Oregano Steckbrief

Was wäre eine italienische Pizza ohne seinen kräftigen, fein-herben Geschmack? Oregano (Origanum vulgare) harmoniert perfekt mit vielen anderen mediterranen Gewürzen wie Rosmarin und Thymian und ist aus der Mittelmeerküche nicht wegzudenken. Im Garten gibt sich das würzige Kraut äußerst robust. Selbst wenn Du nicht mit einem Grünen Daumen gesegnet bist – mit dem pflegeleichten Gewächs kannst Du fast nichts falsch machen. 

Steckbrief:

  • Aussaat: ab Februar in Töpfe, ab April ins Beet
  • Standort: sonnig und warm
  • Boden: durchlässig, kalkhaltig & nährstoffarm
  • Wasser: mäßig gießen
  • Dünger: sehr sparsam mit Kompost

Oregano gehört zur Gattung Dost (Origanum), die wiederum in die Familie der Lippenblütler eingegliedert ist. Die mehrjährige krautige Pflanze wächst horstartig und kann bis zu 70 Zentimeter hoch werden. Sie stammt aus dem Mittelmeergebiet und ist mittlerweile – dank ihrer Heilkraft und ihres köstlichen Geschmacks – in Europa, Nordamerika und vielen Ländern Asiens verbreitet. Auch hierzulande kannst Du das aromatische Gewürzkraut in der freien Natur antreffen: Es gedeiht auf Magerwiesen, an Wegrändern, in lichten Wäldern und an sonnigen Böschungen.

Über den Winter sterben die oberirdischen Teile ab, im Frühjahr sprießen neue Triebe aus dem kräftigen Wurzelstock. Es entwickeln sich zart behaarte, eiförmige Blätter an den vierkantigen Stängeln. Die Blätter werden maximal 3 Zentimeter lang. Seine zauberhaften rosafarbenen Blüten enthalten besonders zuckerreichen Nektar, was sie bei Bienen und Hummeln sehr beliebt macht. Auch bei Schmetterlingen stehen sie hoch im Kurs. Zur Blütezeit zwischen Juli und September bietet sich naturverbundenen Gartenbesitzern ein faszinierendes Schauspiel: Wie ein Magnet zieht das blühende Kraut die schönsten Tagfalter an, es herrscht ein Summen und Brummen und ein lebhaftes Flattern hunderter Insektenflügel über der purpurfarbenen Blütenpracht.

Die endständigen Blütenstände stehen in Scheinrispen zusammen. Nach einer erfolgten Bestäubung werfen sie die Blütenkronen ab. Es entwickeln sich Klausenfrüchte, die nach der Fruchtreife im Spätherbst bei trockener Witterung zerfallen und unzählige Samen freigeben. Wenn Du verhindern möchtest, dass sich das aromatische Gewürz in Deinem Garten in Windeseile ausbreitet, schneide die abgeblühten Blütenstände ab. Darüber hinaus bildet die vermehrungsfreudige Pflanze auch Ausläufer. Um eine Ausbreitung zu verhindern, solltest Du diese regelmäßig ausstechen.

Oregano ist eng mit Majoran verwandt. Im Volksmund wird er auch oft Wilder Majoran oder Gemeiner Dost genannt. Für Hobbygärtner ist es nicht immer ganz einfach zu erkennen, um welches der beiden Kräuter aus der Gattung Dost es sich handelt. Ein Unterscheidungsmerkmal ist die Blattbehaarung: Während die Blätter des Oregano von einem weichen Haarflaum überzogen sind, sind Majoranblätter glatt. Oregano übersteht als mehrjährige Pflanze den Winter, Majoran dagegen ist einjährig. Auch geschmacklich kannst Du die beiden deutlich unterscheiden: Oregano schmeckt deutlich herber, würziger und intensiver, während Majoran ein mildere, beinahe süßliches Aroma besitzt.

Der aus dem Altgriechischen stammende Name ‚Oregano’ bedeutet so viel wie ‚Glanz der Berge’. Diese Bezeichnung passt gut zu dem duftenden Gewächs mit seinen attraktiven Blüten und seiner Vorliebe für sonnige Lagen an kargen Hängen. 

Standort

Oregano liebt die Sonne und einen warmen Standort

Oregano liebt wie alle mediterranen Kräuter die Sonne. Sein Aroma hängt stark vom Standort ab – je sonniger und wärmer, umso kräftiger sein Geschmack. Wähle daher möglichst ein ganztags sonnenbeschienenes Fleckchen in Deinem Garten aus. Wenn Du eine Kräuterspirale anlegst, reserviere der Pflanze den obersten Platz. Auch die Bodenbeschaffenheit hat einen Einfluss auf den Geschmack des Gewürzes: Oregano schätzt durchlässiges, mageres und eher trockenes Erdreich. Kalk im Boden trägt ebenfalls zu einer guten Entwicklung bei. Findet die Pflanze diese Bedingungen vor, kann sie ihre ätherischen Öle perfekt ausbilden und belohnt Dich mit intensivem Duft und köstlichem Aroma. 

"In der Mischkultur wirkt sich Oregano positiv auf das Gedeihen von Kürbis, Tomaten, Möhren, Zwiebel und Lauch aus. Das Kräuterbeet teilt sich die Pflanze besonders gerne mit Salbei und Bohnenkraut."
Kleiner Tipp

Pflege

Im Freiland ist Oregano ausgesprochen anspruchslos. Sobald sich die Pflanze an ihrem neuen Standort eingelebt hat und gut eingewurzelt ist, brauchst Du Dich das ganze Gartenjahr kaum um sie zu kümmern. 

Gießen

Was seinen Wasserbedarf betrifft, ist Oregano sehr bescheiden. Selbst während Trockenperioden stirbt das Kraut ohne Wassergaben nicht ab. Natürlich darfst Du die Pflanze bei lange anhaltender Trockenheit gießen. Achte allerdings darauf, dass sie nicht im Nassen steht. Auf Staunässe reagiert das Gewürz nämlich äußerst empfindlich. Übertreibe es nicht mit der Wasserversorgung. Lediglich Jungpflanzen sind anfangs auf die Gießkanne angewiesen.

Düngen

Auch beim Dünger ist Zurückhaltung angesagt. Mit einer kleinen Portion Kompost im Frühjahr versorgst Du Deinen Oregano für das ganze Jahr. Zuviel Dünger schadet dem intensiven Aroma der Pflanze. 

Schneiden

Beim Oregano haben Schnittmaßnahmen vor allem den Sinn, eine Selbstaussaat zu vermeiden. Entferne rechtzeitig vor der Samenreife alle abgeblühten Blütenstände. Wenn Du möchtest, kannst Du natürlich einige Stängel stehen lassen, um Samen zu gewinnen.

Oregano ist sehr wuchsfreudig und nimmt mit der Zeit ziemlich viel Platz im Beet ein. Du kannst das robuste Gewürzkraut jederzeit durch einen kräftigen Rückschnitt in die Schranken weisen. Wird es trotzdem zu groß, grabe es im Frühjahr aus und teile den Wurzelstock mit dem Spaten. Kürze die Wurzeln etwas ein und pflanze eines der Teilstücke wieder im Beet ein.

Im Winter zieht die Pflanze ein, das bedeutet, alle oberirdischen Teile sterben ab. Wer den Anblick der vertrockneten Triebe unattraktiv findet, kann sie knapp über dem Boden abschneiden. Spätestens im Frühjahr solltest Du die abgestorbenen Pflanzenteile entfernen, um Platz für den neuen Austrieb zu schaffen. 

Die wunderschönen Blüten des Schnittlauchs lassen sich auch essen.

Überwintern

Oregano ist generell recht frosthart. Es gibt allerdings auch empfindlichere Sorten, die die kalte Jahreszeit ohne Frostschutz nicht immer überstehen. Wenn Deine Pflanze noch jung ist oder wenn es sich um eine sensible Sorte handelt, solltest Du folgende Schutzmaßnahmen treffen:

 

  • Schneide alle Triebe etwa fünf Zentimeter über dem Boden ab.

  • Häufle die Pflanze mit Erde an, sodass die abgeschnittenen Stängelspitzen gerade noch herausschauen.

  • Bedecke die Pflanzstelle mit Reisig.

