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Kellerasseln im Hochbeet – Gründe & Lösungen

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Kellerasseln findet man an dunklen, feuchten Stellen unter Töpfen, Steinen, Holzbrettern oder unter Mulch. Auf viele Menschen wirken sie aufgrund ihres Aussehens abstoßend. Allerdings sind sie für den Menschen nicht schädlich und übertragen auch keine Krankheiten. Im Hochbeet können sie sogar als Nützlinge angesehen werden, weil sie abgestorbenes Pflanzenmaterial fressen und bei der Umwandlung in Humus mitwirken.

Wir wollen Dir hier zeigen, wie Kellerasseln in Dein Hochbeet gelangen können und was Du tun kannst, um sie wieder loszuwerden.

Gründe, warum Kellerasseln im Hochbeet sind

Kellerasseln zählen zur Tierordnung der Asseln und sind Krebstiere. Sie haben einen ovalen, flachen Körper und können bis zu 1,2 cm lang werden. Sie besitzen sieben Laufbeinpaare. Die Kellerasseln atmen durch Kiemen. Daher muss die Umgebung, in der sie leben, sehr viel Feuchtigkeit enthalten. Da das im Hochbeet der Fall ist, lassen sich Kellerasseln gerne darin nieder.

Kellerasseln im Hochbeet durch den Kompost

Da Kellerasseln sich von toten Pflanzenresten und totem Holz ernähren, sind im Kompost viele der Tiere anzutreffen. Wenn das Hochbeet befüllt wird, gelangen die Kellerasseln mit dem Kompost in das Hochbeet.

Kellerasseln im Hochbeet aufgrund der guten Lebensbedingungen

Kellerasseln brauchen zum Leben eine feuchte Umgebung, die das Hochbeet ihnen bietet. Außerdem finden sie durch den ins Hochbeet eingefüllten Kompost ausreichend totes, organisches Material zum Fressen. Also werden sich immer wieder Kellerasseln aus der Umgebung im Hochbeet versammeln, weil es ihnen ideale Lebensbedingungen bietet.

Kartoffeln sind bei Kellerasseln sehr beliebt

Wenn Du Kartoffeln im Hochbeet anpflanzt, kannst Du fast sicher sein, dass sich Kellerasseln im Hochbeet einfinden, denn Kartoffeln stehen ganz oben auf ihrem Spreiseplan.

Lösungen, Kellerasseln zu bekämpfen und loszuwerden

Kellerasseln ernähren sich hauptsächlich von totem Material und Aas. Eigentlich sind sie Allesfresser. Es kommt vor, dass sie an Karotten, Kartoffeln und auch an anderem Gemüse Schaden anrichten. Sie sind allerdings für den Menschen nicht schädlich und übertragen auch keine Krankheiten. Trotzdem ist es nicht sehr angenehm zu viele dieser Kriechtiere im Hochbeet zu haben. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie loszuwerden. Diese sind_

Kellerasseln im Hochbeet loswerden mit feuchtem Tuch

Wie Du bereits gelernt hast, benötigen Kellerasseln viel Feuchtigkeit. Wenn Du also ein feuchtes Tuch ins Hochbeet legst und dieses immer feucht hältst, werden sich die Kellerasseln unter dem Tuch einfinden. Du kannst sie einsammeln und am besten im Kompost entsorgen.

Kellerasseln loswerden durch gekochte Kartoffeln

Kellerasseln lieben Kartoffeln. Wenn Du also ein paar Stücke gekochter Kartoffeln im Hochbeet verteilst, werden sich die Kellerasseln darunter einfinden, um davon zu fressen, und Du kannst sie problemlos einsammeln und entsorgen.

Kellerasseln im Hochbeet loswerden durch Alkohol

Befeuchte die Innenwände einer Glasflasche mit weiter Öffnung oder ein leeres Konservenglas mit etwas Weingeist und lege das Gefäß flach auf die Erde im Beet, sodass die Kellerasseln hineinkriechen können. Der Geruch des Alkohols lockt die Tiere an. Anschließend kannst Du da Gefäß am besten auf dem Kompost ausleeren.

