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Rosenkohl Krankheiten & Schädlinge erkennen & bekämpfen

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Rosenkohl gehört zur Familie der Kreuzblütler und ist für einige Schädlinge anfällig. Diese Schädlinge breiten sich auf die verschiedenen Pflanzen der Familie aus. Daher kommt der Einhaltung der Fruchtfolge ziemlich viel Bedeutung zu. Wenn Deine Rosenkohl-Pflanzen von Schädlingen befallen sind, solltest Du schnell handeln, um Deine Ernte, wenn möglich, noch zu retten.

Wir zeigen Dir in diesem Artikel, wie Du die verschiedenen Schädlinge erkennst, wie Du sie bekämpfen und was Du zur Vorbeugung gegen sie unternehmen kannst.

Kohlmottenschildlaus/Weiße Fliege (Aleyrodes proletella)

Kohlmottenschildläuse, auch als Weiße Fliege bekannt, gehören zu den Pflanzenläusen. Sie erreichen eine Länge von 1 bis 3 mm. Sie ernähren sich von Pflanzensäften, wodurch sie Wachstumsschäden an den Pflanzen verursachen können. Auch die weißlichen Larven der Kohlmottenschildläuse sind auf den Blättern zu finden. Bei einem starken Befall vergilben die Blätter und sterben ab. Außerdem scheiden die Schildläuse ein klebriges Sekret, den Honigtau, aus. Dieser ist ein guter Nährboden für Pilzkrankheiten.

Kohlmottenschildlaus erkennen

Die Kohlmottenschildlaus ist an den grauen Flecken in der Mitte der Flügel erkennbar. Sie halten sich vorwiegend auf der Unterseite der Blätter auf und fliegen bei Berührung auf.

Kohlmottenschildlaus bekämpfen und vorbeugen

Die Kohlmottenschildlaus kann folgendermaßen bekämpft werden:

  • Gesteinsmehl an der Basis der Pflanzen ausbringen.
  • Befallenen Rosenkohl ausgraben und entsorgen, aber nicht auf dem Kompost.

Der Kohlmottenschildlaus kannst Du, wie folgt, vorbeugen:

  • Die Pflanzen mit Gemüseschutznetz abdecken.
  • Kragen aus Plastik oder Pappe um den Wurzelhals legen.

Kohlweißling (Pieris brassicae)

Der Kohlweißling ist ein hell gefärbter Falter mit einem schwarzen Fleck an der Flügelspitze. Seine Raupen sind hellgrün mit gelblichen Streifen. Die Raupen fressen sich in das Herz des Rosenkohls. Die Raupe wird etwa 50 mm lang und verpuppt sich nach einem Monat.

Kohlweißling erkennen

Typische Merkmale für den Befall mit dem Kohlweißling sind große Löcher in den Blättern und komplett gefressene Blätter. Außerdem treten im Garten vermehrt die hellen Falter auf.

Kohlweißling bekämpfen und vorbeugen

Zur Bekämpfung des Kohlweißlings kannst Du Folgendes tun:

  • Eier, Raupen und Puppen von den Rosenkohl-Pflanzen absammeln. Die Blätter sollten höufig kontrolliert werden.
  • Gestalte Deinen Garten naturnah und platziere Futterstellen für Stieglitze, Spatzen und Feldlerchen rund um das Gemüsebeet. Diese fressen die Raupen des Kohlweißlings.
  • Pflanze Buchweizen und Kornblumen zwischen den Rosenkohl. Diese bieten Schlupfwespen, die ebenfalls natürliche Feinde des Kohlweißlings sind, Nahrung.
  • Bestäube die Rosenkohl-Pflanzen mit Steinmehl. Es entzieht den Raupen die Flüssigkeit und tötet sie ab.
  • Bestäube die Rosenkohl-Pflanzen mit Knoblauchpulver. Der Geruch hält die Raupen fern.
  • Bereite eine Jauche aus 500 g frischen Tomatenblättern und 4 Litern Leitungswasser zu. Lasse sie 24 Stunden ziehen und besprühe dann die Rosenkohl-Pflanzen reichlich damit.
  • Wenn diese Mittel nicht ausreichend helfen, können die Kohlweißlinge mit biologischen Spritzmitteln mit den Bakterien Becillus Thuringiensis besprüht werden. Diese Mittel greifen nur Schädling an, die sich von den Gemüseblättern ernähren.

