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Blumenkohl Krankheiten & Schädlinge erkennen & bekämpfen

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Blumenkohl ist in Deutschland ein sehr beliebtes Gemüse. Viele Hobby-Gärtner versuchen sich mit dem Anbau von Blumenkohl im eigenen Garten und freuen sich, wenn dieser gut gedeiht. Aber selbst beim besten Hobby-Gärtner kommt es vor, dass seine Pflanzen von Krankheiten oder Schädlingen heimgesucht werden. Es ist sehr vorteilhaft, wenn diese Krankheiten oder Schädlinge möglichst früh erkannt werden und etwas dagegen unternommen werden kann, um die Ernte noch zu retten. Wir geben Dir hier Tipps, wie Du Krankheiten und Schädlinge erkennst, wie Du sie bekämpfst und was Du zur Vorbeugung gegen sie tun kannst.

Große / Kleine Kohlfliege (Delia Floralis ( Delia radicum)

Die Kohlfliegen zählen zu den Blumenfliegen und sehen aus wie eine Stubenfliege. Unter den Kohlpflanzen befallen sie bevorzugt Blumenkohl und Rosenkohl. Sie vermehren sich vorwiegend bei trockener und warmer Witterung. Ende April bis Anfang Mai legen sie ihre kleinen, länglichen, weißen Eier am oberen Teil der Pflanzenwurzeln ab. Aus den Eiern schlüpfen rahmweiße, neun Millimeter große Maden, die sich von den Wurzeln der Blumenkohl-Pflanze ernähren. Die Pflanzen welken daraufhin, ihre Blätter verfärben sich graubraun und die Pflanzen sterben ab. Die Puppen der dritten Generation überwintern im Boden.

Kohlfliege erkennen

Verwelkende graubraun gefärbte Blumenkohl-Pflanzen lassen sich ganz leicht aus der Erde ziehen. An ihren Wurzeln sind die Maden der Kohlfliege erkennbar.

Kohlfliege bekämpfen und vorbeugen

Die Bekämpfung der Kohlfliege ist ziemlich aussichtslos. Die Maden fressen sich durch das Gemüse und eine äußerliche Behandlung dringt nicht bis zu ihnen durch. Es lassen sich allerdings folgende Maßnahmen zur Vorbeugung treffen:

  • Breite sehr engmaschige Gemüseschutznetze über die Jungpflanzen aus und lasse sie langfristig über den Pflanzen.
  • Bringe an den jungen Pflanzen Kohlkragen an. Kohlkragen sind runde Scheiben aus Filz oder Pappe, die direkt über den Wurzeln um den Stängel der Pflanze gelegt werde. Sie können bis zur Ernte an der Pflanze bleiben.
  • Setze Deine Blumenkohl-Pflanzen außerhalb der Hauptflugzeit der Insekten, sehr früh oder spät.
  • Streue Holzasche oder Mulch mit Farnlaub um die Pflanzen.
  • Pflanze Tomaten oder Sellerie zwischen Deine Blumenkohl-Pflanzen. Sie lenken mit ihrem Geruch die Kohlfliegen ab.
  • Halte die Fruchtfolge ein, denn Kohlfliegen überwintern im Boden. Zwischen den einzelnen Kulturen sollten drei bis fünf Jahre liegen.

Kohldrehherzmücke (Contarinia nasturtii)

Die Kohldrehherzmücke wächst zu einer Größe von 1,5 bis 2 mm und ist hellgelb bis hellbraun. Sie trägt statt der Hinterflügel Schwingkölbchen. Ihre Fühler sehen aus wie auf einer Schnur angereihte Perlen. Ihre Eier sind 0,3 mm lang und 0.08 mm breit und haben eine verkrümmte Form. Die Maden, die aus diesen Eier schlüpfen sind 2 mm lang. Sie sind beige und haben einen weißen Kopf. Sie bewegen sich springend fort. Die Mücken werden nur vier bis fünf Tage alt. Ein Weibchen hat 8 bis 25 Gelege mit insgesamt 200 Eiern. Die Eier werden im Pflanzenherz oder an den Blättern abgelegt. Nach 10 bis 12 Tagen kriechen die Maden in die Erde und verpuppen sich. Etwa zwei Wochen später schlüpfen neue Kohldrehkreuzmücken. Insgesamt entwickeln sich drei Generationen. Die Maden der letzten Generation überwintern in der Erde und die Mücken schlüpfen im Frühjahr des folgenden Jahres.

