Heckenscheren im Test & Vergleich | Die besten 5 für die Hecke

Das Ausästen, Stutzen oder Sägen von Gewächsen ist ein Vorgang, der durch das Schneiden realisiert wird. Das Abtrennen von abgestorbenen Zweigen oder Ästen sowie das Reduzieren der Höhe oder eines Wildwuchses von Hecken wird ebenfalls durch diese Arbeit erledigt. Nicht minder anstrengend ist das Zurückschneiden von Zierpflanzen mit einem festen Stiel. Nicht selten ist dabei ein hoher Aufwand an Muskelkraft nötig. Mit ungeeigneten Werkzeugen wird die Güte des Schnittes sehr schlecht, was das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen kann. Zu guter Letzt ist die Verletzungsgefahr hoch und die Tätigkeiten benötigen viel Zeit.

Praktisch denkende Gärtnerinnen und Gärtner statten sich daher mit einem zweckmäßigen Hilfsmittel wie einer Heckenschere aus. Auf ein solches Gartengerät schwören professionelle Mitarbeiter im Garten- und Landschaftsbau genauso, wie Hobbygärtner und Pflanzenfreunde, die Gewächse auf der Terrasse, auf dem Balkon oder im Zimmer lieben.

Eine Heckenschere ist von ihrer Konstruktion her eine normale Schere, die jedoch etwas größer und etwas robuster gestaltet ist. Auffällig sind vor allen Dingen die extrem verlängerten Schneiden und die Griffe. Diese sind in einem speziellen Winkel an den Scherenklingen angesetzt. Die manuellen Heckenscheren erreichen meist eine Gesamtlänge von bis zu 60 cm. Motorisierte Produkte unterscheiden sich allerdings von den Hand-Heckenscheren durch technische Aggregate, durch das Schwert und durch einen sogenannten Mähbalken, der mit den Messern verbunden ist.

Unterschiede zwischen den motorisierten Heckenscheren bestehen vorrangig bei den Antriebsarten, der Leistungsfähigkeit des Motors, dem Gewicht, der Länge des Schnittes und der Handhabung.

Heckenscheren, gleich welcher Art, werden fast während des ganzen Jahres benötigt. Es ist daher nicht verkehrt, wenn sie zur Grundausrüstung an Gartengeräten gehören.

Die besten Heckenscheren im Test

Mehrere Marken- und No-Name-Hersteller weltweit haben sich auf die Entwicklung und die Fertigung von Heckenscheren fokussiert. Die Interessenten erwartet daher eine Fülle an Angeboten. Innerhalb derer ist es mittlerweile eine echte Herausforderung geworden, das passende Produkt auszuwählen.

Die nachfolgende Gegenüberstellung einiger Innovationen könnte daher von Nutzen sein, wenn eine souveräne Kaufentscheidung getroffen werden soll. Immerhin geht es nicht nur um das Verhältnis von Kosten und Leistung, sondern auch um den Aspekt der Sicherheit und des Komforts.

1. MAKITA EH7500W

Die MAKITA EH7500W ist eine klassische Benzin-Heckenschere, deren positive Aspekte Robustheit, Langlebigkeit und Leistungsfähigkeit sind. Die Heckenschere ist trotz Verbrennungsmotor geräuscharm, sodass die Umgebung nicht durch Lärme belastet wird. 

Der 2-Takt-Motor mit Schmiernippel ist mit einem Leichtstarter und einem Primer-Vergaser gekoppelt. Herausstechend ist der in 5 Positionen justierbare Griff, der ohne zusätzliches Werkzeug bedient werden kann. Des Weiteren erwarten die Gärtner technische Highlights wie ein Antivibrationssystem mit vierfachen Federn aus Stahl und ein 75 cm langes Messer. Diese Heckenschere ist demnach eine feine Sache, um großflächige, ausgedehnte Heckenareale mit besten Schnittresultaten zu bearbeiten.

Die ausgezeichnete Handlichkeit und Führbarkeit der nicht gerade leichten Heckenschere ist dem schräg gestalteten Griff zuzuschreiben.

Positiv

  • maximale Schnittstärke des Schnittgutes 22 mm
  • mittleres Gesamtgewicht von knapp 7 kg
  • Anwendung bei Hecken bis zu 2 m
  • schnelles Starten, zuverlässiges Schneiden
  • um 180° drehbare Griffjustierung

Negativ

  • Versorgung mit Benzin und Öl
  • mittelschwer - bei langem Arbeiten ist Körpereinsatz gefragt
  • für Frauen nur bedingt geeignet
  • vorrangig für Profieinsatz und für mittelgroße Heckenabschnitte

2. BOSCH DIY AHS 70-34

Mit einer sehr guten Bewertung wurde dieses Gartenwerkzeug von Stiftung Warentest eingestuft. Die elektrische Heckenschere mit einer Leistung von 700 W und einer Schnittlänge von 53 cm wird zwar mit Kabel betrieben, ist jedoch hinsichtlich ihrer Leistungsstärke klar unter den Favoriten. Die Länge des Schwertes liegt bei 70 cm und der Abstand der Messer von 3,4 cm macht ein

Durchtrennen von Ästen von bis zu 3.1 cm möglich. Ein zusätzliches Feature, eine einstellbare Sägefunktion, unterstützt das Stutzen von extrem verhärtetem Gehölz. Die Säge wird dabei von einer Spezialschliff-Klinge unterstützt. Im Endeffekt sind mit diesem motorisierten Gartenwerkzeug Äste von bis zu 38 mm Durchmesser trennbar.

