Buschbohnen ernten – die besten Tipps zum Ernten & Lagern

Bei den nicht rankenden Buschbohnen werden die Schoten als Grüne Bohnen verzehrt. Natürlich kannst Du auch die Bohnenkerne ausreifen lassen, ums sie dann trocken zu lagern. Hier erfährst Du alles rund um den richtigen Erntezeitpunkt, Einfrieren, Lagern und Haltbarmachen.

Buschbohnen richtig ernten & lagern

Wann Buschbohnen ernten?

Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen bei Buschbohnen in der Regel zweieinhalb Monate. Frühe Sorten werden bereits am Sommeranfang geerntet, bei späten Sorten zieht sich die Ernte bis Ende September. 

Du musst nicht unbedingt warten, bis die Schoten ihre volle Größe erreicht haben. Sobald kleine Bohnenhülsen an den Pflanzen hängen, darfst Du zugreifen. Kleine grüne Bohnen sind besonders zart und schmecken ganz hervorragend in frühsommerlichen Suppen. Keine Sorge, du erleidest durch deine Ungeduld keine Ernteeinbußen. Durch das regelmäßige Abknipsen der Schoten wird die Blütenbildung angeregt und die Pflanzen sorgen automatisch für Nachschub. 

Wenn Du die reifen Bohnen ernten möchtest, musst Du warten, bis die Pflanzen dürr werden und die Hülsen trocken sind. Dies ist meist erst im Herbst der Fall.

Wie merke ich, dass Buschbohnen erntereif sind?

Da Bohnen ohnehin nicht lange gelagert werden können, spielt der richtige Erntezeitpunkt hier keine so große Rolle. Dennoch solltest Du Dir nicht zu lange Zeit lassen, sonst werden die Hülsen hart und faserig. Pflücke die Schoten, bevor sie dicke Bohnenkerne ausbilden. 

Solange die Schoten regelmäßig und glatt wirken, sind sie knackig, saftig und nach einer Garzeit von nur 10 bis 15 Minuten verzehrfertig. Wölben sich die Schoten an den stellen, wo die Kerne sitzen, sind die Hüllen oft schon zu zäh, um mitgegessen werden zu können. In diesem Fall hilft es, bei den betreffenden Schoten die Bohnenkerne herauszulösen und die Hüllen zu entsorgen.

Wie werden Buschbohnen geerntet?

Beim Ernten der Bohnen gilt es behutsam vorzugehen. Ziehe nicht einfach an den Früchten, sonst brechen sie ab. Die an den Pflanzen verbleibenden Reste beginnen leicht zu faulen und sind zudem eine Eintrittspforte für Pilzerkrankungen. Im schlimmsten Fall kannst Du durch grobes Handling die ganze Pflanze aus der Erde ziehen.

Knipse die Schoten im Bereich ihrer kurzen Stängel mit den Fingernägeln ab. Oder nimm eine Schere zur Hand und schneide die Bohnen damit ab. Bedenke, dass niemals alle Früchte zur gleichen Zeit erntereif sind. Neben großen Schoten hängen stets auch winzige Fruchtansätze. Dazwischen bilden sich immer wieder neue Blüten. Achte darauf, die Blüten beim Ernten nicht zu beschädigen.

Es empfiehlt sich, alle zwei bis vier Tage zu ernten, bis die Pflanzen keine neuen Früchte mehr bilden. Auf diese Weise stehen Dir über mehrere Wochen frische Bohnen zur Verfügung. Zum Schluss kannst Du einige Schoten hängen lassen, bis die Buschbohnen absterben. Die ausgereiften, trockenen Bohnen werden als Saatgut über den Winter aufbewahrt.

Aufbewahren & Lagern

Gemüsebohnen schmecken am besten frisch. Sie lassen sich zwar im Kühlschrank einige Tage aufbewahren, verlieren aber rasch ihre Knickrigkeit und werden zäh. Ein wenig verlängern lässt sich die Lagerfähigkeit, wenn Du die Schoten in ein feuchtes Tuch einschlägst.