Drehherzmücke erkennen

Die Larven der Mücke verursachen eine Herzlosigkeit oder Verkrüppelung des Blumenkohls. Oft sind im Herzbereich der Pflanze Verschorfungen erkennbar.

Drehherzmücke bekämpfen und vorbeugen

Auch bei der Drehherzmücke solltest Du eher auf Vorbeugung setzen, da eine Bekämpfung höchstens mit chemischen Mittel während der Flugzeit der Fliegen möglich ist. Chemische Mittel solltest Du aber in Deinem Garten wegen der Gesundheitsrisiken tunlichst vermeiden. Zu Vorbeugung kannst Du folgendes tun:

  • Wie bei allen fliegenden Insekten hilft es auch in diesem Fall, ein sehr engmaschiges Gemüseschutznetz über den Pflanzen auszubreiten.
  • Wähle einen dem Wind ausgesetzten Standort, da die kleinen Fliegen nicht gegen Wind ankommen. Ein großer Teil der Fliegen wird dadurch abgewehrt.
  • Pflanze auf einem Beet, auf dem Kohlpflanzen gepflanzt worden waren, mindestens in den nächsten zwei Jahren nicht erneut wieder Kohl an.

Kohlrüsselkäfer (Ceutorhynchus pallidactylus)

Kohlrüsselkäfer haben einen typisch rüsselartig nach vorne geformten Kopf und werden einige Millimeter bis zu zwei Zentimeter groß. Die Käfer sind dämmerungs- und nachtaktiv. Die erwachsenen Käfer sind mit einem dunklen, harten Chitinpanzer geschützt. Der Käfer und seine Larven ernähren sich von Pflanzen. Sie bevorzugen meist Pflanzen einer bestimmten Art. Weibchen können bis zu 1000 Eier ablegen. Rüsselkäfer vermehren sich eingeschlechtlich. Die Larven sind weiß mit dunklem Kopf und haben keine Beine. Sie höhlen die Pflanzen aus und sind von außen nicht erkennbar. Das Gewebe um ihre Gänge stirbt ab und wird braun. Die letzte Larvengeneration überwintert am Boden unter trockenen Blättern oder im Boden. Wenn Rüsselkäfer Erschütterungen wahrnehmen, lassen sie sich zu Boden fallen.

Kohlrüsselkäfer erkennen

Die Käfer sind an ihrem Rüsselförmigen Kopf erkennbar. Ihre Fühler sind auffällig geknickt. Die Käfer sind länglich und bis zu zwei Zentimeter groß. Sie haben kräftige Beine und bewegen sich relativ langsam. Sie sind graubraun, schwarz oder dunkelgrün. Die Larven sehen wie Engerlinge aus.

Kohlrüsselkäfer bekämpfen und vorbeugen

Kohlrüsselkäfer können folgendermaßen bekämpft werden:

  • Rüsselkäfer können problemlos, allerdings nur in der Dämmerung oder Nachts von den Blumenkohl-Pflanzen abgesammelt werden. Es ist ratsam vorher ein Tuch auszulegen, um herabgefallene Käfer zu erwischen.
  • Larven der Rüsselkäfer lassen sich mit Nematoden, die allerdings auf den Rüsselkäfer spezialisiert sein müssen, bekämpfen. Die Nematoden werden in eine Gießkanne gegeben nd mit dem Wasser ausgebracht.

Vorbeugen kannst Du dem Kohlrüsselkäfer, wie folgt:

  • Rüsselkäfer verstecken sich tagsüber an einem dunklen Platz. Du kannst Ihnen Versteckmöglichkeiten anbieten und sie von dort aus einsammeln, bevor sie Eier ablegen könne. Die Verstecke müssen allerdings täglich kontrolliert werden.
  • Da die Käfer ihre Eier gerne in trockener Erde ablegen, kannst Du eine Eiablage verhindern, indem Du die Erde rund um die Blumenkohl-Pflanzen feucht hältst.
  • Fördere natürliche Feinde der Rüsselkäfer in Deinem Garten, indem Du Nistkästen und Vogeltränken aufstellst. Ein Totholzhaufen und naturbelassene Ecken in Deinem Garten bieten den Feinden er Rüsselkäfer ebenfalls gute Lebensbedingungen.

