Pflanzentipps

Tomaten übergossen? Das tun bei zu viel Wasser

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Es ist allgemein bekannt, dass Tomaten viel Wasser benötigen, um gut zu wachsen. Die Erde um die Wurzeln der Pflanzen herum soll immer ausreichend feucht sein, damit die Wurzeln die Pflanze mit ausreichend Wasser und mit Nährstoffen versorgen können.

Doch zu viel Wasser vor allem in Form von Staunässe kann den Tomaten Pflanzen schaden. Die Wurzeln können faulen und die Tomaten Pflanze kann von verschiedenen Krankheiten befallen werden.

Wir werden Dich über die Gefahren der Überwässerung, woran Du sie erkennst und wie Du sie vermeiden oder ihr vorbeugen kannst in diesem Artikel informieren.

Erste Hilfe für Kübelpflanzen bei Überwässerung

Wenn Du die Pflanz-Gefäße richtig vorbereitet hast, gedeihen die Tomaten in ihnen in der Regel sehr gut und es kommt auch nicht zu Überwässerung, wenn Du zusätzlich zur Vorbereitung der Pflanz-Gefäße auch immer noch dafür sorgst, dass überschüssiges Wasser aus den Untersetzern entsorgt wird.

Wenn Du die Pflanzen trotzdem einmal zu viel gegossen hast oder es hat sehr viel geregnet, solltest Du folgende Schritte unternehmen:

Wurzeln der Tomaten Pflanze kontrollieren

Wenn die Wurzeln der Tomaten Pflanze zu viel Wasser bekommen, ertrinken sie. Sie fangen an zu faulen und können die Pflanze nicht mehr richtig versorgen. Daher solltest Du die Wurzeln überprüfen.

  • Du nimmst die Pflanze vorsichtig aus dem Gefäß
  • befreie die Wurzeln von überschüssigem Substrat
  • gesunde Wurzeln sind weiß
  • faulende Wurzeln sind braun

Trockne die Pflanze und topfe sie um

Wenn die Wurzeln noch weiß und gesund sind, ist es wichtig, die überschüssige Feuchtigkeit zu entfernen und die Pflanze anschließend in frisches Substrat zu setzen. Dazu gehst du vor, wie folgt:

  • wickle feuchtigkeitssaugendes Material um die Wurzeln
  • beispielsweise Küchenpapier oder Kokosfasern
  • setze die Pflanze in frisches Substrat
  • Pflanze nicht gießen

Weitere Pflege der Tomaten Pflanze nach der Überwässerung

Nachdem Du die Tomate in frisches Substrat gesetzt hast, gilt es, die Pflanze wieder zu stärken. Die Überwässerung hat die Wurzeln stark geschwächt und sie können die Pflanze nicht mehr ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Daher muss die Tomaten Pflanze langsam, wie folgt, aufgepäppelt werden:

  • stelle die Pflanze an einen halbschattigen Platz
  • dünge und gieße sie vorerst nicht.
  • dünge und gieße sie erst wieder, wenn Du siehst, dass sie sich erholt hat
  • eine Erholung erkennst Du daran, dass die Blätter wieder straff sind.
  • kontrolliere die Pflanze am besten morgens
  • die Erdoberfläche sollte in der Zwischenzeit völlig ausgetrocknet sein, allerdings nicht die gesamte Erde. Du kannst das mit einer Daumenprobe kontrollieren

Erste Hilfe für Tomaten im Freiland nach einer Überwässerung

Passe die Bewässerung Deiner Tomaten im Freiland auf jeden Fall immer der Witterung an. An regnerischen Tagen solltest Du daher auf das Gießen verzichten.

Es kann allerdings passieren, dass es an mehreren Tagen hintereinander regnet und die Tomaten dadurch zu viel Wasser bekommen. Dann solltest Du Folgendes tun:

Tomaten Pflanzen vor Feuchtigkeit schützen

Du kannst Deine Tomaten mit einer Tomaten Haube

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  • Die Schutzhaube besteht aus 3 Schläuchen mit 6 Ringen
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oder einem Tomaten Dach

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  • Gesamtmaße: 400L x 120B x 170H cm.

vor zu viel Regen schützen.

