BlackWeek: Bis 50% auf Gartenprodukte

Kartoffeln im Hochbeet – Pflegeanleitung & Tipps

Kartoffeln im Hochbeet klingt für viele ziemlich unwahrscheinlich, weil man sich beim Anbau von Kartoffeln meist einen großen Acker vorstellt. Aber bei einer guten Planung und der richtigen Pflanzung kann eine Kartoffelernte im Hochbeet durchaus möglich sein und zudem auch noch ziemlich üppig ausfallen.

Wir werden Dir wichtige Informationen über Pflanzabstand, Pflanztiefe und andere wichtige Tipps für den Anbau von Kartoffeln im Hochbeet. Außerdem zeigen wir Dir, welche Pflanzen sich gut mit Kartoffeln zusammen pflanzen lassen.

Kartoffeln im Hochbeet pflanzen

Die Kartoffel, mit botanischem Namen Solanum tuberosum, stammt ursprünglich aus dem Andenhochland. Sie war bei den Inkas in Peru und Bolivien das Hauptnahrungsmittel und gehört heute auch bei uns zu den Grundnahrungsmitteln. Im 16. Jahrhundert kam die Kartoffel über die kanarischen Inseln nach Spanien, von wo sie sich über ganz Europa ausbreitet. Wegen ihrer zarten Blüten wurde sie zunächst nur als Zierpflanze gezüchtet.

Unter Kartoffeln versteht man eigentlich die Wurzelknollen der Kartoffelpflanze. Diese sind, je nach Sorte, rund, oval oder länglich und ihre Farbe variiert von Weiß über Gelb bis hin zu Blau und Violett.

Kartoffeln können zwar auch aus Samen gezogen werden, jedoch ist die gängigste Methode, Saatkartoffeln zu verwenden. Diese Art der Anpflanzung ist auch für das Hochbeet zu empfehlen.

Wir empfehlen die folgenden Kartoffelsorten für den Anbau im Hochbeet:

Kartoffel Sorten für Hochbeete

Frühkartoffeln: Sie werden bereits geerntet, wenn das Kartoffelkraut noch grün ist. Die Ernte beginnt ungefähr 60 Tage nah dem Einsetzen der Pflanzen. Ob die Kartoffeln reif sind, merkst Du, wenn die Schale sich nicht mit dem Finger abreiben lässt.

  • Alexandra: Diese Sorte überzeugt mit einem feine, kernigen Geschmack. Ihre Erntezeit ist Anfang Juni. Sie ist gut lagerfähig. Die Kartoffel ist festkochend, hat sehr gelbes Fleisch, und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.
  • Allians: Sie hat einen feine, leicht süßlichen Geschmack. Sie ist neben Belana ein Nachfolger der beliebten Sorte Linda. Sie lässt sich gut lagern, benötigt aber für das Wachstum viel Wasser. Sie ist festkochend, hat sehr gelbes Fleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.
  • Belana: Die gut lagerfähige Belana hat einen feinen, intensiven Geschmack. Sie ist festkochend, hat gelbes bis sehr gelbes Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.
  • Sieglinde: Gehört zu den in Deutschland bekanntesten Sorten und ist die älteste in Deutschland zugelassene Sorte. Sie ist festkochend, mit gelbem Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.

Mittel frühe Kartoffeln: Sie werden geerntet, wenn das Kartoffelkraut abgestorben ist. Bei den mittel frühen Sorten ist das ungefähr Ende August der Fall.

  • Adretta: Stammt aus Deutschland. Sie hat einen sehr aromatischen Geschmack. Sie ist mehlig kochend, mit gelbem Fruchtfleisch. Sie wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.
  • Bamberger Hörnchen: Sie stammt aus Franken und ist seit dem späten 19. Jahrhundert bekannt. Sie ist festkochend, mit gelbem Fruchtfleisch und hat einen Umfang von 2 Zentimeter.
  • Bintje: Sie stammt aus den Niederlanden und ist schon seit 1910 auf dem Markt. Sie ist gut lagerfähig, mehlig kochend, mit gelben bis sehr gelbem Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß
  • Linda: Die Sorte existiert seit 1974. Sie ist festkochend, mit gelbem Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.

Spätkartoffeln: Sie erreichen ihre volle Reife frühestens Anfang September. Sie müssen auf jeden Fall vor dem ersten Frost geerntet werden.

  • Ackersegen: Diese deutsche Kartoffel gibt es schon seit 1929. Sie ist äußerst pflegeleicht und auch für den Hobbygärtner gut geeignet. Sie ist mehlig kochend, mit gelbem Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.
  • Afra: Die deutsche Sorte kam 1990 auf den Markt und entwickelte sich zu einer Top-Sorte. Sie eignet sich besonders gut für die Lagerung im Keller. Sie ist mehlig kochend, mit gelbem bis sehr gelbem Fruchtfleisch und wird 3,5 bis 6,5 Zentimeter groß.
  • Agria: Sie stammt ebenfalls aus Deutschland und ist eine hervorragende Lagerkartoffel. Sie ist mehlig kochend, mit sehr gelbem Fruchtfleisch und wird 4,5 bis 6,5 Zentimeter groß.
  • Laura: Laura hat einen cremigen Geschmack und gehört zu den Sorten, die am spätesten geerntet werden. Sie ist gut lagerfähig. Sie ist vorwiegend festkochend mit sehr gelben Fleisch. Sie wird 3,5 bis 5,5 Zentimeter groß.

Wann sollte Kartoffeln im Hochbeet gepflanzt werden?

Kartoffeln sind nicht frostfest. Daher sollte mit der Pflanzung gewartet werden bis nach den Eisheiligen, also Mitte Mai. Im Hochbeet, wenn es geschützt steht, kann die Pflanzung auch schon von Mitte April bis Mitte Mai erfolgen.

