【ᐅ】So wirst Du Unkraut im Rasen los ᐅ Eine Antwort

Unkraut im Rasen – so gehst Du gegen Wildwuchs vor

So wird Dein Rasen unkrautfrei

  • in einem dichten, gepflegten Rasen haben Unkräuter kaum Chancen
  • bewässere und dünge Deine Rasenfläche regelmäßig
  • entferne Unkräuter so rasch wie möglich
  • achte darauf, dass keine Pflanzenteile wie Wurzeln oder Ausläufer zurückbleiben
  • mähe den Rasen nicht zu kurz
  • Vertikutieren & Lüften befreit den Rasen von Unkraut und Moos
  • Unkrautvernichter sind gegen manche Unkräuter gut wirksam, gegen andere zeigen sie nur wenig Erfolg

Wildes Sprießen

Unter der wenig schmeichelhaften Bezeichnung ‘Unkraut‘ werden zum Teil sehr hübsche Gewächse zusammengefasst, die mit ihren bunten Blüten durchaus so manchen Zierpflanzen Konkurrenz machen können. Wer jedoch Wert auf einen gepflegten Rasen legt, steht dem wilden Blühen skeptisch gegenüber – und das aus gutem Grund: Unkraut ist widerstandsfähig, robust und äußerst hart im Nehmen. Hat es sich erst einmal angesiedelt, vermehrt es sich in Windeseile und verwandelt Deine Rasenfläche in eine wilde Blumenwiese. 

Unkraut vergeht nicht

Während die Rasengräser bei Trockenheit auf Bewässerung angewiesen sind, ist Unkraut weit weniger empfindlich. Es überdauert Dürreperioden, trotzt Hitze und Kälte und entwickelt sich auch ganz ohne Dünger prächtig. Seine Samen verbreiten sich oft über die Luft und lassen sich an jedem freien Fleckchen Erde nieder. Weist der Rasenteppich Lücken in der Grasnarbe auf, dauert es nicht lange, bis dort Unkräuter sprießen.

Was sind die Gründe für Unkraut im Rasen?

  • Wassermangel: Wer die Grünfläche während Trockenzeiten nicht bewässert, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Gräser vertrocknen, während das Unkraut fröhlich weiter wächst und sich an den Zahlstellen immer stärker ausbreitet.

  • Nährstoffmangel: Wenn Deinem Gartenboden Nährstoffe fehlen, haben Moos und Unkraut ein leichtes Spiel. Sie kommen auch mit kargen Böden klar und nützen die Gunst der Stunde, um die geschwächten Rasengräser zu übertrumpfen.

  • Minderwertige Rasenmischungen: Wer beim Saatgut nicht auf Qualität achtet, wird nicht lange Freude an seinem neuen Rasen haben. Billige Mischungen bilden häufig keine ausreichend dichte Grasnarbe – bald machen sich die ersten Unkräuter breit.

  • Zu kurzer Schnitt: Wer seinen Rasen zu tief mäht, sorgt dafür, dass das Sonnenlicht bis zum Boden vordringen kann und so die Keimung und Entwicklung von Unkraut fördert. Eine Rasenlänge von mindestens vier Zentimetern schützt die Grünfläche also auch vor Unkrautbewuchs.

So wirst Du Unkraut im Rasen los

Manuell entfernen

Die altbewährte Methode bei der Unkrautentfernung ist das händische Jäten. Je früher Du bei Unkrautbefall handelst, desto besser. Haben sich erst wenige unerwünschte Gewächse in Deinem Rasen angesiedelt, ist die manuelle Entfernung die erfolgversprechendste Methode, die Störenfriede dauerhaft loszuwerden. Flach wurzelnde Unkräuter lassen sich meist ganz einfach aus dem Boden ziehen. Bei tief wurzelndem Unkraut ist ein Unkrautstecher hilfreich. Achte darauf, die Wildpflanzen vollständig zu entfernen. In der Erde verbleibende Pflanzenteile können erneut austreiben. Besonders leicht funktioniert das Unkrautjäten nach einem Regenguss.

Mechanisch bekämpfen

Wer einen großen Garten hat, wird bei der rein manuellen Unkrautbekämpfung bald verzweifeln. Hier hilft ein Vertikutierer oder ein Rasenlüfter, der Unkrautplage Herr zu werden. Beide Geräte durchkämmen den Rasen und entfernen dabei Unkraut und Moos. Während der Vertikutierer dabei gründlicher vorgeht und auch die Grasnarbe anritzt, bürstet der Rasenlüfter den grünen Teppich nur oberflächlich durch. Der Rasenlüfter darf beliebig oft zum Einsatz kommen, während sich das Vertikutieren des Rasens maximal zweimal jährlich empfiehlt.

