Basilikum Steckbrief

Basilikum (Ocimum basilicum) wird auch Königskraut genannt. Diese Bezeichnung passt perfekt zu dem hocharomatischen Gewürz, das mittlerweile auch bei uns die Küche regiert. Das duftende Kraut ist mittlerweile eines der am häufigsten verwendeten Gewürze Deutschlands.

Steckbrief:

Basilikum Pflege
  • Aussaat: ab Ende April ins Freiland
  • Standort: sonnig und warm
  • Boden: nährstoffreich, humos, durchlässig
  • Wasser: regelmäßig gießen, keine Staunässe
  • Dünger: Kompost, organischer Biodünger

Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler (Ebenso wie OreganoSalbei, Minze, Thymian oder Lavendel). Es stammt aus Asien und den tropischen Regionen Afrikas. In unseren Breiten ist das Gewächs im Freiland einjährig. Die Pflanze wächst buschig aufrecht und kann je nach Sorte bis zu 60 Zentimeter hoch werden. Sie ist leicht behaart und besitzt eiförmige, kreuzgegenständige Blätter. 

Sämtliche Pflanzenteile verströmen einen aromatischen Duft. Es gibt viele verschiedene Sorten im Handel, die sich bezüglich Wuchs, Blattfarbe und Geschmack unterscheiden.

Standort

Königskraut braucht einen warmen und sonnigen Standort. Idealerweise schützen es lichte Gehölze vor der sengenden Mittagssonne und vor heftigen Regenfällen, die den zarten Blättern nicht behagen. 

Zum guten Gedeihen ist ein nährstoffreicher Boden unerlässlich. Die Erde sollte nie ganz austrocknen. Im Kräuterbeet wächst Basilikum gerne neben Rosmarin, weil dieser sein Wachstum fördert. Auch Petersilie ist ihm als Pflanznachbarin sympathisch. Die Gesellschaft von Zitronenmelisse dagegen behagt ihm gar nicht. 

"Im Gemüsebeet kannst Du das Gewürzkraut in die Nähe von Tomaten und Gurken setzen. Seine ätherischen Öle schützen das Gemüse vor Mehltau und weißen Fliegen."
Mein Tip

Die Pflanze ist auch gut für die Haltung im Topf geeignet. Sie fühlt sich an warmen, windgeschützten Standorten wohl. Achte auf ein lockeres Substrat und halte es feucht.

Pflege

Nasser Basilikum im Blumentopf
Regelmäßig Gießen und ein wenig Sonne- das gefällt dem Basilikum

Basilikum ist auf regelmäßige Bewässerung angewiesen. Es verträgt keinen Frost und darf erst nach den Eisheiligen ins Freie. Um einen schönen buschigen Wuchs zu erzielen, solltest Du bei der Ernte nicht wahllos einzelne Blätter abzupfen. Schneide stattdessen den ganzen Trieb ab. So verzweigt sich die Pflanze besser und läuft nicht Gefahr, frühzeitig abzusterben.

Düngen

Für ein üppiges Wachstum solltest du den Boden bereits vor der Aussaat oder der Pflanzung mit Kompost oder Rinderdung anreichern. Wenn nötig, kannst Du die Pflanze zusätzlich alle paar Wochen mit organischem Dünger versorgen. 

Basilikum im Topf freut sich über ein wenig organischen Flüssigdünger alle zwei bis drei Wochen.

"Ärgere Dich nicht, wenn dein Basilikum im Kräutertopf aus dem Supermarkt nach wenigen Wochen eingeht. Das liegt nicht an Dir! Die Pflanzen werden für den raschen Verzehr gezüchtet. Sie wachsen viel zu dicht und haben bei Lagerung und Transport einiges mitgemacht. Kaufe Dein Basilikum besser im Gartenfachhandel oder säe es selbst aus."
Keine Sorge!

Schneiden

Schneide beim Ernten mit einer sauberen Schere immer ganze Triebspitzen ab. Setze den Schnitt knapp über einem Blattpaar an. So förderst Du das Wachstum der Pflanze. Kürze die Triebe ein, bevor die Pflanze Blüten entwickelt. 

Blühendes Basilikum schmeckt leicht bitter und wächst nicht mehr so üppig. 

Überwintern

Es gibt durchaus auch zweijährige Basilikumsorten. Diese müssen den Winter im Haus verbringen, da die Pflanzen bei Minusgraden absterben. Das Winterquartier sollte hell und zwischen 15 und 20 Grad Celsius warm sein.

Vermehren

Vermehrung von Basilikum
Ganz einfach zu Vermehren: Basilikum

Basilikum kann ab April direkt ins Beet gesät werden. Wer schon früher ernten möchte, entscheidet sich für die Vorkultur in Töpfen. Im Sommer lassen sich aus den abgeschnitten Trieben auch Stecklinge ziehen.

