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Hortensie hat viele Blätter aber keine Blüten – 8 Gründe & Lösungen

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Hortensien werden hauptsächlich wegen ihrer Blütenpracht geschätzt und geliebt. Aber in manchen Jahren will die Hortensie einfach nicht blühen. Das kann verschiedene Ursachen haben. Beispielsweise kann sie am falschen Platz gepflanzt worden sein, ein falscher oder einseitiger Dünger wurde verwendet, der pH-Wert des Bodens hat sich verändert oder die Pflanze wurde von einer Krankheit befallen.

Der Ursache für das Versagen der Blüte muss auf jeden Fall auf den Grund gegangen werden, denn in den meisten Fällen lässt sich das Problem dann schnell beheben.

Wir möchten Dir einige Ursachen dafür aufzeigen, warum Deine Hortensie möglicherweise nicht blühen will und werden Dir auch die passenden Lösungen an die Hand geben.

Ursachen & Lösungen, warum die Hortensie nicht blüht

Damit Deiner Hortensie, wenn sie nicht blühen will, geholfen werden kann, musst Du unbedingt die Ursache dafür herausfinden.

Damit das für Dich leichter wird, werden wir hier einige dieser Ursachen aufführen und im Anschluss daran auch gleich die mögliche Lösung für das Problem präsentieren:

Falscher Rückschnitt

Der Hauptgrund für eine ausbleibende Blüte bei Hortensien ist ein starker Rückschnitt im Frühjahr. Das ist allerdings nur bei Tellerhortensien (Hydrangea serrata) und Gartenhortensien (Hydrangea macrophylla) der Fall.

Diese beiden Hortensien-Arten bilden schon im Herbst die neuen Blütenknospen aus und diese bleiben bis zur nächsten Blüte am Strauch. Die neuen Blütenknospen befinden sich direkt unter den alten Blüten, die sie vor der Kälte im Winter schützen.

Bei einem starken Rückschnitt im Frühjahr werden folglich auch die neuen Blütenknospen entfernt.

Das kannst Du tun:

Bei Tellerhortensien und Gartenhortensien solltest Du beim Rückschnitt im Frühjahr, wie folgt vorgehen:

  • Entferne ausschließlich alte Blütenstände. Gehe dabei vorsichtig vor, um die neuen Knospen nicht zu beschädigen, die sich direkt unter den alten Blüten befinden.
  • Schneide die Hortensie nur bis zur nächsten Knospe zurück.
  • Verwende dafür eine scharfe und saubere Schere.

Achte unbedingt darauf, die neuen Knospen bei Deinen Rückschnitt-Maßnahmen nicht zu beschädigen, da die Pflanze ansonsten nicht blühen kann.

Du kannst dieses Problem auch vermeiden, wenn Du eine der folgenden Hortensien-Sorten auswählst:

Diese beiden Hortensien-Sorten können nach dem Winter stark zurückgeschnitten werden und bilden im selben Jahr wieder neue Blütenknospen aus.

Standort nicht gut

Für die Blüte der Hortensie ist der Standort sehr wichtig. Das gilt vor allem für neu angepflanzte Hortensien, die sich zuerst noch an ihren Standort anpassen müssen.

Hortensien mögen einen halbschattigen Standort, sollten aber nicht zu lange im Schatten stehen. Der Platz sollte hell und sonnig sein, aber vor allem vor der Mittagssonne geschützt sein.

Die Pflanze benötigt Sonnenlicht für ihr Wachstum, aber keine pralle Sonne, da diese zu Verbrennungen führen könnte.

Das kannst Du tun:

Wähle als Standort für Deine Hortensie einen hellen Platz mit ausreichend Licht, aber Schutz vor der prallen Sonne aus.

Günstig sind Plätze unter lichten Bäumen.

Du kannst aber auch für den nötigen Schutz Deiner Hortensie durch einen Sonnenschirm, einem Netz oder ähnlichem sorgen. Kübelpflanzen können nach Bedarf verschoben werden.

Falsche Düngung

Hortensien sollten grundsätzlich nur mit für sie geeigneten Dünger gedüngt werden. Du kannst auch Rhododendron- oder Azaleendünger benutzen, da diese Pflanzen dieselben Ansprüche haben wie Hortensien.

Im Beet gepflanzte Hortensien sollten mit organischem Langzeitdünger gedüngt werden. Dünge sie einmal im März und einmal Mitte Juni, danach nicht mehr.

Blaudünger, Hornspäne oder normaler Staudendünger sind für Hortensien nicht geeignet.

Das kannst Du tun:

Wenn Du Dir nicht sicher bist, wie viel die Hortensie gedüngt werden muss, solltest Du eine Bodenanalyse machen lassen. Oft ist der Boden mit Stickstoff übersättigt.

Für Hortensien muss das Verhältnis zwischen Stickstoff, der für das Wachstum der Blätter sorgt, und Phosphor, der für die Versorgung der Blüten zuständig ist, stimmen.

Am besten düngst Du Deine Hortensien mit speziellem Hortensien-Dünger, alternativ mit Rhododendron- oder Azaleen-Dünger.

Gehe bei der Düngung genau nach den Anweisungen des Herstellers auf der Verpackung vor.

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Fehlender Winterschutz

In einem normalen Winter bei uns reicht es aus, die verblühten Blütenstände der Hortensie an der Pflanze zu lassen. Sie reichen als Winterschutz für die neuen Knospen normalerweise aus. In kälteren Wintern hingegen ist ein Winterschutz für die Hortensie unabdingbar, um die neuen Knospen zu schützen.