Kellerasseln loswerden mit Blumentöpfen gefüllt mit Holzwolle

Fülle Blumentöpfe mit feuchter Holzwolle und stelle sie umgedreht in Dein Hochbeet Die Kellerasseln werden von der feuchten Holzwolle angezogen und kriechen in den Blumentopf. Dann kannst Du sie auf dem Kompost oder im Biomüll entsorgen.

Kellerasseln im Hochbeet loswerden mit Gesteinsmehl

Bestäube die Erde im Hochbeet mit etwas Gesteinsmehl. Die Kellerasseln werden verschwinden. Backpulver hat dieselbe Wirkung.

Kellerasseln im Hochbeet loswerden mit Salbeiblättern

Wenn Du frische Salbeiblätter im Hochbeet zwischen die Pflanzen legst, werden die Kellerasseln verschwinden, denn sie mögen den Geruch nach Salbei überhaupt nicht.

Kellerasseln mit natürlichen Fressfeinden loswerden

Igel, Spinnen, Maulwürfe, Vögel und Frösche fressen die Kellerasseln und reduzieren so ihren Bestand. Gestalte Deinen Garten naturnah, damit diese Tiere sich darin wohlfühlen. Sie werden es Dir danken, indem sie die Population der Kellerasseln niedrig halten.

Kellerasseln chemisch bekämpfen

Chemische Mittel sollten gegen Kellerasseln nur im äußersten Notfall eingesetzt werden, da die an sich nützlichen Tiere dadurch getötet werden. Außerdem schaden chemische Mitteln auch anderen Tieren und gelangen auch ins Grundwasser. Für die chemische Bekämpfung stehen Klebefallen oder Giftköder zur Verfügung, die die Kellerasseln abtöten. Compo Ungeziefer-Koder kann bei Amazon und ReinEX Ungeziefer-Köder bezogen werden.

Das Gift wirkt entweder bei Kontakt oder es wird von den Kellerasseln gefressen.

Die Köder locken die Kellerasseln mit Giftstoffen an. Die Dosen mit den Giftstoffen kannst Du im Müll entsorgen. Du solltest allerdings bedenken, dass dadurch die Umwelt belastet wird.

Was fressen Kellerasseln am liebsten?

Kellerasseln ernähren sich von verrottenden Bestandteilen von Platzen und leisten so einen wichtigen Beitrag zur Herstellung von Humus. Frisches Obst oder Gemüse können sie nur schlecht verwerten und sind daher im Hochbeet keine große Gefahr.

Können Kellerasseln beißen?

Die Fresswerkzeuge der Kellerasseln sind nicht so aufgebaut, dass sie die Haut eines Menschen durchdringen können. Also besteht keine Gefahr, dass sie einen Menschen beißen.

Übertragen Kellerasseln Krankheiten?

Es ist nicht bekannt, dass Kellerasseln auf Menschen oder auf andere Tiere oder auf Pflanzen Krankheiten übertragen.

Stehen Kellerasselns unter Naturschutz?

Kellerasseln findet man auf der ganzen Welt in großer Zahl. Sie stehen bei uns auch nicht unter Naturschutz. Im Jahr 2001 hat der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sie Kellerasseln als erstes Tier zum „Wirbellosen Tier des Jahres“ gewählt.

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Foto des Autors

Es gibt kaum etwas Befriedigenderes für mich, als nach einem langen Tag im Garten die Erde unter meinen Fingernägeln zu spüren. Mein Garten ist mein Ruhepol, meine Kreativwerkstatt und manchmal auch mein kleines Chaos. Bei „Pflanzentanzen“ teile ich all die kleinen Freuden und Herausforderungen, die das Gärtnern mit sich bringt. Bist du bereit, mit mir auf diese grüne Reise zu gehen?

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