Oregano im Topf

Was braucht Oregano, um als Kübelpflanze auf Terrasse oder Balkon glücklich zu werden? Ein ausreichend großes Pflanzgefäß und viel Sonne. Als Substrat eignet sich mit Sand vermengte Kräutererde. Achte darauf, dass der Topf ein Abzugsloch hat, damit sich das Gießwasser nicht staut. Denn anders als im Freiland benötigt Oregano im Topf regelmäßige Wassergaben. An kühlen Tagen solltest Du nur gießen, wenn die Erdeoberfläche bereits ausgetrocknet ist. Im Spätherbst wird es Zeit, für Winterschutz zu sorgen: Hülle das Pflanzgefäß und die Pflanze in eine dicke Schicht Gartenvlies. Bringe den Topf in eine windgeschützte Ecke direkt an der Hauswand. Um ihn von unten her zu isolieren, kannst Du ihn auf eine Styroporplatte stellen.

Vermehren

Das mediterrane Gewürz gilt als äußerst wüchsig und lässt sich sehr einfach vermehren. Die Pflanze bildet häufig Wurzelausläufer, die Du einfach ausgraben und verpflanzen kannst.

Auch die Teilung der Pflanze ist eine gängige Vermehrungsmethode. Sie hat den Vorteil, dass Du die Staude gleichzeitig verjüngst. Der günstigste Zeitpunkt, Deinen Oregano zu teilen ist das zeitige Frühjahr, bevor die Pflanze austreibt. So verliert sie kaum Energie und kann sich gut entwickeln. Achte beim Einpflanzen der Teilstücke auf einen ausreichenden Pflanzabstand und wässere die Stauden reichlich.

Zwei weitere Möglichkeiten, mehr Oregano in Deinem Garten zu haben, sind die Vermehrung über Stecklinge und die Aussaat.

Stecklinge

Beim Zurückschneiden der Pflanze fällt laufend Material für Stecklinge an. Auch diese Art der Vermehrung funktioniert problemlos. Wähle im Frühsommer einige gesunde und kräftige Seitentriebe aus und schneide zehn Zentimeter lange Kopfstecklinge ab. Entferne die Blätter im unteren Bereich und stecke die Triebe in kleine Pflanzgefäße, die Du mit Kräutererde gefüllt hast. Sie sollten über ein Loch im Boden verfügen, damit sich das Wasser nicht staut. Halte das Substrat leicht feucht. Innerhalb von zehn Tagen bilden sich bereits die ersten Wurzeln. Warte ab, bis die Jungpflanzen neue Blätter entwickelt haben und ein gutes Stück gewachsen sind, bevor Du sie ins Freiland verpflanzt.

Aussaat

Dein Oregano bildet jedes Jahr unzählige Samen – wenn Du ihn lässt. Zur Gewinnung von Saatgut solltest Du einige Blütenstände an der Pflanze belassen und die kleinen Nussfrüchte gut ausreifen lassen. Im Spätherbst schneidest Du die Samenstände ab und schüttelst die feinen Samen in ein Briefkuvert. Verschließe das Kuvert, beschrifte es und bewahre es über den Winter an einem trockenen, dunklen Ort auf. Wenn Du noch keine Oreganopflanze besitzt, kannst Du die Samen im Gartencenter kaufen. Ab Februar ist die Aussaat auf der Fensterbank möglich. Wer lieber im Freiland aussäen möchte, muss sich bis April gedulden. Hier erfährst Du, wie Du Oregano im Haus vorziehst:

  1. Befülle ein Gefäß, das über ein Loch im Boden verfügt, mit Kräutererde.
  2. Feuchte das Substrat mit einer Sprühflasche an.
  3. Streue nun die Samen auf die feuchte Erde und drücke sie mit den Fingerkuppen sanft an. Wie viele andere Kräuter auch ist der Oregano ein Lichtkeimer. Du darfst die Samen daher nicht mit Erde bedecken. Sie sprießen nur, wenn sie Licht abbekommen.
  4. Stelle das Anzuchtgefäß auf die Fensterbank und halte das Substrat feucht.
  5. Du kannst auch Frischhaltefolie über das Anzuchtgefäß spannen. So trocknet die Erde nicht so leicht aus und es entsteht ein Klima wie in einem Gewächshaus. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit kann es unter der Folie allerdings leicht zu Schimmelbildung kommen. Lüfte das Gefäß daher jeden Tag für mindestens 30 Minuten.
  6. Innerhalb von zehn Tagen keimen die Samen. Pflege die Pflänzchen, bis sie sich gut entwickelt haben. Nun kannst Du sie vereinzeln und nach den letzten Spätfrösten ins Freiland verpflanzen.