Unkraut mit einer Plane vernichten

Bei hartnäckigem Unkrautbefall kann das Abdecken des Rasens mit einer lichtundurchlässigen Folie helfen. Das sieht zwar nicht schön aus, tötet das Unkraut aber zuverlässig ab. Nach spätestens drei Monaten ohne Sonnenlicht sollte auch das robusteste Unkraut eingegangen sein. Nimm die Plane ab und pflege die stark mitgenommene Rasenfläche, bis sie sich wieder vollständig erholt hat. Durch eine Nachsaat beschleunigst Du den Prozess und erhältst schnell einen dichten und unkrautfreien Rasen.

Chemische Unkrautbekämpfung

Unkrautvernichter für den Rasen töten zweikeimblättrige Pflanzen ab, während sie die einkeimblättrigen Gräser am Leben lassen. Künstliche Pflanzenhormone lassen sämtliche zweikeimblättrigen Gewächse unkontrolliert wachsen und dadurch schließlich absterben. Einkeimige Pflanzen werden dadurch nicht beeinflusst. Daher zeigen diese chemischen Mittel gegen die Hühnerhirse, die als Süßgras zu den einkeimblättrigen Gewächsen zählt, keine Wirkung.

So wendest Du Rasen-Herbizide richtig an

  • Herbizide sollten nur als Notfallmaßnahme infrage kommen. Versuche erst, das Unkraut manuell und mechanisch loszuwerden.
  • Wähle ein möglichst umweltverträgliches, biologisch abbaubares Mittel.
  • Nicht alle Unkräuter sind mit Unkrautvernichtern gut bekämpfbar. Finde daher erst heraus, welche Arten sich in Deinem Rasen breitgemacht haben und lies auf der Packung nach, ob das Mittel gegen diese Pflanzen wirksam ist. Lass Dich im Zweifelsfall fachmännisch beraten.
  • Rasenflächen, auf denen Kinder spielen, dürfen nicht mit chemischen Unkrautvernichtern behandelt werden!
  • Auch Haustiere können durch direkten Kontakt mit Herbiziden Gesundheitsschäden erleiden.
  • Junge Rasengräser vertragen die Behandlung mit Unkrautvernichtern nicht. Erst ab dem zweiten Jahr sind die Pflanzen robust genug, um die Spritzung unbeschadet zu überstehen.
  • Wende Rasenherbizide nicht bei trockener Hitze an.
  • Idealerweise sollte warmes, feuchtes Wetter vorherrschen (zwischen 10 º und 25 º Celsius).
  • Der Rasen muss bei der Aufbringung trocken sein. Es sollte auch direkt nach der Spritzung nicht regnen.
  • Mähe den Rasen nicht direkt vor der Behandlung. Mindestens vier Tage sollten zwischen der letzten Mahd und dem Herbizideinsatz liegen.
  • Warte nach dem Einsatz des Unkrautvernichters mindestens zwei Tage ab, bevor Du den Rasen mähst.
  • Spritze die Lösung keinesfalls auf zweikeimblättrige Zierpflanzen, da diese sonst absterben können.
  • Achte unbedingt darauf, dass Obst und Gemüse nicht mit dem Herbizid in Berührung kommen!
  • Optimal zum Ausbringen flüssiger Herbizide ist ein Drucksprühgerät. Damit gelingt es Dir, den Unkrautvernichter gleichmäßig und zielgenau auszubringen.
"Herbizide unterscheiden nicht zwischen erwünschten und unerwünschten Pflanzen. Bringe die Mittel vorsichtig aus und verwende einen Spritzschutz, um Deine Zierpflanzen zu schonen."
Hinweis

Dünger mit Unkrautvernichter

Im Handel findest Du auch Kombi-Produkte aus Dünger und Herbizid. Diese Mittel sind in Form von Granulat erhältlich und einfach in der Handhabung. Allerdings lässt die Wirkung manchmal zu wünschen übrig. Prüfe, welche Unkräuter in Deinem Rasen wachsen und lies nach, gegen welche Pflanzenarten das Präparat wirksam ist. Um seine Aufgabe zu erfüllen, muss der Unkrautvernichter an den Blättern kleben bleiben. Bringe das Produkt daher ausschließlich bei feuchtem Rasen aus. Wenn Niederschläge ausbleiben, musst Du die Grünfläche vor der Anwendung beregnen. 