Die Kombination aus Schere und Säge wird anhand der Sägezähne deutlich. Im vorderen Bereich des Schwertes kann gesägt, in der hinteren Zone geschnitten werden. Daraus erwächst eine überzeugende Vielseitigkeit. Damit das Verlängerungskabel während des Arbeitens nicht zu stark beansprucht wird, verfügt das Gerät über eine Zugentlastung in Form von doppelten Noppen aus Kunststoff.

Sicherheitstechnisch sind zwei Sicherheitsschalter und ein automatischer Schnell-Stop zu erwähnen. Leichtbauweise, einstellbarer Frontgriff und ein durchsichtiger Handschutz sind weitere Features.

Positiv

  • zügige, gleichmäßige Schnitte
  • beeindruckend leistungsstark
  • ergonomische Anordnung der Schaltsegmente
  • kann problemlos über Kopf und senkrecht geführt werden
  • große Schneidkräfte

Negativ

  • Kabel mitführen (am besten über die Schulter legen
  • Verlängerungskabel ist nötig, um über weite Distanzen und hohe Hecken stutzen zu können
  • Netzsteckdose muss in der Nähe sein

3. MAIDURA Heckenschere Teleskop

Fällt die Wahl auf eine MAIDURA Handheckenschere mit Teleskopgriffen, dann werden die Interessenten vollauf damit zufrieden sein.

 

Die bereits vormontierte Heckenschere mit Wellenschliffklinge zeichnet sich durch eine saubere, fehlerlose Verarbeitung und einen extrem scharfen Kantenschliff der Klingen aus. Auf den ersten Blick erscheint die Heckenschere sehr robust und solide, was sich beim Einsatz in der Praxis bestätigt.

Auffällig ist das leichte Spiel, dass die Teleskopgriffe haben, damit eine Stöße beim Heckenstutzen besser abgefangen werden können. Um die Wellenschliffschneide einzustellen, kann ein gut erreichbarer Drehknopf bedient werden. Durch das Festdrehen des Knopfes werden die Klingen enger aneinander gedrückt. Unter dieser Voraussetzung können feine Zweige und frische, weiche Äste optimal geschnitten werden. Die Antihaftbeschichtung hält die Schneidflächen sauber und schützt diese vor hartnäckigen Ablagerungen.

Das individuelle Variieren der Länge der Teleskopgriffe in drei Arretierungen macht das Schneiden der Hecke zum wahren Kinderspiel. Zu begrüßen ist außerdem das geringe Eigengewicht und der im nicht ausgezogenen Zustand der Teleskopgriffe minimale Platzbedarf.

Positiv

  • für Rechtshänder und Linkshänder konzipiert
  • praktischer Wellenschliff
  • ordentliche Schnittresultate
  • leichtgängig und wenig anstrengend
  • niedriges Gewicht

Negativ

  • Negativ ist nur, dass kein motorisierter Antrieb vorhanden ist, was doch mit einer gewissen körperlichen Belastung verbunden ist. Für einen lang anhaltenden Betrieb sollt die manuelle Teleskop-Heckenschere lieber durch eine andere motorisierte Variante abgelöst werden.

4. FISKARS Single Step HS22

Das Modell ist eine Hand- oder manuelle Heckenschere. Sinnvoll ist das Erzeugnis für aufwändige Feinschnitte und formende Rückschnitte an Hecken. Sie gilt daher als Allrounder unter den Handheckenscheren.

Das mit lediglich 0,714 kg leichtgewichtige Gartengerät begünstigt ein ermüdungsfreies, gelenkschonendes Bearbeiten von Hecken. Das gelingt durch die Verwendung von eingebauten Pufferelementen, die ein Abfedern der beim Schneiden (beim Zusammentreffen der Klingen) auftretenden Stöße gewährleisten. Die Klingen haben einen zuverlässigen, besonders effektiven Wellenschliff. Der Wellenschliff ergibt nicht nur glatte Schnitte, sondern hält das Schnittgut während des Stutzens. Handliche Kunststoffgriffe mit stabiler Formgebung und ein ergonomisch ausgefeiltes Design machen gemeinsam mit den leichten Materialien das Arbeiten komfortabel. Erwähnenswert ist, dass die kompakte Handheckenschere FISKAR Single Step HS22 sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder geeignet ist.

Positiv

  • ergonomische, handliche Formgebung
  • erstaunliche Leichtigkeit
  • gelenkschonende Puffereinsätze
  • Einsatzbereit ohne zusätzliche Energiequellen
  • vielseitig anwendbar

Negativ

  • funktionieren mit Muskelkraft
  • umfangreiche Rückschnitte sind anstrengend
  • Beschichtung des Blattes ist kratzanfällig
  • Abmessungen sind recht klein

Für gelegentliche, weniger ausgedehnte Schnittarbeiten an Hecken ist diese Hand-Heckenschere eine lohnenswerte Anschaffung

5. MAKITA DUH551Z

Eine beliebte Variante unter den Akku-Heckenschern ist die MAKITA DUH551Z. Sie ist ein verlässlicher und mobiler Begleiter beim Heckenschneiden, weil sie netzunabhängig ist. Überzeugend beim Test sind vor allen Dingen die erstklassigen Funktionskomponenten und die technologische Ausgereiftheit. Doppelakkus mit je 18 V sind das treibende Herzstück der Akku-Heckenschere. Mit 36 V lässt sich eine Betriebsdauer von mehr als 2 h erzielen.