Folgende Hortensien bilden im Herbst keine Knospen aus und benötigen daher keinen bis geringfügigen Winterschutz:

  • Rispenhortensien (Hydrangea paniculata
  • Waldhortensie (Hydrangea arborscens)
  • Eichenblättrige Hortensie (Hydrangea quercifolia)

Alle anderen Hortensien benötigen einen Winterschutz:

Das kannst Du tun:

Bei Hortensien, die Winterschutz benötigen, solltest Du folgendermaßen vorgehen:

  • Nutze Reisig oder Mulch aus Laub als Winterschutz.
  • Verteile diesen direkt auf dem Boden rund um die Pflanze herum.
  • Packe die Hortensie an kälteren Tagen mit Gartenvlies ein.
  • Entferne das Gartenvlies an frostfreien Tagen von der Pflanze.
  • Stelle Kübelpflanzen an einen hellen, windgeschützten Ort.
  • Dazu kannst Du ein Kalthaus, das Treppenhaus oder den Wintergarten nutzen.
  • Verkleide den Topf oder den Kübel mit Gartenvlies, damit die Wurzeln vor Frost geschützt sind.

Auf diese Art werden die Blütenknospen der Hortensie geschützt und sie wird im Sommer wieder reich blühen.

Spätfrost

Wenn die Hortensie zwischen März und Mai frisch austreibt, kann Spätfrost für sie sehr gefährlich sein. Die Triebe stehen in vollem Saft und eine einzige Nacht mit minus drei Grad reichen aus, um Triebe und Blütenknospen erfrieren zu lassen.

Das kannst Du tun:

Gegen Spätfrost zwischen März und Mai hilft es, die Hortensie mit Gartenvlies abzudecken. Du solltest in dieser Zeit sorgfältig auf die Wettervorhersage achten.

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Wenn der Spätfrost die Pflanze schädigt, werden die Triebe innerhalb weniger Tage schwarz. Du kannst dann die Hortensie nochmals zurückschneiden und hoffen, dass noch einige Blütenknospen erhalten bleiben.

Pilzbefall

Eine Pilzerkrankung, die vor allem an überwinterten Kübel-Hortensien häufig auftritt, ist die Botrytis-Knospenfäule. Dabei werden die Blüten- und Triebknospen von einem grauen Schimmel-Rasen überzogen und sterben schließlich ab.

Der Pilz tritt vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit und schwankenden Temperaturen auf, wie das beispielsweise in einem Kalthaus der Fall ist.

Das kannst Du tun:

Um die Kübelhortensie vor einem Pilzbefall zu schützen, solltest Du sie an einem geschützten Ort auf der Terrasse bei frischer Luft und konstant niedrigen Temperaturen überwintern.

Dabei solltest Du die Töpfe oder Kübel gut gegen die Kälte isolieren.

Kranke Blätter sollten entfernt und im Restmüll entsorgt werden. Wirf die Blätter auf keinen Fall auf den Kompost, da der Pilz dort überlebt und andere Pflanzen anstecken kann.

Alter

Wenn Du Deine Hortensie gerade erst gepflanzt hast, musst Du Dir keine Sorgen machen, wenn sie im ersten Sommer nicht blüht. Sie braucht etwas Zeit für die Blütenbildung und hat erst im Jahr nach der Pflanzung Blüten.

Sie muss sich an ihren neuen Standort gewöhnen.

Das kannst Du tun:

Im ersten Jahr nach der Pflanzung blühen Hortensien meist nicht, da sie sich erst an ihren neuen Standort gewöhnen müssen.

Kümmere Dich intensiv um die Pflege Deiner Hortensie und sie wird im nächsten Sommer ganz sicher blühen. Du musst einfach nur gut für die Pflanze sorgen und Geduld haben.

Trockenheit

Ein großer Fehler, der oft bei der Pflege von Hortensien gemacht wird, ist es, den Wurzelballen der Pflanze austrocknen zu lassen. Hortensien benötigen für ihr Wachstum viel Wasser und müssen vor allem in trockenen Sommern zusätzlich gegossen werden.

Auch in trockenen Wintern muss darauf geachtet werden, dass die Pflanze nicht austrocknet.

Das kannst Du tun:

Achte darauf, dass Deine Hortensie ausreichend Wasser erhält. Wenn die oberste Erdschicht rund um die Pflanze trocken ist, ist es Zeit, sie zu gießen.

Dabei solltest Du kalkfreies Leitungswasser oder Regenwasser benutzen und die Pflanze immer von unten gießen. Achte darauf, dass keine Staunässe entsteht. Bei Kübelpflanzen solltest Du Wasser, das sich im Untersetzer sammelt, immer direkt entsorgen.

Vermeide auch Trockenschäden im Winter, indem Du Kübel- und Topfpflanzen mit ausreichend Wasser versorgst. Auch hier gilt, gießen, sobald das Substrat an der Oberfläche trocken ist. Die Hortensie sollte nie länger als zwei Tage trockenstehen.

Auch Beetpflanzen benötigen in trockenen Wintern zusätzlich Wasser. Du solltest sie aber nur an frostfreien Tagen gießen, damit es nicht durch gefrierendes Wasser zu Frostschäden kommt.

Achte bei Kübelpflanzen und auch bei den Beetpflanzen darauf, dass keine Staunässe entsteht.

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Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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