Was ist Unkraut?

Es gibt unzählige hartnäckige Beipflanzen, die dem Hobbygärtner das Leben schwer machen können. Auch wenn diese wuchsfreudigen Gewächse im Garten nicht sehr beliebt sind, solltest Du bedenken, dass sie in der Natur durchaus ihre Berechtigung haben und zum Teil eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Die von uns als so störend empfundenen Pflanzen dienen vielen Insektenarten als Nahrung und Unterschlupf. Zu Teil fördern sie Nützlinge, die Deinen Garten vor Schädlingsbefall schützen. Einige Unkrautarten sind auch für uns Menschen genießbar und erleben gerade in der trendigen Wildkräuterküche als Vitamin- und Mineralstofflieferanten einen Boom. Andere wie Huflattich, Kamille, Spitzwegerich und Ackerschachtelhalm gelten gar als potente Heilpflanzen. 

Ein Stück Natur

Smarte Gärtner räumen Wildpflanzen daher einen kleinen Winkel im Garten ein, an einer versteckten Stelle, wo sie nicht stören. Dort können sie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge erfreuen und für ein biologisches Gleichgewicht in Deiner grünen Oase sorgen. So lassen sich ein attraktiver, gepflegter Garten mit englischem Rasen und tollen Staudenbeeten und Natur- und Umweltschutz unter einen Hut bringen.

"Wenn Du verhindern möchtest, dass sich die Unkräuter aus Deinem kleinen Biotop im Rasen ansiedeln, solltest Du die abgeblühten Blütenstände entfernen. So bleiben Löwenzahn & Co brav in der ihnen zugewiesenen Ecke."
Mein Tipp

Häufige Rasenunkräuter

Ackerwinde (Convolvulus arvensis)

Mit ihren anmutigen trichterförmigen Blüten in Weiß oder zartem Rosarot, sieht die Pflanze sehr hübsch aus. Dennoch ist es nicht leicht, sie wieder loszuwerden. Die Wurzelstränge der über den Boden kriechenden Ackerwinde können tief in den Boden reichen. Suche den Rasen genau ab und stich alle Winden mit dem Unkrautstecher aus. Achte darauf, dass keine Pflanzenteile in der Erde verbleiben. Benutze eine Grabegabel, um tief sitzende Wurzeln zu entfernen.

Weißklee (Trifolium repens)

Das hartnäckige Rasenunkraut kommt meist in großen Ansammlungen vor. Zum Glück lassen sich die Wurzeln relativ leicht aus dem Boden ziehen. Allerdings ist die händische Entfernung auf größeren Flächen ziemlich mühsam und zeitintensiv. Rücke Klee-Nestern am besten mit dem Vertikutierer zu Leibe. Vertikutiere die betroffenen Stellen möglichst tief, um einen Großteil der Wurzeln zu entfernen. Eine weitere Option ist das flache Ausstechen mit einem Spaten.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Eines der attraktivsten Unkräuter ist sicher das Gänseblümchen. Allerdings sind die kleinen Schönheiten auch äußerst vermehrungsfreudig und können so die Grasnarbe ernsthaft schädigen. Vereinzelte Gänseblümchen lassen sich gut mit dem Unkrautstecher entfernen. Je früher Du beim Entdecken der ersten Gänseblümchen auf Deiner Grünfläche handelst, desto erfolgreicher kannst Du sie bekämpfen. Häufiges Rasenmähen (mit Grasfangsack!) verhindert überdies, dass sich das Unkraut über Samen vermehrt.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Kinder lieben die Pusteblumen mit ihren leuchten gelben Blüten und den kugeligen Samenständen. Gartenbesitzer hingegen sind vom tief wurzelnden Löwenzahn weniger begeistert. Nimm einen Unkrautstecker zur Hand, um die langen Löwenzahnwurzeln auszustechen. Achte darauf, die ganze Wurzel aus dem Boden zu ziehen.

Kriechender Günsel (Ajuga reptans)

Der blau-violett blühende Bodendecker wird teilweise auch als Zierpflanze kultiviert. Im Rasen allerdings ist er nicht gerne gesehen. Da die Pflanzen eher flach wurzeln, ist das vollständige Entfernen keine Hexerei. Bessere die entstandenen Kahlstellen sofort durch Nachsaat aus.