Mit 5 kg ist die akkugestützte Heckenschere zwar kein Leichtgewicht mehr, aber unter dieser Voraussetzung kann sie hervorragend von Profis genutzt werden. Mit einem 55 cm langen Messer aus korrosionsbeständigem Stahl und einem eingebauten Anti-Blockier-System ist die unschlagbar. Mit einer enormen Kontinuität und einer hohen Effizienz greift die Heckenschere auch starke, harte Heckenbereiche an und schneidet sie fast mühelos. Der Abstand zwischen den Messern ist mit 27 mm eine perfekte Basis, um großflächige Hecken zu pflegen. Angesichts des Schnittergebnisses gibt es keine Mängel.

Positiv

  • schnelle Inbetriebnahme
  • kurze Ladezeiten
  • hochwertige Li-Ionen-Akkus mit hoher Leistung
  • auch für Profis
  • hohe Leistungsstärke und Sicherheitssystem

Negativ

  • benötigt einen bestimmten Kraftaufwand
  • Akku-Ladezeiten sind Auszeiten, in denen nicht gestutzt werden kann

Arten von Heckenscheren

Manuell bedienbare Heckenschere

Die als manuelle Heckenscheren bekannten Versionen kommen ganz ohne zusätzliche Energie aus. Nur die Muskelkraft und die Geschicklichkeit zählen hier. Nach und nach werden die manuellen Strauchscheren von den motorgestützten Varianten verdrängt. Dennoch sind diese Scheren ideal, wenn es um das Schneiden von weniger kräftigen und nicht so widerstandsfähigen Sträuchern und Hecken geht.

In Abhängigkeit den Herstellern bietet der Handel manuelle Heckenscheren mit kurz gehaltenen Griffen, mit verlängerter Griffform und mit ausziehbaren Teleskopstielen an. Verarbeitet werden überwiegend Kunststoffe und Holz. Üblich sind derzeit ergonomische Handgriffe mit gelenkschonenden Puffermaterialien.

Beim Stutzen dicker Äste oder starker Zweige ist der Gärtner meist schnell überfordert. Dann ist es sinnvoll, auf eine Heckenschere mit Zusatzgetriebe umzusteigen, die ebenfalls handgeführt ist. Das Getriebe fungiert dabei als wirkungsvoller Überträger und Verstärker der Muskelkraft. Derartige Heckenscheren werden häufig als mechanische Strauchscheren deklariert.

Bei manuellen Heckenscheren mit Teleskop sind die Handgriffe die eigentlichen teleskopierbaren Bauteile. Sie verfügen über einen Auszugsmechanismus, über den sich Hebelwirkung verstärken lässt. Außerdem sind diese Verlängerungen vorteilhaft, um weit bis in die Hecken vordringen zu können. Und das oftmals sogar unmittelbar vom Boden aus. Das heißt, dass die mechanischen oder nicht mechanischen manuellen Strauchscheren mit Teleskop optimal an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden können. Durch ausgeklügelte Konstruktionen gelten einzelne Modelle als besonders armschonend. Sie können mit ihrer gekerbten Klingeneigenschaft sogar dicke Zweige bewältigen. Die Klingen von manuellen Heckenscheren sind selten länger als 30 cm. Das gesamte Konstrukt misst höchstens 60 cm. für ein gezieltes Kürzen keine Schäden an der Hecke, weil Schneidkraft der Klingen hoch ist.

Wer sich für eine mechanische Heckenschere begeistert, für den steht vor allen Dingen die Ausführung des Klingenschliffs im Vordergrund. Typisch sind diesbezüglich der Wellen- und der Geradschliff. Die Güte der Klingen wird maßgeblich durch verschiedene Optionen wie eine Antihaftbeschichtung, eine verchromte, rostbeständige Oberfläche und stahlgeschmiedete Schneidebereiche bestimmt. Die Highlights unter den Klingen stellen die mit einem Hohlschliff versehenen Erzeugnisse dar. Diese hochwertigen Klingen schärfen sich selbst.

Positiv

  • kein elektrischer Strom und Kraftstoff
  • arbeiten leise
  • handlich, hohe Genauigkeit, gute Formgebung ist möglich
  • kaum Pflege und Wartung
  • enorme Stabilität
  • kostengünstige Anschaffung

Negativ

  • Klingenverbindungen aus Schrauben oder Nieten sind oftmals Schwachstellen
  • körperlich anstrengendes Arbeiten
  • stark begrenzte Einsatzmöglichkeiten
  • umständliches Handling

Handheckenscheren sind nicht unbedingt für einen Dauereinsatz günstig, weil sie die Arme und die Schulter enorm belasten. Um diese Beanspruchung etwas zu verringern, sollte immer auf geschärfte Schnittflächen geachtet werden.

Klinge ist nicht gleich Klinge

Obwohl das gesamte Gefüge der Handheckenscheren für ein gutes oder ein schlechtes Handling verantwortlich ist, nehmen die Klingen in diesem Zusammenhang dennoch eine Sonderstellung ein. Die Lebensdauer und die Effektivität der Klingen hängt von den jeweils verarbeiteten Werkstoffen und von der Art der Bearbeitung ab. Das ist dasselbe wie bei einem Messer. Eine auszeichnete Qualität haben Exemplare aus widerstandsfähigem Stahl, aus verchromtem, gehärtetem Kohlenstahl und aus Carbonstahl.

Der Schliff entscheidet über die Schnittgüte

An dieser Stelle soll noch einmal kurz das Thema Klingenschliff behandelt werden. Üblich sind Strauchscheren, deren Schneidmesser mit einem Wellenschliff oder einem Flach- oder Geradschliff bearbeitet werden.

  • Heckenscheren mit einer Wellenschliffklinge begünstigen einen großflächigen und sauberen, glatten Schnitt mit einem gleichmäßigen Bild. Sie tragen außerdem zu einem besseren Zusammenhalten der zu schneidenden Pflanzenteile bei.
  • Heckenscheren mit einer gerade geschliffenen Klinge stechen durch eine einfache Bedienung und ein exaktes Schnittbild. Darüber hinaus überzeugt der gerade Schnitt durch ein unkomplizierteres Nachschleifen, eine widerstandsfähige Spitze und einen günstigeren Anschaffungspreis.

Motorisierte Heckenscheren

Die motorisierten Heckenscheren sind das Äquivalent zu den Handheckenscheren. Sie haben mit dieser Heckenschere allerdings wenig gemein. Diese Modelle lassen sich wegen der technischen Komponenten, den Antriebsaggregaten, den motorisierten Gartengeräten zugeordnet. Übliche Fertigungsarten sind die elektrischen und die Kraftstoff- oder Benzin-Motorheckenscheren. Die Akku-Heckenscheren den elektrisch betriebenen Heckenscheren zugeordnet. Der Unterschied zwischen diesen Varianten ist der Netzbetrieb bei den elektrischen und der Akkubetrieb bei den Akku-Geräten.

Beachtenswert ist ein weiterer Hinweis, bei dem es um die Messerausstattung geht. Bei motorisierten Heckenscheren sind die einfach und die doppelt gegenläufigen Schneidmesser gängig. Die erste Variante basiert auf einer unbeweglichen und einer beweglichen Schneide. Die beweglich Schneide ist verantwortlich für den eigentlichen Schneidvorgang. Doppelt gegenläufig arbeitende Messer sind durch die Beweglichkeit beider Schneiden gekennzeichnet, was zu einer hohen Schnittgüte führt.

Motorisierte Heckenscheren tragen zu einer enormen Arbeitserleichterung bei. Aus diesem Grund sind dieser Gartengeräte auch so beliebt und werden immer häufiger angeschafft. Nicht nur für die professionellen Garten- und Landschaftspflege, sondern auch für die Hobbygärtnerei ist diese Geräteversion eine Option.

Positiv

  • tadellose Verarbeitung mit robusten, strapazierfähigen Materialien
  • einfaches, leicht verständliches Handling
  • robuste Bauformen
  • präzises Schnittbild
  • modellabhängig geeignet für dicke, harte Zweige

Negativ

  • benötigen Kraftstoff oder elektrische Energie
  • sind teilweise an Netzsteckdose gebunden
  • teilweise sehr lautstark
  • teilweise lange Vorbereitung (Benzin-Öl-Gemisch muss hergestellt, Akku muss geladen, Verlängerung für Elektrokabel muss ausgelegt werden)
  • verursachen höhere Anschaffungs- und Betriebskosten

Alle genannten Vor- und Nachteile hängen von den Arten der Betriebsweise ab. Hinsichtlich der Produktivität und der schonenden Schneidvorgänge sind jedoch alle Produkte eine empfehlenswerte Investition. Die Hersteller optimieren neue Modelle gegenüber den Vorgängern, sodass deren Beschaffenheit immer weiter an den individuellen Bedarf angepasst wird. Bei motorisierten Heckenscheren sind die Schwerter von 40 cm bis 70 cm und mehr lang. Das ist eine enorme Schnittlänge. Beidseitig des Schwertes sind Messer befestigt, die in sich fest sind.

Motorisierte Heckenscheren zeichnen sich durch Sicherheitssysteme aus und besitzen zahlreiche ergonomische Bestandteile.

Für die Profis eignen sich hauptsächlich die leistungsfähigen Benzin-Heckenscheren mit einem 2-Takt-Otto-Verbrennungsmotor.

Elektrische Heckenscheren

Gartenfreunde, die sich im Beruf oder in der Freizeit dem Stutzen von Hecken widmen, entscheiden sich gern für eine elektrische Heckenschere. Leichtgängige Heckenscheren mit kompakten elektrischen Motoren sind wegen ihres reduzierten Eigengewichts für Frauen eine ideale Alternative zu schweren Heckenscheren mit Benzinmotor.

Elektrische Heckenscheren (die besten im Test gibt es hier)benötigen für deren Einsatzbereitschaft elektrischen Strom, der aus dem herkömmlichen Stromnetz als Wechselstrom mit 240 V stammt. Sie sind daher an eine Steckdose gebunden, was eine örtliche Einschränkung mit sich bringt. Wer ein Grundstück weit ab von einer zugänglichen Stromversorgung hat, kommt mit einer elektrischen Heckenschere nicht weit.

Die Leistungsfähigkeit einer Elektro-Heckenschere mit oder ohne Teleskop-Verlängerung bewegt sich zwischen 400 W und 700 W. Nimmt die Schnittlänge oder die Länge des Schwertes zu, dann geht auch die Leistungsstärke nach oben. Bei den elektrischen Heckenscheren gibt es noch die Möglichkeit, eine netzabhängige oder eine mit Akku ausgerüstete Ausgabe anzuschaffen.

Vom Stromnetz abhängige, wendige Heckenscheren werden gern für die Erledigung von sogenannten Skulptur- oder komplizierten Schnittarbeiten an Heckengewächsen bevorzugt. Eine gewisse Sorgfalt ist erforderlich, um das Kabel nicht unabsichtlich zu durchschneiden. An den Elektro-Heckenscheren fixierte Elektrokabel sind erfahrungsgemäß recht kurz, sodass eine Verlängerung immer parat liegen sollte.