Blattläuse (Aphidoidea)

Blattläuse sind nur wenige Millimeter groß und je nach Art grün, rotbraun oder schwarzbraun. Sie leben in großen Gruppen auf den Wirtspflanzen und bevorzugen deren junge Blätter und Triebe. Sie stechen mit ihrem Saugrüssel in die Pflanze und saugen den Pflanzensaft aus. Einen Teil des zuckerhaltigen Pflanzensafts wird als Honigtau wieder ausgeschiedene. Honigtau wiederum fördert die Entstehung des Rußtaupilzes. Da die Blattläuse flugfähig sind, können sie auch andere Pflanzen befallen und verbreiten Viruserkrankungen.

Blattläuse überwintern als Ei auf der Wirtspflanze und vermehren sich im Frühjahr nach dem Schlüpfen eingeschlechtlich. So entstehen in kürzester Zeit große Zahlen an Blattläusen. Die geflügelten Blattläuse pflanzen sich nur geschlechtlich fort.

Blattläuse erkennen

Der abgesonderte Honigtau und große Ansammlungen von winzig kleinen Blattläusen sind ein sicheres Anzeichen für einen Befall.

Blattläuse bekämpfen und vorbeugen

Blattläuse kannst Du, wie folgt, bekämpfen:

  • Läusekolonien können sehr gut mit einem starken Wasserstrahl abgespritzt werden. Flugunfähige Blattläuse sind ziemlich unbeweglich und können die Pflanze kaum wieder erreichen.
  • Stark geschädigt Blätter oder Triebspitzen sollten mitsamt der Blattläuse abgeschnitten und entsorgt werden.
  • Selbstgemachte Seifenbrühe kann ebenfalls zur Bekämpfung von Blattläusen eingesetzt werden, ebenso wie eine Brennnesseljauche.
  • Auch Oregano-Brühe hat sich als wirksam gegen Blattläuse gezeigt. Um die Brühe herzustellen, nimmt Du 10 g getrockneten oder 100 g frischen Oregano-Bblätter und kochst sie in 1 l Wasser auf. Abkühlen lassen und durch ein Sieb die Blätter entfernen. Im Verhältnis 1:3 mit Wasser mischen und die befallenen Blätter großzügig damit besprühen. Den Vorgang alle 5 Tage wiederholen.
  • Ebenfalls eine gute Wirkung hat Schwarztee. Dazu kochst Du zwei Beutel Schwarztee mit einem Liter Wasser auf. Abkühlen lassen und auf die Blattläuse sprühen.

Auch vorbeugende Maßnahmen sind empfehlenswert. Diese sind:

  • Mit einem naturnahen Garten und der Vermeidung größerer Ansammlung der gleichen Pflanzen, beispielsweise Durch Mischkultur, reduziert sich das Risiko eines Befalls mit Blattläusen.
  • Stärke die Jungpflanzen, indem Du sie mit ausreichend Nährstoffen, Wasser und Licht versorgst. Starke Pflanzen sind weniger anfällig für einen Blattlausbefall.
  • Benutzt Stickstoffhaltigen Dünger nur mäßig, da Stickstoff die Pflanzenzellen weicher und somit anfälliger für Blattläuse macht.
  • Fördere die natürlichen Feinde von Blattläusen wie Florfliege, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und anderen Nützlingen, indem Du ihnen in Deinem Garten Nistmöglichkeiten bietest.