Zur Vorbeugung gegen den Kohlweißling kannst Du Folgendes tun:

  • Pflanze Mischkulturen, anstatt große Flächen der Futterpflanzen anzubauen.
  • Halte die richtige Fruchtfolge ein.
  • Pflanze stark duftende Pflanzen wie Thymian; Beifuss, Anis, Rainfarn, Salbei, Pfefferminze und Tomaten zwischen die Rosenkohlpflanzen.

Kohldrehherzmücke (Contarinia nasturtii)

Hierbei handelt es sich um eine etwa 2 mm lange, hellbraune Mücke mit grauer Zeichnung. Die Weibchen legen winzige, glasige Eier an die Basis des Stängels oder direkt in die Herzblätter. Die Maden schlüpfen nach einer Woche. Sie sind gelblich und 3 bis 4 mm lang. Sie fressen an der Oberseite der Blattstiele.Nach zwei Wochen verpuppen sich die Maden im Boden. Es entstehen bis zu 7 bis 9 Generationen im Jahr. Bei feuchter Witterung sind die Schäden am größten. Die letzte Larvengeneration überwintert in einem Kokon in der Erde.

Kohldrehherzmücke erkennen

Ein Befall ist an den glasigen Eiern an der Basis der Rosenkohlpflanze oder in den Herzblättern und an den gelblichen Maden erkennbar. Außerdem hat die Pflanze verdrehte Blätter. Weitere Anzeichen sind Herzlosigkeit und die Bildung zahlreicher Seitentriebe.

Kohldrehherzmücke bekämpfen und vorbeugen

Die Kohldrehherzmücke kann folgendermaßen bekämpft werden:

  • Rosenkohl.Pflanzen mit Schmierseifenbrühe besprühen.
  • Rosenkohl-Pflanzen mit Algenkalk oder Gesteinsmehl ein stäuben. Dadurch wird die Eiablage verhindert.
  • Durch regelmäßiges Hacken trocknen die Puppen im Boden aus.
  • Sellerie und Tomaten zwischen den Rosenkohl pflanzen.

Vorbeugend kann Folgendes unternommen werden:

  • Befallene Pflanzen vernichten.
  • Pflanzen mit Insektenschutznetz abdecken.
  • Fruchtfolge einhalten.
  • Natürlichen Feinde wie Laufkäfer, Raupenfliegen, Raubkäfer, Schlupfwespen, Spinne, Spitzmäuse und Vögel durch einen naturnahen Garten fördern.

Blattläuse (Aphidoidea)

Kohlblattläuse sind grünlich-grau und nur wenige Millimeter groß. Sie sind weichhäutig und teilweise geflügelt. Sie leben meist in großen Kolonien auf der Pflanze und bevorzugen junge Blätter und Triebe. Daraus saugen sie den Pflanzensaft, den sie zu einem großen Teil als Honigtau wieder ausscheiden. Auf dem Honigtau siedeln sich oft Pilze an. Blattläuse vermehren sich ungeschlechtlich und können so zahlreiche Nachkommen produzieren.

Blattläuse erkennen

Blattläuse sitzen in großen Mengen an den Unterseiten der Blätter. Die Blätter des Rosenkohls rollen sich zusammen oder sind gekräuselt. Auf den Blattoberseiten sind kleine weiße Gebilde erkennbar. Das sind die leeren Hüllen, die die Blattläuse zurücklassen, wenn sie sich häuten. Oft ist ein klebriger Belag auf den Blättern, der Honigtau, erkennbar.

Blattläuse bekämpfen und vorbeugen

Blattläuse können, wie folgt, bekämpft werden:

  • Blattläuse mit einen starken Wasserstrahl abwaschen. Da die Blattläuse relativ unbeweglich sind, bleiben sie dann am Boden.
  • Stark geschädigte Triebspitzen abschneiden und entsorgen.
  • Spezielle Pflaster angebracht an der Pflanze wirken zwei Monate lang. Sie werden um die Stängel der Pflanzen gelegt und geben ihren Wirkstoff an den Pflanzensaft ab, der von den Blattläusen aufgenommen wird.
  • Bei einem starken Befall können Präparate auf Basis von Rapsöl oder Kaliseife eingesetzt werden. Diese verstopfen die Atmungsorgane der Blattläuse. Für Nützlinge sind diese Präparate ungefährlich.
  • Ebenfalls wirksam ist ein Brennnesselsud aus einem Kilogramm Brennnesselblättern, die 24 Stunden lang in fünf Litern Wasser ziehen sollten.