Positiv

  • nur wenig Körperkraft muss investiert werden
  • Gewichte der Geräte sind niedrig
  • geräuscharme und abgasfreie Nutzung
  • unbegrenzte Schneidedauer
  • handlich und gezielt zu führen

Negativ

  • Stromquelle in der Nähe und eventuelle Verlängerung
  • Mobilität durch Kabel reduziert
  • Sicherheitsaspekte durch elektrisches Stromkabel eingeschränkt

Im Gegensatz zu früher sind die modernen Elektro-Heckenscheren um die Vielfaches kleiner und leichter geworden. Fast ausnahmslos liegen alle Exemplare unter 3,5 kg. Die Verletzungsgefahr wird durch automatische Antiblockier- und Messerstoppsysteme gewährleistet.

Mit Akku ausgestattete Heckenschere

Eine Sonderversion der elektrischen Heckenschere ist die Akku-Heckenschere. Für diese Fabrikate gibt es ein Für und ein Wider. Das Pro für die Akku-Heckenschere (zum Test) ist die praktische Bewegungsfreiheit und Flexibilität. Das Contra ist die Abnahme der Kapazität der Akkus. Das heißt, dass mit der Zeit die Ladezyklen immer häufiger werden und der Akku die aufgeladene Energiemenge nur noch über eine immer kürzere Zeitdauer halten kann. Dann wird ein Ersatzakku benötigt. Kommt es zu einer Beschädigung der Akkus, dann sind Ersatzakkus genauso sinnvoll.

Neuerungen unter den Akku-Heckenscheren sind die auf einem Teleskopstab montierten Heckenscheren. Der nach Belieben ausziehbare und arretierbare Teleskopstiel befördert die Heckenschere in eine Höhe von bis zu 3 m.

Zunehmend verkürzte Laufzeiten durch die abnehmende Kapazität der Akkus und eine Reduzierung der Leistungsstärke durch die verkleinerte Bauform, das sind die Gründe, warm Akku-Heckenscheren für kurzzeitige Tätigkeiten passend sind.

Positiv

  • umweltfreundlich (leise, keine Emission von Schadstoffen, keine störenden Gerüche)
  • flexibel und mobil
  • kompakte Größe und enorme Leichtigkeit
  • kombinierbar mit Teleskopstangen
  • Arbeitszeit kann mit kompatiblem Zweitakku verlängert werden

Negativ

  • können durch die Akkus unter Umständen schwer sein
  • mit nur einem Akku ist die Einsatzdauer reduziert
  • Akkulaufzeiten nehmen im Laufe der Zeit ab
  • Aufladen der Akkus ist oftmals nervig und zeitraubend

Trotz dieser Aussagen zeichnet sich ganz klar ab, dass die Akku-Heckenscheren zum Trendsetter unter den Schneidwerkzeugen geworden ist. Die ständig vervollkommneten Geräte schaffen bei Akkus mit hohem Leistungspotenzial sogar extrem dichte Hecken mit kräftigem Gehölz. Diesbezüglich wurden mehrere Geräte mit 36 V bis 48 V Akkuspannung als „sehr gut“ befunden. Da die Akku-Heckenscheren in verschiedene Leistungsklassen unterteilt werden, ist es wichtig, sich für die richtige Kategorie zu entscheiden.

  • regelmäßig durchgeführter Pflege- oder Nachschnitt: Heckenscheren mit Akku 18 V Spannung
  • umfangreiche Rückschnitte von stark verholztem Geäst : Heckenschere mit mehr als 18 V Spannung

Für die Profis dürften Akku-Heckenscheren in Frage kommen, die in der Spitzenklasse angesiedelt sind und hoch leistungsfähige Lithium-Ionen-Akkus besitzen.

Mit Benzin betriebene Heckenschere

Ein Verbrennungsmotor liefert die notwendige Energie für die Benzin-Heckenschere, um das Schwert in den Arbeitsmodus zu versetzen. Ein repräsentatives Merkmal der Benzinscheren zum Heckenschneiden ist deren außerordentliche Leistungsstärke und die beeindruckende Schwertlänge, die von keinem anderen Gerätetyp übertroffen wird.

Die mit Kraftstoff, einer Mischung aus Öl und Benzin, funktionierende Benzin-Heckenschere ist mit ihrem hohen Eigengewicht die schwerste Ausführung unter den Motor-Heckenscheren. Das Hauptbauteil ist der 2-Takt-Verbrennungsmotor. Allerdings werden diese leistungsfähigen Module noch durch 4-Takt-Motoren getoppt, die höchsten Anforderungen beim Heckenschnitt gerecht werden können. Diese Modelle sind daher eher die Ausnahme, denn sie sind äußerst schwergewichtig. Heckenscheren mit Zweitaktern sind weniger wartungsintensiv als ihre Brüder, die Viertaktervarianten. Viertakter-Heckenscheren müssen außerdem immer einen Öl- und einen Kraftstofftank mitführen.

Bei einer Benzin-Heckenschere (zum Test der besten 5) werden die Schneidwerkzeuge mittels Gashebel betätigt. Das Messer bewegt sich, sobald der Gashebel gedrückt wird. Im Antriebsmotor sind Zündkerzen integriert, die den Verbrennungsprozess in Gang setzen. Für einen problemlosen Betrieb und um Defekte des Motors zu vermeiden, muss bei einer Benzin-Heckenschere ständig Motoröl zugeführt werden.