 

Ernte

Das Schöne am Oregano ist, dass Du einfach nach Lust und Laune frische Blätter und Triebspitzen ernsten kannst. Die Pflanze ist nicht empfindlich und nimmt es Dir nicht übel, wenn Du laufend Deinen Bedarf für die Küche deckst. Wer einen Wintervorrat anlegen möchte, geduldet sich bis der Oregano in voller Blüte steht. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an ätherischen Ölen im Kraut am höchsten. Die beste Methode, das Gewürz haltbar zu machen, ist das Trocknen. Während Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch oder Dill beim Trocknen an Geschmack einbüßen, schmeckt Oregano im getrockneten Zustand besonders aromatisch. 

Trocknen

  • Oregano blüht zwischen Juli und August. Warte, bis sich die Knospen vollständig geöffnet haben.

  • Wähle einen sonnigen und trockenen Tag für die Ernte. Schneide am späten Vormittag sämtliche Triebe auf einer Höhe von etwa 10 Zentimetern ab. Damit sich die Pflanze erholen kann, solltest Du sie in diesem Jahr nicht noch einmal zurückschneiden.

  • Schneide die Blüten ab und binde die geernteten Stängel zu Bündeln zusammen.

  • Hänge die Bündel kopfüber an einem dunklen und gute belüfteten Ort auf. Nach etwa zehn Tagen ist das Kraut vollständig getrocknet.

  • Reble die Blätter von den Stängeln und fülle sie in ein dicht schließendes Gewürzglas.

  • Bewahre das Gewürz an einem trockenen, dunklen Ort auf.

Verwendung in der Küche

Vor allem verbinden wir die mediterrane Küche mit Oregano

Die Küche des Mittelmeerraums ist untrennbar mit dem intensiven, hocharomatischen und leicht bitteren Geschmack des Oregano verbunden. In der italienischen Küche ist das würzige Kraut für den typischen Geschmack von Pizza und Pasta verantwortlich. Überhaupt passt es hervorragend zu Tomatensoße, aber auch zu Suppen oder Fisch- und Fleischgerichten. Eierspeisen und sommerlichen Salaten verleiht es das gewisse Etwas. 

"Die schönen Oreganoblüten sind ebenfalls essbar. Sie verleihen Salaten eine attraktive Optik sowie ein feines Aroma und eignen sich als zauberhafte Deko für liebevoll angerichtete Speisen."
Kleiner Tipp

Du kannst Oregano sowohl frisch aus dem Garten, als auch getrocknet und gerebelt verwenden. Getrocknet schmeckt das Kraut um einiges intensiver. Anders als viele andere Gewürze darf es gerne länger mitgekocht werden. Auf diese Weise kann sein herrliches Aroma langsam das Gericht durchziehen und sich so richtig entfalten. 

Heilwirkung

Schon die alten Griechen machten sich die Heilwirkung der duftenden Pflanze zunutze. Im Mittelalter wurde Oregano in Europa in der Geburtshilfe eingesetzt. Die Menschen dachten außerdem, das Kraut könne sie vor Dämonen beschützen. Ähnlich wie Knoblauch hatte es den Ruf, gegen Vampire zu wirken. Als Räucherwerk sollte das Gewürz gar den Teufel höchstpersönlich vertreiben. In China verwendeten die Ärzte das Heilkraut zur Linderung von Hautproblemen, bei Verdauungsbeschwerden und bei hohem Fieber. 

Heute wird Oregano-Tee vor allem gegen Husten getrunken. Darüber hinaus soll er den Magen beruhigen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum entgegenwirken. Das Gewürz enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol. Oregano-Öl wird von Naturmedizinern als das stärkste natürliche Antibiotikum bezeichnet, da es schädliche Bakterien und Pilze abtöten kann. 

Nach einer üppigen Mahlzeit kannst Du Dir eine Tasse verdauungsfördernden Oregano-Tee brauen. Verwende dazu einfach eine Handvoll frische Zweige oder Blätter. Überbrühe sie mit kochendem Wasser und lass das Ganze etwa zehn Minuten ziehen. Genieße den Tee in kleinen Schlucken und lasse Dich nicht von seinem ungewohnten Geschmack abschrecken. Der Tee erinnert tatsächlich ein wenig an Pizza.

