Gemüse

Kürbis Krankheiten & Schädlinge erkennen & bekämpfen

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Der Anbau von Kürbissen wird seit einigen Jahren immer beliebter. Viele Hobby-Gärtner schätzen Sie als ein gesundes und schmackhaftes Herbst-Gemüse. Leider können Krankheiten und Schädlinge die ganze Ernte gefährden. Daher ist es nützlich, wenn Du weißt, welche Krankheiten und Schädlinge Deine Kürbis-Pflanzen befallen können und wie Du sie bekämpfen und ihnen vorbeugen kannst. Wir versorgen Dich in diesem Artikel mit den notwendigen Informationen.

Nacktschnecke (Limax maximus)

Der Kürbis steht bei den Nachtschnecken ganz oben auf der Speisekarte. Zu den Nacktschnecken gehören:

Die Große Wegschnecke (Arion ater); Sie ist 10 bis 15 Zentimeter lang und ist rötlich, braun oder schwarz gefärbt.

Die große Gartenwegschnecke (Arion hortensis): Sie ist 2,5 bis 3 cm groß und ist gelblich bis schwarz gefärbt.

Die Genetzte Ackerschnecke (Deroceras reticulatum): Sie ist 3,5 bis 5 Zentimeter lang und ist braun oder grau gefärbt und mit netzartigen Flecken gezeichnet.

Die spanische Wegschnecke (arion vulgaris): Sie wird 7 bis 14 Zentimeter lang und sehen der Roten Wegschnecke sehr ähnlich.

Nacktschnecke erkennen

Schneckenfraß ist auf den ersten Blick erkennbar. Die Blätter sind von Rand her angefressen. Oft sind auch Löcher mitten in den Blättern. Eine Schleimspur deutet auf Nacktschnecken hin.

Nacktschnecke bekämpfen und vorbeugen

Nacktschnecken werden folgendermaßen bekämpft:

  • Eine Reihe mit Bohnenkraut oder Kamille kann als natürlicher Schneckenzaun dienen, hat jedoch nur eine begrenzte Wirkung,
  • Eine Mulchschicht mit Farnkraut, Tomatenblättern oder grünen Fichtennadeln hält Schnecken ebenfalls fern.
  • Ein Schneckenzaun schützt das Beet vor Schnecken.
  • Schutzringe um gefährdete Pflanzen halten Schnecken fern. Dazu solltest Du etwas Nadelholz-Sägemehl oder Gesteinsmehl ausstreuen. Das muss allerdings nach einem Regen wiederholt werden.
  • Fördere Feinde der Schnecken wie Igel oder Erdkröten.
  • Auch die Haltung von Hühnern oder Laufenten, die die Schnecken fressen, dämmt den Bestand ein.
  • Eine relativ neue Methode der Schneckenbekämpfung sind Nematoden. Sie dringen als Parasiten in die Nacktschnecken ein und töten sie ab. Sie wirken allerdings nur bei der Genetzten Ackerschnecke.
  • Bekannt für die Schneckenbekämpfung sind auch Kaffeesatz, Bierfallen und Salz, die aber auch Nützlingen zum Verhängnis werden können.
  • Sehr wirksam ist auch das Auslagen von morschen Brettern, unter denen sich die Nacktschnecken verbergen. Sie können dann von dort eingesammelt und weitab von Garten entsorgt werden.

Nacktschnecken werden folgendermaßen bekämpft:

  • Eine Reihe mit Bohnenkraut oder Kamille kann als natürlicher Schneckenzaun dienen, hat jedoch nur eine begrenzte Wirkung,
  • Eine Mulchschicht mit Farnkraut, Tomatenblättern oder grünen Fichtennadeln hält Schnecken ebenfalls fern.
  • Ein Schneckenzaun schützt das Beet vor Schnecken.
  • Schutzringe um gefährdete Pflanzen halten Schnecken fern. Dazu solltest Du etwas Nadelholz-Sägemehl oder Gesteinsmehl ausstreuen. Das muss allerdings nach einem Regen wiederholt werden.
  • Fördere Feinde der Schnecken wie Igel oder Erdkröten.
  • Auch die Haltung von Hühnern oder Laufenten, die die Schnecken fressen, dämmt den Bestand ein.
  • Eine relativ neue Methode der Schneckenbekämpfung sind Nematoden. Sie dringen als Parasiten in die Nacktschnecken ein und töten sie ab. Sie wirken allerdings nur bei der Genetzten Ackerschnecke.
  • Bekannt für die Schneckenbekämpfung sind auch Kaffeesatz, Bierfallen und Salz, die aber auch Nützlingen zum Verhängnis werden können.
  • Sehr wirksam ist auch das Auslagen von morschen Brettern, unter denen sich die Nacktschnecken verbergen. Sie können dann von dort eingesammelt und weitab von Garten entsorgt werden.

