Clematis – die schöne Kletterkünstlerin

Die Clematis kann zaubern – sie lässt kahle Hauswände, triste Nebengebäude und rostige Zäune ergrünen und in traumhaften Farben erblühen. Langweilige Grünflächen verwandelt die anmutige Waldrebe in ein sommerliches Blütenmeer. Vor unansehnliche Gartenbereiche und traurige Ecken zieht sie im Handumdrehen ihren bezaubernden Blumenvorhang. Alten Bäumen haucht sie ein zweites Leben ein. An Obelisken und Rosenbögen schwingt sie sich voll Anmut empor und zieht alle Blicke auf sich. Von Sitzplätzen auf der Terrasse hält sie als hinreißender Sichtschutz neugierige Blicke fern.

Wo auch immer die Königin der Kletterpflanzen in Erscheinung tritt, begeistert sie ihre Bewunderer und sorgt für Verzückung und Staunen. Für fast jede Stelle im Garten, gibt es die passende Clematis. Und wer keinen Garten hat, braucht nicht traurig zu sein – einige Arten gedeihen sogar im Kübel am Balkon. Hier erfährst Du alles, was Du im Umgang mit der kletternden Schönheit wissen musst. 

  • Vermehrung: durch Stecklinge oder Absenker im Sommer
  • Standort: sonnig, Wurzelbereich beschattet
  • Boden: nährstoffreich, humos, frisch & feucht
  • Wasser: regelmäßig & reichlich
  • Dünger: Kompost, Stallmist, organischer Pflanzendünger

Im Garten Eden

Du hast ein Faible für englische Gärten? Dann wirst Du Dich der Romantik, die die Waldrebe so gekonnt mit einem Hauch von Wildnis kombiniert, nicht entziehen können. 

Trifft die bezaubernde Clematis gar auf eine Kletterrose, ist das Idyll perfekt. Gemeinsam erklimmt das Traumpaar schwindelnde Höhen und macht aus einem öden Garten ein blühendes Paradies. Aber auch ganz alleine sorgt die Schlingpflanze für Furore. Mit ihrem malerischen, rankenden Wuchs und der überschäumenden Blütenpracht ergießt sie sich förmlich über Zäune, Mauern und Rankgerüste. Immer wieder bleibst Du vor ihr stehen, überwältigt von dieser Blütenfülle, von den vollendeten Formen und den wunderbaren Farben.

Die weite Welt der Waldreben​

Die Gattung der Waldreben (Clematis) ist mit ihren etwa 300 Arten beinahe rund um den Globus anzutreffen. Ein Großteil kommt in den gemäßigten Klimazonen Asiens, Europas und Amerikas vor. Die verholzenden, krautigen Kletterpflanzen gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). 

In ihrer Heimat wachsen die meisten Wildsorten in lichten Laubwäldern, wo die Rankkünstler an Bäumen emporklettern, immer der Sonne entgegen. Je nach Sorte können sie über 10 Meter hoch werden. Einige Arten klettern nicht, sondern wachsen als Halbsträucher oder Sträucher. 

Die farbenfrohen Blüten bestehen aus stern- oder schalenförmig angeordneten, kronblattartigen Kelchblättern. Bei den großblütigen Arten können sie einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen.

Die passende Clematis für jeden Garten

Du bewunderst die prächtigen Kletterpflanzen im Stillen, hast Dich bisher jedoch noch nicht an die Pflege einer eigenen Clematis herangewagt? Keine Angst, es gibt inzwischen zahlreiche unempfindliche Neuzüchtungen, die auch für Gartenneulinge und Hobbygärtner ohne Grünen Daumen geeignet sind. 

Galten Waldreben früher als eher sensibel, kannst Du mittlerweile im Umgang mit den Pflanzen nur wenig falsch machen. Wir stellen Dir im Anschluss verschiedene Clematissorten vor, die sich besonders resistent gegenüber der gefürchteten Clematis-Welke erwiesen haben. 

Bei den Hybrid-Sorten ist eine Erkrankung allerdings nie vollkommen auszuschließen. Am richtigen Standort lässt sich das Risiko mit ein wenig gärtnerischer Fürsorge allerdings deutlich verringern.

Von fantastischen Farben und fantasievollen Formen

Ganz besonders beeindruckt zeigen sich die meisten Hobbygärtner von den großblumigen Clematis-Hybriden. Es gibt jedoch auch viele andere zauberhafte Sorten. Überlege Dir, wie wuchskräftig Deine Clematis sein soll. 

Während die meisten Hybridsorten maximal zwei bis drei Meter hoch werden, kann eine Clematis montana durchaus Wuchshöhen von über zehn Metern erreichen. Wann und wie lange soll Deine Waldrebe blühen? Hier hast Du die Wahl zwischen frühjahrsblühenden, sommerblühenden und herbstblühenden Sorten. Einige Clematis blühen sogar ein zweites Mal im Jahr. Auch bezüglich Blühdauer unterscheiden sich die verschiedenen Gruppen stark voneinander. Wenn Du Wert auf duftende Blüten legst, empfiehlt sich eine Duft-Clematis.

Großblumige Clematis-Hybriden

Mit ihren attraktiven Blüten, deren Durchmesser oft deutlich über 15 Zentimeter beträgt, gehören die Großblumigen Waldreben zu den auffälligsten und beliebtesten in den heimischen Gärten. Sie werden maximal zwischen 200 und 350 Zentimeter hoch. Bezüglich ihrer Blütezeit unterscheidet man einmal blühende und zweimal blühende Sorten. Einige von ihnen entzücken mit gefüllten Blüten. Manche zweimal blühende Sorten blühen gar einmal mit gefüllten, einmal mit ungefüllten Blüten.

Wunderschön und besonders resistent sind folgende Sorten:

The President (Schnittgruppe 2)

Als Klassiker unter den großblumigen Clematis-Hybriden ist die diese Sorte wohl die bekannteste und beliebteste in den heimischen Gärten. Ihre prächtigen violettblauen Blüten sind tellerförmig, einfach und groß. Der ‘Präsident’ blüht von Mai bis September und kann bis zu 400 Zentimeter hoch werden.

Multi Blue (Schnittgruppe 2)

Die dunkelblaue Schönheit begeistert mit ihren dicht gefüllten Blüten. Ihre Blütezeit liegt zwischen Mai und Juni. Im Spätsommer kann es zu einer, meist einfachen, Nachblüte kommen. Die Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 150 und 350 Zentimetern. Sie ist auch für die Kübelhaltung geeignet.

Piilu (Schnittgruppe 2)

Diese attraktive Züchtung zeichnet sich durch mittelgroße, zart rosafarbene Blüten mit kräftigen pinken bis violetten Streifen aus. Die Pflanze wird maximal 200 Zentimeter hoch und kann somit auch gut in Pflanzgefäßen gehalten werden. Piilu blüht zwischen Mai und Juni, im September folgt meist eine Nachblüte. Die Frühlingsblüte ist gefüllt, die zweite Blüte ist einfach.

Westerplatte (Schnittgruppe 2)

Mit ihren herrlichen Blüten in tiefem Samtrot bringt diese Sorte Farbe in den Garten. Die großen Blüten schimmern wunderschön, sie sind einfach und erscheinen von Juni bis Oktober. Westerplatte wird nicht höher als 250 Zentimeter und ist auch gut als Kübelpflanze geeignet.

Jackmannii (Schnittgruppe 3)

Bei dieser überreichlich blühenden Clematis handelt es sich um eine alte Hybride aus England. Die großen, einfachen Blüten zeichnen sich durch ihr leuchtendes Purpurviolett aus. Sie öffnen sich im Juli und verzaubern häufig bis Ende September. Die Pflanze kann eine Höhe von bis zu 350 Zentimetern erreichen.

Perle d’Azur (Schnittgruppe 3)

Ein weiterer Klassiker aus der Jackmannii-Gruppe. Perle d’Azur hat einfache, zartblaue Blüten, die häufig einen Durchmesser von 15 Zentimetern aufweisen. Die Clematis ist relativ starkwüchsig und erreicht Wuchshöhen von bis zu 500 Zentimetern. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Warszawska Nike (Schnittgruppe 3)

Große purpurrote Blüten mit silbrigen Rückseiten streckt diese tolle Clematis dem Betrachter zwischen Juni und September entgegen. Die Sorte verträgt auch sonnige Standorte gut und ist für die Haltung im Pflanzkübel geeignet.

Clematis viticella - italienische Waldrebe (Schnittgruppe 3)

Die Waldreben aus der Viticella-Familie eignen sich perfekt zur Kombination mit Kletterrosen. Sie gelten als gesund und pflegeleicht und tolerieren fast jeden Standort. Ihre lange Blühdauer und die schier unglaubliche Blütenfülle machen die robusten Schönen zu universell einsetzbaren Gartenpflanzen. Die meisten Sorten sind sehr krankheitsresistent, die folgenden zeichnen sich durch ihre ganz besondere Widerstandsfähigkeit aus:

Betty Corning

Die äußerst vitale Clematis schmückt sich mit anmutigen, zart lavendelblauen Glöckchen, die einen feinen Duft verströmen. Sie blüht oft schon Ende Mai und bildet bis in den Oktober hinein immer neue Knospen. Die romantische Betty erreicht eine maximale Wuchshöhe zwischen 180 und 250 Zentimetern und ist damit auch gut für die Topfpflanzung am Balkon geeignet.

Etoile Violette

Bereits im 19. Jahrhundert gezüchtet, gilt sie als Klassiker in der Viticella-Familie. Sie blüht und blüht ohne Unterlass von Juni bis September. Ihre dunkelvioletten Sternblüten wirken durch die leuchtend gelben Staubgefäße besonders lebendig. Diese Clematis hat einen kräftigen Wuchs und kann bis zu 350 Zentimeter hoch werden. In einem ausreichend großen Pflanzgefäß kann Etoile Violette aber trotzdem gut gedeihen.

