Maibeeren – die besten Sorten

Geschmacklich erinnern Maibeeren an Heidelbeeren, die Ernte fällt aber meist etwas geringer aus. Weil die Wildsträucher erst seit den Achtzigerjahren weitergezüchtet werden, ist die Anzahl an Kultursorten überschaubar. Hier stellen wir Dir die bekanntesten Züchtungen vor und verraten Dir, mit welchen Sorten Du einen ganz guten Ertrag erzielen kannst.

Wissenswertes über die Maibeere

Beliebte Maibeeren-Sorten

Maibeeren werden noch nicht lange züchterisch verändert, daher fallen die Unterschiede zwischen den einzelnen Sorten viel geringer aus als bei anderem Obst.

Maibeere ‘Maitop’

Eine sehr aromatische Sorte. Der pflegeleichte, frostharte Strauch wird und bis zu 1,5 Meter hoch. Die dunkelblauen Früchte reifen ab etwa Mitte Juni. Ideale Partnersorte für ‘Amur’.

Maibeere ‘Amur’

Große Beeren mit feinem Aroma. Als idealer Bestäuben für diese Sorte hat sich ‘Maitop’ erwiesen.

Maibeere ‘Mailon’

‘Mailon’ trägt etwas kleinere Früchte, die ein wenig später reifen. Sie wird gerne gemeinsam mit ‘Maistar’ gepflanzt.

Maibeere ‘Maistar’

Eine der etablierten Sorten, die gerne zur Fruchtgewinnung kultiviert wird.

Maibeere ‘Fialka’

Diese Sorte gilt als gute Ergänzung für ‘Morena’, der sie als Befruchtungspartner dient. Die Früchte sind relativ groß und süß-säuerlich.

Maibeere ‘Morena’

Diese Züchtung bringt pro Strauch etwa 2,7 Kilogramm Ertrag, was für Maibeeren eine sehr gute Ausbeute ist. Eine Frucht wiegt im Durchschnitt etwas über 1,5 Gramm. Die Sträucher werden bis zu 1,70 Meter hoch und ebenso breit.

Maibeere ‘Berry Blue’

Diese Pflanze zählt zu den frühreifenden Sorten. Sie kann Wuchshöhen von bis zu 2,5 Metern erreichen und bringt gute Erträge. Die Früchte schmecken angenehm süß.

Maibeere ‘Indigo Treat’

Die Sorte überzeugt mit ihrem guten Geschmack und besonders großen Früchten. Eine einzelne Beere bringt etwa 1,5 Gramm auf die Waage. Der Strauch wird etwa 1,5 Meter hoch und wächst sehr aufrecht. Durch ihren Habitus und durch die festere Haut der Früchte eignet sich ‘Indigo Treat’ auch gut für die mechanische Ernte.

Zwei Sorten erhöhen den Ertrag

Im Vergleich zu anderen Beerensträuchern darfst Du Dir bei der Maibeere keine allzu üppigen Erträge erwarten. Der Ertrag lässt sich jedoch erhöhen, indem Du zwei verschiedene Sorten pflanzt. 

Als einhäusige Gewächse bringen die Sträucher zwar auch ohne eine zweite Pflanze an ihrer Seite Früchte hervor. Doch die Nachbarschaft zu Artverwandten steigert die Befruchtung deutlich. 

Setze also mindestens zwei Sträucher – idealerweise von verschiedenen Sorten – in nächster Nähe zueinander. Der Abstand zwischen den einzelnen Maibeeren sollte etwa einen Meter betragen.

Maibeeren – frosttolerantes Wildobst für jeden Garten

Als ausgesprochen frostharte Gewächse blühen Maibeeren früh im Jahr. Im März, kurz nach der Kornelkirsche, etwa zur Zeit der Forsythienblüte öffnen dich die unscheinbaren cremeweißen Blüten. Selbst Fröste bis zu – 8 °Celsius können den Blüten nichts anhaben.

Um im rauen Klima ihrer Heimat bestehen zu können, dauert die Entwicklung von der Blüte zur Frucht nur wenige Wochen. Bereits im Mai, zeitgleich mit frühen Erdbeersorten reifen die Früchte heran. Damit ist die Maibeere die erste Strauchbeerenart des Jahres.

Bereits Ende August verfärbt sich das Laub gräulich und beginnt abzufallen. Keine Sorge, dabei handelt es sich nicht um Pilzbefall, sondern um eine Anpassung an die kurze Vegetationsperiode in Sibirien.

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