Du kannst aber auch auf eine Plastikfolie zurückgreifen:

  • steche Löcher in die Folie
  • so kann Sauerstoff in den Boden gelangen
  • die Feuchtigkeit kann entweichen
  • ziehe die Folie wieder ab, wenn es nicht mehr regnet.
  • wenn Du eine automatische Bewässerung für Deine Gartenpflanzen hasst, solltest Du diese an regnerischen Tagen abschatten.

Nach Überwässerung Tomaten Pflanzen beschatten

Da die Wurzeln aufgrund der Überwässerung geschwächt sind, können sie die Tomaten Pflanze nicht mehr richtig mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

Damit die Pflanzen nicht zusätzlich auch noch einen Sonnenbrand bekommen, solltest Du sie vorerst mit Schatten versorgen. Im Freiland kannst Du dafür Folgendes tun:

  • stelle einen Sonnenschirm auf
  • alternativ stelle ein Sonnensegel auf
  • gib Deinen Tomaten ein Tomatendach

Pflege der Tomaten Pflanzen im Freiland nach der Überwässerung

Wenn es viel regnet, wird die Erde oft sehr nass und sogar schlammig. Damit der Boden sich nicht verdichtet, solltest Du keinesfalls durch den Schlamm gehen.

 Um die Tomaten Pflanzen etwas trockener zu halten, kannst Du etwas Kompost oder Erde um die Pflanzen verteilen. Außerdem solltest Du Folgendes beachten:

  • Tomaten Pflanzen weder gießen noch düngen
  • bewässere die Pflanzen erst wieder, wenn die Erdoberfläche abgetrocknet ist
  • wässere sie anschließend wieder regelmäßigiiii./8.
  • kontrolliere die Tomaten Pflanzen regelmäßig auf Anzeichen einer Krankheit

Einer Überwässerung vorbeugeniii

Um einer Gefährdung der Tomaten Pflanzen durch zu viel Wasser vorzubeugen, kannst Du einen Bewässerungsplan aufstellen. Dieser sollte abhängig von Standort und der Witterung sein. Generell gelten folgende Regeln:

  • gieße die Tomaten einmal am Tag am besten früh morgens
  • gieße die Tomaten nicht, wenn es regnet
  • gieße die Tomaten erst, wenn die obere Erdschicht abgetrocknet ist
  • überprüfe die Erde mit dem Daumen auf Trockenheit
  • die Wassermenge sollte an die Tomatensorte angepasst werden. Kleinere Tomaten Sorten benötigen weniger Wasser als große.

Eine sehr gute Möglichkeit, einer Überwässerung vorzubeugen ist auch der Einsatz eines Hochbeetes. Hier zeigen wir Dir die schönsten Hochbeete mit Dach, dies für die Tomaten Pflanzen ideal bei Regenwetter sind.

Hochbeete werden durch ihre verschiedenen Schichten so angelegt, dass in ihnen keine Staunässe entstehen kann. Außerdem kannst Du am Hochbeet besser an Deinen Tomaten Pflanzen arbeiten, ohne dass Du Dich bücken musst.

Wie Du Überwässerung bei Deinen Tomaten Pflanzen erkennst

Ob Deine Tomaten Pflanzen zu viel Wasser erhalten haben, kann Du zunächst an der Erde um sie herum erkennen. Diese sollte im Idealfall feucht sein und die Erdoberfläche kann sogar leicht angetrocknet sein.

Bei Überwässerung ist der Boden nass und die Wurzeln der Tomaten Pflanzen erhalten mehr Wasser als sie aufnehmen und verwerten können. Das Wasser bleibt an der Erdoberfläche stehen und die Erde ist nass und schlammig.

Nach einiger Zeit macht dies sich auch an den Pflanzen folgendermaßen bemerkbar:

  • die Blätter sind schlaff und hängen nach unten
  • die Blätter färben sich gelb und rollen sich ein
  • die Früchte platzen auf.