Kohleule (Mamestra brassicae)

Die Kohleule ist ein graubraun gefärbter Nachtfalter, dessen Flögel heller und dunkler gezeichnet sind.. Seine Larven können einen erheblichen Schaden an Blumenkohl-Pflanzen anrichten. Sie haben eine Spannweite von etwa vier Zentimetern. Tagsüber verstecken sie sich. Die weiblichen Falter legen 20 bis 100 Eier auf Blattunterseiten ab. Die Eier sind anfangs fast durchsichtig und werden immer dunkler. Die Larven sind auf dem Rücken dunkelgrün bis stumpfbraun und haben einen dunkleren Streifen. Auf den Seiten sind sie gelb gestreift. Im letzten Stadium verpuppen sich die Larven im Boden. Die Puppe ist glänzen braun und etwa zwei Zentimeter lang. Ihre Überwinterung findet im Boden statt.

Kohleule erkennen

Die Kohleule-Larven fangen mit dem Fressen an den äußeren Blättern an und fressen sich nach innen. Sie

hinterlassen unregelmäßige Löcher und grün-schwarzen Kot. Der Kot wird häufig von Fäulniserregern besiedelt, die die Pflanze zusätzlich schädigen.

Kohleule bekämpfen und vorbeugen

Kohleulen können, wie folgt, bekämpft werden:

  • Als sehr wirksam hat sich erwiesen, die Raupen von Hand in der Abenddämmerung abzusammeln.
  • Präparate auf der Basis des Bakteriums Baccillus thuringiensis können ebenfalls zur Bekämpfung eingesetzt werden.
  • Auch Fallen mit Pheromonen, in denen männliche Kohleulen gefangen werden, dämmen die Schädlinge ein.

Vorbgeugende Maßnahmen sind:

  • Schütze die jungen Blumenkohl-Pflanzen mit einem engmaschigen Gemüseschutznetz.
  • Fordere Feinde der Kohleule wie Fledermäuse, Kohlmeisen oder Schlupfwespen durch geeignete Maßnahmen.
  • Mulchen reguliert den Befall der Kohleule ebenfalls, da sie geschlossene Grünflächen seltener heimsucht.

Falscher Mehltau (Peronospora paasifica)

Bei Blumenkohl wird der Falsche Mehltau durch den Pilz Hyaloperonospora brassicae verursacht. Sein Lebenszyklus ist an die Wirtspflanze gebunden. Sie Sporangienträger wachsen aus Spaltöffnungen auf der Unterseite der Blärter heraus und es bildet sich ein Pilzrasen. Die Sporen schwimmen auf dem Wasserfilm von feuchten Blättern und dringen von dort in die Pflanzen ein. Der Pilz benötigt zum Infizieren der Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit. Daher gedeiht der Falsche Mehltau gut im Frühjahr oder Herbst. Der Pilz überwintert im Boden in Form von Sporen.

Falschen Mehltau erkennen

Der Befall mit Falschem Mehltau ist an einem weißlich grauen bis bränlichem, samtigen Pilzrasen auf der Unterseite der Blätter der betroffenen Pflanze zu erkennen. Es bilden sich gelbliche oder braune Flecken, die sich auf auf Stängeln und Blüten zeigen. Die befallenen Pflanzenteile sterben mit der Zeit ab.

Falschen Mehltau bekämpfen und vorbeugen

Die Bekämpfung von Falschem Mehltau erfolgt so:

  • Befallene Pflanzen sofort aus dem Bett entfernen und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgen.
  • Bei starkem Befall spezielle Fungizide einsetzen, wobei die Unterseite der Blätter besonders gründlich gehandelt werden. Hierbei sind Mittel, de über die Wurzeln und Blätter aufgenommen werden besonders wirksam.

Die Bekämpfung von Falschem Mehltau erfolgt so:

  • Befallene Pflanzen sofort aus dem Bett entfernen und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgen.
  • Bei starkem Befall spezielle Fungizide einsetzen, wobei die Unterseite der Blätter besonders gründlich gehandelt werden. Hierbei sind Mittel, de über die Wurzeln und Blätter aufgenommen werden besonders wirksam.

Kohlschwärze (Alternaria brassicae)

Die Kohlschwärze wird durch den Pilz >lternaria brassicae verursacht. Der Pilz kann auf den Samen und im Boden überdauern. Wenn sich bereits Keimlinge infizieren, breitet sich die Krankheit schnell aus.