Sauerklee (Oxalis corniculata)

Der Horn-Sauerklee stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Deshalb kommt er mit längerer Trockenheit gut zurecht. Wenn der heiße Hochsommer Deinem Rasen zu schaffen macht, nutz die gelb blühende Pflanze die Gunst der Stunde und breitet sich aus. Sauerklee kann ein Zeichen für einen zu niedrigen ph-Wert sein. Allerdings gedeiht die Pflanze auch auf kalkhaltigem Boden. Miss daher den ph-Wert und kalke den Rasen, wenn der Boden zu sauer ist. Vertikutiere die vom Sauerklee bewachsenen Bereiche und säe an den entstehenden Lücken neuen Rasen aus.

Kratzdistel (Cirsium)

Ist die Grasnarbe nicht dicht genug, siedelt sich gerne die Kratzdistel an. Hat sich die stechende Pflanze erst einmal etabliert, ist es gar nicht leicht, sie wieder loszuwerden. Gehe daher gegen das widerborstige Gewächs vor, solange es noch klein ist. Stich die Rosetten mit einem Unkrautstecher aus. 

Gundermann (Glechoma hederacea)

Die kriechende Pflanze erkennst Du an ihren grob gekerbten, nierenförmigen Blättern. Vom Frühjahr bis in den Frühsommer schmückt sie sich mit blauvioletten Blüten. Gehe gegen dieses Unkraut schnellstmöglich vor, es gilt als sehr durstig und hungrig und konkurriert mit den Rasengräsern um Wasser und Nährstoffe. Vertikutieren ist hier keine gute Lösung, da die Pflanzen dabei zerteilt werden und sich so stark vermehren können.

Vogelmiere (Stellasia media)

Das niedrige, kriechende Unkraut schmückt sich zur Blütezeit mit kleinen weißen Sternblüten. Achte darauf, die Vogelmiere zu entfernen, bevor sie Samen bilden kann. Die Pflanzen lassen sich gut vollständig aus der Erde ziehen.

Wegerich (Plantago)

Die verschiedenen Wegericharten wie Spitzwegerich, Mittlerer Wegerich und Breitwegerich können den Rasen bevölkern. Stich die Pflanzen händisch aus. Vertikutiere den rasen regelmäßig. Durch Aerifizieren mit einer Grabegabel lassen sich verdichtete Stellen im Rasen lockern, denn dort gedeiht der Wegerich besonders gut.

Hühnerhirse (Echinochloa)

Das schnell wuchernde Süßgras ist besonders keimfreudig und kann sich innerhalb kürzester Zeit auf dem gesamten Rasen verbreiten. Entferne die Hühnerhirse durch Jäten, sobald Du sie entdeckst. Mähe den Rasen regelmäßig, damit das lästige Süßgras keine Samen ausbilden kann.

Faden-Ehrenpreis (Veronica filiformis)

An langen, dünnen, meist niederliegenden Stängeln bildet dieses Wegerichgewächs zarte blassblaue Blüten. Da sich die Pflanze auf kalkarmen Böden besonders wohl fühlt, kannst Du das Unkraut durch Kalken Deines Rasens in die Schranken weisen. Der Faden-Ehrenpreis lässt sich leicht aus der Erde ziehen. Da auch Stängelteile Wurzeln bilden können, solltest Du das Unkraut vor dem Vertikutieren händisch entfernen.

Moose

Mit ihrem dichten, polsterartigen Wuchs nehmen Moose die Rasenfläche in Beschlag und verdrängen die Gräser. Häufige Ursachen für starken Moosbefall sind verdichteter und nasser Boden, ein zu niedriger ph-Wert oder ein schattiger Standort. Lockere und belüfte den Boden durch Vertikutieren oder Aerifizieren. Ein saurer Untergrund profitiert von einer Kalkung. Für Schattenlagen eignen sich spezielle Schattenrasen-Mischungen. Manchmal allerdings ist es besser, an sehr dunklen Stellen eine Alternative zum Rasen zu finden.

