. Gut passen verschiedene Kiefernarten (Pinus), Eibe (Taxus), Buchsbaum (Buxus  sempervirens), Kirschlorbeer ( Prunus laurocerasus), Felsenbirne (Amelanchier), Zaubernuss (Hamamelis) und Schneeball (Viburnum).

 

Rhododendron im Topf

Die meisten Rhododendren sind zur Pflanzung im Kübel nicht gut geeignet. Als Flachwurzler leiden sie besonders unter der Tatsache, dass das Substrat im Pflanzgefäß schnell austrocknet. Zwergrhododendren und einige Yakushimanum Hybride entwickeln sich auch im Topf gut. Sie bleiben klein und sind oft weniger empfindlich als die großblumigen Sorten. Mit der entsprechenden Vorbereitung und regelmäßiger Pflege werden diese Arten auch auf Balkon oder Terrasse glücklich.

  • Wähle ein großes Pflanzgefäß aus Holz oder Terrakotta. Achte auf eine gute Drainage – das Behältnis muss unbedingt Abzugslöcher haben.
  • Bringe am Boden des Gefäßes eine Drainageschicht aus kalkfreiem Kies aus. Verwende als Substrat Rhododendron-Erde aus dem Handel oder mische Laub- und Rindenkompost mit Sand.
  • Stelle Deinen Topf-Rhododendron an einen halbschattigen und windgeschützten Ort.
  • Halte die Erde im Topf stets leicht feucht. Verwende ausschließlich weiches Wasser zum Gießen.
  • Versorge Deine Pflanze zwischen Mai und Juni monatlich mit Rododendron-Dünger.
  • Entferne die verblühten Blüten.
  • Überwintere die Topfpflanze an einem windgeschützten und schattigen Platz. Stelle das Pflanzgefäß auf eine Styroporplatte, bedecke das Substrat mit Rindenmulch oder Reisig und umwickle den Topf mit Jute oder Vlies.

Rhododendron schneiden – wann und wie

Rhododendren brauchen keinen Schnitt, um gut auszusehen. Sie wachsen langsam und haben meist von Natur aus eine schöne kompakte Form. Entferne die abgeblühten Blüten um das Wachstum der Sträucher zu fördern.

 Die Ziersträucher können sehr alt werden und mit der Zeit je nach Art durchaus beträchtliche Maße annehmen. Ist Dein Rhododendron über die Jahre zu groß geworden oder beginnt er im unteren Bereich zu verkahlen, kannst Du zur Astschere greifen. Kürze im zeitigen Frühjahr oder im Herbst alle Zweige auf eine Länge von etwa 40 Zentimetern. Bei älteren, mächtigen Exemplaren brauchst Du eventuell eine Astsäge. 

Die eingekürzten Äste treiben bald neu aus. Diese radikale Verjüngung hat den Nachteil, dass es einige Jahre dauern kann, bis die Pflanze wieder einen attraktiven Anblick bietet. Wässere den Strauch nach dem Rückschnitt gut und gib ihm Zeit, eine schöne neue Krone zu bilden.

 Mehr dazu in unserem Artikel „Rhododendron schneiden – Wann & Wie

Duft

Viele Rhododendren verströmen ein angenehmes Aroma. Während die meisten Hybriden eher zart duften, können manche Wildarten mit dem starken, süßen Geruch ihrer Blüten regelrecht betören. Besonders gut riechen folgende Sorten:

  • Rhododendron fortunei
  • Rhododendron Lavendula
  • Rhododendron Honigduft (Blüten und Blätter duften)
  • Rhododendron prinophyllum

Prächtig aber giftig

So wundervoll seine Blüten auch aussehen mögen – Rhododendron gehört zu den Giftpflanzen. Halte daher Kinder und Haustiere von den faszinierenden bunten Blüten und den glänzend grünen Blättern fern. 

Pflanze die schönen Sträucher nicht im Bereich von Schaukel und Sandkiste und in deutlichem Abstand zum Gemüsegarten.

Rhododendren selbst vermehren - so gelingt es

Ableger

Du findest Deinen Rhododendron absolut bezaubernd und hättest gerne mehrere Exemplare davon im Garten? Durch Ableger kannst Du die Pflanze recht einfach vermehren. Alles, was Du dafür brauchst, ist eine wurzelechte Mutterpflanze und etwas Geduld. Direkt nach der Blüte ist die beste Zeit, für Nachwuchs zu sorgen.

 

  • Betrachte die Pflanze und suche nach einem Seitentrieb, der bereits verholzt ist und in Bodennähe wächst.
  • Prüfe, ob der Trieb bis zum Boden reicht, und schneide die Unterseite an der Stelle, wo er die Erde berührt, schräg ein. Achte darauf, den Zweig nicht ganz durchzuschneiden.
  • Biege den Trieb zum Boden und grabe eine kleine Vertiefung. Drücke den Trieb in die Erde und häufle ihn ein wenig an.
  • Fixiere ihn mit einem Stück gebogenen Draht am Boden.
  • Sieh frühestens im nächsten Frühjahr vorsichtig nach, ob sich bereits Wurzeln gebildet haben.
  • Sobald der Ableger gut entwickelte eigene Wurzeln hat, kannst Du ihn von der Mutterpflanze trennen und verpflanzen.

