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Es regnet und regnet. Dein Rasen wird immer länger und Du wartest bereits ungeduldig darauf, endlich den Rasenmäher herauszuholen. Doch trockenes Wetter ist längst nicht in Sicht. Darfst Du nassen Rasen mähen? Und was gilt es dabei zu beachten?
- Du darfst auch nassen Rasen mähen
- Mulchen ist bei feuchtem Gras allerdings tabu
- betritt den nassen Rasen vor dem Mähen nicht
- bleibe beim Mähen stets hinter dem Rasenmäher
- leere regelmäßig den Grasfangkorb
- halte die Mähmesser durch häufiges Reinigen sauber
- wähle die Schnitthöhe nicht zu tief
Regen ohne Unterlass
Das Mähen von nassem Rasen gilt unter Hobbygärtnern als No-Go. Doch was sollst Du tun, wenn das Wetter einfach nicht mitspielt? Oft reiht sich ein Regentag an den nächsten. Ist es gleichzeitig schön warm, wächst das Gras unglaublich schnell.
Wer nun wegen Nässe auf das Mähen verzichtet, steht bald vor einer wilden, unbezähmbaren Wiese. Verzweifelt fragst Du Dich, warum das Mähen von feuchten Grünflächen eigentlich so problematisch ist.
Die feuchte englische Art
Keine Sorge – Du darfst durchaus auch nasse Rasenflächen mähen! Denk nur an den berühmten englischen Rasen und dann an das typische Wetter in Großbritannien. Würden die Briten bei Regenwetter tatsächlich stets abwarten und Tee trinken, wären sie bestimmt nicht für ihre stilvolle Rasenkultur bekannt. Weshalb viele Gartenbesitzer das Mähen von nassem Rasen vermeiden, ist die Tatsache, dass nasses Gras viel schwerer ist, als trockenes Gras.
Du musst Dich also deutlich mehr anstrengen. Darüber hinaus verklebt feuchtes Mähgut leicht. Der Fangkorb muss deutlich öfter geleert werden, damit es nicht zu Verstopfungen kommt. Da sich nasser Rasenschnitt häufig im Messerbalken verfängt, sind regelmäßige Unterbrechungen nötig.
So mähst Du nassen Rasen wie ein Profi
Nassen Rasen nicht mulchen
Während der Rasenmäher auch bei feuchter Witterung zum Einsatz kommen darf, muss der Mulchmäher im Geräteschuppen bleibe, bis der Rasen wieder trocken ist. Beim Mulchmähen wird das Mähgut fein gehäckselt und fällt wieder auf die Rasenfläche. Da nasser Grasschnitt zum verklumpen neigt, lässt er sich nicht gleichmäßig verteilen.
Stellenweise sammelt sich eine dicke Schicht an Mähgut an, die durch die Feuchtigkeit dermaßen verklebt ist, dass sie den Rasen abdeckt. Licht und Luft können nicht mehr zur Grasnarbe vordringen. Der Rasen beginnt, unweigerlich zu faulen. Warte daher mit dem Mulchen, bis die Sonne den Rasen getrocknet hat, und verwende bis dahin unbedingt einen Auffangkorb für Deinen Rasenmäher.
Nassen Rasen vor dem Mähen nicht betreten
Ganz allgemein solltest Du es tunlichst vermeiden, vor dem Rasenmähen auf der Grünfläche herumzutrampeln. Besonders wichtig ist das, wenn der Rasen nass ist. Werden die feuchten Halme nämlich platt gedrückt, richten sie sich häufig nicht von selbst wieder auf. Mähst Du nun die Fläche, erreichen die Messer die niedergedrückten Halme nicht. Die Folge ist ein unregelmäßig gemähter Rasen mit stellenweise viel zu langem Gras.
Betritt den Rasen daher erst mit dem Rasenmäher und halte Dich direkt hinter dem Gerät, sodass Du nur auf der bereits gemähten Rasenfläche läufst. Manchmal ist das Gras nach einem heftigen Regenguss so platt, dass Du es vor dem Mähen mit einem Rechen aufrichten musst.
Fangkorb häufig leeren
Nasser Rasenschnitt ist bis zu fünf Mal so schwer wie trockener. Sammelt er sich im Grasfangkorb an, kann das hohe Gewicht die Räder des Mähers im feuchten Untergrund einsinken lassen. Leere den Fangkorb daher öfter aus, um den Druck auf die Rasenfläche zu verringern. So schonst Du Deinen Rasenmäher, Deine Kräfte und Deinen Rasen.
Mähmesser regelmäßig reinigen
Feuchtes Gras hat die Eigenschaft, am Mähmesser und am Unterboden des Mähers kleben zu bleiben. Mit der Zeit können die Mähmesser blockieren. Mach daher immer wieder eine Pause. Stelle den Motor ab und kippe den Mäher, um den angesammelten Rasenschnitt zu entfernen und die Messer zu reinigen. Kontrolliere auch, ob eventuell der Fangkorb verklebt ist, bevor Du mit dem Mähen fortfährst.
Steckverbindungen trocken halten
Bei Elektrorasenmähern sind die Steckverbindungen und der Motor prinzipiell gegen Regen gesichert. Dennoch ist es nicht empfehlenswert, bei strömendem Regen zu mähen. Lege Steckverbindungen sicherheitshalber nicht im nassen Rasen ab!
Die richtige Schnitthöhe wählen
Bei nassem Gras empfiehlt es sich, nicht zu viel auf einmal abzumähen. Wähle die Schnitthöhe nicht zu tief, eine Schnitthöhe von etwa vier Zentimetern ist optimal. Schneide niemals mehr als ein Drittel der Halmlänge ab. Ist der Rasen vom vielen Regen bereits recht lang, solltest Du Deine Grünfläche lieber in zwei Durchgängen mähen.
Der letzte Schnitt vor dem Winter
Am Ende der Gartensaison ist meist noch eine letzte Mahd angesagt, damit Du Deinen Rasen gepflegt in die Winterruhe entlassen kannst. Mähe den Rasen vor dem Frost mit einer Schnitthöhe von zweieinhalb bis vier Zentimetern. Je kürzer die Halme, desto geringer ist die Gefahr, dass sie sich unter der Schneelast biegen oder bei klirrender Kälte abbrechen.
Ein zu tiefer Schnitt allerdings schwächt den Rasen, sodass Unkraut und Moos ein leichtes Spiel haben. Bessere kahle Stellen durch Nachsaat aus. Keine Sorge – Rasensamen sind nicht besonders kälteempfindlich, Du kannst daher auch im Spätherbst noch säen.
Dein Rasen hält Winterschlaf
Betritt Deine Grünfläche im Winter nicht. Bei Minusgraden sind die Grashalme sehr empfindlich. Läufst Du nun über die reingesetzten Gräser, können diese brechen. Schone Deinen Rasen und gönne ihm die verdiente Erholung. In der kalten Jahreszeit ist es im Garten sowieso nicht gemütlich. So kann sich der Rasen ausruhen und Dich im nächsten Frühjahr mit sattem Grün erfreuen.
Fazit
Rasenmähen bei feuchtem Wetter ist prinzipiell kein Problem. Nasses Mähgut ist zwar um einiges schwerer und die Arbeit damit deutlich anstrengender, doch wenn Du alles richtig machst, schadest Du Deinem Rasen dabei nicht.