Buschbohnen einfrieren

Wenn Du die Bohnen länger aufbewahren möchtest, solltest Du sie einfrieren. Die einfachste Methode ist das Einfrieren der rohen Bohnen. Allerdings büßen sie dabei ein wenig ihrer kräftigen Farbe ein. Wer das vermeiden möchte, kann die Schoten vor dem Einfrieren blanchieren. 

Ob Du die ganzen Schoten blanchierst oder sie zuvor in mundgerechte Stücke schneidest, hängt von Deiner Vorliebe und auch vom späteren Verwendungszweck ab. Bringe in einem großen Topf Wasser zum Kochen und füge die geputzten Bohnen hinzu.

Stelle inzwischen ein Gefäß mit Eiswasser bereit. Lass die Bohnen zwei bis fünf Minuten kochen, gieße die durch ein Sieb ab und schrecke sie im Eiswasser ab. Lass die blanchierten Bohnen gut abtropfen und friere sie portionsweise ein.

Buschbohnen als trockene Bohnen lagern

Du isst Chili con Carne? Dann lass einen Teil der Bohnen ausreifen, bis die Schoten trocken sind. Breite die geernteten Schoten in einer großen Kiste aus und lass sie noch ein paar Tage in der Sonne trocknen, bevor Du die Bohnenkerne auslöst und in einem Schraubglas an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrst. Vor der Zubereitung müssen die Bohnenkerne über Nacht in Wasser eingeweicht werden.

Rohe Bohnen sind giftig

Ob grüne Schote oder trockene Bohnenkerne – roh sind alle Gartenbohnen giftig. Sie enthalten gesundheitsschädliche Phasin, welches erst durch ausreichend langes Erhitzen unschädlich gemacht wird. Gemüsebohnen sind bereits nach einer Garzeit von etwa 15 Minuten genießbar, trockene Bohnenkerne benötigen, abhängig von ihrer Größe und Sorte, eine deutlich längere Kochzeit.

Buschbohnen einkochen

Eine traditionelle Methode des Haltbarmachens von Grünen Bohnen ist das Einkochen. Auf diese Weise lässt sich die Ernte bis zu einem Jahr und länger lagern. Alles, was Du brauchst, sind Einmachgläser mit Bügelverschluss und Gummiring oder Weckgläser mit Verschlussklammern.

So kochst Du Schnittbohnen ein

Verwendung & Verarbeitung

Bohnen sind gesund, denn sie enthalten eine Menge pflanzliches Eiweiß, Vitamin B, Beta-Carotin, Kalzium und Magnesium. Beachte, dass Bohnen stets vor dem Verzehr gekocht werden müssen, um das enthaltene Phasin unschädlich zu machen. Dann tust Du Deinem Körper mit dem Genuss von Grünen Bohnen oder Bohnenkernen auf jeden Fall etwas Gutes.

Die Kochzeit hängt von der Größe der Schoten ab

Die Garzeit beträgt je nach Größe und Sorte zwischen 10 und 20 Minuten. Kleine, zarte Schoten sind schnell gar, größere brauchen länger. Grüne Bohnen sind eine köstliche Beilage zu Fisch und Fleisch. Sie schmecken in einer Soße aus saurer Sahne und Dill zu Kartoffeln, aber auch in Mehlschwitze. Auch in Tomatensoße oder gebraten mit Speck und Zwiebeln sind Gemüsebohnen eine Delikatesse.

Beliebt sind außerdem warme oder kalte Salate mit gegarten grünen Bohnen und fein gehackter Zwiebel. Weil Bohnen leicht blähend wirken, kannst Du beim Kochen Kümmel, Kreuzkümmel oder Bohnenkraut zugeben. Diese Kräuter wirken krampflösend und machen die Bohnen leichter verdaulich.

Fäden entfernen

Ältere Bohnensorten haben oft Fäden, neueren Züchtungen sind meist fadenlos. Bei Bohnen mit Fäden musst Du beim Putzen nicht nur die Spitzen abschneiden, sondern auch die Fäden abziehen. Dazu schneidest Du die obere Kappe ab und ziehst mit dem Messer den Faden von oben nach unten ab. Dann wendest Du die Bohne, schneidest die untere Spitze ab und ziehst dabei den zweiten Faden ab.

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