Pflanzentipps

Tomaten wachsen nicht – Ursachen & Maßnahmen

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Immer mehr Hobbygärtner ziehen ihre eigenen Tomaten Pflanze heran, um sie dann in ihrem Gewächshaus oder später ins Freiland zu setzen. Auch Menschen, die keinen Garten besitzen, wollten nicht auf die leckeren Tomaten verzichten. Daher werden viele Pflanzen auch in Blumentöpfen oder -kasten und in Kübeln auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt.

Und wenn man sich so viel Mühe mit dem Anbau gemacht hat, will man auch, dass die Pflanzen gut wachsen und eine gute Ernte erbringen. Manche Umstände und Bedingungen führen jedoch dazu, dass die Tomaten Pflanzen nicht richtig oder gar nicht mehr wachsen, wenn sie einmal ausgepflanzt wurden.

Wenn Du erfahren möchtest, was die Ursachen für dieses mangelnde Wachstum sein können und was dagegen unternommen werden kann, wird Du in unserem nachfolgenden Artikel fündig.

Ursachen & Maßnahmen, wenn Tomaten nicht wachsen

#1 Unzureichende Abhärtung

Wenn Du Tomaten Pflanzen selbst heranziehst, sind diese Pflanzen an für sie optimale und gleichbleibende Temperaturen gewöhnt.

Wenn sie dann ins Freie gepflanzt werden, kann es sein, dass die Temperaturen im Freien von den gewohnten Temperaturen abweichen. Die Tomaten sind dann nicht fähig zu wachsen.

Das kannst Du tun

Wenn Tomaten ins Freiland gepflanzt werden sollten, ist es unabdingbar, sie auf die neuen Bedingungen vorzubereiten. Aus diesem Grund sollten die Jungpflanzen mehrere Tage lang abgehärtet werden.

Wird die Abhärtung versäumt, erleiden die Jungpflanzen einen Wachstumsschock und können letztendlich sogar absterben. Die Abhärtung sollte, wie folgt, durchgeführt werden:

  • die jungen Tomaten Pflanzen werden frühestens Ende April bis Ende Mai ins Freiland gepflanzt. Der beste Zeitpunkt ist Mitte Mai nach den Eisheiligen, wenn es keine Nachtfröste mehr geben sollte.
  • zuerst stellst Du die Tomaten Pflanzen für einige Stunden am Tag nach draußen.
  • sie sollten vor Regen und Wind geschützt stehen.
  • sie sollten nicht in der direkten Sonne stehen. Ein halbschattiger Standort wäre ideal.
  • nachts solltest Du die Pflanzen ins Haus holen.
  • das Abhärten wird auch für Tomaten im Gewächshaus empfohlen.

#2 Zu frühes Auspflanzen

Nachdem Du die Abhärtungsmaßnahmen einige Tage lang durchgeführt hast, können die Pflanzen in der Regel im Freiland gepflanzt werden.

Sie sollten frühestens nach den Eisheiligen ins Freiland gepflanzt werden, da es danach keinen Frost in der Nacht mehr geben soll. Wenn allerdings trotzdem noch Bodenfrost herrscht, werden die Pflanzen nicht ordnungsgemäß wachsen.

Das kannst Du tun

Gegen Frost während der Nacht kannst Du folgendes tun:

  • folge dem Wetterbericht
  • versuche die Tomaten Pflanzen erst ins Freiland zu setzen, wenn kein Nachfrost mehr herrscht
  • der Boden sollte so tief, wie die Wurzelspitzen der Tomaten Pflanzen reichen, frostfrei sein
  • die Bodentemperatur sollte zwischen 15 – 15 Grad sein

wenn Du die Pflanzen gesetzt hast und es wird trotzdem einmal Nachtfrost gemeldet, solltest Du sie mit einem Gemüsevlies schützen. Für noch kleine Pflänzchen gibt es spezielle Hütchen zum Schutz

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#3 Schlechter Standort

Damit Tomaten gut wachsen und gedeihen, müssen sie an einem für sie idealen Standort gepflanzt werden. Ganz gleich, ob auf dem Balkon oder im Freiland, Tomaten mögen es hell und warm.

Ist der Standort zu schattig, wirkt sich da negativ auf das Wachstum der Tomaten Pflänzchen aus.

Das kannst Du tun

Um den Tomaten Pflanzen beste Wachstumsbedingungen zu bieten, sollte der Standort, wie folgt, sein:

  • hell und warm
  • der Tomaten Pflanze viele Sonnenstunden bieten
  • da besonders junge Tomaten Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen können, sollten sie während der größten Hitze einen Schattenspender bekommen.
  • geschützt vor Regen und Wind sein
  • die Erde sollte locker, nährstoffreich und feucht sein

#4 Schleche Pflanznachbarn

Wenn andere Pflanzen in der Nähe von Tomaten gepflanzt werden, kann es vorkommen, dass die Tomaten ihr Wachstum einstellen.

Der Grund dafür ist, dass die anderen Pflanzen den Tomaten die Nährstoffe streitig machen, die essenziell für das Wachstum der Tomaten sind.