Aussaat im Beet

  1. Grabe das Beet gut um und jäte es. 
  2. Arbeite und Kompost in das Beet ein.
  3. Bearbeite den Boden so lange, bis das Saatbett schön feinkrümelig ist.
  4. Feuchte die Erde gut an.
  5. Streue die Samen im Abstand von mindestens 20 Zentimetern aus.
  6. Basilikum ist ein Lichtkeimer. Du darfst die Samen daher nur mit einer sehr dünnen Erdschicht bedecken. Am besten drückst Du sie einfach nur mit der Fingerspitze ein wenig in die feuchte Erde.
  7. Besprühe die Fläche täglich mit einer Sprühflasche.
  8. Nach wenigen Tagen zeigen sich bereits die Keimblätter. Sollte doch noch Spätfrost drohen, decke die Jungpflanzen mit Folie oder einzeln mit abgeschnittenen PET-Flaschen oder Konfitüregläsern ab.

Aussaat in Töpfen

  1. Befülle kleine Töpfe mit Anzuchterde, die du zuvor mit etwa einem Drittel Sand vermischt hast.
  2. Befeuchte das Substrat mit einer Sprühflasche.
  3. Verteile drei bis vier Samen in jedem Topf.
  4. Drücke die Samenkörner vorsichtig mit der Fingerspitze an.
  5. Bedecke die Schalen mit transparenter Plastikfolie, die Du mit einem Gummiring fixierst.
  6. Stelle sie an einen warmen und hellen Ort.
  7. Achte darauf, dass das Substrat feucht aber nicht zu nass ist, faulen die Keimlinge.
  8. Entwöhne die Jungpflanzen nach und nach von der Folie, in dem Du diese jeden Tag eine Zeit lang abnimmst.

Stecklingsvermehrung

  1. Schneide einige gesunde, etwa zehn Zentimeter lange Triebe von der Mutterpflanze. 
  2. Entferne die Blätter in der unteren Triebhälfte
  3. Stelle die Basilikumtriebe in ein Wasserglas. 
  4. Stelle das Glas an einen hellen Ort, aber nicht in die pralle Sonne.
  5. Prüfe die Stecklinge von Zeit zu Zeit und fülle das verdunstete Wasser auf.
  6. Sobald sie gut bewurzelt sind, kannst Du sie in Töpfe oder ins Freiland verpflanzen.
  7. Halte die Jungpflanzen feucht, aber vermeide Staunässe.
  8. Im Freiland kannst du die Pflänzchen anfangs mit abgeschnittenen PET-Flaschen oder in einem Zimmergewächshaus schützen .

Ernte

Basilikum schmeckt am besten frisch vom Strauch. Ernte immer ganze Triebspitzen, die Du mit einer Schere abschneidest. Lasse die Pflanze besser nicht blühen. Sie verliert dadurch an Kraft und die Blätter erhalten einen bitteren Geschmack. Wenn Du Samen gewinnen möchtest, kannst Du eine oder zwei Blüten stehen lassen.

Einfrieren

Eine gute Möglichkeit, auch im Winter immer frisches Basilikum zur Hand zu haben ist die Aufbewahrung in der Tiefkühltruhe. Das Gewürz braucht kaum Platz und verliert – anders als beim Trocknen – kaum an Aroma. 

Zupfe nach dem Waschen die Blätter von den Stielen, tupfe sie mit Küchenpapier trocken und gib sie in einen wiederverschließbaren Gefrierbeutel. So kannst Du sie jederzeit einzeln entnehmen.

Verwendung in der Küche

Basilikum liegt auf Holzlöffel
Basilikum ist aus der Küche nicht mehr wegzudenken.

Der einzigartige pfeffrig-süße Geschmack hat dem Gewürzkraut zu seinem Ruhm verholfen. In Italien und Griechenland zählt es zur Grundausstattung jeder Küche. Es verleiht Tomatensoße das gewisse Etwas und harmoniert perfekt mit Zucchini und Auberginen. Pizza und Pasta erhalten durch die Zugabe von Basilikum einen köstlichen Duft. 

Soßen, Salate und Fisch schmecken nach Zugabe einiger Basilikumblätter nach Sonne und Urlaub

Durch die große Popularität der italienischen Küche hat sich Basilikum als Würzmittel in ganz Europa verbreitet: Mozzarella mit Tomaten und Basilikum gehört heute auch hierzulande mittlerweile zu den kulinarischen Klassikern der Sommerzeit. Pizza Margherita zählt zu den Lieblingsgerichten vieler Kinder. Auch Basilikumpesto ist in fast jedem Haushalt zu finden. 

Heilwirkung

Auch wenn Basilikum nicht zu den typischen Arzneipflanzen gehört, findet es in der Naturheilkunde Verwendung. Das blühende Kraut soll chronische Magenschmerzen lindern

Da es die Nerven beruhigt, wird es als Mittel gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Darüber hinaus wirkt Basilikum wärmend und krampflösend.

Krankheiten & Schädlinge

Wassermangel und übertriebenes Gießen können die Staude schwächen. Zu geringe Abstände zwischen den einzelnen Pflanzen sind häufig der Grund für faulende Stängel und Pilzbefall. Achte auf feuchtes Substrat, aber vermeide Staunässe. Halte den Boden locker und setzte die Pflanzen so, dass die Luft zirkulieren kann.

Schnecken lieben die zarten Jungpflanzen. Hier hilft es, das Basilikum abends mit Einmachgläsern abzudecken, bis es eine gewisse Größe erreicht hat.

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