Wie sollte Kartoffeln im Hochbeet gepflanzt werden?

Kartoffeln für den Anbau kannst Du in Gärtnereien, Baumärkten oder Online kaufen. Diese Kartoffeln sind vor gekeimt. Du kannst aber auch eigene Kartoffeln für die Aussaat nehmen. Diese solltest Du ebenfalls vor keimen lassen. Dazu legst Du sie in einer Erde oder Kompost-Mischung in einer Kiste im Keller. Allerdings sollten die Kartoffeln im Licht stehen, denn das benötigen sie zum Keimen. Die Temperatur sollte zwischen 8 und 15 Grad liegen.

Die vor gekeimten Kartoffeln werden dann im Abstand von 50 bis 60 Zentimeter und einem Reihenabstand von 70 Zentimeter in 10 Zentimeter tiefe Löcher gelegt und mit Erde bedeckt.

Welchen Standort bevorzugt Kartoffeln?

Kartoffeln bevorzugen Wärme und Sonne. In einem gut platzierten Hochbeet sind diese Faktoren gegeben.

Welchen Boden bevorzugt Kartoffeln?

Kartoffeln benötigen einen lockeren, lehmig-sandigen Boden. Er muss allerdings sehr nährstoffreich sein, da Kartoffeln Starkzehrer sind.

Welche Pflege und welchen Dünger benötigt Kartoffeln?

Sobald die Kartoffeln keimen, sollte die Erde um die Pflanzen angehäuft werden. Das sollte in regelmäßigen Abständen alle 10 bis 15 Tage wiederholt werden. Am Ende sollten 20 bis 30 Zentimeter hohe Wälle entstehen. Durch das Anhäufen bleiben die Knollen immer von Erde bedeckt, weil sie sonst grün werden. Außerdem sitzen die Knollen so nicht zu tief in der Erde und bekommen ausreichend Wärme ab.

Kartoffeln benötigen ausreichend Wasser. Daher müssen sie in trockenen Sommern gegossen werden.

Während der Wachstumsphase benötigen die Kartoffeln im Hochbeet keine weiter Düngung mehr, wenn das Hochbeet richtig vorbereitet und mit Nährstoffen versorgt worden war.

Hochbeet Kartoffeln Ernten & Lagern

Je nach Sorte werden Kartoffeln zwischen Juli und September geerntet. Wenn die Blätter welk werden, ist bald der richtige Zeitpunkt für die Ernte. Nach dem Absterben des Laubes sollten die Knollen noch zwei Wochen im Boden nachreifen.

Dann werden die Kartoffeln vorsichtig ausgegraben. Dazu kann man die Hände oder stumpfe Schaufeln benutzen. Mit spitzen Werkzeugen können die Knollen beschädigt werden.

Kartoffeln können mehrere Monate gelagert werden, wenn sie vor Licht und Feuchtigkeit geschützt sind:

  • Dazu werden die frisch geernteten Kartoffeln von grobem Schmutz befreit. Wähle zur Lagerung einen dunklen, kühlen Platz im Keller. Die ideale Lagertemperatur ist 4 bis 6 Grad Celsius.
  • Schichte die Kartoffeln in einer luftigen Holzkiste auf oder bewahre sie in einem Jutesack oder Leinenbeutel auf.
  • Wenn die Kartoffeln dennoch anfangen zu keimen, sollten sie schnell verzehrt werden.

Ebenfalls kannst Du eine Erdmiete anlegen, um Deine Kartoffeln zu lagern.

Welche Besonderheiten gibt es bei Kartoffeln?

Bei einem klassischen Hochbeet wird nur die Oberfläche bepflanzt und die Kartoffeln werden nur in der obersten Erdschicht ausgebildet. Der darunter liegende Raum bleibt ungenutzt. Daher wurde eine andere Art von Kartoffelhochbeet entwickelt, dass von unten bis oben mit Kartoffelknollen durchzogen ist und so auf dem kleinen Raum eine große Ernte bietet.

In einem sogenannten Kartoffelturm wird nach dem folgenden Prinzip angebaut:

  • die erste Schicht Kartoffeln wird fast ebenerdig gepflanzt.
  • Wenn sich die grünen Triebe zeigen, kommt 20 cm Erde darüber.
  • Es folgt eine neue Schicht Saatkartoffeln und dann wieder Erde.
  • Der Kartoffelturm wächst so bis zu 1 m Höhe heran.
  • Die Stabilität sollte immer wieder geprüft werden.
  • Die Erde darf nicht vom Regen weggeschwemmt werden.
  • Die feste Umhüllung um das Hochbeet muss daher mitwachsen, wofür verschiedene Materialien infrage kommen.
  • Der Kartoffelturm wird entweder nur in die Höhe gezogen oder mit Seitenöffnungen, aus denen Grün herauswächst.
  • Zur Erntezeit wird der Kartoffelturm zerstört und die Knollen eingesammelt. Im folgenden Jahr kann der Kartoffelturm wieder Stück für Stück aufgebaut werden.

Pflanzen, die zu Deinen Hochbeet Kartoffeln passen

Die folgenden Pflanzen sind gute Nachbarn, die zusammen mit Kartoffeln im Hochbeet angebaut werden können:

  • Meerrettich
  • Kohlrabi
  • Buschbohnen
  • Dicke Bohnen
  • Mais
  • Spinat

Die folgenden Kräuter eignen sich sehr gut als Nachbarn von Kartoffeln im Hochbeet:

  • Pfefferminze
  • Baldrian
  • Kümmel

Die folgenden Blumen eignen sich gut zur Zusammenpflanzung mit Kartoffeln:

  • Kapuzinerkresse

Über den Autor:

Artikel teilen: