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Clematis vermehren – Alle Methoden mit Anleitung

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Die Clematis, auch Waldrebe genannt, ist eine arten- und formenreiche, winterharte Kletterpflanze. Vor allem, wenn Du eine sehr schöne Clematis in Deinem Garten hast, hättest Du bestimmt gerne mehrere Jungpflanzen, um sie an anderer Stelle in Deinem Garten einzupflanzen oder vielleicht, um sie an Freunde oder Bekannte zu verschenken.

Die gute Nachricht ist, dass sich alle Arten und Sorten das ganze Jahr über sehr leicht vermehren lassen. Wir zeigen Dir alle Wege, wie Du Deine Clematis ganz einfach selbst vermehren kannst!

#1 Clematis durch Absenker vermehren

Diese Methode der Vermehrung einer Clematis-Pflanze ist die einfachste.

Die neu entstehenden Pflanzen sind sortenecht. Wenn Du eine Stauden- oder Kletter-Clematis durch Ableger vermehren möchtest, brauchst Du nur eine geeignete Mutterpflanze, ein scharfes, sauberes Messer, einen Bambusstab, einen Blumentopf, einen Spaten und Geduld.

Dann gehst Du folgendermaßen vor:

Clematis-Trieb ablegen

  • Suche Dir an der Mutterpflanze einen jungen, kräftigen Trieb aus. Es kann sein, dass Du ihn von der Rank Hilfe lösen musst.
  • Anschließend füllst Du einen Blumentopf mit Anzuchterde
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  • Grabe den Blumentopf in Reichweite des Triebes ebenerdig in den Boden ein.
  • Lege den Clematis-Trieb flach in die Anzuchterde. Entferne alle Blätter in dem Bereich, in dem er die Erde berührt und schneide den Trieb in diesem Bereich ein. Die Blätter sollten unbedingt entfernt werden, da sie sonst in der Erde faulen würden.
  • Befestige den Trieb mit einem Metallhaken. Ein Zelthering wäre dafür geeignet.
  • Führe das Ende des Triebes an einem dünnen Bambusstab nach oben, damit die neu entstehende Pflanze später daran gerade hochwächst.
  •  Achte darauf, dass die Anzuchterde in dem Topf nicht austrocknet.

Clematis-Ableger abschneiden

Danach unternimmst Du die folgenden Schritte:

  • Der Ableger sollte bis zum nächsten Frühjahr an der Mutterpflanze bleiben.
  • Danach kannst Du sicher sein, dass der Ableger ausreichend eigene Wurzeln gebildet hat. Um as genau zu überprüfen, solltest Du den Erdballen vorsichtig aus dem Topf nehmen. Ob der Absenker Wurzeln gebildet hat, erkennst Du aber auch daran, dass sich neue Blätter an dem Trieb bilden.
  • Wenn er gut verwurzelt ist, schneidest Du die Verbindung zur Mutterpflanze mit einer scharfen Gartenschere durch.
  • Die junge Clematis-Pflanze kann jetzt ein Jahr im Topf weiterwachsen oder Du kannst sie direkt an die für sie vorgesehene Stelle im Garten pflanzen.
  • Die junge Pflanze sollte in den ersten Wochen gut feucht gehalten werden.
  • Außerdem solltest du die Spitze abschneiden, damit die neue Pflanze sich von unten her gut verzweigt.

#2 Clematis durch Stecklinge vermehren

Auch durch Stecklinge können Clematis einfach vermehrt werden. Für diese Methode brauchst Du ein scharfes, sauberes Messer, Wurzelaktivator

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Clematis-Trieb auswählen und vorbereiten

Wenn Du alle Deine Utensilien zusammengestellt hast, gehst Du folgendermaßen vor:

  • Zuerst nimmst Du einen gesunden und kräftigen Clematis-Trieb und schneidest ihn mit einer scharfen, sauberen Schere in mehrere Teile.
  •  Mit einem scharfen Messer schneidest Du jedes Teilstück einen halben Zentimeter über einem Blatt ab.
  • Etwa drei bis vier Zentimeter darunter setzt Du das Messer schräg an, um eine größere Schnittstelle zu erhalten.
  • Entferne die äußeren Blätter der Teilstücke, um die Verdunstungsfläche zu reduzieren.

Vorbereitete Clematis-Stecklinge eintopfen

Wenn Du die Stecklinge so vorbereitet hast, geht es folgendermaßen weiter:

  • Jetzt kannst Du die Stecklinge in einen Wurzelaktivator tauchen
  • Drücke sie leicht schräg bis zum Blattpaar in mit Anzuchterde befüllte Schalen oder Töpfe oder in das vorgesehene Minigewächshaus.
  • Schließlich gießt Du die Stecklinge vorsichtig und besprühst die Blätter mit Wasser.
  • Falls Du ein Gewächshaus verwendest, setzte die Kunststoffhaube darüber. Diese sorgt für ein feuchtwarmes Klima. Benutzt Du nur einen Topf, kannst Du einen Plastikbeutel mit kleinen Stäbchen darüber platzieren, um dieselbe Wirkung zu erzielen.
  • Stelle die Stecklinge an einen hellen 20 bis 25 Grad warmen Platz, aber nicht in die Sonne.
  • Halte die Erde gleichbleibend feucht.
  • Die Wurzeln bilden sich nach zwei bis vier Wochen.
  • Wenn die Wurzeln sich gebildet haben, kannst Du die jungen Clematis-Pflanzen noch eine Weile in Blumentöpfen weiterwachsen lassen und sie bei ausreichender Größe an ihren permanenten Standort pflanzen.