Polish Spirit

Von der Königlichen Gartenbaugesellschaft mit dem begehrten ’Award of Merit’ ausgezeichnet, zählt diese ausgesprochen dekorative Clematis mit ihren großen, dunkelvioletten Blüten zu den gesündesten und dekorativsten Waldreben überhaupt. Ihre lange Blühdauer von Anfang Juni bis Ende September hat ihr viele Anhänger beschert. Sie ist für eine italienische Walrebe relativ starkwüchsig und kann unter optimalen Bedingungen über 400 Zentimeter hoch werden.

Minuet

Mit ihren zauberhaften zweifarbigen Blüten ist sie ein absoluter Eyecatcher im Garten: Innen cremeweiß mit dunkelrosa Rand öffnen sich die edlen, schalenförmigen Blüten ab Anfang Juli und begeistern bis weit in den September hinein. Die alte französische Sorte kann mühelos 300 bis 400 Zentimeter Höhe erklimmen.

Clematis integrifolia - Staudenclematis (Schnittgruppe 3)

Bei diesen Pflanzen handelt es sich – wie ihr deutscher Name bereits vermuten lässt – nicht um Kletterpflanzen, sondern um holzige Stauden, die eher niedrig bleiben. Ihre nickenden, glockenförmigen Blüten sind mit Durchmessern bis zu 5 Zentimetern zierlich und grazil. Sie verwandeln sich nach dem Verblühen in attraktive, fiedrige Samenstände. Staudenclematis lassen sich gut mit kletternden Waldreben und Rosen kombinieren und eignen sich für Rabatten und auch für Kübel. Da manche Kletterrosen die Tendenz haben, im unteren Bereich zu verkahlen, kannst Du diese Problemzonen mit Clematis intergrifolia geschickt kaschieren.

Die folgenden Sorten können als besonders gesund und widerstandsfähig bezeichnet werden und sind daher auch gut für Gartenanfänger geeignet.

Blue Boy

Als Kreuzung zwischen Clematis integrifolia und Clematis viticella gilt diese Staudenclematis als unschlagbar robust. Blue Boy wird für seine Art relativ hoch – er kann Wuchshöhen von bis zu 200 Zentimetern erreichen. Mit ihren langen Trieben kann sich die Pflanze nicht an Rankhilfen festhalten, sie stützt sich daran oder kann angebunden werden. Andernfalls wächst sie kriechend am Boden. Zwischen Juni und September bildet Blue Boy kleine blauviolette Blütenglöckchen.

Arabella

Mit ihren mittelgroßen, schalenförmigen Blüten in strahlendem Blau erblüht Arabella genau zur Zeit der Rosenblüte. Wie die meisten modernen Rosen bildet auch sie bis Ende September immer wieder neue Blüten. Die Pflanze kann 100 bis 150 Zentimeter hoch werden. Wer möchte, lässt sie ganz niedrig als attraktiven Bodendecker wachsen. Auch für die Kübelbepflanzung ist diese Staudenclematis bestens geeignet.

Alyonushka

Die dunkelrosaroten, mittelgroßen Blüten dieser Staudenclematis haben die Form von Glocken. Die Blütezeit beginnt im Juni und erstreckt sich bis weit in den September hinein. Alyonushka wird maximal 170 Zentimeter hoch und wächst auch gerne kriechend auf dem Boden. Sie kann ihre Ranken auch malerisch mit andern Pflanzen verweben. Im Kübel auf der Terrasse fühlt sie sich ebenfalls wohl.

Clematis texensis (Schnittgruppe 2)

Die geschickten Kletterer blühen im Sommer oder Frühherbst am neuen Austrieb. Die Pflanze schlingen sich gerne an kleineren Gehölzen hoch und tragen mittelgroße, tulpen- oder glockenförmige Blüten mit dickfleischigen Blütenblättern. Einige Sorten sind etwas weniger frosthart als die meisten anderen Waldreben und brauchen in rauen Lagen einen Winterschutz.

Princess Diana

Die königliche Schönheit verzaubert mit ihren tiefrosa Tulpenblüten von Juni bis Oktober den stolzen Besitzer und sämtliche Nachbarn. Sie kann etwa 400 Zentimeter hoch werden. Die Blüten machen auch in der Vase eine gute Figur.

Clematis alpina - Alpenwaldrebe (Schnittgruppe 1)

Die robuste Wildart ist auch hierzulande in den Alpenregionen heimisch. Sie ist extrem frosthart und unempfindlich gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ihre Blütezeit liegt im Frühjahr zwischen April und Mai. Viele Sorten blühen im August ein zweites Mal. In dieser Clematis-Familie zeichnen sich nahezu alle Vertreter durch ihre robuste Gesundheit aus. Frances Rivis besticht mit eher großen Blüten in einem schönen kräftigen Blauton mit weißer Mitte. Blue Princess kann mit gefüllten Blüten in zartem Hellblau aufwarten, die einen feinen Duft verströmen.