Zur Vorbeugung gegen Blattläuse kannst Du, wie folgt, vorgehen:

  • Den Garten naturnah bewirtschaften, um Fressfeinde der Blattläuse wie Florfliegen, Marienkäfer, Schlupfwespen, Schwebfliegen und andere Nützlinge zu fördern.
  • Vermeide eine größere Anpflanzung derselben Pflanzen und arbeite mit Mischkulturen.
  • Sorge dafür, dass Dein Rosenkohl gesund und widerstandsfähig ist, indem Du ihn ausreichend mit Nährstoffen, Wasser und Licht versorgst.
  • Vermeide eine Überdüngung mit Stickstoff, da dieser das Pflanzengewebe weicher und daher anfälliger für Blattläuse macht.

Erdflöhe (Psylliodes)

Obwohl sie auch springen können, sind Erdflöhe eigentliche keine Flöhe, sondern 2 bis 4 mm große, glänzend schwarze oder gelb gestreifte Käfer. Sie ernähren sich von weichem, zarten Pflanzengewebe in Bodennähe.

Erdflöhe erkennen

Kleine, runde Löcher in den Blättern des Rosenkohls deuten auf einen Befall mit Erdflöhen hin. Diese schaben die Blattoberfläche ab, was einen Fensterfraß verursacht. Die obere und untere Blatthaut bleiben bestehen. Das geschädigte Gewebe verfärbt sich blassbraun und fällt schließlich aus dem Blatt heraus. Die befallenen Pflanzen werden durch die Fraßschäden nicht nachhaltig geschädigt.

Erdflöhe bekämpfen und vorbeugen

Erdflöhe werden, wie folgt, bekämpft:

  • Besprühe befallene Rosenkohl-Pflanzen mit einer Pflanzenjauche aus Rainfarn oder Wermut.
  • Bestäube die Pflanzen mit Algenkalk oder Gesteinsmehl. Das hält die Erdflöhe von den Pflanzen fern.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Erdflöhe sind:

  • Da die Käfer gerne ihre Ruhe haben, solltest Du diese durch regelmäßiges Hacken und Jäten stören.
  • Da die Erdflöhe Trockenheit bevorzugen, solltest Du die Erde um die Pflanzen feucht halten und die Pflanzens selbst regelmäßig besprühen.
  • Sorge dafür, dass Deine Rosenkohl-Pflanzen gesund und widerstandsfähig sind, indem Du sie mit ausreichend Nährstoffen und Wasser versorgst.
  • Decke die Pflanzen mit einem Insektenschutznetz oder Vlies ab.

Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae)

Die Kohlhernie ist eine Pilzerkrankung, die vor allem Kohlgewächse befällt. Charakteristisch dafür sind knollenartig verdickte Wurzeln und welke Blätter bei den befallenen Pflanzen. Der Pilz lebt im Boden und ist nicht sofort erkennbar.

Kohlhernie erkennen

Da der Pilz im Boden lebt, ist ein Befall nur dadurch erkennbar, dass die Pflanze welkt und abstirbt.

Kohlhernie bekämpfen und vorbeugen

Außer die befallenen Pflanzen aus dem Beet zu entfernen und zu entsorgen (nicht auf dem Kompost, gibt es keine direkte Möglichkeit, die Kohlhernie zu bekämpfen, nur die folgenden vorbeugenden Maßnahmen:

  • Die Kohlhernie breitet sich vor allem auf feuchten Böden aus. Wähle also für den Anbau Deines Rosenkohls einen durchlässigen und sandigen Boden und sorge für eine gute Drainage.
  • Da Rosenkohl ein Starkzehrer ist, sorge dafür, dass er ausreichend und regelmäßig gedüngt wird.
  • Versorge den Boden mit Kalk. Dieser beugt nicht nur der Kohlhernie vor, sondern versorgt die Plfanze auch mit Nährstoffen. Geeignet ist Gartenkalk oder Urgesteinsmehl.
  • Achte auf die Fruchtfolge. In einem Beet, in dem Kohl angebaut war, sollten für die nächsten drei bis fünf Jahre keine Kohl-Sorte mehr angebaut werden.
  • Kann die Fruchtfolge aufgrund von Platzmangel nicht eingehalten werden, bringe nach der Ernte eine Gründüngung (keinen Raps und keinen Senf) aus. Anschließend sollte die Erde mit Humus in Form von reifem Kompost angereichert werden. Beides hält die Anzahl der Pilzsporen gering.
  • Mit Kohlhernie infizierte Pflanzen dürfen auf gar keinen Fall auf dem Kompost entsorgt werden

Weißschimmel (Sclerotinia)

Weißschimmel ist eine Schimmelpilzart, die weiß aussieht und eine pulvrige Textur haben kann. Die Pilzsporen sehen aus wie Samen oder Pfefferkörner. Sie bildet sich an Stängeln und Blättern der Pflanze. Die Blätter verwelken, vergilben und sterben ab. Er befällt Pflanzen normalerweise im Frühjahr oder Sommer und wächst eine Weile unbemerkt. Bei kühlem Wetter setzt er Sporen frei, die vom Wind auf andere Pflanzen übertragen werden. Daher ist es wichtig, Weißschimmel schnell zu erkennen und zu vernichten.