Positiv

  • robuste Bauweise
  • kennt hinsichtlich Qualität und Quantität des Schnittgutes fast keine Grenzen
  • ideal für ausgiebige, lange währende Heckenpflege
  • optimal für großflächige Hecken
  • hohe Effizienz

Negativ

  • aufwendige Vorbereitungen für die Inbetriebnahme
  • Treibstoff und Öl vorhalten
  • enorm lautstark
  • nicht umweltfreundlich
  • nur mit großer körperlicher Anstrengung zu halten und zu lenken

Für filigrane Schnitte und zum „Nachputzen“ sind die „Großen“ nicht geeignet, da sie nur mit viel Muskelkraft und Mühe geführt werden können. Gärtner, die körperlich nicht so gut beieinander sind, könnten mit einem solchen Produkt überfordert sein.

Heckenschere als Teil von Kombigeräten

  • wenig Platzbedarf
  • passende Geräte sind zur Hand
  • mehrere Arbeiten lassen sich mit einer Grundkomponenten erledigen – super Flexibilität

Positiv

  • Wer sich schon einmal mit den Teleskopsägen beziehungsweise den Astkettensägen beschäftigt hat, der konnte sich davon überzeugen, dass diese Gartengeräte zu Heckenscheren umgerüstet werden können.
  • Die Kettensägen an den Hochentastern wird einfach durch ein Heckenscherenmodul ausgetauscht. Gängig sind hauptsächlich mit Akku oder mit elektrischem Strom gespeiste Heckenscheren.

Negativ

  • Schwachstelle ist oftmals das Befestigungsaggregat am Teleskopstiel, das sich durch das permanente Wechseln der Geräte vorzeitig abnutzen kann

Heckenschere mit Teleskopstiel

Um die Zweckmäßigkeit und den Komfort bei Heckenscheren zu verbessern, haben sich die Produktentwickler Teleskopstiele ausgedacht. Diese Griffverlängerungen sind an manuellen und an motorisierten Heckenscheren zu finden.

Bei den manuellen Exemplaren sind es die doppelten Halterungen, die mit ausziehbarem Teleskopstiel bis auf ungefähr 1 m ausgezogen werden können. Noch weiter wäre zu unpraktisch und das Halten wäre zu anstrengend. An motorisierten Heckenscheren beispielsweise an Akku- und an elektrischen Heckenscheren sind die teleskopartigen Arme bis auf 3 m ausfahrbar. Derartige Teleskopstangen sind durch einen abgewinkelten Teleskopkopf charakterisiert.

Auf diese Weise ist ein Optimieren des Schneidvorganges möglich. Die besten Teleskop Heckenscheren findest Du hier im Test & Vergleich

Positiv

  • bessere Angriffsfläche am Schnittgut
  • höher gelegene Heckenregionen sind erreichbar
  • breite Hecken können besser waagerecht gestutzt werden
  • ideal zum Herstellen von hohe Skulpturen

Negativ

  • ideal zum Herstellen von hohe Skulpturen
  • je länger die Teleskopstange, desto schwieriger zu handhaben, weil eine Überlast entsteht
  • Übergangsstellen Teleskopstiel - Heckenschere nutzen teilweise vorzeitig ab

Mit Heckenscheren an Teleskopstielen ersparen sich die Nutzer das Stellen von Leitern.

Kaufberatung - wichtigste Eigenschaften

Die Anschaffung von Billigmodellen oder minderwertigen Heckenscheren verursacht in der Regel doppelte Kosten. Entweder ist die Ausrüstung schon nach der ersten Benutzung defekt, weist eine zu geringe Leistung auf, hat keine Sicherheitsoptionen oder arbeitet doch nicht wunschgemäß. Angesichts dieser Einwände ist es vernünftig, ein paar Euros mehr auszugeben und sich ausgiebig zu informieren, damit es nicht zu einem Fehlkauf kommt.

Eine Garantie für eine erstklassige Güte oder für Merkmale, die eine sogenannte Hochwertigkeit ausmachen, geben in der Regel die Markenhersteller. Nicht immer sind deren Innovationen unerschwinglich teuer. Aber auch bei preisreduzierten Modellen kann davon ausgegangen werden, dass deren Hochwertigkeit gewährleistet ist. Meist handelt es sich dabei nur um Auslauffabrikate.

Hochwertigkeit beinhaltet folgende Punkte:

  • leistungsstarker Antrieb
  • niedriges Gewicht
  • Tragegriff und Aufbewahrungstasche
  • belastbare Materialien
  • ausgezeichnete Klingenwerkstoffe

Bezüglich der Leistung machen die Hersteller immer wieder variierende Aussagen, die unter Umständen verwirrend sein können. Geht es um elektrische Heckenscheren, dann wird Watt (W) für die Leistung des Motors verwendet. Bei Benzin-Heckenscheren werden als Ausdruck für die Motorleistung der Hubraum (beispielsweise 22,2 ccm oder 25,5 ccm), die Leistung in kW (Kilowattstunde) und die Motordrehzahl in U/min (Umdrehungen pro Minute) ausgeschrieben.

Im Einzelnen verbergen sich hinter einer hochwertigen Qualität weitere Kriterien, die bei der Wahl des Gartenwerkzeugs eine maßgebliche Bedeutung einnehmen. Das sind vor allem Faktoren, die mit

  • der Art des Antriebs (Elektromotor, Benzinmotor, Akku)
  • der Energiequelle (Akku, Stromnetz, Kraftstoff)
  • der Ergonomie
  • der Bauweise (Abmessung des Schwertes, Abstand der Messer, Kombination Messer und Säge)
  • der Erweiterbarkeit und Funktionalität (2-in-1 Geräte oder reine Heckenscheren)
  • dem Sicherheitssystem (ABS, Schnellstop-Taste, Sicherheitsgriff)
  • den Tragegurten

zu tun haben.