Clematis macropetala (Schnittgruppe 1)

Diese Art ist eng mit der Clematis alpina verwandt. Sie ist ähnlich vital und verträgt sogar vollsonnige Standorte gut. Ihre Blütezeit liegt zwischen April und Juni. Wie ihr lateinischer Name sagt, sind ihre glockenförmigen Blüten deutlich größer als die der Alpenwaldrebe. Sie Sorte White Swan bietet mit ihrer Vielzahl an schneeweißen, gefüllten Blüten einen idyllischen Anblick. Sie wird nicht höher als 250 Zentimeter und lässt sich auch gut im Kübel kultivieren. Clematis alpina Jutta blüht überaus reichlich in samtigem Dunkelrot. Beide Sorten zeigen im Spätsommer eine schwächere Nachblüte.

Clematis montana - Bergwaldrebe, Anemonenwaldrebe (Schnittgruppe 1)

Wer die zarten, anemonenartigen Blüten betrachtet, traut der Bergwaldrebe ihre gewaltige Wuchskraft gar nicht zu: Über zehn Meter erklimmt die aus Asien stammende Clematis montana. Sie eignet sich daher gut zur Fassadenbegrünung. Ihre weißen bis rosafarbenen Blüten duften leicht. Sie erscheinen im Mai. Manche Sorten blühen im Herbst leicht nach. Die Sorte Mayleen ist zwischen Mai und Juni mehrere Wochen lang über und über mit wunderschönen Blüten in hellem Rosa bedeckt, die einen köstlichen Vanilleduft verströmen.

Der optimale Standort für Clematis

Sie lieben das Licht und lassen ihre schönen Blüten nur zu gerne im Sonnenschein tanzen, der empfindliche Wurzelbereich der Waldreben ist allerdings im Schatten besser aufgehoben. 

Diese Vorliebe lässt sich ganz leicht erklären, wenn wir die natürliche Umgebung der Wildarten betrachten: Clematis gedeihen in lichten Laubwäldern, wo Ihre Wurzeln im kühlen Waldboden ruhen, während die langen Triebe Bäume erklimmen, um zur Sonne zu gelangen. 

Am wohlsten fühlen sich Waldreben im Halbschatten. Du kannst Deine Clematis aber auch an einem – nicht zu heißen – Platz in der Sonne pflanzen, solange der untere Bereich beschattet wird. Dies lässt sich mit niedrigen bis mittelhohen Stauden bewerkstelligen, die allerdings keine Wurzelkonkurrenz zur Clematis darstellen dürfen. Teppichphlox, Blaukissen, Purpurglöckchen oder Funkien sind für diese Aufgabe gut geeignet. 

Manche Experten raten mittlerweile dazu, anstelle einer Unterpflanzung das Erdreich ringsum die Clematis zu mulchen. So schützt Du die Wurzeln vor dem Überhitzen und verhinderst das Austrocknen des Bodens.

Die Bodenansprüche der Kletterkönigin

Um sich gesund zu entwickeln und reichlich zu blühen brauchen die schönen Kletterer einen nährstoffreichen und humosen Boden mit guter Durchlässigkeit. So sehr die Clematis einen frisch-feuchten Untergrund schätzt, so wenig verträgt sie Staunässe. 

Kann das Wasser nicht abfließen, führt dies dazu, dass ihre sensiblen Wurzeln faulen. Mische bei schweren Böden Sand unter das Substrat und sorge mit einer Schicht Kies in der Pflanzgrube für eine ausreichende Drainage. Waldreben haben kein Problem mit Kalk – ganz im Gegenteil, der Untergrund darf gerne alkalisch und leicht kalkhaltig sein. Reichere zu saure Erde mit Gartenkalk an. 

Einen kargen Boden kannst Du mit Kompost und Rindenhumus aufbessern.

Clematis pflanzen

Auch wenn uns jedes Jahr im Frühling eine unbändige Lust, neue blühende Schönheiten für den Garten zu kaufen, überfällt, zahlen sich im Fall der Clematis Geduld und Zurückhaltung aus. Der beste Zeitpunkt für die Pflanzung liegt im Spätsommer beziehungsweise im Herbst. Ist der Boden kühler, kann die Pflanze besser anwachsen und übersteht den Winter ohne Schwierigkeiten. 

Im nächsten Jahr ist sie dann bereits so weit entwickelt, dass sie gleich loslegen und Dich schon im ersten Standjahr mit vielen Blüten verzaubern kann.
Mit Ausnahme von Clematis intergifolia, der Staudenclematis, benötigen alle Waldreben eine Rankhilfe. Je nach Wüchsigkeit der Sorte kannst Du Deiner Rebe ein Spalier, einen Obelisken, einen Rosenbogen oder gar eine ganze Pergola zur Verfügung stellen. 

Am liebsten ranken sich Clematis an Kletterhilfen aus Holz in die Höhe. Der Werkstoff erhitzt sich im Sommer nicht so stark wie Metall und kühlt im Winter auch nicht so stark ab.