Sorten und Arten

Neben dem robusten Küchenkraut Origanum vulgare existiert noch eine Reihe spannender Variationen. Ganz gleich, ob Dein Hauptaugenmerk auf der Verwendung in der Küche liegt oder ob Dir dekorative Eigenschaften wie panaschierte Blätter und attraktive Blüten wichtiger sind, Du findest bestimmt eine interessante Sorte, die Deinen Garten bereichert.

Griechischer Oregano (Origanum heracleoticum) zeichnet sich durch sein besonders intensives Aroma aus. Er sorgt dafür, dass Deine Speisen wie im Urlaub schmecken. Aber aufgepasst – setze das Würzkraut sparsam ein, sein Geschmack intensiviert sich beim Kochen noch. Die Pflanze ist äußerst winterhart.

Blüten-Oregano (Origanum x laevigatum) ist eine bezaubernde Zierpflanze, die auch zum Würzen verwendet werden kann. Darüber hinaus zeichnet er sich durch seinen wundervollen Duft aus. Das anmutige Gewächs macht im Staudenbeet und in Steingärten eine gute Figur. Die filigranen Blüten sehen auch in Blumensträußen hinreißend aus. Blüten-Oregano ist winterhart und ziert mit seinen edlen Samenständen auch im Winter die Beete.

Kreta-Dost (Origanum dictamnus) sieht mit seinen wolligen, silbrigen Blättern und den hängenden Blütenständen mit zartrosa Blüten einfach entzückend aus. Die Pflanze war in der Antike als Heilkraut berühmt und wird auch heute noch mancherorts in Griechenland zu diesem Zweck kultiviert. Leider ist der bezaubernde Kreta-Dost nicht vollständig winterhart und benötigt hierzulande einen Winterschutz.

Pfeffriger Oregano (Origanum samothrake) hat, wie sein Name schon sagt, ein würzig scharfes Aroma. Er harmoniert perfekt mit würzigen Speisen und Wein. Du kannst ihn trocknen und mit Meersalz vermischen, um ein raffiniertes, selbst gemachtes Gewürz herzustellen. Die Pflanze ist winterhart.

Hopfen-Oregano (Origanum rotundifolium) ist ein wunderschöner Dauerblüher für den Steingarten. Sein bläuliches, wintergrünes Laub und die hopfenähnlichen Blütenstände machen die Pflanze zu einem Eyecatcher. Du kannst die aromatisch duftenden Blätter zum Würzen verwenden.  Die blühenden Triebe sehen als Schnittblume großartig aus. Im Winter braucht die hübsche Staude Schutz. 

Krankheiten & Schädlinge

Mit seiner robusten Gesundheit gibt Oregano dem Hobbygärtner kaum Anlass zur Sorge. Die Pflanze ist ausgesprochen unempfindlich gegenüber den typischen Pflanzenkrankheiten. Einzig zu viel Feuchtigkeit und ein zu dichter Boden können zu Welke und Fäulnis führen. Gieße lieber sparsam und achte bereits beim Einpflanzen auf eine gute Durchlässigkeit des Substrats. Bei Bedarf lässt sich das Erdreich mit Sand auflockern. 

Unter den tierischen Schädlingen zeigen manchmal Blattläuse Interesse am Oregano. Wenn Du die lästigen Pflanzensauger an Deinem Gewürzkraut entdeckst, streife sie mit den Fingern ab oder benutze einen scharfen Wasserstrahl zum Abspülen der Tierchen. Vorsicht – überflute die Pflanze dabei nicht mit Wasser, denn nasse Füße schätzt sie gar nicht. Eine Spritzung mit Brennnesselsud schlägt Blattläuse ebenfalls in die Flucht. 

Auch Zikaden finden Oregano schmackhaft. Sie saugen den Saft aus den Blättern und können Triebe zum Absterben bringen. Gegen diese Schädlinge kannst Du mit Gelbtafeln oder Gelb-Stickern vorgehen. Auch eine Spritzung aus einem Gemisch aus fünf Milliliter Neemöl, einem Milliliter Rimulgan (als Emulgator) und einem Liter Wasser hat sich gegen die Schädlinge bewährt.

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