Stecklinge

Eine weitere vegetative Vermehrungsmethode ist die Stecklingsvermehrung. Der Vorteil hierbei ist, dass Du beliebig viele Stecklinge schneiden kannst und so die Chancen gut stehen, dass einige Wurzeln bilden. Am besten funktioniert diese Methode mit Kopfstecklingen aus den Triebenden. Schneide die Stecklinge am besten im Sommer nach der Blüte.

  • Schneide etwa 15 bis 20 Zentimeter lange Stücke aus bereits verholzten Zweigen der Pflanze ab.
  • Entferne die neu angelegten Blütenknospen an den Triebenden.
  • Achte darauf, dass jeder Steckling im unteren Teil einen Triebknoten besitzt.
  • Entferne alle Blätter bis auf die vier oder fünf obersten.
  • Schneide jeden Steckling unten ein und tauche ihn in Bewurzelungspulver.
  • Befülle kleine Töpfe mit nährstoffarmer Anzuchterde und stecke je einen Steckling hinein.
  • Schneide PET-Flaschen in der Mitte auseinander und stülpe die unteren Teile über die Stecklinge. So erhältst Du auf einfache und kostengünstige Weise effektive Mini-Gewächshäuser.
  • Halte das Substrat feucht und lüfte Deine selbst gebastelten ‘Glashäuser’ von Zeit zu Zeit.
  • Bis zum Herbst sollten sich Wurzeln gebildet haben. Nun kannst Du die Jungpflanzen in den Garten umsiedeln.

Wer experimentierfreudig ist, kann versuchen, seinen Rhododendron durch Samen zu vermehren. Ernte die Samen, sobald die ersten Kapseln aufspringen. Je frischer das Saatgut, desto höher die Keimfähigkeit. Die Samen keimen zwar bereits nach wenigen Wochen, danach geht die Entwicklung der Jungpflanzen allerdings langsam voran. 

Es kann ein Jahr dauern, bis Du sie schließlich pikieren kannst. Bis sich die ersten Blüten zeigen, brauchst Du weitere ein bis zwei Jahre Geduld. Bei der Vermehrung durch Aussaat weißt Du nie genau, welche Pflanzen Du erhalten wirst. Während Du mittels Absenkern und Stecklingen genetische Klone der Mutterpflanze gewinnst, besteht bei der Anzucht aus Samen die Chance der genetischen Variation. 

Viele Hobbygärtner finden diesen möglichen Überraschungseffekt besonders spannend.

Rhododendron im Winter

Die meisten bei uns erhältlichen Rhododendren Arten überstehen den Winter im Freien ohne Probleme. Immergrüne Arten behalten in der kalten Jahreszeit ihr Blätterkleid, sommergrüne Azaleen und einige Rhododendren-Sorten werfen ihr Laub ab. 

Wässere Deinen Rhododendron im Spätherbst vor Frostbeginn reichlich mit weichem Wasser. Mit einer Mulchschicht kannst Du den empfindlichen Wurzelbereich vor Frostschäden schützen.

Krankheiten & Schädlinge

Wenn die Pflanze an einem optimalen Standort wachsen darf, ist sie ausgesprochen widerstandsfähig. Schlechte Standortbedingungen können zu Chlorose und Pilzbefall führen. Folgende Symptome weisen darauf hin, dass sich Dein Rhododendron an seinem Platz nicht so richtig wohlfühlt:

  • Gelbe Blätter: Der Boden ist aller Wahrscheinlichkeit nach zu alkalisch. Tausche das Erdreich an der Pflanzstelle gegen Rhododendron-Erde aus.
  • Blasse Blätter mit dunkleren Blattadern: Dein Rhododendron leidet an Eisenmangel. Versorge ihn mit Eisendünger.
  • Die Blätter rollen sich ein: Die Pflanze ist durstig. Gieße sie reichlich und regelmäßig mit kalkfreiem Wasser.

An ungeeigneten Standorten kann Deinem Rhododendron außerdem der Echte Mehltau zu schaffen machen. Schneide in diesem Fall sämtliche erkrankte Pflanzenteile ab und entsorge sie im Restmüll. 

Bevor Du zu einem Fungizid greifst, kannst Du auch eine Spritzung mit Milch versuchen. Vermische dazu einen Teil Vollmilch mit neun Teilen Regenwasser und sprühe die Pflanzen alle drei Tage mithilfe einer Sprühflasche mit der Mischung ein. Wenn der Strauch immer wieder von Pilzerkrankungen befallen wird, solltest Du über einen Standortwechsel nachdenken.

Siehe dazu auch unseren ArtikelRhododendron Krankheiten, Schädlinge & Mangelerscheinungen

Zu den tierischen Schädlingen, die Geschmack an Rhododendren finden, zählt der Dickmaulrüssler

Die Käfer fressen kleine Buchten in die Ränder der Blätter. Das sieht zwar unschön aus, stellt aber keine ernsthafte Bedrohung für die Pflanze dar. Die Larven der Rüsselkäfer können den Strauch allerdings nachhaltig schädigen. Sie entwickeln sich im Boden und fressen die Feinwurzeln der Pflanzen an. Das behindert die Wasserversorgung und kann im schlimmsten Fall zum Absterben des Rhododendrons führen. 

Sammle die Käfer von den Blättern ab, sobald Du sie entdeckst. Insektizide sind gegen Dickmaulrüssler nicht sehr wirksam. 

Effektiver – und umweltschonender – ist die Bekämpfung mit Nematoden. Die winzigen Fadenwürmer sind für Menschen und Tiere absolut ungefährlich und töten die Larven des Rüsselkäfers innerhalb weniger Tage ab.

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