Daraus ergeben sich wiederum Fragestellungen nach bestimmen Eigenschaften des Modells, die erwünscht oder nicht gewollt sind. Dazu gehören beispielsweise Parameter wie:

  • Eigengewicht
  • Vibrationsverhalten
  • Verlängerbarkeit der Griffe
  • Schallleistungspegel (LwA)
  • Schalldruckpegel (LpA)
  • Leistungsfähigkeit, Nennwert
  • Ladezeiten und Laufzeiten der Akkus
  • Abmessung der Gehäuse
  • Sichtfenster für Öl und Treibstoff
  • Schnittlänge, Durchmesser des Schnittgutes
  • maximale Reichweite
  • Zusatzfunktionen

Der Schallleistungs- und der Schalldruckpegel sind Angaben, die vom Hersteller gemacht werden. Diese Faktoren sind nach Maschinenlärmverordnung 2000/14/EG ausschlaggebend für das Tragen eines Lärmschutzes. Der Schallleistungspegel beschreibt, wie hoch die Schallabstrahlung ist und wird in dB (Dezibel) ausgedrückt.

Der Schalldruckpegel (dB) wird als Intensität der Schallabstrahlung definiert. Der Schallpegel wird durch mehrere bestimmende Einflüsse (Standort, raumakustische Beschaffenheit usw.) verändert. Die Quelle für die Schallabstrahlung ist beispielsweise die Heckenschere.

Normalerweise wird von den Herstellern verlangt, dass sie beide Werte erwähnen müssen, weil einer allein nicht aussagekräftig genug ist.

Für eine vielseitige Einsetzbarkeit der Heckenscheren sorgen verschiedene Zubehöre.

Beispiele für außerordentlich hochwertige Heckenscheren sind die Equipments von Roybi. An diesen Geräten sind unter anderem drehbare Griff für eine bequeme, die Handgelenke schonende Handhabung montiert. Außerdem liefert Ryobi mannigfaltige Zubehöre wie einen Schnittgutkehrer und Ersatzakkus mit. Bei GARDENA und Black & Decker sind die universellen Futterale für den Schutz der Schwerter positiv zu bewerten.

Günstig sind auch solche Heckenscheren, an denen ein Auffangsack fixiert ist. Das Zubehör gewinnt immer mehr an Bedeutung. Praktisch sind neben den Auffangsäcken mit oder ohne Absaugvorrichtung die Teleskopstangen. Damit ist ein Stutzen über Kopf weniger mühsam. Mit einem Schwert- oder Messerschutz wird einer Verletzungsgefahr vorgebeugt und das Schneidwerkzeug vor äußerlichen Einwirkungen bewahrt.

Weitere Zubehöre sind Sicherheits-Temperaturbegrenzer, Heckenscheren-Vorsätze, Scherblattschutze, Filterbeutel für Stabsäcke und Strauchscherenaufsätze.

Auswahl der Heckenschere nach Anforderung

Wenn eine Heckenschere gekauft werden soll, ist es zu überlegen, was damit gestutzt werden soll. Sind es beispielsweise nur junge Triebe und unregelmäßig gewachsene, dünne Äste, dann ist eine Hand-Heckenschere zweckmäßig.

Um vom Boden aus an höher gewachsenes Schnittgut zu gelangen, kann ein Fabrikat mit Teleskopgriffen empfohlen werden. Darüber hinaus bewähren sich in diesen Situationen die sogenannten manuellen Stabheckenscheren mit langen Stielen. Die Schnittlänge bei Stabheckenscheren wird durch die Abmessungen der Haltegriff bestimmt. Positiv ist bei den Stabheckenscheren, dass eine Leiter überflüssig wird, um an hohe Äste zu gelangen. Mit manuellen Getriebescheren können gleichfalls einzelne dick gewachsene Äste mit relativ wenig Krafteinsatz bearbeitet werden.

Getriebeschweren können bei viel Schnittgut ermüdend sein, weil deren weiter Öffnungswinkel bewältigt werden muss.

In vielen Gärten und Grundstücken sind kleine bis mittelgroße Hecken oder Koniferen zu stutzen. In diesen Falle ist eine elektrische Heckenschere ratsam. Je nachdem, wie es mit der Stromversorgung aussieht, kann auf ein vom Netz abhängiges oder eine mit Akku betriebenes Gartenwerkzeug zurückgegriffen werden. Hecken, die einen recht ausgedehnten Wuchs mit verholztem Geäst und starken Zweigen aufweisen, ist eine Benzin-Heckenschere unentbehrlich.

Wissenswert für den Erwerb einer Heckenschere ist, dass die Schwertlänge nicht gleich der Schnittlänge ist. Zu beachten ist, dass für die Schnittlänge nicht das gesamte Schwert ausschlaggebend ist. Aus diesem Grund muss von der Schnittlänge immer ein Teil abgezogen werden.

Soll mit der Heckenschere in verwinkelten Bereichen mit wenig Bewegungsspielraum geschnitten werden, passt ein Produkt mit einem kürzeren Schwert. Manchmal kommen die Gärtner an eine Hecke nur von einer Seite aus heran. Dann lassen sich alle Bereiche mit einem lang bemessenen Schwert am leichtesten bearbeiten.

Schwertlänge nach Anwendung

Ein Schwert bis 45 cm eignet sich für Präzisions- und Formschnitte an jungen Buchsbäumen und Hecken sowie an neu gepflanzten Sträuchern. Mit einem Schwert ab 45 cm bis 55 lassen sich Rückschnitte und Formschnitte an jungen Hecken kleineren bis mittelgroßen Wuchses erledigen.