Weißschimmel erkennen

Der Stiel von Rosenkohl-Pflanzen, die vom Weißschimmel befallen sind, können einen wasserdurchtränkten Teil haben. Sonst hat die Pflanze noch keine Symptome. Danach können einzelne Stängel welken, und haben an der Basis eine braune Verfärbung. Infizierte Stängel können eine dunkelbraune Läsion aufweisen. Darauf wächst bei hoher Luftfeuchtigkeit ein dichter, watteartiger Bewuchs.

Weißschimmel bekämpfen und vorbeugen

Außer die befallenen Pflanzen aus dem Beet zu entfernen und zu entsorgen (nicht auf dem Kompost), gibt es keine direkte Möglichkeit, den Weißschimmel zu bekämpfen, nur die folgenden vorbeugenden Maßnahmen:

  • Verwende gut durchlässige Erde und setze die Rosenkohl-Pflanzen nicht zu dicht zusammen, damit die Luft um sie zirkulieren kann und sie bei Regen schneller abtrocknen.
  • Wenn Du die Pflanzen gießt, vermeide es, die Blätter und Triebspitzen nass zu machen.
  • Vorbeugend kannst Du die Pflanzen mit einen Fungizid besprühen. Wiederhole den Vorgang etwa eine Woche später.
  • Beseitige Unkraut rund um die Pflanzen, da es den Pilz übertragen kann.
  • Entferne alle Pflanzenreste nach der Ernte. Rückstände können den Pilz weiter übertragen, da er sehr langlebig ist und gut überwintert.
  • Beachte auf jeden Fall die Fruchtfolge.

Rußtaupilz (Capnodiaceae)

Der Rußtaupilz verursacht auf befallenen Pflanzen einen schwarzen, abwaschbaren Belag, der immer größere wird. Es handelt sich dabei um ein feines Pilzgeflecht. Der Rußtaupilz siedelt sich auf dem Honigtau an, den manche Schädlinge auf den Blättern von Pflanzen hinterlassen. Rußtau auf Pflanzen zeigt gleichzeitig einen Schädlingsbefall der Pflanze an, der bekämpft werden sollte, um dem Rußtau die Nahrungsgrundlage, nämlich den Honigtau, zu entziehen. Es kann sich dabei um die folgenden Schädlinge handeln:

  • Blattläuse
  • Schildläuse
  • Wollläuse
  • Schmierläuse
  • Weiße Fliegen

Rußtaupilz erkennen

Der Rußtaupilz ist erkennbar an einem schwarzen, sich vergrößernden Belag auf den Pflanzen.

Rußtaupilz bekämpfen und vorbeugen

Der Rußtau selbst muss nicht direkt bekämpft werden. Der Pilz stirbt ab, sobald sich kein Honigtau mehr auf den Blättern der Pflanze befindet. Der schwarze Belag sollte mit einem Wischtuch von den Blättern entfernt werden, da er erstens optisch nicht gut aussieht und zweitens an den betroffenen Stellen eine Lichtaufnahme der Pflanze verhindert. Wenn der schwarze Belag abgewischt ist, zeigen sich darunter hellere Blattflecken, die zeigen, dass der Pflanze an dieser Stelle das Chlorophyll fehlt.

Falscher Mehltau (Peronosporaceae)

Der Falsche Mehltau ist ein Schadpilz, der sich in einem mehlartigen, weißlichen Belag zeigt. Er befindet sich überwiegend auf der Unterseite der Blätter. Auf der Oberseite der Blätter entstehen helle, meist gelbe Flecken, die sich immer dunkler färben. Solche Stellen können auch an Stängeln auftreten. Falscher Mehltau benötigt viel Feuchtigkeit um zu wachsen und sich zu vermehren. Er dringt mit seinem Pilzgeflecht in das Gewebe der Pflanzen ein. Seine Sporenträger gelangen durch Spaltöffnungen auf den Blattunterseiten nach draußen. Eine Übertragung der Sporen auf andere Pflanzen erfolgt durch den Wind. Am Ende des Lebenszyklus bilden sich kleine, dunkle Dauerkörper, die im Innern des Gewebes überwintern und dann im Frühjahr für einen erneuten Befall sorgen.