Kohlschwärze erkennen

Der Pilz macht sich durch graubraune, rundliche Flecken auf den Blättern, die einen Durchmesser von 15 mm erreichen erkennbar. Teilweise fällt das Blattgewebe aus diene Flecken heraus. Blätter können aber auch gänzlich absterben.

Kohlschwärze bekämpfen und vorbeugen

Bekämpfung:

  • Befallene Blätter sofort entfernen und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgen.
  • Mit Kalistickstoff düngen.
  • Fungizide einsetzen.

Bekämpfung:

  • Befallene Blätter sofort entfernen und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgen.
  • Mit Kalistickstoff düngen.
  • Fungizide einsetzen.

Fusarium (Fusarium)

Fusarium ist eine Pilzgattung. Die Pilze bilden sogenannt Mykotoxine (Schimmelpilze). Fusarium bedroht nicht nur die Pflanze selbst, sondern auch Menschen und Tiere, die sie verzehren. Fusarium is ein Schlauchpilz. Der Pilz überdauert im Boden oder auf Pflanzenresten. Wenn die Pflanzen im Frühjahr zu wachsen beginnen, entwickelt sich auch der Pilz. Er bevorzugt warmes und feuchtes Wetter. Seine Sporen können im Boden bis zu zwei Jahre überleben. Die Fruchtkörper des Pilzes können die Sporen aktiv ausschleudern und dann werden sie durch die Luft verbreitet. Der Pilz dringt durch Spaltöffnungen oder direkt durchs Gewebe in die Pflanze ein.

Fusarium erkennen

Ein Befall kann an Gelbfärbungen oder Aufhellungen der Blätter, durch das Einrollen der Blätter und durch Fäulnis an den Wurzeln erkannt werden. Zudem ist er durch vrfärbte Gefäße, weiß.rosa-Schimmelrasen und welken Blättern erkennbar.

Fusarium bekämpfen und vorbeugen

Bekämpfung von Fusarium kann nur durch das Fungizid „Prestop“ bekämpft werden. Das Mittel wird entweder durch Spritzen oder Gießen nach Anleitung des Herstellers angewendet.

Zur Vorbeugung kann Folgendes getan werden:

  • Nur gesunde und unbeschädigte Pflanzen verwenden.
  • Resistente Sorten verwenden.
  • Saat mit Kamillentee beizen
  • Fruchtfolge und vor allem Anbaupausen von mindestens zwei Jahren beachten.

Verticillium (Verticillium)

Verticilliam ist ebenfalls eine Pilzerkrankung, die im Boden lauert. Der Pilz dringt über die Wurzeln oder über kleine Wunden in die Planze ein. Er ruft Welksymptome herfor und beschleunigt diese durch für die Pflanzen giftige Ausscheidungen. Die Welke macht sich besonders bemerkbar, wenn der Wasserbedarf der Pflanzen in Trockenperioden besonders hoch ist.

Verticillium erkennen

Der Pilz ist nur erkennbar an dem Verwelken der Pflanzen.

Verticillium bekämpfen und vorbeugen

Verticillium bekämpfen:

  • Es gibt aktuell weder Fungizide noch andere Möglichkeiten zur direkten Bekämpfung des Pilzes.
  • Betroffene Pflanzenteile sollte sofort entfernt und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgt werden.

Verticillium vorbeugen:

  • Befallene Pflanzen vollständig entfernen und im Hausmüll (nicht auf dem Kompost) entsorgen.
  • Da der Pilz in der Erde überdauert, sollte diese großzügig ausgetauscht werden. Das normale Pflanzloch dafür deutlich größer als üblich ausheben und mit unbelasteter Erde befüllen.
  • Da starke, gesunde Pflanzen weniger anfällig sind, stärke die Pflanzen durch gute Versorgung mit Nährstoffen, Wasser und Licht.
  • Vermeide nasse, verdichtet Erde und lockere sie mit Sand und Kompost auf.
  • Blumenkohl-Pflanze nicht zu tief in die Erde setzten, das sie dadurch geschwächt wird und dem Verticillium-Pilz die Infektion erleichtert.
  • Zusätzlich Stickstoffdünger mäßig einsetzen, da der die Pflanzenzellen weich macht und dadurch das Eindringen des Pilzes leichter macht.
Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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