Folgen der Überwässerung für die Tomaten Pflanzen

Sobald Du Anzeichen einer Überwässerung bei Deinen Tomatenpflanzen feststellst, solltest Du schnell handeln. Zu viel Wasser beeinträchtigt nicht nur das Aussehen und den Geschmack der Tomaten, sondern kann auch die Gesundheit der Pflanzen negativ beeinflussen.

Feuchtigkeit bietet vielen Krankheitserregern von Tomaten Krankheiten die besten Voraussetzungen für eine Verbreitung.

Diese Krankheiten können die Tomatenpflanzen stark schädigen und im schlimmsten Fall sogar absterben lassen. Bei diesen Krankheiten handelt es sich um:

  • Kraut- und Braunfäule
  • Samtfleckenkrankheit
  • Grauschimmel
  • Echter Mehltau
  • Bakterienwelke
  • Frucht- und Stängelfäule
  • Tomatenwelke

Über diese Krankheiten kannst Du Dich im Detail hier bei uns informieren.

Dort wird Dir gezeigt, wie Du sie erkennen kannst und was Du dagegen unternehmen kannst.

Staunässe am Standort der Tomaten verhindern

Mithilfe einer Drainage kannst Du verhindern, dass sich an den Wurzeln Deiner Tomaten Pflanzen Staunässe bildet und dadurch ihre Wurzeln verfaulen.

Tomaten vertragen absolut keine Staunässe und mit einer Drainage Schicht kannst Du sowohl in Töpfen und Kübeln als auch im Freiland Staunässe vermeiden. So legst Du eine Drainage Schicht an:

Drainage in Töpfen oder Kübelns

Achte zuerst darauf, dass die Töpfe oder Kübel, in die Du Deine Tomaten Pflanzen setzen willst, am Boden ein Loch haben, durch das überflüssiges Gießwasser abfließen kann.

Dann platzierst Du unten im Topf einige Tonscherben oder Kieselsteine. Diese Schicht sollte etwa zwei bis drei Zentimeter hoch sein. Über die Tonscherben oder Kieselsteine legst Du dann ein Drainagevlies

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Das Vlies ist wasserdurchlässig und hilft dabei die Erde von der Ton-/Kieselschicht zu entfernen, wenn Du die Pflanze umtopfen möchtest. Außerdem verringert es die Gefahr, dass Du Dich an den Tonscherben verletzt. Das Vlies bedeckst Du dann mit etwas Erde. Anschließend setzt Du die Pflanze in den Topf und füllst ihn mit Erde auf. Alternative kannst Du Blähton am Boden des Pflanz-Gefäßes/-topfs als Drainage benutzen:

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Drainage im Freiland bei schweren Böden

Vor allem in Lehmböden versickert Wasser ziemlich langsam. Dadurch kann sich Regenwasser, aber auch Gießwasser aufstauen und Staunässe bilden. Bei einem nassen Boden können Deine Tomatenpflanzen faulen und absterben. In diesem Fall kann eine Drainage im Boden helfen.

Dazu hebst Du die Erde in dem Beet, in das Du die Tomaten pflanzen möchtest, ziemlich tief aus. Am Boden des entstandenen Loches bringst Du eine Schicht aus Sand, Tonscherben, Kieselsteinen oder Blähton aus. Darüber legst Du ein Drainagevlies.

Bevor Du das Loch dann wieder mit der Erde auffüllst, kannst Du diese durch Beigaben von Sand und Kompost auflockern und gleichzeitig düngen, damit sie für die Tomaten Pflanzen bereit ist. Dann füllst Du sie wieder in das Loch ein.

Grundsätzlich solltest Du für Deine Tomaten einen Standort aussuchen, an dem keine Staunässe entstehen kann. Wenn Dein Grundstück zu Staunässe neigt,

kannst Du Dir auch mit einem Hochbeet für Deine Gemüse Pflanzen behelfen.

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Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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