Auch wenn Deine neu gekaufte Clematis noch klein und zart wirkt, solltest Du das Spalier gleich bei der Pflanzung anbringen. Die Pflanze wächst schnell und braucht für eine gute Entwicklung und eine schöne Wuchsform eine Stütze. Halte bei der Montage einige Zentimeter Distanz zur Wand, damit sich die Ranken ungehindert um das Gitter schlingen können und eine ausreichende Luftzirkulation gegeben ist.

  • Tauche die Clematis mindestens 15 Minuten vor dem Pflanzen mitsamt dem Pflanzgefäß in einen Eimer Wasser.
  • Hebe ein etwa 40 Zentimeter tiefes Loch aus.
  • Bessere bei kargem Boden das Substrat mit Kompost und Rindenhumus oder mit Pflanzenerde auf.
  • Lockere sehr dichten Untergrund auf und vermische ihn mit Sand. Bringe in diesem Fall am Boden des Pflanzlochs eine zehn Zentimeter hohe Drainageschicht aus feinkörnigem Kies aus.
  • Alle Waldreben außer Clematis alpina und Clematis montana kannst Du fünf bis zehn Zentimeter tiefer pflanzen, als sie im Topf eingepflanzt waren. Sollte die Pflanze in einem besonders frostigen Winter oder durch die Clematis-Welke oberirdisch absterben, kann sie so aus den unter der Erde liegenden Knospen neu austreiben.
  • Drücke die Erde gut an und gieße die frisch gepflanzte Clematis reichlich.

Clematis gießen

Waldreben gelten als ziemlich durstige Pflanzen und kümmern, wenn die Erde völlig austrocknet. Hast Du den Standort Deiner Waldrebe mit Bedacht gewählt, erleichtert Dir das auch die Pflege. Ist der Wurzelbereich beschattet, hält sich die Feuchtigkeit besser im Boden. Aber auch hier ist während längerer Trockenperioden regelmäßiges Gießen angesagt. Achte darauf, das Wasser am Fuß der Pflanze zu verteilen und nicht die Blätter zu beregnen.

Richtig düngen

Ab dem zweiten Standjahr nimmt Deine Clematis eine Düngergabe im Frühjahr gerne an. Du kannst dazu Kompost, Stallmist und Hornspäne oder einen Pflanzendünger aus dem Handel verwenden. 

Ist das Erdreich in Deinem Garten eher sauer, solltest Du die Waldrebe mit etwas Gartenkalk versorgen.

Schneiden – so machst Du es richtig

Du hast gehört, dass der Rückschnitt der prächtigen Waldreben nicht ganz einfach sein soll? Wenn Du weißt, zu welcher Schnittgruppe Deine Pflanze zählt, ist das Schneiden kein Problem. Frage am besten gleich beim Kauf nach und notiere die Schnittgruppe. 

Du kannst Dich auch an der Blütezeit orientieren, denn genau darum geht es beim richtigen Schneiden: Früh blühende Clematis legen ihre Knospen bereits im Vorjahr an. Wenn Du diese abschneidest, gibt es natürlich keine Blüten. 

Deine Clematis blüht öfter – einmal im Frühsommer und einmal zwischen Sommerende und Herbstbeginn? In diesem Fall wurden die Blütenknospen für die erste Blüte vor dem Winter gebildet, die zweite Blüte entwickelt sich dieses Jahr am neuen Holz. Hier erklären wir Dir, was es mit den drei Schnittgruppen auf sich hat.

Schnittgruppe 1

Blüht früh – muss nicht geschnitten werden

Früh blühende Arten legen ihre Blütenknospen vor dem Winter an, damit sie ab Mai oder April startklar sind für ihren großen Auftritt. Wildarten wie Clematis alpina, die Alpenwaldrebe, und Clematis montana gehören zu dieser Gruppe. Diese wachsfreudigen Reben musst Du gar nicht schneiden. Wenn sie Dir jedoch im wahrsten Sinn des Wortes über den Kopf gewachsen sind, kannst Du ihnen mit einem Rückschnitt nach der Blüte Einhalt gebieten. Bei manchen Arten wird die Blüte nach langen Jahren spärlicher. In diesem Fall verjüngt eine radikale Schnittmaßnahme die Waldrebe. Warte aber damit, bis die Pflanze verblüht ist.

  • Clematis alpina
  • Clematis montana
  • Clematis macropetala

Schnittgruppe 2

Rückschnitt im November – um die Hälfte

Da die meisten großblumigen Hybriden zwei Mal im Jahr blühen, gilt es hier ein Mittelmaß zu finden. Bewährt hat sich ein Rückschnitt im späten Herbst oder im frühen Winter auf etwa die Hälfte der Trieblänge. Auf diese Art verschonst Du einen Gutteil der Knospen für die Frühlingsblüte und motivierst die Pflanze zu einem kräftigen Austrieb, an dem sich dann die zweite Blüte bilden kann.