Gummistängelkrankheit (Didymella bryoniae)

Die Gummistängelkrankheit wird von einem Pilz verursacht. Er überlebt in Pflanzenrückständen und produziert sexuelle Ascosporen und asexuelle Konidien. Die Sporen keimen, wenn sich auf der Oberfläche der Blätter Wasser befindet, bei hoher Luftfeuchtigkeit und bei Wunden. Die Blätter werden direkt infiziert, die Stängel durch Wunden. Die Ascosporen werden durch die Luft übertragen und die Konidiosporen durch Wassertropen, Werkzeuge und die Hände des Gärtners. Die Ascosporen sind die Hauptquelle für die Ausbreitung der Krankheit nach oben und die Konidien für die Ausbreitung nach unten..

Gummistängelkrankheit erkennen

Die Gummistängelkrankheit ist erkennbar durch Gewebeschäden am Fuß oder am Stängel der Kürbis-Pflanze. Diese Stellen werden braun und vertrocknen. An den Stellen wird ein goldbraune, gummiartiges Sekret ausgeschieden, das der Krankheit den Namen verliehen hat. An den befallenen Blattstellen bilden sich schwarze Punkte, bei denen es sich um die Fruchtkörper des Pilzes und seine Sporen handelt. An den Lättern können sich rund und ausgedehnte Läsionen entstehen.

Gummistängelkrankheit bekämpfen und vorbeugen

Bekämpfung der Gummistängelkrankheit:

  • Abgestorbene und kranke Blätter entfernen und entsorgen (nicht auf dem Kompost).
  • Bildung von Kondenswasser an den Pflanzen durch ausreichend Pflanzabstand verhindern.
  • Zusätzliche Silizium- und Kalziumgaben härten die Zellwände und erschweren den Pilzen das Eindringen in die Pflanzenteile.

Vorbeugung gegen die Gummistängelkrankheit:

  • Pflanzenreste vollkommen entfernen und entsorgen (nicht auf dem Kompost).
  • Resistente und widerstandsfähige Kürbis-Sorten wählen und nur gesundes Saatgut verwenden.
  • Werkzeug desinfizieren.
  • Alle Infektionsquellen, an denen Pilzsporen vorhanden sein könnten, entfernen.

Echter Mehltau (Erysiphe betae)

Echter Mehltau wird durch einen Schlauchpilz verursacht. Echter Mehltau breitet sich meist im Hochsommer aus. Da die Pflanzen zu diesem Zeitpunkt schon gut entwickelt sind, hält sich der entstehende Schaden in Grenzen.

Lies auch: „Mehltau an Kürbis erkennen & bekämpfen

Der Echte Mehltau bildet ein weißes, später bräunliches bis gräuliches Pilzgeflecht auf der Oberseite der Blätter. Es kann mit den Fingern abgewischt werden. Die Sporen der Schlauchpilze verbreiten sich durch Wind oder Spritzwasser. Echter Mehltau überwintert an der Pflanze.

Echten Mehltau erkennen

Echter Mehltau ist an dem Belag auf den Blättern zu erkennen. Zudem beginnen die betroffenen Pflanzenteile zu welken und trocknen vom Rand her ein.

Echten Mehltau bekämpfen und vorbeugen

Maßnahmen zur Bekämpfung von Echtem Mehltau:

  • Betroffene Pflanzenteile entfernen und auf dem Kompost entsorgen. Die Pilze sind auf lebendes Pflanzengewebe angewiesen und sterben auf dem Kompost ab.
  • Bei starkem Befall die komplette Pflanze entfernen.
  • Eine Milch-Wasser-Lösung im Verhältnis von 1:8 bekämpft den Pilz.
  • Eine weitere Alternative dazu ist eine Mischung aus Backpulver, Rapsöl und Wasser. (ein Päckchen Backpulver, 20 ml Rapsöl und 2 l Wasser).
  • Besonders effizient gegen den Echten Mehltau sind auch Fungizide auf der Basis von Schwefel.

Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Echten Mehltau:

  • Wähle Kürbis-Sorten aus, die resistent gegen Echten Mehltau sind.
  • Ausreichenden Pflanzenabstand einhalten, damit die Pflanzen ausreichend Luft und Sonne abbekommen.
  • Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Kerben zwischen die Kürbis-Pflanzen setzen. Diese Kräuter werden vom Echten Mehltau gemieden.
  • Blätter der Kürbis-Pflanze möglichst trocken halten. Die Pflanze nur von unten gießen.
  • Stickstoffdünger nur mäßig verwenden, der der das Pflanzengewebe weicher macht und dadurch anfälliger für Pilzerkrankungen.
  • Unkraut regelmäßig entfernen, da es oft von Mehltau befallen wird, der sich dann weiter ausbreiten kann.

Falscher Mehltau (Plasmopara viticola)

Falscher Mehltau wird durch Verwandte der Braun- und Kieselalgen verursacht. Er bildet auf der Blattunterseite einen gräulich bis grauvioletten Pilzrasen, der sich kaum abwischen lässt.

Er breitet sich vor allem bei feucht-warmen Wetter aus. Er überwintert in Laub oder Ernteresten. Die Erreger dringen auf der Unterseite der Blätter tief in das Gewebe ein. Zwischen den Pflanzenzellen bildet sich ein Pilzgeflecht. Die betroffenen Pflanzenteile vergilben und fallen ab.

Falschen Mehltau erkennen

Der Falsche Mehltau kann an dem Belag auf den Unterseiten der Blättern und an vergilbten und abfallenden Blättern erkannt werden.

Falschen Mehltau bekämpfen und vorbeugen

Die Bekämpfung erfolgt so:

  • Betroffene Pflanzenteile entfernen und entsorgen.
  • Betroffene Pflanzen mit Ackerschachtelhalm-Sud besprühen. Dazu lässt Du 1 kg frische und 150 g getrocknete Ackerschachtelhalme in 10 L Wasser 24 Stunden ziehen. Danach wird die Brühe eine halbe Stunde gekocht und dann durch ein Sieb gegossen. Vor dem Einsatz wird der Sud mit der fünffachen Menge an Wasser verdünnt.
  • Chemische Mittel sollten nicht eingesetzt werden.

Die Vorbeugung sieht so aus:

  • Resistente und widerstandsfähige Kürbis-Sorten auswählen.
  • Ausreichend Pflanzabstand einhalten.
  • Kräuter wie Basilikum, Schnittlauch oder Kerbel zu den Kürbis-Pflanzen setzen.
  • Blätter der Kürbis-Pflanze möglichst trocken halten.
  • Stickstoffdünger aus bereits bekannten Gründen nur sparsam einsetzen.
  • Unkraut regelmäßig entfernen, um dem Falschen Mehltau Ausbreitungsmöglichkeiten zu nehmen.

Kürbis-Mosaikvirus (Cucurbita mosaic virus)

Bei dem Kürbis-Mosaikvirus handelt es sich um mikroskopisch kleine Erreger, die durch selbst kleinste Verletzungen in die Pflanze eindringen. Die Viren sind stäbchenförmig oder kugelig.

Die Mosaikviren werden am häufigsten durch Schnittwerkzeuge und durch Saftsaugende Insekten übertragen. Blattläuse und Weiße Fliegen gehören zu den wichtigsten Überträgern.

Mosaikvirus erkennen

Der ersten Symptome des Mosaikvirus treten etwa zwei Wochen nach der Infektion auf. Es bildet sich ein mosaikartiges, gelbgrünes Muster auf den Blättern der Pflanzen.

Damit einhergehend verwelken die Pflanzen. Die Blätter kräuseln sich, vergilben und sterben ab.

Mosaikvirus bekämpfen und vorbeugen

Das Mosaikvirus kann nicht direkt mit Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden. Da sich die Viren über die ganze Pflanze verteilen, hilft auch das Abschneiden von Pflanzenteilen nicht. Befallene Pflanzen sollten im Ganzen im Hausmüll, nicht auf dem Kompost, entsorgt werden.

Vorbeugung gegen das Mosaikvirus:

  • Schädlinge, die das Mosaikvirus übertragen könnten, schnellstens von den Pflanzen entfernen.
  • Schnittwerkzeuge und andere Werkzeuge und auch Hände desinfizieren-
  • Unkraut regelmäßig entfernen.
  • Virus-resistente Kürbis-Sorten zur Anpflanzung wählen.
Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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