"Es gibt kein Unkraut im eigentlichen Sinn. Einige Pflanzen sind lediglich besser an die vorherrschenden Bedingungen angepasst, als die von uns an diesem Platz vorgesehenen Pflanzen. Daher setzen sich robuste Wildkräuter oft gegen Kulturpflanzen durch."
Hinweis

Unkraut im Rasen vermeiden

1. Verwende geeignetes & hochwertiges Saatgut

Billige Rasenmischungen sind häufig mit Unkrautsamen verunreinigt. So schleppst Du die unerwünschten Gewächse bereits bei der Aussaat ein. Minderwertige Rasengräser wachsen anfangs zwar schnell, bilden jedoch keine dichte Grasnarbe und fördern so die Ansiedelung von Unkraut.

2. Beregne den Rasen bei Trockenheit

Bewässere nicht zu oft, dafür aber lange und durchdringend. So härtest Du die Gräser ab und regst das Wurzelwachstum an. Achte darauf, dass der Rasen im Sommer nicht vollständig austrocknet. Die meisten Unkräuter sind gegen Dürre besser gewappnet als Dein Rasen. Sie regenerieren sich meist, sobald die ersten Tropfen fallen, und haben dann gegenüber den geschwächten Rasengräsern einen deutlichen Startvorteil.

3. Dünge den Rasen richtig

Optimalerweise ermittelst Du den Nährstoffbedarf mithilfe eines Bodentests. Versorge die Gräser regelmäßig mit den benötigten Nährstoffen, damit sie kräftig wachsen und eine dichte Grasnarbe bilden.

4. Kalke bei zu saurem Boden

Ist der ph-Wert Deiner Rasenfläche zu niedrig, können sich Moose und einige Unkräuter wie Sauerklee, Hundskamille, Sauerampfer und Ackerminze besonders gut ausbreiten. Miss erst den ph-Wert und verteile bei Bedarf kohlensauren Kalk mit einem Streuwagen auf dem Rasen.

5. Wähle die richtige Schnitthöhe

Ein kurzer Schnitt sieht zwar akkurat aus, sorgt aber dafür, dass Unkraut leichter hochkommen an. Ein längerer Rasen beschattet den Boden und hemmt so die Keimung der Unkrautsamen. Außerdem trocknen etwas längere Gräser nicht so schnell aus. Ideal ist eine Schnitthöhe zwischen vier und fünf Millimetern.

6. Mulchmähen schütz vor Unkrautbewuchs

Eine feine Mulchdecke sorgt dafür, dass der Rasen nicht so schnell austrocknet. Der verrottende Grasschnitt dient den Gräsern darüber hinaus als natürlicher Dünger. Zusätzlich hält er die Sonnenstrahlen vom Untergrund ab und verhindert so die Keimung und Entwicklung von Moos und Unkraut. 

7. Vertikutiere oder lüfte den Rasen regelmäßig

Mit einem Vertikutierer oder einem Rasenlüfter kannst Du nicht nur den Rasenfilz, der sich mit der Zeit angesammelt hat, auskämmen. Beide Geräte gehen auch erfolgreich gegen Unkraut und Moos vor. 

8. Aerifiziere verdichtete Rasenflächen

Moos und einige Unkräuter wie der Wegerich gedeihen besonders gut auf verdichteten und vernässten Böden. Nimm eine Grabegabel zur Hand und stich an den betroffenen Stellen Löcher in den Rasen. Du kannst auch eine spezielle Aerifiziergabel verwenden, die die Erde zylinderförmig aus dem Boden ‚stanzt’. Fülle die entstandenen Hohlräume im Anschluss mit Sand.

9. Entferne neue Unkräuter sofort

Nütze das Rasenmähen als Kontrollgang, um Dir einen Überblick über den Zustand Deines Rasens zu verschaffen. Wenn Du dabei Unkräuter entdeckst, solltest Du ihnen mit dem Unkrautstecher zu Leibe rücken. Mähe nicht über blühende Unkräuter, sonst verteilst Du die Samen auf der Grünfläche.

10. Bessere Lücken durch Nachsaat aus

Eine dichte Grasnarbe ist das beste Mittel gegen das Aufkommen von Unkraut. Kontrolliere Deinen Rasen beim Mähen auf kahle Stellen und säe dort sofort neue Grassamen aus. So haben Unkräuter kaum Chancen.

Fazit

Wildpflanzen vertragen sich ganz und gar nicht mit einem eleganten Rasen. Damit sich Deine gepflegte Grünfläche nicht langsam aber sicher in ein Biotop verwandelt, solltest Du das Übel im wahrsten Sinn des Wortes bei der Wurzel packen. Stich Unkräuter am besten sofort aus, wenn Du sie entdeckst. So haben sie keine Chance, sich in Deinem Rasen zu vermehren.

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