#3 Clematis durch Aussaat vermehren

Wenn Du viel Geduld hast, kannst Du versuchen, Clematis aus Samen zu ziehen. Die Anzucht kann bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen, ist sehr arbeitsintensiv und auch nicht immer von Erfolg gekrönt.

Vorbereitung

Aus den wunderschönen Blüten der Clematis entwickeln sich Samen, die Du zur Aussaat verwenden kannst. Allerdings gehört die Clematis zu den Kaltkeimern, was bedeutet, dass der Samen Frost ausgesetzt werden muss, um zu keimen. Die entnommenen Samen müssen also folgendermaßen behandelt werden:

  • Säe die Samen in Anzuchterde aus und bedecke ihn leicht mit der Erde.
  • Halte die Erde stets feucht und versehe sie mit einer lichtdurchlässigen Abdeckung
  • Auch hier ist ein Minigewächshaus mit Haube bestens geeignet.
  • Lüfte das Gewächshaus von Zeit zu Zeit etwas durch, damit sich kein Schimmel bildet.
  • Für die Keimung müssen die Töpfe im Winter Frost bekommen. Du solltest den Topf oder die Topfe mit dem Samen also im Winter draußen stehen lassen
  • Nach einer langen Wartezeit sprießen dann die ersten kleinen Pflänzchen.
  • Wenn die Keimlinge etwas größer sind, kannst Du sie einzeln in kleine Töpfe setzen und sie dort weiterwachsen lassen.
  • Um an ihren permanenten Standort gepflanzt zu werden, sollten die Pflänzchen etwas größer und kräftiger sein.

Eine andere Vorgehensweise sieht folgendermaßen aus:

  • Verteile ein Gemisch aus Sand und Torf auf einem Stück Frischhaltefolie.
  • Sprühe alles mit Wasser ein.
  • Verteile den Clematis-Samen auf dem Substrat.
  • Rolle die Folie ein und binde die Enden zu (wie bei einer Wurst).
  • Lege die Rolle ins Gemüsefach des Kühlschranks, wo sie mindestens sechs und höchstens acht Wochen bleibt.
  • Kontrolliere das Substrat alle paar Tage und befeuchte es, wenn es trocken wird, da die Samen bei Trockenheit nicht keimen.
  • Die Samen werden im Kühlschrank anfangen zu keimen.
  • Sobald sich ein Keimling zeigt, stecke das entsprechende Samenkorn in ein Töpfchen mit Anzuchterde oder in die entsprechenden Gefäße in einem Minigewächshaus.
  • Überziehe das Töpfchen mit einer Klarsichtfolie und fixiere sie mit Holzstäbchen. Benutzt Du ein Minigewächshaus, stülpe die entsprechende Haube darüber.
  • Folie wie Haube sollten ab und an gelüftet werden, damit sich kein Schimmel bildet.
  • Stelle die Töpfe oder das Minigewächshaus an einem warmen Ort, aber nicht in der prallen Sonne auf.
  • Halte das Substrat ständig feucht.
  • Wenn die Pflänzchen groß genug sind, kannst Du sie an ihren neuen Standort pflanzen.

Bemerkung: Auch Samen, die noch nicht gekeimt haben, in Erde setze. Es kann bis zu einem Jahr dauern, bis sie keimen.

Welche Clematis-Arten eignen sich zur Vermehrung?

Eine Vermehrung durch Ableger/Absenker ist bei allen Clematis-Sorten möglich, ganz gleich, ob es sich um eine Staude oder um eine Kletterpflanze handelt.

Diese Methode der Vermehrung kann das ganze Jahr über durchgeführt werden, selbst im Winter an frostfreien Tagen. Ideal dafür ist allerdings die Zeit zwischen März und August. Dann haben die Ableger ausreichend Zeit bis zum Winter, Wurzeln zu bilden und sich an die äußeren Bedingungen zu gewöhnen.

Durch Stecklinge lassen sich vorrangig kleinblumige Sorten vermehren. Bei großblumigen Arten ist diese Methode der Vermehrung eher die Ausnahme. Die Stecklinge sollten dann geschnitten werden, wenn die Triebe in vollem Saft stehen. Das ist während der Blüte der Fall. Daher ist der beste Zeitpunkt für diese Methode der Vermehrung die Blütezeit, die abhängig von der Clematis-Art zwischen April und September liegt.

Weitere wichtige Hinweise für eine erfolgreiche Vermehrung

In ihrem ersten Jahr sollten junge Clematis-Pflanzen an ihrem Standort vor Frost geschützt werden. Es ist empfehlenswert, den Wurzelbereich mit einer dicken Mulch Schicht oder einer Abdeckung aus Reisig und Laub zu schützen.

Wenn Du Deine Clematis durch Stecklinge vermehren möchtest, empfiehlt es sich, gleich mehrere Stecklinge zu schneiden. Die Chancen für die Vermehrung sind zwar recht hoch, aber es kommt trotzdem immer mal wieder vor, dass ein Steckling keine Wurzeln entwickelt.

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Foto des Autors

Ich habe das Projekt Pflanzentanzen ins Leben gerufen, weil ich mich gerne im Garten & auf dem Balkon als Hobby-Gemüse-Gärtner austobe. Am liebsten nerve ich meine Freundin damit, unseren Balkon mit Tomaten, Chillies und Snackgurken zu verwuchern.

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