Das kannst Du tun

Daher sollte bei den Pflanzen, die neben die Tomaten gepflanzt werden, darauf geachtet werden, dass sie sich mit den Tomaten vertragen. Tomaten sollten nicht neben den folgenden Pflanzen gepflanzt werden:

  • Kartoffeln (ist ebenfalls ein Starkzehrer und nimmt der Tomate die Nährstoffe weg, zudem werden Kartoffeln oft von der Kraut- und Braunfäule befallen, die auch auf die Tomaten übergeht)
  • Erbsen (benötigen viel Platz, auch für die Wurzeln, behindert die Tomate im Wuchs)
  • Gurken (benötigen verschiedene Standorte, daher schlechte Nachbarn

Gute Nachbarn für Tomaten sind hingegen:

  • Basilikum (schützt Tomaten vor der weißen Fliege und vor Mehltau)
  • Kapuzinerkresse (schützt die Tomate vor Blattläusen)
  • Petersilie (schützt die Tomate vor Blattläusen, er ist ein Schwachzehrer und benötigt kaum Nährstoffe)
  • Ringelblumen (locken Bienen und Hummel an, die die Tomaten bestäuben)
  • Sellerie (Aroma vom Sellerie geht auf Tomatenfrüchte über und verleiht ihnen einen aromatischeren Geschmack
  • Spargel (hilft gegen Tomatenwelke, vertreibt den Pilz aus dem Boden, vor allem in einem bereits befallenen Beet. Nach dem Spargelstechen, Tomaten einpflanzen=
  • Tagetes (wirken gegen verschiedene Pflanzenkrankheiten, die durch Pilze, Viren oder Bakterien verursacht werden, halten durch ihren Geruch Insekten fern)
  • Zucchini (braucht wie die Tomate viele Nährstoffe, auf ausreichend Pflanzabstand achten, da beide viel Sonne benötigen)
  • Knoblauch (vertreibt mit seinem Geruch verschiedene Insekten)
  • Paprika (braucht wie die Tomate viele Nährstoffe, auf ausreichend Pflanzabstand achten, da beide viel Sonne benötigen)
  • Salat (wegen des niedrigen Wuchses gute Lückenfüller, ohne der Tomate Licht wegzunehmen

#5 Zu geringer Pflanzabstand

Ganz egal, wo Tomaten gepflanzt werden, sie benötigen ausreichend Platz, um sich nicht gegenseitig im Wachstum zu behindern. Der Abstand zueinander wird von der jeweiligen Sorte bestimmt.

Buschtomaten, die buschig und in die Breite wachsen, brauchen mehr Abstand als Stabtomaten, die hauptsächlich in die Hohe wachsen.

Das kannst Du tun

Bei der Pflanzung von Tomaten sollten ausreichend Abstand der Pflanzen zueinander eingehalten werden. Generell sollten die Pflanzen den folgenden Abstand zueinander haben:

  • Abstand in der Reihe etwa 60 bis 70 Zentimeter
  • Abstand zwischen den Reihen mindestens 80 Zentimeter

#6 Nährstoffmangel

Richtig gut wachsen können Tomaten nur, wenn sie ausreichend mit Nährstoffen versorgt sind. Dabei ist es unerheblich, ob die Tomate in Kübeln oder im Freiland gepflanzt wird.

Beim der Kübelpflanzung kommt jedoch hinzu, dass die Nährstoffe durch die geringere Menge an Erde im Kübel begrenzt sind und die Tomaten stärker auf zusätzliche Nährstoffe angewiesen sind. Vor allem Stickstoff ist wichtig für ihr Wachstum. Ein Mangel daran ist oft der Grund für mangelndes Wachstum.

Erkennbar ist ein Stickstoffmangel ad hellgrünem bis gelblichem Laub, kleinen Früchten und Wachstumsstörungen.

Das kannst Du tun

Behoben werden kann der Stickstoffmangel durch eine Stickstoff-betonte Düngung, beispielsweise mit Hornspänen.

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#7 Überdüngung

 Allerdings sollte auch darauf geachtet werden, dass die Düngung nicht übermäßig ist.

Es kommt auf die richtige Menge bei den Nährstoffen an. Bei einer Überdüngung kann es ebenfalls dazu kommen, dass die Pflanzen nicht gut wachsen.

Das kannst Du tun

Eine Überdüngung kann ziemlich gut vermieden werden, indem Du

  • Phosphor armen Dünger verwendets
  • auf Knochenmehr und Blau Korn verzichtest.
  • für ausreichend Magnesium Kompost einarbeitest
  • dann aber Magnesium armen Dünger verwendest
  • damit die Pflanze ausreichend Kalium aufnehmen kann, benötigt sie ausreichend Wasser
  • für eine bessere Aufnahme von Kalium durch die Pflanze, solltest Du Magnesium betontes Gesteinsmehl verwenden

#8 Krankheitsbedingte Schäden

Verfaulte oder beschädigte Blätter und Stiele hindern die Pflanze am Wachstum, da sie weiterhin Nährstoffe beziehen, die der Pflanze an anderer Stelle fehlen.

Das kannst Du tun

Schneide verfaulte und beschädigte Blätter und Stiele ab und entsorge diese im Hausmüll, aber keinesfalls auf dem Kompost, da manche Krankheitserreger dort überleben können und später andere Pflanzen infiziere.

#9 Wurzelpilze

Sind die Wurzeln der Tomaten Pflanze von Pilzen befallen und geschädigt, stellt die Pflanze ihr Wachstum ein, da die Wurzeln die Pflanze nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen kann.

Das kannst Du tun

Wenn eine Tomaten Pflanze von einem Wurzelpilz befallen ist, kannst Du nicht mehr viel tun. Du kannst lediglich die Pflanzen entsorgen, den Boden großzügig austauschen und neue Pflanzen setzen.

Wenn es für eine Neupflanzung bereits zu spät ist, kannst Du die Pflanzen stehen lassen und auf einzelne Tomaten hoffen. Dafür muss die Tomaten Pflanze allerdings weiterhin regelmäßig gepflegt werden.

Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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