Als Ideallösung für durchschnittliche Hecken, an den dicke Zweige ausgeschnitten werden, ist ein 55 cm bis 65 cm langes Schwert vorteilhaft. Ältere, extrem dichte, lange und hohe Hecken, die eines ausgedehnten Rückschnittes bedürfen, sollten Schwerter von 65 cm bis 70 cm zum Einsatz kommen.

Für den Privatgebrauch, hauptsächlich aber für das Gewerbe sind Heckenscheren mit mehr als 70 Länge eine Arbeitsgrundlage für sehr großflächige Gewächse.

Funktionsweise

Die Arbeitsweise einer Heckenschere ist nicht schwer zu erklären. Die Zielstellung des Werkzeugs ist das Abtrennen von Gehölzen aus Hecken und Sträuchern durch das Schneiden oder das Sägen. Das eigentliche Schneiden wird durch einen Schneidbalken erreicht, der über den unbeweglichen Messern liegt.

Der Schneidbalken führt eine Hin- und Herbewegung aus. In ihrer Kombination funktionieren die beiden Schneidbalken wie die Schneiden einer Schere.

Zentrales Funktionselement ist das Schneidmesser, dessen Bestandteile ein Ober- und ein Untermesser sind. Diese Komponenten sind auch als Schwerter bekannt. Das obere Messer oder Schwert ist so angesetzt, dass es über das darunter befindliche gleiten kann. Für die geradlinige Bewegung ist der Messerbalken zuständig. Beim genauen Untersuchen der Funktionsteile fallen mehrere Messer auf, die auf beiden Seiten geschliffen sind.

Diese Messer berühren sich ebenfalls nicht, sondern bewegen sich nebeneinander her. Der Balken ist dafür verantwortlich, dass ein reibungsloses Gleiten gewährleistet wird. Daraus resultiert ein punktgenaues Abtrennen der Zweige.

Die Geschwindigkeit, mit denen die Gegenbewegung der Schneidmesser umgesetzt wird, ist enorm hoch. Je nachdem, wie weit die Abstände zwischen den Messern, desto größer ist der zu bewältigende Durchmesser (meist zwischen 1,5 und 3,4 cm) der Äste. Um die Zeitdauer des Schneidens zu reduzieren und die Arbeitsintensität der Heckenschere zu maximieren, wird die Anzahl der Messer erhöht.

Einsatzgebiete der Heckenscheren

Heckenscheren sind ganz klar dort von Nutzen, wo es Gewächse wie Hecken und Sträucher durch das Stutzen zu kultivieren gilt. Natürlich sind die Gärtner und Landschaftspfleger bemüht, sich die Tätigkeiten so einfach und so effektiv wie möglich zu organisieren. Das ist ohne Heckenscheren kaum realisierbar.

Ob im eigenen Hobbygarten, auf dem privaten Grundstück oder in öffentlichen Landschaftsbereichen wie Parks oder Wohnanlagen, ohne Heckenscheren wären diese umfangreichen Aufgaben kaum zu bewältigen.

In manchen Fällen werden die bereits beschriebenen motorisierten Heckenscheren durch Heckenscheren für Zugmaschinen ersetzt. Das ist meist in der Landschaftsgärtnerei üblich, wo riesige Grünflächen zu behandeln sind. Die Heckenscheren stellen somit einen enormen Arbeitsfortschritt dar.

Die Kosten einer Heckenschere

Eine Hand-Heckenschere gibt es schon in einem Limit zwischen 20 Euro bis 30 Euro. Wer sich für eine elektrische Heckenschere entscheidet, sollte mit etwa 70 Euro bis 180 Euro rechnen.

Eine Benzin-Heckenschere schlägt mit ungefähr 130 Euro bis 600 Euro zu Buche.

Bei den Teleskop-Heckenscheren umfasst die Sortimentsbreite etwa 90 Euro bis 250 Euro teure Produkte.

Die wichtigsten Hersteller

Folgende Hersteller sind für ihre ausgezeichneten Sortimente an Heckenscheren bekannt:

  • Worx
  • Wolf Garten
  • Hilti
  • Dolmar
  • Makita
  • EINHELL
  • Gardena
  • Bosch
  • Black & Decker
  • Ryobi
  • Hitachi
  • Stihl

Zusammenfassung

Die Heckenscheren ist heutzutage zu unersetzlichen Gartenwerkzeugen geworden, auf die niemand im Bedarfsfall verzichten möchte. Eine Fülle an Herstellern und Anbietern präsentieren mannigfaltige Erzeugnisse, von denen keines frei von Nachteilen ist. Je nach individuellen Arbeitsvorhaben müssen die Nachteile und die Vorteile gegeneinander abgewägt werden.

Dabei gibt es mittlerweile eine ganze Menge an Informationen und Sachverhalten zu beachten und zu bedenken. Je komplexer und funktionaler die Geräte werden desto ausgiebiger sollten sich die Interessenten mit diesen Themen auseinandersetzen. Nur dann profitieren sie von den tollen Eigenschaften der Heckenscheren.

Quellen:

  1. https://www.testberichte.de/p/makita-tests/duh551z-testbericht.html
  2. https://www.lagerhaus.at/bauen-garten/tipps-tricks/a/heckenscheren-manuell-und-mit-motor
  3. https://www.ndr.de/ratgeber/garten/zierpflanzen/Gesetz-Wann-darf-ich-meine-Hecke-schneiden,heckeschneiden100.html