Knoblauch im Hochbeet – Anleitung & Tipps

Trotz seines unangenehmen Geruches ist Knoblauch in der Küche beliebt, weil er sehr gesund ist. Wenn Du in Deiner Küche Knoblauch gerne einsetzt, solltest Du einmal versuchen, ihn selbst anzubauen. Ein Hochbeet ist dafür ideal, denn es schützt die Knoblauch-Pflanze vor Kälte und vor den meisten Schädlingen und Krankheiten.

Vor allem aber ist er frisch geerntet viel aromatischer als der gekaufte Knoblauch. Wir werden Dich hier über seine Anpflanzung, Pflege, Ernte und geeignete Pflanzen-Nachbarn informieren.

Knoblauch im Hochbeet pflanzen

Um Erfolg bei dem Anbau von Knoblauch zu garantieren, solltest Du Pflanzknoblauch aus dem Fachhandel wählen. Vorgetriebene Knollen sind die schnellste Art des Anbaus. Bis Samen keimt, dauert es etwas länger.

Die Zehen sollten etwas schräg in die Pflanzlöcher gesetzt werden, damit die Wurzeln nicht faulen.

Wir empfehlen zum Anbau von Knoblauch im Hochbeet die folgenden Sorten:

Knoblauchsorten für Dein Hochbeet

  • Thermidrome: Diese Sorte ist altbewährt und lässt sich gut lagern. Die Zehen haben eine violett-rote Farbe.
  • Neko: Hierbei handelt es sich um eine der wenigen Schnittknoblauchsorten. Er hat ein zartes Aroma und verursacht keinen Mundgeruch.
  • Vivalto: Auch eine alte Sorte, die reiche Ernte erbringt und sehr pflegeleicht ist. Die Außenschale hat einen leichten Rosa Ton.
  • Rosa: Bei dieser Sorte ist die Außenschale deutlich rosa gefärbt. Sie erbringt einen hohen Ertrag.
  • Arno: Hat eine weiße Schale. Die Sorte liefert einen reichen Ertrag und wächst äußerst schnell.
  • Monstrosum: Hierbei handelt es sich um eine der größten Knoblauch-Sorten. Die Pflanze kann bis zu 80 cm hoch werden. Sie hat ein frisches Aroma und passt ausgezeichnet zu asiatischen Gerichten.

Wann sollte Knoblauch im Hochbeet gepflanzt werden?

Beim Knoblauchanbau stehen dem Gärtner einige Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Auspflanzen von Zehen und Aussaat von Samen im Frühjahr, zwischen Ende Februar und Mai.
  • Auspflanzen von Zehen im Herbst zwischen September und Mitte Oktober.

Im Herbst gesetzte Zehen können ebenfalls erst im folgenden Sommer geerntet werden. Die Reife wird durch den Anbau im Herbst also nicht beschleunigt, allerdings sind die Knollen meist größer. Wichtig ist, dass die Einsetzung im Herbst weder zu früh noch zu spät erfolgt.

Wenn die Zehen noch zu viel Wärme abbekommen, treiben sie schon im Winter aus und verschwenden unnötig Kraft. Werden die Zehen zu spät eingesetzt, können sie vor dem ersten Frost keine Wurzeln mehr bilden. Sie sollten daher nicht vor Mitte September, aber auch nicht später als Mitte Oktober eingesetzt werden.

Der Zeitpunkt des Einsetzens sollte abhängig von den jeweiligen Witterungsverhältnissen erfolgen.

Wie sollte Knoblauch im Hochbeet gepflanzt werden?

Die Knoblauchzehen sollten in einem Abstand von 10 cm in den Boden gesteckt werden. Den Zehen oder dem Samen sollte mindestens 20 cm Tiefe zur Verfügung stehen.

Welchen Standort bevorzugt Knoblauch?

Knoblauch wächst am besten an einem sonnigen Standort, der sich schnell aufwärmt und geschützt liegt. Beides ist im Hochbeet der Fall.

Welchen Boden bevorzugt Knoblauch?

Der Knoblauch im Hochbeet benötigt einen nährstoffreichen Boden. Dieser sollte locker sein, aber Wasser speichern können. Ideal ist normale Gartenerde, die auch kalkhaltig sein kann. Um ausreichend Nährstoffe füg den Knoblauch bereitzuhalten, sollte sie mit Kompost angereichert werden.

Du solltest wissen, dass Knoblauch auch auf sandigem Boden wächst, dann allerdings nur ziemlich kleine Knollen hervorbringt.

Wichtig ist, dass die Erde weder zu trocken ist, noch zu Staunässe neigt. Knoblauch mag beides nicht.