  • alle neuen großblumigen Hybriden
  • Spätestens alle 5 Jahre ist ein kräftiger Verjüngungsschnitt fällig. Um ein Verkahlen zu verhindern, schneidest Du die Pflanze im November auf eine Trieblänge von 20 bis 50 Zentimetern zurück.

Schnittgruppe 3

Starker Rückschnitt im November – auf 30 Zentimeter

Sommerblühenden Clematis bleibt genug Zeit, im Frühjahr am neuen Holz ihre Blütenknospen zu bilden. Waldreben, die frühestens ab Ende Juni blühen, gehören dieser schnellwüchsigen und sehr schnitttoleranten Gruppe an. Sie brauchen den kräftigen Rückschnitt sogar, damit ihr vitaler Wuchs und ihre Blühfreudigkeit erhalten bleiben. Greife im November zur Schere und kürze sämtliche Triebe auf etwa 30 Zentimeter ein.

  • Clematis viticella
  • Clematis integrifolia
  • Clematis texensis
  • Clematis tangutica
  • Clematis orientalis

Clematis vermehren

Waldreben sind wie gemacht für die Vermehrung durch Ableger. Ihre langen, biegsamen Triebe lassen sich problemlos eingraben und wurzeln schnell. Vom Frühling bis zum Sommer kannst Du so spielend leicht neue Pflanzen gewinnen.

Ableger

  • Wähle einen jungen gesunden Trieb Deiner Clematis aus. Er sollte bereits leicht verholzt sein.
  • Löse den Trieb von der Rankhilfe und biege ihn zum Boden.
  • Markiere die Stelle, an der der Trieb die Erde berührt mit einem Stein.
  • Befülle einen Topf, der über ein Abzugsloch verfügt, mit Anzuchterde und versenke ihn an der markierten Stelle im Boden.
  • Biege den ausgewählten Trieb zum Topf hinunter und entferne an der Stelle, an der er das Substrat berührt, sämtliche Blätter.
  • Ritze den Trieb mit einem scharfen Messer an der Unterseite leicht ein.
  • Drücke ihn ins Substrat und bedecke ihn mit etwas Erde.
  • Fixiere ihn mit einem Metallhaken im Pflanzgefäß
  • Stecke einen dünnen Holzstab direkt neben dem Ableger in die Erde und binde den Trieb daran auf.
  • Gieße das Substrat gründlich, bis es gleichmäßig feucht ist.
  • Lass die Erde im Topf nie vollständig austrocknen.
  • Spätestens im nächsten Frühjahr sollten sich ausreichend Wurzeln entwickelt haben. Sieh vorsichtig nach, indem Du die Pflanze mithilfe einer kleinen Schaufel mitsamt dem Substrat aus dem Topf hebst. Sind gut ausgebildete Wurzeln vorhanden, kannst Du die junge Clematis mit einer Gartenschere von der Mutterpflanze trennen und am gewünschten Platz im Garten einpflanzen.

Stecklingsvermehrung

Wenn Du noch keine eignen Clematis besitzt, kannst Du Dir von Freunden oder dem netten Nachbarn Material für Stecklinge geben lassen. Bitte zur Blütezeit der Clematis um einige Triebe, aus denen Du etwa 15 Zentimeter lange Stecklinge gewinnen kannst.

  • Schneide die Stücke jeweils zwischen zwei Blattknoten heraus.
  • Entferne alle Blätter bis auf die obersten zwei.
  • Für einen besseren Erfolg kannst Du die Stecklinge in Bewurzelungspulver tauchen.
  • Befülle kleine Töpfe, die über ein Abzugsloch im Boden verfügen, mit Anzuchterde.
  • Stecke in jeden Topf einen Steckling, wässere reichlich und stülpe abgeschnittene, transparente PET-Flaschen über die Stecklinge.
  • Stelle die Töpfe an einen warmen Platz im Schatten und halte das Substrat feucht.
  • Nimm die PET-Flaschen täglich ab, damit Luft an den Steckling kommt.
  • Sobald die Stecklinge austreiben, kannst Du die PET-Flaschen entfernen.
  • Pflanze die jungen Waldreben erst in den Garten, wenn sie ein gutes Wurzelsystem gebildet haben.
  • Schütze die Jungpflanzen im ersten Winter mit Reisig oder Vlies vor dem Frost.

Clematis im Kübel pflanzen

Du möchtest Deinen Outdoor-Sitzplatz mit einem märchenhaften Blütenvorhang schmücken? Waldreben sind Spezialisten zum Begrünen von Balkonen und Terrassen. Es gibt unter den Rankkünstlern Sorten, die sich auch in einem Pflanzgefäß wohlfühlen. 

Die Pflanze sollte eher langsam wachsen und nicht viel höher als zwei Meter werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Größe des Kübels. Er muss mindestens 25 Liter fassen und über Abzugslöcher verfügen. Bringe am Boden des Gefäßes eine etwa 7 Zentimeter hohe Schicht Kies aus. Vermische Pflanzenerde mit Kompost und Sand und pflanze die Clematis einige Zentimeter tiefer, als sie beim Kauf getopft war. Gieße die Pflanze gut an und verteile eine Schicht Rindenmulch auf dem Substrat. 