Falschen Mehltau erkennen

Erkennbar ist der Falsche Mehltau an braun verfärbten Pflanzenteile, die mit fortschreitendem Befall absterben können.

Falschen Mehltau bekämpfen und vorbeugen

Das kannst Du gegen Falschen Mehltau tun:

  • Erkrankte Pflanzenteile entfernen und entsorgen (nicht auf dem Kompost). Bei schwerem Befall ist es empfehlenswert, die gesamte Pflanze zu entfernen und zu entsorgen.
  • Entferne regelmäßig jegliches Unkraut aus der Nähe der Rosenkohl-Pflanze, da es als Krankheitsüberträger dienen kann. Auch dieses Unkraut sollte nicht auf dem Kompost entsorgt werden.
  • Mehltau kann auch mit chemischen Pflanzenschutzmitteln bekämpft werden.

So kannst Du Falschem Mehltau vorbeugen:

  • Achte beim Kauf Deiner Setzling oder Deines Samens auf resistente Sorten.
  • Sorge dafür, dass Deine Rosenkohl-Pflanzen gesund und widerstandsfähig sind, indem Du sie ausreichend mit Dünger und Wasser versorgst.
  • Halte ausreichend große Pflanzabstände ein, damit die Luft besser zirkulieren kann und so die Pflanzen schneller abtrocknen.
  • Vermeide eine Überdüngung mit Stickstoff, da dieses das Pflanzengewebe weich und somit anfällig für Infektionen macht.
  • Ein regelmäßiger Fruchtwechsel verringert die Befallsgefahr, da längere Anbaupausen die Vermehrung von Krankheitserregern verhindert.

Echter Mehltau (Erysphaceae)

Echter Mehltau ist eine Pilzkrankheit. Seine Ausbreitung hängt von der Wirtspflanze ab. Die verschiedenen Pilzarten des Echten Mehltaus befallen jeweils nur eine bestimmte Pflanze oder nah verwandte Arten. Der Echte Mehltau gehört zu den Schlauchpilzen. Die ersten Sporen im Frühjahr entstehen durch ungeschlechtliche Vermehrung. Sie bleiben an der Oberfläche der Blätter liegen und entwickeln dort ein Pilzgeflecht. Saugfortsätze dringen ins Blattinnere vor und saugen den Saft der Pflanze. Auf dem Mehltaubelag bilden sich Fruchtkörper mit Ascosporen, die durch geschlechtliche Vermehrung gebildet werden. Der Echte Mehltau dringt nicht in tiefere Gewebeschichten der Pflanze ein.

Echten Mehltau erkennen

Ein Befall mit Echtem Mehltau ist an einem mehligen, weißlichen, flächendeckenden und abwischbaren Belag zu erkennen. Er befindet sich meist auf der Blattoberseite und an frischen Trieben. Mit der Zeit vergilben die Blätter, Pflanzenteil verkrüppeln und sterben ab. Manchmal sterben erkrankte Teile des Blattgewebes ab, fallen heraus und bilden kleine Löcher.

Echten Mehltau bekämpfen und vorbeugen

Bekämpft werden kann Echter Mehltau, wie folgt:

  • Betroffene Pflanzenteile sofort entfernen und entsorgen (nicht auf dem Kompost).
  • Bei ersten Symptomen die befallenen Pflanzen mit Fungiziden mit den Wirkstoffen Lecithin und Sachalin-Knöterich spritzen.

Viel wirksamer sind die folgenden vorbeugenden Maßnahmen:

  • Wähle nur widerstandsfähig und resistente Sorten zur Anpflanzung.
  • Pflanzenabstand einhalten, damit die Luft zirkulieren kann und die Pflanzen schneller abtrocknen
  • Stickstoffhaltigen Dünger sparsam anwenden, da er das Pflanzengewebe weich macht und somit anfälliger für Krankheitserreger.
  • Gieße die Pflanzen regelmäßig, aber vermeide Blattnässe.
  • Eine Mulchschicht auf dem Boden minimiert das Risiko eines Befalls mit Echtem Mehltau.
  • Kontrolliere die Pflanzen regelmäßig auf einen Befall.
  • Versorge die Pflanzen zur Stärkung mit Pflanzenjauchen, wie Ackerschachtelhalmjauche oder Brennnesseljauche.
Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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