Welche Pflege und welchen Dünger benötigt Knoblauch?

Knoblauch benötigt feuchte Erde, aber keine Staunässe. Die Erde rund um die Knoblauch-Pflanze mit Stroh oder Mulch zu bedecken, hilft dabei, sie feucht zu halten. Außerdem sorgt eine solche Schutzschicht für zusätzliche Wärme. Das Gießwasser kann direkt aus der Wasserleitung entnommen werden, denn Knoblauch reagiert nicht empfindlich auf Kalk.

Auch wenn der Boden optimal auf die Pflanzung von Knoblauch vorbereitet wurde, empfiehlt es sich, zusätzlich mit Blaukorn oder reifem Kompost zu düngen. Bei der Pflanzung im Frühjahr in gut vor gedüngte Erde sollte die nächste Düngung im frühen Sommer etwa 4 – 6 Wochen nach dem Einsetzen erfolgen und dann noch einmal in weiteren 4 – 6 Wochen.

Wird der Knoblauchanbau im Herbst begonnen, sollte erstmals zwischen Februar und März gedüngt werden. Zwei weitere Gaben sollten im Abstand von 4 bis 6 Wochen erfolgen.

Wann und wie wird Hochbeet Knoblauch geerntet?

Knoblauch wird geerntet, wenn sich die Triebe der Pflanzen braun verfärben und abtrocknen. Das ist meist gegen Ende des Sommers der Fall.

Die Triebe sollten nicht vollkommen austrocknen. Die Ernte kann beginnen, sobald die Spitzen sich verfärben. Wenn Du zu lange mit der Ernte wartest, öffnen sich die Knollen und fallen auseinander. Sie sind dann zwar immer noch essbar, aber die Ernte gestaltet sich schwieriger und sie können nicht sehr lange aufbewahrt werden.

Um die Knollen gut aus der Erde zu bekommen, solltest Du mit einem Spaten im Abstand von etwa 15 cm in die Erde stechen und den Boden aufwerfen. Dann wird der Knoblauch einfach aus der Erde gezogen und einen Tag lang an der Luft getrocknet. Verbleibende Erde wird einfach mit einer Bürste entfernt. Danach sollte er mit dem verbleibenden Grün zu einem Zopf geflochten und an einem gut gelüfteten, dunklen Ort aufgehängt werden. Nach ein bis zwei Monaten ist der Knoblauch ausreichend trocken, damit er länger aufbewahrt werden kann.

Bei der Lagerung von Knoblauch solltest Du Folgendes beachten:

Lagerung von Knoblauch

  • Wenn Knoblauch bei mehr als 70 Prozent Luftfeuchtigkeit aufbewahrt wird, kann sich Schimmel bilden. Er sollte daher unbedingt an einem trockenen Ort wie einem Dachboden oder einer Speisekammer aufbewahrt werden.
  • Knoblauch gehört auf keinen Fall in den Kühlschrank, da dort die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist.
  • Er sollte an einem dunklen Ort gelagert und vor Sonnenlicht geschützt werden, da er andernfalls schneller austreibt.
  • Knoblauch sollte nicht an einem warmen Ort gelagert werden. Optimal sind 10 bis 15 Grad.
  • Die Knollen sollten immer ausreichend Luft bekommen und nicht in einem geschlossenen Behälter aufbewahrt werden. Auch Plastikbeutel sind zur Aufbewahrung nicht geeignet. Besser ist ein Netz oder eine offene Papiertüte.

Weitere Möglichkeiten, Knoblauch lange aufzubewahren, sind einfrieren. Dabei geht allerdings viel vom Aroma und Geschmack verloren.

In Öl eingelegt, ist Knoblauch lange haltbar. Vor dem Verzehr sollte er dann gekocht oder gebraten werden, da er sonst eine Lebensmittelvergiftung (Botulismus) verursachen kann.

Welche Besonderheiten gibt es bei Knoblauch?

Im späten Frühling oder frühen Sommer entwickelt der Knoblauch möglicherweise sogenannte Scheindolden, also Blütenansätze. Diese müssen so früh, wie möglich abgeschnitten werden. Nur wenn sie abgeschnitten werden, kann sich die Knolle mit voller Kraft entwickeln.

Die Scheindolden sind zum Verzehr geeignet und schmecken sehr gut.

Gute Nachbarn für Knoblauch im Hochbeet

Günstige Pflanzen-Kombinationen für Knoblauch sind:

  • Tomaten
  • Erdbeeren
  • Gurken
  • Karotten
  • Rüben
  • Kartoffeln

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