Biete Deiner Clematis von Anfang an eine Rankhilfe – wenn möglich aus Holz – an. Halte Distanz zur Hausmauer, damit sich die Hitze nicht staut und die Luft gut zirkulieren kann. Achte auf einen nicht zu heißen Standort – optimal ist ein halbschattiger Bereich. Viele Waldreben kommen auch mit sonnigen Standorten zurecht, solange sie sich nicht überhitzen.

Weil Clematis von Natur aus hungrig und vor allem sehr durstig sind, musst Du bei der Kultur im Topf ein besonderes Augenmerk auf die Wasserversorgung und die Düngung legen. Lasse das Substrat nie ganz austrocknen. Dünge die Pflanze einmal monatlich mit einem Flüssigdünger für Blühpflanzen.

Im Winter solltest Du Deine Topfclematis auf eine Styroporplatte stellen und das Pflanzgefäß mit Vlies umwickeln. Reisig oder ein Jutesack schützt die oberirdischen Pflanzenteile an eisigen Wintertagen. Stelle die Pflanze an einen schattigen und windgeschützten Ort.

Braucht die Clematis einen Winterschutz?

Im Garten ausgepflanzt sind alle Clematis – bis auf einige seltene Ausnahmen – ausgesprochen winterhart. Im ersten Winter nach der Pflanzung kannst Du junge Pflanzen mit einer Laubschicht oder etwas Reisig vor strengen Frösten schützen.

Clematis und Rosen – Beziehungspflege

Es war Liebe auf den ersten Blick. Während die meisten Pflanzen die stolze Königin der Blumen maximal als Hofstaat oder Fußvolk begleiten dürfen, war es beim Anblick der prächtigen Clematis um die Rose geschehen: 

Endlich ein Partner auf Augenhöhe – schön, kraftvoll und überreichlich blühend. Kletterrose und Clematis sind einander an Wuchskraft, Anmut und Blütenpracht absolut ebenbürtig. Sie können einander zärtlich umgarnen oder wild umschlingen. 

Da es sich bei beiden um starke, eigenwillige Persönlichkeiten handelt, sollte der umsichtige Gärtner einige Dinge beachten, damit sich die beiden dauerhaft miteinander wohlfühlen. So machst Du aus dem leidenschaftlichen Blühen im Duett eine lange und glückliche Beziehung:

1. Wähle die richtige Clematis für Deine Rose aus. Sie sollte nicht größer als die Rose werden und diese nicht überwuchern, sonst droht Mehltaubefall. Stimme die Blütenfarben der beiden aufeinander ab. Besonders schön sieht es aus, wenn die Blüten der beiden nicht zu ähnlich sind, sondern einander bezüglich Farbe und Form ergänzen. Achte außerdem darauf, dass die Pflanzen zumindest teilweise gleichzeitig blühen. Clematis viticella ist ein idealer Rosenpartner. Die meisten Sorten blühen wie moderne Rosen zwischen Juni und September und zeichnen sich durch eine robuste Gesundheit aus. Für ältere Rosen, die im unteren Bereich verkahlen, sind Waldreben aus der Integrifolia-Gruppe (Staudenclematis) gut geeignet.

2. Kletterrose und Clematis benötigen eine Rankhilfe. Du kannst die beiden an einen Rosenbogen pflanzen, beziehungsweise ihnen ein Spalier oder ein Gerüst zur Verfügung stellen. An einem Pavillon oder einer Pergola sieht das Traumpaar ebenfalls bezaubernd aus. Auch ein großer Obelisk ist als Kletterhilfe geeignet. Achte unbedingt darauf, dass die Rankhilfe stabil ist. Rose und Clematis können eine stattliche Größe – und damit auch ein enormes Gewicht – erreichen. Die Stütze muss den beiden kühnen Kletterern auch bei Sturm und Starkregen standhalten.

3. Bezüglich des Standorts ist sich das Dream-Team relativ einig: Tiefgründig, humos und gut durchlässig sollte das Erdreich sein. Beide schätzen Staunässe ebenso wenig wie Hitzestau im Hochsommer. Die Luft soll gut zirkulieren können. Während die meisten Rosen vollsonnige Plätze mögen, fühlt sich die Clematis im Halbschatten wohler. Pflanze daher Deine Rose so, dass sie mehr Sonnenschein abbekommt. Im Idealfall beschattet sie den empfindlichen unteren Bereich der Clematis sogar ein wenig.

4. Lasse der Rose den Vortritt: Bei einer Neupflanzung solltest Du die Rose zwei Jahre vor der Clematis pflanzen. So kann sie sich am Anfang gut entwickeln, ohne dabei umschlungen zu werden. Der Pflanzabstand sollte mindestens 80 Zentimeter betragen.

Krankheiten und Schädlinge

Clematis-Welke

Die gefährlichste Krankheit für die schönen Walreben ist sicher die Clematis-Welke. Die Pilzerkrankung lässt alle oberirdischen Pflanzenteile absterben und macht damit die herrliche Blüte zumindest für dieses Jahr zunichte. Großblumige Hybriden gelten als besonders anfällig. Die Pilzsporen sind in vielen Böden vorhanden und dringen in geknickte und verletzte Triebe ein. Es gibt zwei unterschiedliche Welkekrankheiten, die auch unterschiedlich verlaufen:

– Die Phoma-Welke tritt am häufigsten auf. Du kannst einen Befall an gelbbraunen Flecken im unteren Bereich der Pflanze erkennen, die sich rasch vergrößern. Sie zerstören die Blätter und befallen dann die gesamten Triebe – zumindest bei den Großblumigen Hybriden. Andere Waldreben können zwar ebenfalls erkranken, bei ihnen breitet sich der Pilz allerdings nicht aus. Sobald Du die ersten Flecken an den Blättern entdeckst, heißt es rasch handeln. Entferne alle erkranken Blätter und entsorge sie im Hausmüll. Behandle danach die Pflanze von Kopf bis Fuß mit einem Fungizid. Hat die Phoma-Welke bereits die Triebe befallen, breitet sich der Pilz meist trotzdem weiter aus. Deine Pflanze hat aber noch eine Chance: Auch wenn die oberirdischen Teile absterben, kann sie von unten neu austreiben. Das kann aber oft Jahre dauern. Pflanze eine Clematis daher stets zehn Zentimeter tiefer, als sie beim Kauf eingetopft war. So liegen einige Pflanzenknospen unter der Erde und die Rebe kann sich im Fall des Falles schneller regenerieren und bald erneut austreiben.

– Die Fusarium-Welke tritt nur an Großblumigen Hybriden auf. Andere Arten sind höchstens als Jungpflanzen betroffen. Die Pilzsporen verschaffen sich über Knicke in den Trieben und Risse in der Rinde Zutritt und verstopft die Versorgungsbahnen der Pflanze. Die oberen Teile der Clematis erhalten nicht mehr genug Wasser und Nährstoffe und vertrocknen. Wenn sich die Blätter in einem großen Bereich Deiner Pflanze mit einem Mal braun färben, ist dies ein Zeichen, dass die Clematis mit der Fusarium-Welke infiziert ist. Schneide alle Triebe der Pflanze knapp über dem Boden ab. Entferne sämtliche abgefallene Blätter und entsorge alle Pflanzenteile im Hausmüll. Es gibt kein wirksames Mittel gegen den Pilz. Auch bei dieser Welke-Erkrankung kann sich die Pflanze regenerieren und wieder austreiben.

Am besten ist es natürlich, Du lässt es gar nicht so weit kommen. Auch wenn sich eine Erkrankung an der Clematis-Welke nicht zu hundert Prozent verhindern lässt, so kannst Du das Risiko dennoch drastisch verringern.

Krankheiten vorbeugen

  • Wähle eine unempfindliche und robuste Art aus (siehe unsere Empfehlungen).
  • Finde einen windgeschützten Standort, an dem die Luft dennoch gut zirkulieren kann.
  • Ein regengeschützter Pflanzplatz senkt das Erkrankungsrisiko ebenfalls.
  • Achte darauf, dass sich am Standort die Hitze nicht staut. Etwas Schatten während der Mittagsstunden ist ideal.
  • Deine Waldrebe braucht unbedingt einen durchlässigen Boden. Ist das Erdreich in Deinem Garten dicht und schwer, lockere es vor dem Pflanzen auf und mische Pflanzenerde und Sand unter das Substrat. Eine Schicht Kies am Boden des Pflanzlochs sorgt für eine gute Drainage.
  • Gieße die Pflanze regelmäßig – aber nur im Wurzelbereich. Verteile das Gießwasser nicht über die Blätter!
  • Stärke Deine Clematis, indem Du sie jedes Frühjahr düngst.
  • Verzichte darauf, den Boden im Wurzelbereich der Pflanze zu harken.

Blattläuse

Diese tierischen Schädlinge sind zwar lästig, im Gegensatz zur Clematis-Welke jedoch harmlos. Du kannst sie mit einem harten Wasserstrahl abwaschen oder eine Brennnesseljauche ansetzen, um die Läuse zu vertreiben. Auch eine Kernseifen-Lösung hat sich zum Abspülen der Quälgeister bewährt.

Dickmaulrüssler

Die schwarzen Käfer finden Blätter und Blüten der Clematis äußerst schmackhaft. Wenn Du die unschönen Fraßspuren an Deiner Pflanze leid bist, kannst Du die nachtaktiven Dickmaulrüssler bei Einbruch der Dämmerung ansammeln. Eine sehr wirksame Methode, der Plage Herr zu werden, ist die Bekämpfung mit Nematoden. Du kannst diese winzigen Fadenwürmer im Fachhandel kaufen. Die Tierchen sind in der Lage, die gefräßigen Käfer innerhalb von zwei Tagen abzutöten.

Schreibe einen Kommentar

*